Schweiz
Italien

In Tilo-Zug zwischen Lugano und Malpensa: Schweizer schlägt Zugbegleiter

Der Zug "Tilo" (Ticino-Lombardia) ueberfaehrt bei Stabio die schweizerisch-italienische Grenze anlaesslich der Eroeffnung der grenzueberschreitenden Bahnlinie Stabio-Arcisate, am Freitag, 22 ...
Der Vorfall ereignete sich auf der Bahnstrecke zwischen Lugano und Malpensa.Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Schweizer (39) belästigt Passagiere und verprügelt Zugbegleiter

In Italien ist ein Schweizer festgenommen worden, der auf einen Zugbegleiter eingeprügelt hat. Dieser hatte ihn gebeten, sein Handy leiser zu stellen.
09.04.2026, 15:2309.04.2026, 16:26

In Italien muss sich ein 39-jähriger Schweizer vor Gericht verantworten, weil er auf einen Zugbegleiter eingeprügelt hat und ihn verbal beschimpft hat. Der Vorfall ereignete sich bereits am 28. März gegen 19 Uhr abends, wie die Polizei von Varese am Mittwoch mitteilte.

Die Bahnpolizei erhielt eine Meldung über den Angriff in dem Zug, der aus der Schweiz kam. Vor Ort erklärte der Zugbegleiter, dass er den Schweizer aufgefordert hatte, die Lautstärke seines Handys zu reduzieren, weil er damit andere Fahrgäste störte.

Zeuge schildert «brutalen» Angriff

Zeugen schilderten dem Newsportal Luinotizie zwei Tage später, dass der Mann in einem Tilo-Zug auf der Strecke Lugano-Malpensa sehr laut war und die anderen Fahrgäste belästigte. Als der Zugbegleiter seinen Fahrausweis kontrollieren wollte, konnte er zudem keinen vorweisen. Der Bahnmitarbeitende habe versucht, den Mann zu beruhigen. Doch der sei nur noch aggressiver geworden.

Der 39-Jährige hat ihn laut der Polizei beleidigt und ihm schliesslich mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Zugbegleiter musste daraufhin in die Notaufnahme. Er wurde am Kiefer und an einer Hand verletzt. «Er griff mit einer Brutalität an, die man nicht erwartet hätte. Die Leute waren schockiert», sagt der Augenzeuge zum Newsportal.

Dem Schweizer droht eine Freiheitsstrafe

Der Schweizer wurde festgenommen und ins Gefängnis gebracht. Ihm wird schwere Körperverletzung vorgeworfen. In Italien war er vorher nicht strafrechtlich aufgefallen, in der Schweiz hingegen schon: Dort war er laut der Vareser Polizei wegen Eigentumsdelikten, Straftaten gegen Personen sowie Gewalt oder Drohungen gegen einen Amtsträger bekannt. Kurz nach der Inhaftierung wurde er wieder freigelassen. Ihm droht laut Luinonotizie eine Freiheitsstrafe zwischen zwei bis fünf Jahren.

Nur zwei Tage später wurde in der Region ein weiterer Zugbegleiter angegriffen. Ein 47-jähriger Italiener wurde in einem Regionalzug beim Rauchen erwischt. Als der Zugbegleiter ihn konfrontierte, bedrohte er diesen und wurde gewalttätig. Auch der Italiener wurde festgenommen. (vro)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Flugzeug-Passagiere des Grauens
1 / 23
Flugzeug-Passagiere des Grauens
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Passagier dreht komplett durch – wegen Kaffee ☕️
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
110 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Bikemate
09.04.2026 16:50registriert Mai 2021
Hoffentlich erhält er eine saftige Strafe. Dieses Agro. Verhalten darf nicht toleriert werden.
1465
Melden
Zum Kommentar
avatar
Markuse
09.04.2026 15:44registriert September 2019
Totale Verrohung. Bitte aus der Öffentlichkeit entfernen und maximal lange einsperren…
1268
Melden
Zum Kommentar
avatar
benn
09.04.2026 18:40registriert September 2019
na ja in italien kann man zumindest davon ausgehen dass der täter eine echte strafe erhält!
596
Melden
Zum Kommentar
110
Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch gibt den Schlüssel ab
Nach 17 Jahren ist Schluss: Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch hat am Dienstag den Büroschlüssel an ihren Nachfolger Raphael Golta übergeben. Die SP-Vertreterin war 2009 eine überraschende Kandidatin, konnte sich aber ohne Probleme im Amt halten.
Zur Story