Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Mario Gattiker, Direktor SEM, spricht im Staatssekretariat für Migration zum Bericht des Bundesrats zur vorlaeufigen Aufnahme von Asylsuchenden, am Freitag, 14. Oktober 2016 in Bern. Der Bundesrat hat am 12. Oktober 2016 den Bericht

Laut Mario Gattiker hätte ein Nein zum Waffenrecht weitreichende Folgen für die Schweiz. Bild: KEYSTONE

Interview

Migrationschef warnt vor mehr Asylgesuchen bei Waffenrecht-Nein: «Es gäbe eine Sogwirkung»

Die Asylzahlen sind so tief wie seit Jahren nicht mehr. Der oberste Migrationsbeamte Mario Gattiker warnt nun aber vor den Folgen eines Neins zum verschärften Waffenrecht.

Michel Burtscher und Dominic Wirth / ch media



Die Zahl der Asylgesuche ist seit dem Höhepunkt im Jahr 2015 stetig und markant gesunken. Sind Sie ein Genie oder einfach ein Glückspilz?
Mario Gattiker: Diese Entwicklung hat primär mit dem besseren Schutz der europäischen Aussengrenzen zu tun, mit Abkommen und Massnahmen zwischen Griechenland und der Türkei oder Libyen und Italien. Aber die Schweiz hat in den letzten Jahren mit Sicherheit auch einiges richtig gemacht.

Und zwar?
Wir haben – bereits vor der Flüchtlingskrise – sehr schnelle Verfahren für Menschen aus Ländern eingeführt, in denen keine generelle Verfolgung droht. Sie müssen die Schweiz rasch wieder verlassen. Das hat sich herumgesprochen: Wer keinen Anspruch auf Asyl hat, meidet unser Land. Auch dies kommt in den tiefen Asylgesuchszahlen zum Ausdruck.

Mit rund 15'500 war die Zahl der Asylgesuche 2018 so tief wie seit elf Jahren nicht mehr. Wie sieht es dieses Jahr aus?
Wir gehen von einer unveränderten Situation aus, die nach wie vor beeinflusst ist durch die Massnahmen vor der Balkanroute und im Mittelmeer. Wir erwarten deshalb in etwa die gleichen Asylzahlen wie im Vorjahr. Klar ist aber: Der Migrationsdruck ist international weiterhin sehr hoch. Die Situation kann sich rasch ändern.

Bald stimmt die Schweiz über die Verschärfung des Waffenrechts ab. Der Bundesrat warnt, dass bei einem Nein die Mitgliedschaft bei Schengen/Dublin in Gefahr ist. Was würde das für Ihre Arbeit bedeuten?
Schengen ist für die Migration sehr wichtig, wegen des Schutzes der Aussengrenzen und der Sicherheitszusammenarbeit.

«Die Schweiz konnte sehr viel mehr Asylsuchende in ein anderes Land überstellen als umgekehrt.»

Und Dublin?
Für uns ist auch das Dublin-Abkommen zentral. Ohne dieses wären wir blind im Asylbereich. Wir wüssten nicht mehr, ob jemand zum Beispiel schon in Deutschland, Italien oder Frankreich war. Zudem gäbe es eine Sogwirkung, weil alle Asylsuchenden, die in einem anderen Land abgewiesen wurden, es in der Schweiz nochmals versuchen könnten. Heute können wir solche Personen auf der Basis des Dublin-Abkommens in das zuständige europäische Land zurückführen. Das wäre ohne Schengen/Dublin nicht mehr möglich. Fiele das Dublin-Abkommen weg, hätten wir deutlich mehr Asylgesuche in der Schweiz.

Was bedeutet das in Zahlen?
Der Bundesrat schätzt, dass dies zu Mehrkosten von mehreren hundert Millionen Franken pro Jahr führen würde. Im vergangenen Jahr haben wir 8000 Dublin-Gesuche an andere Staaten gestellt. Gäbe es dieses Abkommen nicht, hätten wir diese als normale Asylgesuche behandeln müssen. Zusätzlich kämen all die Asylsuchenden hinzu, die in einem anderen europäischen Staat abgewiesen wurden und es in der Schweiz ein weiteres Mal versuchen könnten.

