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Falschmeldung zum türkischen Geiseltausch

Aargauer Terrorist noch immer in der Türkei inhaftiert



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Cendrim R. bei einer Anhörung vor einem türkischen Gericht. Bild: screenshot

Entgegen Berichten von Beginn dieser Woche soll sich der gebürtige Kosovare Cendrim R. nach wie vor in der Türkei in Haft befinden. Der Times-Journalist John Simpson hatte am 6. Oktober getwittert, dass der Aargauer Teil eines Gefangenenaustauschs gewesen sei, den die Türkei mit dem Islamischen Staat vorgenommen haben soll. Dabei sollen 47 türkische Geiseln des IS im Tausch mit 180 IS-Milizionären freigelassen worden sein.

Inhalt des gelöschten Tweets: BREAKING: Turkey returned Qendrim R. to Isis, a Swiss resident & convicted terrorist who shot dead two Turkish soldiers & a policeman — John Simpson (@thejohnsimpson) 6. Oktober 2014

Wie der «Tages-Anzeiger» gestern berichtete, halten sich zwar die Vermutungen über einen Geiseltausch hartnäckig. Cendrim R. war aber laut der Zeitung nicht unter den ausgetauschten Geiseln. Der Tweet des englischen Journalisten wurde denn auch vom Genfer Center for Training and Analysis of Terrorism (GCTAT) als falsch deklariert. Mittlerweile hat Simpson den Tweet gelöscht.

Der 23-jährige kosovarische Staatsbürger befindet sich seit Ende März in der Türkei in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, zusammen mit Komplizen drei türkische Sicherheitsbeamte getötet zu haben. Aus dem Gefängnis heraus schreibt er seit geraumer Zeit Briefe an die kosovarische Botschaft in Ankara, mit der Bitte um Hilfe. (wst)

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