Schweiz
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Tiefe Asylzahlen, hoher Migrationsdruck: Was ist eigentlich los an der Schweizer Grenze?

Bild: Mario Heller/Aargauer Zeitung

Nie waren die Asylzahlen in den letzten sechs Jahren tiefer als zurzeit. Trotzdem bleibt der Migrationsdruck gross. Ein Besuch im verdächtig ruhigen Tessin.

Daniel Fuchs (Text) und Mario Heller (Fotos), Chiasso / Schweiz am Wochenende



An den Gittern endet der Perron zum Gleis eins am Bahnhof Chiasso für normale Passagiere. Wer sie passiert, gehört entweder zum Schweizer Grenzwachtkorps (GWK), ist wie wir auf Reportage mit den Grenzwächtern oder ohne gültige Papiere in die Schweiz eingereist. Wie die beiden somalischen Frauen. Nur wenige Minuten zuvor nahm ihre Reise im Eurocity von Mailand nach Basel ein abruptes Ende. Den Grenzwächtern konnten sie keine gültigen Papiere vorweisen. Nun richten sie ihre farbigen Kopftücher, die Grenzwächter weisen ihnen den Weg.

Grenze Chiasso (Fotos: Mario Heller/Aargauer Zeitung)

Ohne gültige Papiere unterwegs: Zwei somalische Frauen werden von den Grenzwächtern aufgegriffen. bild: mario heller/aargauer zeitung

Wir betreten die Zone hinter den Absperrgittern, es ist das Herzstück der Schweizer Kontrollen im Migrationsbereich im Südtessin. Hier stellen die Grenzwächter die Identität der Migranten und Flüchtlinge fest. Vergitterte Scheiben, vergitterte Türen. Weshalb? «Sie wurden nötig, als es vor einem Jahr zu Demonstrationen kam. Gewaltbereite Linksextreme haben es auf uns Grenzwächter abgesehen, gewaltbereite Rechtsextreme auf die Migrantinnen und Migranten. Die Gitter dienten zu unser aller Schutz», erklärt der zuständige Hauptmann Patrick Benz.

Fluechtlinge erhalten eine Mahlzeit von Freiwilligen der Tessiner Hilfsgruppe Associazione Firdaus, am Freitag, 5. August 2016, am Bahnhof in Como, Italien. Derzeit befinden sich in Como viele Fluechtlinge, welche auf eine Weiterreise in die Schweiz warten. (KEYSTONE/TI-PRESS/Francesca Agosta)

Gestrandete Flüchtlinge in Como im Sommer 2016. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Im Sommer 2016 stiegen die Flüchtlingszahlen an der Schweizer Südgrenze auf Rekordhöhe. Im italienischen Nachbarort Como herrschte das pure Chaos. In einem wilden Camp beim Bahnhof übernachteten Hunderte Menschen unter freiem Himmel. Viele von ihnen waren von der Einreise in die Schweiz abgehalten worden und im norditalienischen Städtchen gestrandet.

Im mit modernen Scannern ausgestatteten Grenzposten in Chiasso müssen die beiden Somalierinnen ihr Gepäck abgeben. Dann registriert ein Grenzwächter ihre Fingerabdrücke und gleicht sie mit dem System ab. Danach können sich die Frauen im Warteraum setzen.

Grenze Chiasso (Fotos: Mario Heller/Aargauer Zeitung)

Piktogramme für die Kommunikation. Bild: Mario Heller/Aargauer Zeitung

Piktogramme und TV-Bildschirme mit Erklärungen in über 20 Sprachen geben Anweisungen und Erklärungen. Hier pflegt die Schweiz keine Willkommenskultur, dafür «eine Kultur der Aufklärung», wie Benz sie nennt.

Weichensteller Grenzwächter

Mit dem Asylprozess hat das Verfahren des GWK nichts zu tun. Die Kompetenzen der Grenzwächter sind begrenzt. Doch am Bahnhof Chiasso stellen sie die Weichen, wohin der Weg der Migranten weiter führt: Landen sie im Schweizer Asylprozess, bei den Strafbehörden oder müssen sie direkt wieder retour nach Italien?