Die Erfolgsquote bei den Dublin-Rückführungen ist aber sehr mager. 70 Prozent der Personen kann die Schweiz nicht zurückstellen.
Das stimmt. Unter dem Strich konnte die Schweiz aber sehr viel mehr Asylsuchende in ein anderes Land überstellen als umgekehrt. Ein rechtskräftiger Dublin-Entscheid bedeutet zudem, dass jemand aus den ordentlichen Strukturen fällt und nur noch Nothilfe bekommt. Das führt dazu, dass viele Personen die Schweiz selbstständig verlassen.

Wird die Gefahr eines Ausschlusses der Schweiz aus Schengen/Dublin nicht ein bisschen dramatisiert in diesem Abstimmungskampf?
Wieso? Die Schweiz muss keine Weiterentwicklung von EU-Recht übernehmen. Es ist aber klar geregelt, dass das Abkommen 90 Tage später automatisch ausser Kraft tritt, falls sie das nicht macht oder keine gütliche Einigung zustande kommt. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann das im Vertrag nachlesen.

«Wir brauchen im Asylbereich nachhaltige Strukturen. Die angestrebten 5000 Plätze basieren auf langjährigen Erfahrungswerten.»

Das Asylwesen ist unabhängig von der Abstimmung im Umbruch: Seit Anfang März werden die beschleunigten Verfahren angewendet. Wie läuft es?
Ich bin sehr zufrieden. Wir waren bereit, die Prozesse definiert und getestet, und die Mitarbeiter, von welchen viele ihren Arbeitsort wechseln mussten, sind für ihre oft neuen Aufgaben ausgebildet. Geholfen hat dabei sicher auch, dass wir mit den Testbetrieben Erfahrungen sammeln konnten. Kinderkrankheiten kann man bei solch grossen Systemumstellungen aber nie ausschliessen. Es ist gut möglich, dass wir da und dort nachjustieren müssen. Die Informatik beispielsweise ist noch nicht dort, wo wir sie haben wollen.

Zudem hapert es noch bei den Asylzentren. Erst 4000 der geplanten 5000 Plätze stehen bereit. Braucht es den Rest überhaupt noch angesichts der sinkenden Asylzahlen?
Das ist eine berechtigte Frage, die ich klar mit Ja beantworte. Wir haben in der Vergangenheit gesehen, wie schwierig es ist, wenn man bei einer Krise und einem sprunghaften Anstieg der Asylzahlen neue Unterkünfte suchen muss. Das geht zu lange und ist sehr teuer. Wir brauchen im Asylbereich nachhaltige Strukturen. Die angestrebten 5000 Plätze basieren auf langjährigen Erfahrungswerten. Diese Kapazitäten brauchen wir, damit wir auch bei einem Anstieg der Gesuche einen grossen Teil der Verfahren in unseren Bundesasylzentren durchführen und abschliessen können.

«Asylsuchende sind ja nicht hierhergekommen, um zu arbeiten, sondern weil sie Schutz suchten vor Verfolgung und Krieg. Das macht die Integration anspruchsvoll.»

Bei der Integration gibt es noch viel zu tun: Wir haben Zehntausende Menschen, die in die Schweiz geflüchtet und von Sozialhilfe abhängig sind. Die Konferenz für Sozialhilfe spricht von einer «Zeitbombe».
Das ist tatsächlich eine grosse Herausforderung. Es ist für die Betroffenen selbst nicht gut und auch für die öffentliche Hand nicht, denn es ist sehr teuer. Abhilfe schaffen auch hier die beschleunigten Verfahren, weil schneller klar ist, wer in der Schweiz bleiben kann und wer nicht. Parallel dazu haben Bund und Kantone eine Integrationsagenda vereinbart, die am 1. Mai in Kraft treten wird. Der Bund zahlt den Kantonen dann eine höhere Integrationspauschale. Im Gegenzug intensivieren diese ihre Integrationsprogramme und richten sich an ehrgeizigen Zielen aus. Wir gehen davon aus, dass in Zukunft mehr Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene im Berufsleben Fuss fassen können.

Ist das nicht ein frommer Wunsch? Die Sozialhilfequote beträgt heute über 80 Prozent.
Asylsuchende sind ja nicht hierhergekommen, um zu arbeiten, sondern weil sie Schutz suchten vor Verfolgung und Krieg. Das macht die Integration anspruchsvoll. Sie haben oft Lücken in der Ausbildung und müssen eine unserer Landessprachen von Grund auf erlernen. Diese Herausforderungen gehen wir mit der Integrationsagenda an, die zum Beispiel viel Gewicht auf eine frühe Sprachförderung legt.

