Schweiz
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HANDOUT - HANDOUT --- Eine undatierte Aufnahme einer Aesche, Thymallus
thymallus, dem Schweizer Fisch des Jahres 2016. Mit dieser Wahl will der Fischerei-Verband auf die Bedrohung der Fischart aufmerksam machen, deren Lebensraum immer kleiner wird. Es brauche mehr renaturierte Gewaesser, sonst sterbe die Aesche ganz aus, mahnt der Verband. Die Aesche kann sich wegen ihrer sensiblen Ansprueche an den Lebensraum kaum noch aus eigener Kraft fortpflanzen. Fuer die natuerliche Fortpflanzung wandern Aeschen bis 50 Kilometer um ihre Eier auf sauberem Kiesgrund in sauerstoffreichem Wasser zu platzieren. (SFV, SCHWEIZERISCHER FISCHEREI-VERBAND/RAINER KUEHNIS) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

Der Lebensraum der Äsche wird in der Schweiz immer kleiner. Bild: SFV SCHWEIZERISCHER FISCHEREI VE

Interview

«Die Nahrungsgrundlage aller Wasserlebewesen steht auf dem Spiel»

Die Pestizid-Grenzwerte werden in der Schweiz nicht gelockert. Für den Geschäftsführer des Schweizerischen Fischerei-Verbands müssen jedoch weitere Schritte eingeleitet werden, um das Fischsterben zu verhindern.



Aufatmen beim Schweizerischen Fischerei-Verband. Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat am Dienstagmorgen beschlossen, dass die Pestizid-Grenzwerte im Wasser nicht gelockert werden. Ab dem 1. April gilt ein Grenzwert von 0,1 Mikrogramm Pestizid pro Liter in Gewässern, aus denen Trinkwasser entnommen wird. Ihre Vorgängerin im UVEK, Doris Leuthard, hatte die Grenzwerte noch erhöhen wollen.

Philipp Sicher, Geschäftsführer des Schweizerischen Fischerei-Verbands, nimmt den Entscheid mit Erleichterung zur Kenntnis, stellt aber gleichzeitig weitere Forderungen an die Politik.

Herr Sicher, sind Sie mit dem Entscheid von Frau Sommaruga zufrieden?
Philipp Sicher: Es ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Sie zieht die völlig unverständlichen Pläne ihrer Vorgängerin endlich zurück. Doris Leuthard ist viel zu stark auf die Wünsche der Agrar-Lobby eingegangen. Der Entscheid von Bundesrätin Sommaruga ist eine Umkehr in die richtige Richtung.

Bundesraetin Doris Leuthard aeussert sich zu den Abstimmungsergebnissen, am Sonntag, 28. Februar 2016 in Bern. Das eidgenoessische Stimmvolk hatte heute ueber drei Volksinitiativen, die Durchsetzungsinitiative, die Initiative fuer Ehe und Familie, die Juso-Spekulationsinitiative, sowie ueber das Referendum gegen die zweite Gotthardroehre zu befinden. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Doris Leuthard, Swiss Federal Councillor and transport minister, speaks during a press conference of the Swiss government on the results of today's ballots, in Bern, Switzerland, Sunday, 28 February 2016. Swiss Voters say yes to the construction of a second road tunnel through the central Swiss Alps (

Doris Leuthard: Die ehemalige Vorsteherin des UVEK wollte die Grenzwerte für Pestizide lockern. Bild: KEYSTONE

Für zwölf Pestizide gelten ab dem 1. April strengere Grenzwerte. Darunter ist auch das Unkrautvertilgungsmittel Glyphosat, welches mutmasslich krebserregend ist. War Glyphosat tatsächlich messbar in unseren Gewässern?
Ja sicher. In den Gewässern, aus denen unser Trinkwasser entnommen wird, wurde eine Glyphosat-Konzentration gemessen, die den Grenzwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter um das 50- bis 60-Fache übersteigt.

«Da reicht die heutige Gesetzgebung nie und nimmer aus.»

