Schweiz
Justiz

Genfer Justiz leitet Ermittlungen gegen Polizisten ein

Mutmasslicher sexueller Übergriff: Genfer Justiz leitet Ermittlungen gegen Polizisten ein

05.09.2023, 09:0905.09.2023, 09:51
Mehr «Schweiz»
Garde-frontiere et policier effectuent un controle sur un vehicule, lors d'un operation anti-contrebande aux postes frontieres du canton de Geneve avec la collaboration de la police genevoise, ce ...
Der betroffene Polizist soll von Kollegen gedeckt worden sein, so der Vorwurf.Bild: KEYSTONE

Die Genfer Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eröffnet gegen einen Genfer Polizisten, dem eine Prostituierte einen sexuellen Übergriff vorwirft. Die Frau behauptet, 2018 von dem Mann, der nicht im Dienst war, angegriffen worden zu sein.

Die Staatsanwaltschaft handelte, nachdem das Westschweizer Fernsehen RTS am Sonntag einen Bericht mit entsprechenden Äusserungen der Prostituierten ausgestrahlt hatte.

Das Verfahren wurde eingeleitet, obwohl bei der Staatsanwaltschaft keine Anzeige eingegangen war, wie es am Montag hiess. Der Genfer Generalstaatsanwalt Olivier Jornot werde sich mit dem Fall befassen.

In Absprache mit der Kommandantin der Genfer Polizei werden die polizeilichen Ermittlungen drei Polizisten der Inspection Générale des Services (IGS) übertragen, «die alle aus der Kriminalpolizei stammen und lange nach den Vorfällen zur IGS gestossen sind».

Das von der Genfer Staatsanwaltschaft eröffnete Strafverfahren wird sich «sowohl auf den von der Sexarbeiterin erwähnten sexuellen Übergriff» als auch «auf die Art und Weise, wie die Fakten zum damaligen Zeitpunkt von der Polizei erfasst wurden» beziehen. Es steht der Vorwurf im Raum, dass der Polizist von Kollegen gedeckt worden sein soll. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Bundesgericht prüft Verbot von Zürcher Temporärwohnungen
Vier Betreiber von Business-Apartments ziehen vor Bundesgericht. Sie wehren sich gegen einen Entscheid der Stadt Zürich, welche die Ausbreitung von Temporärwohnungen einschränken will.

Wohnungen, die nur kurzfristig an Touristinnen oder Geschäftsleute vermietet werden, sollten verboten werden. Diesen Beschluss fällte der Zürcher Gemeinderat vor drei Jahren. Solche Temporärwohnungen sollten nur noch in dafür vorgesehenen Gewerbsräumen erlaubt sein.

Zur Story