Flüchtlingskrise auf der Ferieninsel Kos

Deshalb will Portugal mehr Migranten

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Alle gegen Trump: Demokraten treten an zum ersten TV-Duell

Link zum Artikel

Wer in Europa am meisten Dreckstrom produziert – und wie die Schweiz dasteht

Link zum Artikel

25 Bilder von Sportstars, die Ferien machen

Link zum Artikel

Mit diesen 10 Apps pimpst du dein Smartphone zum Büro für unterwegs

Link zum Artikel

Holland ist aus dem Häuschen, weil diesem Schwimmer gerade Historisches gelang

Link zum Artikel

Schneider-Ammanns Topbeamter gab vertrauliche Infos an Privatindustrie weiter

Link zum Artikel

Weshalb die Ära Erdogan jetzt schneller vorübergehen könnte, als du denkst

Link zum Artikel

Das sind die besten Rekruten der besten Armee der Welt

Link zum Artikel

9 «Ratschlag»-Klassiker, die du dir in Zukunft einfach mal sparen kannst

Link zum Artikel

Christian Wasserfallen nicht mehr FDP-Vize – wegen der Klimafrage?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

52
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
52Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • reactor 09.04.2019 12:30
    Highlight Highlight Hätte einen konstruktiven Vorschlag, wenn ich beispielsweise in den 20min kommentaren, aber oft auch hier von frustrierten 'Eidgenossen' lese, die das Leben hier die Hölle finden. Warum machen wir nicht einen Austausch. Pro Flüchtling den wir aufnehmen, ein Wutbürger im Austausch. so wären alle glücklich. Die einen müssen nicht mehr untet der "bundesrätlich, grünen EU Diktatur" leiden, für die andern gäbe es Wohnraum und Arbeitsplätze. Naja, so ne Mittagspausenidee zu mehr sozialem Frieden.
  • Hierundjetzt 09.04.2019 11:30
    Highlight Highlight Nur weil ein paar SVP‘ler ihr heissgeliebtes Stgw nicht registrieren wollen (weil man als übergwichtiger Ü50 voll gegen diese schlimme Diktatur in Bern kämpfen will) soll ich auf Schengen Dublin verzichten?



    Seit der Einführung der Registrierungspflicht, registrieren sich jährlich (!) 10‘000ende (!) von AdA, damit Sie Ihre Waffe heimnehmen können.

    Alles ohne Probleme. Seit Jahren (!)

    Bis heute: jetzt hat die SVP plötzlich ein komplett inexistentes Problem kreiert. Aber Hauptsache Problem
    • Roterriese 09.04.2019 20:45
      Highlight Highlight Was das fürn Quatsch? Man muss seine Armeewaffe nicht registrieren.
  • Dominik Treier 09.04.2019 11:28
    Highlight Highlight Die SVP will wieder nur ihren Populismus befeuern und ihre Lobby schützen... Wir sind gegen Asylanten blablabla aber wie man die durch Konzernverantwortung und Entwicklung in Aftika vermeiden könnte? Nicht unser Problem! Dass es schlicht dumm ist zu behaupten man könnte einfach wie der grösste Egoist die Grenzen schliessen und die da krepieren lassen obwohl wir an internationales Menschenrecht gebunden sind und glauben? Nicht unser Problem! Eine Partei der Ignoranz... Dinge die Angbeblich des Teufels sind werden aber gut wenn sie der Lobby nützen, siehe Subventionen in der Landwirtschaft...
  • Fandall 09.04.2019 10:51
    Highlight Highlight ...und weiter geht die Panikmache.
    Wie im Text erwähnt wird die EU-Aussengrenze mittlerweile besser beschützt, ergo könnten im Fall, dass es bei einem NEIN zu absolut keiner Übereinkunft mit der EU kommt, nur über den Luftweg grössere Migrantenströme kommen, was die Schweiz aber kontrollieren kann.
    Die abgewiesenen Asylanten aus anderen EU-Ländern würden dann an der Grenze aufgegriffen und unserer mehr als üppig besetzten Asylindustrie zugeführt.
    Alles machbar.
    • Anam.Cara 10.04.2019 07:34
      Highlight Highlight Im Prinzip ja, fandall.
      Bis z.B. die Türkei beschliesst, den Deal mit der EU zu kündigen und eine Million Flüchtlinge nach Europa zu schicken. Oder bis irgend etwas anderes passiert.
      Die Situation hat sich stabilisiert, aber das Gebilde ist wackelig. Der nächste Flüchtlingsstrom wird irgendwann auf uns zukommen.