Reicht die neue Amtsordnung, um die Fische vor Pestiziden zu schützen?
Nein. Wie das Wasserforschungsinstitut der ETH, das Eawag, vergangenen Herbst erstmals nachweisen konnte, werden unsere Gewässer durch hochkonzentrierte toxische Stoffe verunreinigt, die bisher nicht gemessen werden konnten. Erstmals konnte die Konzentration von Pyrethroid- und Organophosphat-Insektiziden nachgewiesen werden, welche von der Landwirtschaft zur Bekämpfung von Schädlingen eingesetzt werden. Etwa im Kartoffel- oder Rapsanbau.

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Philipp Sicher, Geschäftsführer des Schweizerischen Fischerei-Verbands. bild: zvg

Wie gefährlich sind diese hochtoxischen Pestizide?
Sehr gefährlich. Das Eawag geht davon aus, dass diese Pestizide für wirbellose Kleinorganismen schlimmer sind als alle anderen gemessenen Pflanzenschutzmittel zusammen. Sterben die Insekten, fehlt den Fischen und anderen Wasserlebewesen die Nahrungsgrundlage. Auch dort braucht es dringend Grenzwerte, da reicht die heutige Gesetzgebung nie und nimmer aus.

Ist der Fischbestand in der Schweiz rückläufig?
Das ist regional sehr unterschiedlich. In den alpinen Gebieten geht es. Im Mittelland hat der Bestand in den vergangenen 20 Jahren hingegen massiv abgenommen.

Gibt es Fische, die besonders betroffen sind?
Ja, bei den sogenannten Edelfischen, wie der Bachforelle oder der Äsche, ist der Rückgang besonders alarmierend. Das stellt die Fischer vor massive Probleme, da es sich um beliebte Speisefische handelt. Zudem sind sie Zeigerarten, sie sind also Indikatoren dafür, wie es dem Ökosystem insgesamt geht.

Kann man den Rückgang quantifizieren?
Gemäss Fangstatistik des Bundes ging der Bestand der Bachforelle zwischen 2004 und 2017 um 40 Prozent zurück. Bei der Äsche sogar um 70 Prozent.

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Die Fangzahlen der Forelle sind in der Schweiz stark rückläufig. grafik: bafu

Und das liegt alleine am Pestizideinsatz der Landwirtschaft?
Nein, da spielen verschiedene Faktoren mit.

«Gerade was die Nahrungsbasis in Gewässern betrifft, da trägt die Landwirtschaft eine grosse Verantwortung.»

Wie etwa der Klimawandel?
Ja. Mittlerweile erleben wir ja fast jeden Sommer, dass das Wasser im Rhein über 25 Grad steigt. Für die Äsche ist das lebensgefährlich. Wir beobachten deshalb immer regelmässiger ein Massensterben.

Hinzu kommen die Pestizide ...
Genau. Gerade was die Nahrungsbasis in Gewässern betrifft, da trägt die Landwirtschaft eine grosse Verantwortung. Wird durch den Pestizideinsatz das Insektensterben immer schlimmer, so fehlt den Fischen, aber nicht nur ihnen, die Lebensgrundlage.

Welche Folgen hat das fürs Ökosystem?
Die Fische sind ein wichtiger Faktor in der Nahrungskette. Verändert sich ihr Bestand, löst das eine Kettenreaktion aus. Das ganze natürliche Gleichgewicht gerät ins Wanken.

Malen Sie nicht ein bisschen schwarz? In den 50er- und 60er-Jahren waren die Schweizer Gewässer doch viel stärker verunreinigt.
Das muss man differenziert betrachten.
Tatsächlich wurde damals aus der Industrie und aus den Haushalten viel Abwasser in die Gewässer gespült. Das hat man mit den Kläranlagen in den Griff bekommen.

Aber?
Das löst das Problem der Mikroverunreinigung nicht. Kläranlagen können unser Wasser noch nicht ausreichend von Pestiziden, Medikamentenrückständen oder Hormonen wie der Antibabypille reinigen.

«Die Politik ist derzeit viel zu nett mit der Landwirtschaft.»

Was muss passieren?
Es braucht jetzt dringend realistische Grenzwerte für die hochtoxischen Pestizide. Nur durch eine massive Reduktion der Belastung können die für die Fische und auch Krebse wichtigen Insekten und Wasserlebewesen überleben. Die Nahrungsgrundlage der Fische, ja aller Wasserlebewesen, steht auf dem Spiel.