Grenze Chiasso (Fotos: Mario Heller/Aargauer Zeitung)

Registrierung im Grenzposten: Eine der Somalierinnen muss ihre Fingerabdrücke abgeben. Bild: Mario Heller/Aargauer Zeitung

Weder der Abgleich der Fingerabdrücke noch ihr Verhalten macht die Somalierinnen verdächtig. Nacheinander müssen sich die Frauen in einem separaten Raum ausziehen. Eine Beamtin durchsucht sie nach Schmuggelware oder gefährlichen Gegenständen. Nun kommt es zum Gespräch. Hauptmann Benz erklärt stolz, dass es sich um einen Pilotversuch handle. «Einige Mitarbeiter wurden extra in Gesprächsführung geschult. Das Verfahren haben wir in Zusammenarbeit mit der UNO-Flüchtlingsorganisation UNHCR entwickelt.» Extra bietet das GWK einen Somali-Übersetzer aus dem Empfangs- und Verfahrenszentrum des Staatssekretariats für Migration (SEM) auf, das sich in Gehdistanz befindet.

Mehr Übertritte über die grüne Grenze

Mit Abstand am meisten illegale Einreisen in die Schweiz verzeichnet das Grenzwachtkorps (GWK) derzeit an den Übergängen ins Tessin. Den grössten Teil illegaler Einreisen stellt das GWK am Bahnhof Chiasso fest. Wie der für den Fachbereich Migration zuständige Hauptmann Patrick Benz gegenüber der «Schweiz am Wochenende» sagt, kamen in den letzten Wochen vermehrt Migranten über kleinere Grenzübergänge in die Schweiz oder wanderten sogar über die grüne Grenze ins Tessin. Lag der Anteil illegaler Einreisen via kleinere Grenzübergänge und grüne Grenze letztes Jahr noch bei 10 Prozent, hat sich ihr Anteil im laufenden Jahr mehr als verdoppelt. Laut Benz werden nun bis zu 25 Prozent aller illegalen Einreisen ins Tessin an kleineren Grenzübergängen oder bei mobilen Kontrollen im Inland festgestellt.
Dieser Trend bestätigt sich auch in der Schlepperstatistik des GWK: Die Zahl der im Tessin geschnappten Menschen, denen Menschenschmuggel vorgeworfen wird, liegt im laufenden Jahr bereits bei 76. Im ersten Halbjahr 2016 lag diese Zahl bei 11. Bürger aus Italien, Sri Lanka und Elfenbeinküste führen diese Statistik im laufenden Jahr an. (dfu)

In der Schweiz oder in einem anderen europäischen Land weiter nordwärts erhofften sich die Somalierinnen ein besseres Leben als in Italien, erzählt Benz nach dem Gespräch. Eine der Frauen hat Schmerzen am Fuss und will sich hier behandeln lassen.

Keine der Frauen habe beim Gespräch gesagt, sie möchte in der Schweiz Asyl. Auch habe keine der Frauen in irgendeiner Art angetönt, dass sie Schutz benötige. Eine heikle Aufgabe für das GWK: Das Wort «Asyl» allein ist nicht zwingend, die Beamten müssen auch bei Schilderungen über eine Verfolgung oder Gefährdung auf einen Schutzanspruch schliessen. Wann also endet ihre Kompetenz, wann werden aus den Migranten potenzielle Flüchtlinge, deren Asylgründe durch die Fachleute beim zuständigen SEM abgeklärt werden müssen?

Grenze Chiasso (Fotos: Mario Heller/Aargauer Zeitung)

Gepäckkontrolle an der Grenze. bild: mario heller/aargauer zeitung

Wie die meisten, die derzeit nach Europa flüchten, haben die beiden Somalierinnen in Italien erstmals europäischen Boden betreten. Ob sie von den Italienern wie im Dublin-System vorgesehen registriert worden sind und ob sie bereits um Asyl gebeten haben, interessiert das GWK nicht. Benz erklärt es so: «Kommen wir zum Schluss, es handle sich bloss um widerrechtliche Aufenthalte im Sinne des Ausländergesetzes, so entscheiden wir selbst. Stellen wir aber ein Bedürfnis nach Schutz in der Schweiz im Sinne der Asylgesetzgebung fest, so leiten wir die Person weiter ans SEM.»

Grenze Chiasso (Fotos: Mario Heller/Aargauer Zeitung)

Hauptmann Patrick Benz.

Mit den Frauen sprechen dürfen die Reporter dieser Zeitung nicht. «Wir haben damit aufgehört, das zu erlauben, weil die Migranten oftmals ihre Geschichten plötzlich änderten und es zu Aufregung und heiklen tumultartigen Szenen kam unter den Wartenden», erklärt Benz.

Die beiden Somalierinnen bleiben ruhig. Stoisch warten sie darauf, dass ein Minibus des GWK sie abholt, sie an die Grenze fährt und den italienischen Behörden übergibt.

Was hält sie in Italien?