      Die internationale Zusammenarbeit ist bei so einem Thema wichtig, damit man den Verfolgten den bestmöglichen Schutz bieten kann.
    • Fandall 10.04.2019 10:03
      Highlight Highlight Na gut, die EU Aussengrenze ist ja dort zwischen Griechenland, d.h. die griechischen Grenzkontrolleure hätten dann zuerst den Schlamassel.
      Ich halt auch auf Salzmann's Linie, Waffengesetz nein, Schengen ja. Die Krux ist dass die EU das nicht so möchte und mit der Schengenaufkündigung droht...
  • ubu 09.04.2019 09:39
    Highlight Highlight Sorry, liebe Waffenfreunde, aber dass die Schweiz bei einem Nein gar nicht aus Schengen rausfliegen würde, ist einfach hanebüchen. Ihr dämonisiert die EU, sagt aber gleichzeitig "Nein, nein, die sind dann schon nett mit uns, wenn wir die Anpassungen im Waffenrecht ablehnen." Ernsthaft, das ist einfach nicht realistisch!
  • Eskimo 09.04.2019 09:12
    Highlight Highlight Die EU will das Schengen Abkommen kündigen falls wir ihr Waffenrecht nicht übernehmen?
    Sehr gut. Zwei Fliegen mit einer Klappe.
    • ubu 09.04.2019 10:49
      Highlight Highlight Dann hast Du keine Ahnung von Schengen.
    • Hierundjetzt 09.04.2019 11:23
      Highlight Highlight Aha. Und was ist gut wenn wir aus Schengen fliegen?

      Erleuchte uns doch 🤓
    • GeKo 09.04.2019 13:42
      Highlight Highlight Die EU hat Schengen schon lange aufgehoben, damals sind 3 Dinge versprochen worden die uns nicht tangieren sollen. Alles ist inzwischen aufgehoben worden.
  • Mutbürger 09.04.2019 09:03
    Highlight Highlight Das ganze Theater nur, weil ein par Schiessende ein zusätzliches Formular ausfüllen müssen?

    Vergesst bitte bei der ganzen Hysterie die AHV-Steuervorlage nicht.
    • Jean de Bolle 09.04.2019 10:53
      Highlight Highlight Die AHV Vorlage, auch ein NEIN!
    • Albert J. Katzenellenbogen 09.04.2019 12:29
      Highlight Highlight Verharmlosung hilft nicht. Lesen sie nochmals nach.
  • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 09.04.2019 07:51
    Highlight Highlight Stand Ende 2017
    Die Förderung der Jugendlichen in den Zentren besteht darin, sich an die Regeln zu halten. Dafür bekommt man Punkte. In der "Schule" sammelt man Punkte für höfliches Verhalten, Anwesenheit und Pünktlichkeit, nicht für fachliche Fortschritte. Das führt dazu, dass junge Menschen, die ausser "Grüezi. Wie gehts? Danke. Gut." nicht mehr sagen können, ihre Punkte sammeln und dann abrupt in die billigeren Wohngruppen wechseln, wo sie mit der Freiheit überfordert sind. Aufgefangen wird das mit Coaches, die um die 80 Jugendliche betreuen. Aber auf der Website glänzt es so schön ...
    • borael 09.04.2019 08:06
      Highlight Highlight Welche Website meinst du? Von diesem Punktesystem für Höflichkeit habe ich noch nie gehört.
      Dass sie nicht mehr lernen liegt aus meiner Erfahrung oft daran, dass alle paar Wochen neue Schüler dazukommen und der Kurs quasi von vorne beginnt. Das ist für alle Beteiligten frustrierend.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 09.04.2019 12:05
      Highlight Highlight Darauf könnte man reagieren, indem man Programme auf verschiedenen Niveaus zusammenstellt. Aber die Fluktuation war ein Problem, ja. Ohne mich zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, würde ich sagen ein internationaler gewinnorientierter Player in der Flüchtlingsbetreuung.
    • Anam.Cara 10.04.2019 07:41
      Highlight Highlight Natürlich gibt es Sprachkurse auf verschiedenen Niveaus.