Damit wäre es getan?
Ich bin zuversichtlich, dass uns die Gesundung der Gewässer gelingen kann. Es muss aber genauer hingeschaut werden, ob die Landwirtschaft sich an die Regeln hält. Die Politik ist derzeit viel zu nett mit ihr. Sie gibt zwar viele Empfehlungen, die Einhaltung wird aber zu wenig überprüft. Dabei zeigen die aktuellen Entwicklungen deutlich: Das mit der Freiwilligkeit funktioniert nicht. Und noch etwas ...

Ja?
Wir haben eine besonders grosse Verantwortung. Die Schweiz ist das Wasserschloss Europas. Das Gift, welches hier ins Wasser gelangt, wird über weite Teile Europas verteilt. Das sollten wir tunlichst vermeiden.

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    Alle Leser-Kommentare
  • DieserNicknamewirdschonverwendet 19.02.2020 12:52
    Highlight Highlight Wenn im Artikel schon Schuldzuweisungen begangen werden, dann bitte auch an uns Konsumenten (mich eingenommen)... Die genannten Hormone von der AntiBabyPille stammen vermutlich nicht von den Feldern der Bauern...
    Weichspühler, Hygiene- und Pflegeprodukte mit Mirkoplastik, die AntiBabyPille etc. sind Produkte, die den Gewässern - so weit ich informiert bin - auch schaden und nicht nur von Bauern verwendet werden sondern von der Mehrheit der CH-Bevölkerung.
  • Bronko 19.02.2020 11:13
    Highlight Highlight Seit Jahrzehnten werden von den Fischzuchtverbänden unermüdlich tausende junge Edelfische gezüchtet und jedes Jahr in unseren Seen ausgesetzt, um das Überleben der Arten zu sichern (und dem Fischer die Existenz bzw. Hobby).

    Das grosse Artensterben (='Nahrungskettensterben') findet längst vor unseren Augen statt. Und wir ignorieren, konsumieren und prosperieren grösstenteils fröhlich weiter, als wärs nix.

    Aber: Seit den 70er Jahren werden wir medial aufgeklärt und gewarnt, was die Gewässer-, Luft-, Boden- und allg. Umweltverschmutzung angeht. Wir wüssten Bescheid.

    Wtff...
    • Vecchia 19.02.2020 13:32
      Highlight Highlight „Erst wenn der letzte Baum gerodet,
      der letzte Fluss vergiftet,
      der letzte Fisch gefangen ist,
      werdet ihr merken,
      dass man Geld nicht essen kann.“

      Ein Spruch, der auch in den 70ern populär wurde. Aber ausser dass man die Quelle (damals vermutete man Indianer) bezweifelt und die Aussage belächelt hat, passierte nichts.
      Egal welchen Ursprungs, heute sind wir weit näher am Resultat aus dieser "Weissagung" als je zuvor...
    • Bronko 20.02.2020 16:06
      Highlight Highlight V: Angesichts dieser Weisheit ist die Quelle auch irgendwie irrelevant (geworden). Aber das Zitat war übrigens auch meine Inspiration für einen Kommentar.
      Wenn wir uns nicht von diesem wirtschaftlich diktierten Wachstums- und Konsumzwang lösen können, welcher uns der 'liberale' Kapitalismus beschert hat, und wir uns nicht dem Überleben der anderen Spezies und der Ressourcen schonenden Erhaltung eines natürlichen Gleichgewichtes zuwenden, haben wir uns diesen Vorteil der Evolution schneller wieder zunichte gemacht, als wir denken können. Auch die Evolution frisst ihre Kinder...
  • derlange 18.02.2020 22:12
    Highlight Highlight Wissenschaftliche Einstufung wäre doch sinnvoller.
    Wenn ein Wert bereit bei 0.1 schädlich ist soll er nicht im Wasser sein. Wenn einr aber vielleicht viel höher liegem könnte ubd dieser aber nicht schädlich ist, ist es doch kein Problem.
    • Hoci 19.02.2020 22:50
      Highlight Highlight Das Problem ist ein ununterbrochener Coktail vom in Schnitt durchschnittlich 80 Pestiziden. Das ist wie wenn du einmal gewaterbordet wirst überlebst du. Aber nicht waterbording nägel ziehen humgern schläge usw. Alles zusammen ohne Unterbruch UND Klimaerwärmung und entsprechende Hochwässer.
    • derlange 20.02.2020 12:07
      Highlight Highlight Dazu gibt es Studien?
  • banda69 18.02.2020 21:25
    Highlight Highlight ... und die menschen- und umweltfeindliche Trump-Groupies von der SVP werden Sommaruga wieder als Pianistin verunglimpfen.