Auf der anderen Seite der Grenze treffen wir am Bahnhof von Como ihre beiden gut gelaunten Landsmänner Abdullaah Faarah (19) und Faysal Ismail (17). Faarah hat es bereits drei Mal über die Grenze in die Schweiz versucht, Ismail sogar vier Mal. Immer mit demselben Resultat: Die Schweizer Grenzwächter stellten sie zurück nach Italien. Beide haben sie offenbar nie ein Asylgesuch in der Schweiz gestellt. Auch gegenüber dieser Zeitung machen sie kein deutliches Schutzbedürfnis geltend. Das Wort Asyl verstehen sie nicht.

Die Somalierinnen und Somalier, die wir an diesem Tag in Como und Chiasso treffen, sind mit ihrem Schicksal nicht allein. Im ersten Halbjahr 2017 kam es gemäss GWK zu fast 8300 Aufgriffen von Menschen, die illegal in die Schweiz eingereist waren. In rund 7000 der Fälle wurden die Menschen von den Grenzwächtern gleich wieder an Italien rücküberstellt. Dazu passen die Asylzahlen des SEM: Nie waren sie in den letzten sechs Jahren tiefer als zurzeit.

Grenze Chiasso (Fotos: Mario Heller/Aargauer Zeitung)

Eine Somalierin wartet im Untersuchungsraum und wird schliesslich zurück nach Italien geschickt. Bild: Mario Heller/Aargauer Zeitung

Sorgen bereitet dies vor allem den Italienern. In Süditalien hält der Zustrom von Bootsflüchtlingen weiter an. Das Land sieht sich kaum noch in der Lage, die vielen Flüchtlinge aufzunehmen, und fordert von den abgeschirmten EU-Ländern im Norden Unterstützung.

Auch Hauptmann Benz zerbricht sich wegen der Entwicklung den Kopf. Was, wenn die Zahlen plötzlich doch wieder massiv steigen? Noch kann auch er nur spekulieren. «Im Sommer gibt es wegen der Gemüse- und Obsternte in Italien mehr Jobs für Flüchtlinge.» Auf dem Schwarzmarkt sind sie billige Arbeitskräfte. «Gut möglich, dass die Zahlen auf den Herbst hin wieder ansteigen.» (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 02.08.2017 07:31
    Highlight Highlight Fluchtursachen bekämpfen ist schon richtig, nur: Das wirkt leider erst langfristig. Kurzfristig sollte man versuchen, die "Wirtschaftsflüchtlinge" in ihre Heimatländer zurückzuschaffen resp. diese Länder politisch und wirtschaftlich so unter Druck zu setzen, dass sie ihre eigenen Leute wieder aufnehmen.
  • Cyman 29.07.2017 13:41
    Highlight Highlight Guter Bericht von einer bislang ziemlich unbekannten Seite. Speziell finde ich nur, dass im Artikel klar wird, dass viele Einwanderungs-Versuche nichts mit Asylanträgen zu tun haben. Im nächsten Abschnitt werden aber alle, die mit dem Boot über das Mittelmeer setzen, als "Flüchtlinge" bezeichnet. Das geht für mich nicht ganz auf...
    • atomschlaf 29.07.2017 15:34
      Highlight Highlight Da haben die deutschsprachigen Medien noch einen Lernprozess vor sich. In Italien ist mittlerweile meist von "migranti" oder gar "clandestini" (illegale Einwanderer) die Rede.
  • Bätzi 29.07.2017 12:47
    Highlight Highlight Heikel!!
    Ich denke die Aufgeben der Grenzwächter. Sind extrem Heikel
    Einerseitz müssen sie die Flüchtlinge neutral behandeln und überprüfen. Was das ganze noch verschärft ist die tatsache das die grenzwächter ihre Wortwahl genau prüfen müssen damit ihre wörter nicht gegen die Tatsachen verwendet werden.
    Wie gesagt Heikel!
    Ich möchte den Job nicht in diesem sinne danke ich den Frauen und Männern des Grenzwachtcorps
  • Tropfnase 29.07.2017 12:15
    Highlight Highlight Alle möchten halt illegal über die schweizer Grenze und keinen Antrag stellen, werden sie gefasst gehts zurück nach Como und am Abend gibts den nächsten Versuch.
    • atomschlaf 29.07.2017 15:36
      Highlight Highlight Fragt sich aus welchen Gründen.
      Wollen immer noch die meisten nach Deutschland?
  • seventhinkingsteps 29.07.2017 11:52
    Highlight Highlight Ich frage mich schon, wie es dazu kommen kann, dass diese Entscheidungsmacht bzw. Verantwortung beim GWK liegt. Ich meine, so wie es im Artikel steht, herrscht auch unter den Grenzwächtern Unsicherheit über die Kompetenzen und die weiteren Schritte im Prozess und ich kann mir nicht vorstellen, dass die nicht geschult sind, die haben Ahnung. Irgendwie sind die Leute zwischen den Fronten, auch politisch. Das System sollte mMn nicht zu Unsicherheit und Ambivalenz führen, niemand sollte sich schuldig fühlen oder das Gefühl haben eine falsche Entscheidung getroffen zu haben.
    • atomschlaf 29.07.2017 13:56
      Highlight Highlight Im Zweifelsfall zurückschicken, dann hat man sicher nichts falsch gemacht.
    • demokrit 29.07.2017 14:16
      Highlight Highlight Ganz einfach deshalb, weil das GWK in der Schweiz für illegale Migration gemäss unseren rechtsstaatlich beschlossenen Gesetzen zuständig ist. Die Kompetenzen sind sehr klar geregelt.
    • seventhinkingsteps 29.07.2017 15:01
      Highlight Highlight @atomschlaf