      Ich habe es übrigens auch anders erlebt:
      Viele haben gedacht, dass sie höchstens einpaar Monate hier sind, bevor sie wieder zurück gehen. Erst als kar wurde, dass es wohl Jahre werden würden, haben sie sich beim Lernen ins Zeug gelegt.
  • CaptainLonestarr 09.04.2019 06:37
    Highlight Highlight Falls die EU Schengen Dublin wirklich mit uns sistiert nur wegen der Nichtübernaheme dieses sinnlosen Gesetzes, dann schneiden sie sich selbst auch tief ins Fleisch. Damit keine Asylbewerber aus Italien und Frankreich in die Schweiz kommen, müssten auch wir an der Grenze wieder alle kontrollieren, 300000 Grenzgänger könnten nicht zur Arbeit. Darüber hinaus hätte die EU ein riesiges Loch in ihrem Sicherheitsnetz.
    Die EU haben sich bei Verhandlungen daran gewöhnt das die Schweiz unter Druck immer einknickt und kommen darum immer mit den Maximalforderungen durch.
    • Zappenduster 09.04.2019 07:26
      Highlight Highlight Ich glaube der Schweizer Wirtschaft würde es mehr weh tun wie der Europäischen, wenn die Grenzgänger nicht arbeiten können.

      Riesig ist die Schweiz nicht, weshalb ein "riesiges" Loch im Sicherheitsnetz, anbetracht der riesigen EU Aussengrenze, wohl auch eher Wunschdenken ist.

    • Ueli_DeSchwert 09.04.2019 07:39
      Highlight Highlight Ausserdem ist die Kündigung von Schengen / Dublin keine "Forderung", sondern von der Schweiz genehmigter Vertrag. Wäre selten dämlich, ein Vertrag nicht einzuhalten.
      Deshalb Ja zum nichts-ändernden Waffenrecht.
    • violetta la douce 09.04.2019 08:22
      Highlight Highlight Die Schweiz lässt sich regelmässig erpressen.
      Wenn man einem Erpresser nachgibt, hat man aber bereits verloren.
      Sollte eigentlich Allgemeinbildung sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Schütze 09.04.2019 06:27
    Highlight Highlight Liebe Schweizer. Kurz und bündig: Lasst euch NICHT erpressen.
    • MachoMan 09.04.2019 07:56
      Highlight Highlight @ Der Schütze

      Von der SVP sicher nicht...
      Ich erinnere an den Anschlag in Zug mit mehreren Toten (Täter: Schweizer). Zudem wird aus Schützenkreisen immer vor dieser sogenannten “Entwaffnung” der Bürger gewarnt. Wenn man fragt, weshalb dies der Staat denn wohl wolle, antworten Schützen ganz freimütig, dass der Staat dann tuen und lassen könne wie er wolle ohne dass man sich wehren könne. Der Umkehrschluss ist also, dass es gewaltbereite Schützen gibt, die mit der Waffe gegen den Staat vorgehen wollen, sobald sie der Ansicht sind, es gäbe einen Grund dafür.
    • kettcar #lina4weindoch 09.04.2019 07:57
      Highlight Highlight Erpressen? Hat doch nichts damit zu tun. Das Waffenrecht macht Sinn. Da muss mich niemand hinpressen.
    • The Destiny // Team Telegram 09.04.2019 09:21
      Highlight Highlight @kettcar, die Gesetzesänderung hat kein "raison d'être" und gehört deshalb abgelehnt.
  • Schneider Alex 09.04.2019 06:19
    Highlight Highlight Ich möchte wissen, wieviele Asylgesuche die Schweiz pro 100'000 Einwohner resp. pro 100 km2 Siedlungsfläche heute hat, dies im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern.
    • Käpt'n Hinkebein 09.04.2019 08:46
      Highlight Highlight Die Frage ist in etwa gleich sinnvoll wie diejenige des AfD-Abgeordneten, der die Vornamen von Messerstechern wissen wollte (waren übrigens grösstenteils Michaels und Davids). Nix ausser Polemik. Ohne Berücksichtigung der Strukturen macht weder die Anzahl Einwohner noch die Grösse der Siedlungsfläche Sinn. Aber eben, Polemik..
    • pun 09.04.2019 08:48
      Highlight Highlight Dann lies die Statistiken selbst und argumentiere mit Fakten statt mit Suggestivfragen, die anderen die Arbeit machen.
    • Hierundjetzt 09.04.2019 11:21
      Highlight Highlight 1 / km2