    Und ja, die SVP schadet unserem schönen Lande.
  • June 18.02.2020 17:18
    Highlight Highlight Seien wir doch einfach ehrlich: das Geld von heute ist wichtiger als das Wohlergehen der Natur und somit der Menschen von morgen. Leider werden diese Entscheidungen von denen getroffen die dieses Geld bekommen.
  • Nik G. 18.02.2020 15:54
    Highlight Highlight Der Bauernverband dankt, weil sie sich nur bei Seen daran halten müssen die für Trinkwasser da sind. Was ein geringerer Teil der Gewässer ist. Ich finde man muss den Bauern die sich nicht an vorgaben halten rigoros Gelder streichen. Dieses ewige Verwarnen bringt einfach nichts. Ohne Konsequenzen lernt niemand etwas. Subventionen erhalten nichts für die Umwelt machen und sobald eine Dürre oder Frost kommt der definitiv die nächsten Jahre mehr wird, Entschädigung verlangen.
    • Yunnan 18.02.2020 18:53
      Highlight Highlight Ganz zu schweigen davon, dass sie
      - überteuerte Produkte anbieten, deren Qualität nicht besser ist als diejenige des EU-Auslands,

      -ohne direkte und indirekte Staatsbeihilfen nicht überleben könnten und

      -damit eigentlich dem Land wirtschaftlich schaden, zudem

      - keine Ahnung von Wissenschaft haben, aber weil sie den Boden bestellen, meinen,

      - alles, was mit "Natur" zu tun hat, besser zu wissen (als die Klimawissenschaftler) und überhaupt

      - die unerlässlichste Berufsgattung überhaupt zu sein, die leider

      - unverhältnismässig grossen politischen Einfluss hat.
    • Gustav.s 18.02.2020 19:16
      Highlight Highlight Es werden durchaus Gelder gestrichen, bis hin zu allem.
      Spritzmittel dürfen nur noch unter staatlicher Kontrolle für Spezialfälle eingesetzt werden z.b gefährlichen Unkräuter und Neophyten.
      Es geht nämlich nie ohne Nebeneffekte.
      Trotzdem ist die Trinkwasserinitiative nix, da man wieder Blödsinn mit einer guten Sache kreuzen musste.
    • derlange 18.02.2020 22:15
      Highlight Highlight @yunnan
      Und Sie sind Selbstversorger?
    Weitere Antworten anzeigen
  • wel_hued_morn_scho_wieder_gester_isch 18.02.2020 15:53
    Highlight Highlight Ich würde als erstes mal alle Hygiene und Pflegeprodukte mit Mirkoplastik verbieten! Früher waren Pestizide viel viel stärker und nicht so umweltbewusst wie heute eingesetzt worden. Warum wird immer über das gleiche geredet wen es nur ein Teil des Problems ist und Mikroplastik sicher viel umweltschädlicher ist!
    • Hoci 19.02.2020 22:57
      Highlight Highlight Nein da liegst du falsch, der Pestizidverbrauch hat zugenommen, aber in den letzten Jahren mit den grossen Agrofirmen mit ihren wenigen für bestimmte Pestizide designten Sorten ist der Verbrauch und die Zerstörung fulnminant schlimmer geworden. Was sich jetzt im Massensterben der Insekten zeigt.
      Bitte informiert euch bzw. Watson macht einen Artikel über die Machenschaften der grossen Agrofirmen und der Zusammenbruch der verfügbaren Sorten.
      Idustrialisierte auf kurzen Profit ausgerichtete Land. Konzerne sind heutzutage Stars an Börsen.
  • WID 18.02.2020 15:38
    Highlight Highlight Es gibt immer mehr Fachleute welche Tacheles reden, was wir brauchen ist eine CH-Greta welche der verantwortlichen Generation die leviten liest: IHR HABT KOMPLETT VERSAGT!
    • Vecchia 18.02.2020 16:37
      Highlight Highlight
      Play Icon