      Nicht so zynisch bitte, ich find die Sachlage nicht so lustig um ehrlich zu sein.

      Ich sprach eher das Urteil über einen glaubwürdigen Wunsch Asyl zu stellen an. Es steht im Artikel das Wort "Asyl" muss nicht fallen. Ausserdem ist es in der Kompetenz der GWK zu beurteilen ob jemand schutzbedürftig ist. Ich finde das extrem schwierig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dorfne 29.07.2017 11:23
    Highlight Highlight Die Amerikaner schaffen es, überall auf der Welt Militärstützpunkte zu errichten, sogar ein Foltergefängnis auf "feindlichem Boden" (Kuba). Europa schafft es nicht z.B. in Lybien Enklaven zu errichten für Migranten. Dort könnten die Asylanträge geprüft werden. Wer Asylgründe hat, wird offiziell per Schiff nach Europa gebracht. Der französische Präsident hat einen ähnlichen Vorschlag gemacht. Bin gespannt wie die Rest-EU darauf reagiert. Natürlich wird das sehr teuer. Aber was kostet diese Völkerwanderung jetzt schon? Und die Menschenwürde geht dabei den Bach runter!
    • seventhinkingsteps 29.07.2017 14:21
      Highlight Highlight Wait what? Du nimmst Guantanamo und die USA als Beispiel, dass Europa auch Enklaven schaffen wollen. Es gibt einen Grund, wieso die USA für ihren Imperialismus kritisiert wird
    • Makatitom 29.07.2017 14:28
      Highlight Highlight Und wenn Libyen kein Land zur Verfügung stellen will? Soll dann die Fremdenlegion die "Enklaven" mit Gewalt erobern, damit wir dort die europäischen Guantanamos errichten können?
    • atomschlaf 29.07.2017 15:44
      Highlight Highlight @Hoppla: Botschaftsasyl allein bringt nicht viel, da nur wenige Prozent der von Libyen herkommenden Migranten asylberechtigt sind.

      Dies würde nur etwas bringen, wenn man gleichzeitig klarmacht und auch durchsetzt, dass alle illegal nach Europa bzw. dem Schengen-Raum Eingereisten keinerlei Bleiberecht bekommen und entweder ausgeschafft oder bis zu freiwilligen Ausreise interniert werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chääschueche 29.07.2017 10:56
    Highlight Highlight Ruhig ist es erst wenn es 0 sind und die Asylwirtschaft in der Schweiz abgeschaft wurde.

    • Chääschueche 29.07.2017 17:08
      Highlight Highlight Die Ursache sind Menschen die Lieber Waffen benutzen. Die müsste man ausmerzen. Aber dann wären wir ja nicht besser.

      Daher Grenzen zu. Zumindest für Männer. Die sollen für Ihr Land kämpfen.
    • Chääschueche 30.07.2017 13:55
      Highlight Highlight Ja zumindest wenn Sie die Familie in ihrem Heimatland lassen das ja komischerweise unbewohnbar ist... aber wenn Frau und Kind dort leben können, dann sollte es für den starken Mann kein Problem sein.

      Ich finde es einfach Komisch das der Mann seine Familie zurücklässt obwohl er "stärker" ist als eine Frau und ein Kind.
      Und die Überlebenschance beim Flüchten ist für einen Mann wohl nur gering besser... das Meer und der Hunger tötet jeden wenn es/er will.
  • Grundi72 29.07.2017 10:24
    Highlight Highlight Danke für diesen ausgewogen und sachlichen Beitrag!
  • #säghinid 29.07.2017 09:32
    Highlight Highlight Herzlichen Dank an die Grenzwächter, welche täglich vollen Einsatz leisten!

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