      Rest steht im google oder auf sem.admin.ch
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutbürgerin 09.04.2019 06:16
    Highlight Highlight Das Abkommen als Erfolg im Asylbereich zu verkaufen ist ein Witz. Aufgrund des Schengen-Dublin Abkommens dürfte kein einziger Asylsuchender in die Schweiz gelangen. Asylsuchende kommen ohne Papiere, wie will man da prüfen, ob jemand schon mal Asyl in einem anderen Land beantragt hat? Abgewiesene Asylsuchende werden weder in der Schweiz noch in Schengenländern ausgewiesen, sondern verschwinden einfach und tauchen in ein paar Jahren als Sans-Papier wieder auf. Öffnen die Schengenländer ihre Aussengrenzen, nur weil die Schweiz ihr Waffenrecht nicht verbürokratisieren will? Staatspropaganda pur.
    • reactor 09.04.2019 07:01
      Highlight Highlight Fingerabdrücke, biometrische Daten? Schon mal davon gehört?
    • borael 09.04.2019 07:18
      Highlight Highlight Das wird mit Fingerabdrücken geprüft. Voraussetzung dafür ist aber natürlich, dass dieser Mensch im ersten Land registriert wurde, bzw. Seine Fingerprints da erfasst wurden.
    • Daniel Caduff 09.04.2019 07:57
      Highlight Highlight Du hast wirklich zu wenig Ahnung um hier kompetent mitzureden. Das merkt man bei vielen Deiner Kommentare.

      1. Es gibt mehrere mögliche Gründe, wieso das Asylgesuch einer Person nicht im Erst-Asyl-Staat bearbeitet wird. Der häufigste: Familienzusammenführung.
      https://bit.ly/2PampwR

      2. Wenn jemand schon mal in einem anderen Land ein Asylgesuch gestellt hat, werden dieser Person die Fingerabdrücke abgenommen und elektronisch gespeichert.

      3. Die Schengenstaaten öffnen nicht die Aussengrenzen, aber jeder in Schengen abgelehnte Asylbewerber kann dann in der Schweiz nochmal ein Gesuch stellen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • violetta la douce 09.04.2019 05:48
    Highlight Highlight „Asylsuchende sind ja nicht hierhergekommen, um zu arbeiten, sondern weil sie Schutz suchten vor Verfolgung und Krieg.“

    Ein Frechheit dieser Satz!
    Wenn Asylsuchende nicht zum Arbeiten kommen, dann erhöht gefälligst die Aufnahmekriterien!
    Wir können hier nicht die Bevökerungen aller Unrechtsstaaten durchfüttern!
    Habe langsam die Nase voll, von dieser Süffisants.
    • Steckenpferd 09.04.2019 07:20
      Highlight Highlight Ich glaube Sie haben diesen Satz falsch verstanden (Wie ich beim 1. Mal lesen auch). Ich glaube es geht nicht darum, dass diese Menschen nicht arbeiten möchten, sondern dass sie in 1. Linie nicht in die Schweiz kommen, um Arbeit zu suchen, denn dann wären es ja Wirtschaftsflüchtlingen. Diese Menschen flüchten in 1. Linie um Schutz zu suchen und erst in 2. Linie, wenn sie dann hier bleiben dürfen, auch um dementsprechend Arbeite suchen und arbeiten wollen.
    • pun 09.04.2019 08:51
      Highlight Highlight Eine echte Unerhörtheit, dass diese Syrer nicht in Assads Folterkellern bleiben wollen.
    • violetta la douce 09.04.2019 12:38
      Highlight Highlight Pun
      Unerhört ist, dass wir nahezu alle jungen Männer aus Eritrea zu uns geholt haben.
      Unerhört ist, dass Länder welche ihre Abgewiesenen nicht zurücknehmen, immer noch von uns Gelder bekommen.

      Das ist unerhört!
    Weitere Antworten anzeigen

«Die Pride ist für alle da» – FDP-Politikerin verteidigt Auftritt von Luca Hänni an Pride

Die Luzerner FDP-Politikerin Anne-Sophie Morand ist im Vorstand der Pride für die Politik zuständig. Sie verteidigt den Auftritt von Luca Hänni gegen Kritik.

Es wirkt, als wären Homosexuelle in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wie sieht es rechtlich aus?Anne-Sophie Morand: Gesellschaftlich akzeptiert sind wir mehr und mehr, aber wir sind noch nicht am Ziel. Zum Beispiel haben Transgender- Personen eine überproportional hohe Arbeitslosenquote und homosexuelle Menschen werden auch heute noch auf der Strasse angegriffen. Rechtlich geht es voran, es gibt aber noch viel zu tun. Zur parlamentarischen Initiative für die Ehe für alle läuft im …

Artikel lesen
Link zum Artikel