      (deutlich ab 36.00)

      Die Mahner gibt es schon lange, sie werden nur nicht gesehen und gelesen, weil TV und Fachzeitschriften unpopulär sind.

      (wir haben z.B. vor ca. 40 J. in der Rüebli-RS gelernt, dass Weichspühler sehr schlecht für die Gewässer sind...............interessierts jemanden?)
    • Roman h 18.02.2020 17:11
      Highlight Highlight Laut herumschreien das man versagt hat, kann einem selber ein gutes Gefühl geben aber das Problem lösen kann es nicht.
      Man braucht eine Lösung nicht nur Schuldzuweisungen.
      Auch wenn kein einziger mehr Pestizide verwendet, wird es die Fische selber nicht retten.
      Es sind bei weitem nicht nur die Pestizide oder das Klima, die schuld sind aber sagen sie mal den Menschen sie sollen weniger Medikamente nehmen oder nicht mit der Pille verhüten
    • Francis Begbie 18.02.2020 20:15
      Highlight Highlight Wenn genügend schreien macht die Politik sicher vorwärts.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PlayaGua 18.02.2020 15:31
    Highlight Highlight Heute lassen sich kleinste Rückstände messen, früher war das nicht der Fall. Deshalb ist das Wasser aber heute nicht schlechter.
    Beispiel Chlorothalonil: Das galt bis vor rund 2 Jahren als völlig undbedenklich und es gab nicht mal einen Grenzwert. Es wurde rund 30 Jahre lang eingesetzt. Und heute tönt es, als würde jeder tot umfallen, der Hahnenwasser trinkt.
    • WID 18.02.2020 16:27
      Highlight Highlight @PlayaGua: die Insekten fallen bei kleinsten Rückständen tatsächlich tot um, grosse Teile der ganzen Population sind bereits tot. Wach auf!
    • Vecchia 18.02.2020 18:01
      Highlight Highlight Bei uns hat es eben zuviel einflussreiche Agrochemie-Unternehmen.

      In Frankreich hingegen ist Parkinson seit 2012 jedoch in der Landwirtschaft als Berufskrankheit anerkannt. Wegen der Arbeit mit Pestiziden!

      So viel besser als "tot umfallen" scheint mir diese Berufskrankheit nicht.


    • Yunnan 18.02.2020 18:55
      Highlight Highlight Dass man sie früher nicht messen konnte, heisst nicht, dass diese Rückstände harmlos sind. Einen Grund muss das massenhafte Aussterben ja haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vecchia 18.02.2020 15:20
    Highlight Highlight Immerhin konnte Sommaruga diesen unglaublich irrsinnigen Plan von Leuthard noch stoppen.

    Aber wie sieht es aus mit der sinnbefreiten Erhöhung der AKW- und Industrieabwasser-Temperaturen, die Leuthard ebenfalls - trotz der bekannten Probleme durch die heissen Sommer - einführen wollte?
    • Paul55 19.02.2020 06:57
      Highlight Highlight Ich hoffe, Simonetta wird solange im UVEK bleiben, bis sie alle (oder zumindest fast alle) Schäden, die das Aargauer-Kapitalisten-Groupie angerichtet hat, zumindest ansatzweise beseitigen kann!
      Es war wahrscheinlich die schwärzeste Zeit für die Umwelt und Gerechtigkeit in den anderen Sparten Verkehr, Energie und Kommunikation mit Leuthard als Chefin (Andienerin ihrer Schtutzgeilen Wirtschaftsfreunde). Nicht mal Moritz konnte soviel Schaden anrichten, und er war also auch mitnichten das Gelbe vom EI!

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