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ARCHIVBILD ZUR SDA-MELDUNG UEBER DEN JUGENDSTRAFTAETER CARLOS AM 01. FEBRUAR 2017 --- Gerichtszeichnung von Linda Graedel:

Brian, auch bekannt als Carlos, bei einer Verhandlung im Jahr 2015. Links neben ihm sein damaliger Verteidiger. Bild: KEYSTONE

Der Fall Carlos – ein Medien- und Justizdrama, vor allem aber eine menschliche Tragödie

Der Fall Carlos überfordert seit sechs Jahren Justiz, Politik und die Medien. Heute Mittwoch steht der mittlerweile 24-Jährige erneut vor Gericht. Ihm droht die Verwahrung. Wie ist es dazu gekommen?



Prolog: Der Dok-Film

Sonntagabend, 25. August 2013. Im Schweizer Fernsehen läuft der Dok-Film «Der Jugendanwalt». Der Filmemacher, Hanspeter Bäni, porträtiert darin Hansueli Gürber, einen Alt-Hippie mit langen Haaren und einer für Schweizer Verhältnisse unkonventionellen Auffassung von Strafrecht und Lebensführung. Gürber stellt seinen erfolgreichsten «Fall» vor, «Carlos», ein 17-jähriger notorischer Delinquent. Einer, der sich seit Jahren auf dem Kriegsfuss befindet mit der Justiz und der Polizei und der jetzt in einem Sondersetting zum ersten Mal seit langem wieder in die Spur zu finden scheint.

Nach dreieinhalb Minuten sehen wir ihn das erste Mal, er liegt bäuchlings auf einer Matratze, das Gesicht in den Armbeugen vergraben. Eine Off-Stimme stellt ihn vor, «Carlos», ausgesprochen mit einem rollenden G, «Gggarlos». Die Kamera hält drauf, wir sehen das weisse T-Shirt, wie es sich über die Schulternmuskeln spannt, und die verwaschenen Blue-Jeans. Sonst aber sehen wir nicht viel, und vielleicht ist es auch genau diese Anonymität, die es in den nächsten Jahren Tausenden von Menschen erlaubt, alles mögliche in diesen jungen Körper hineinzuprojizieren.

Brian lässt Prozess platzen

Der Gerichtsprozess gegen Brian/«Carlos» muss ohne den Hauptdarsteller stattfinden: Brian weigerte sich am Mittwochmorgen, seine Zelle zu verlassen und ins Gerichtsgebäude zu gehen. Der Richter selber ging zu ihm in die Zelle und redete mit ihm – allerdings erfolglos. Der zweitägige Prozess gegen ihn wird nun in dessen Abwesenheit stattfinden. (sda)

Es ist ein Bild, das sich in den Köpfen der Schweizer Öffentlichkeit einbrennt. Ein gesichtsloser junger Mann mit schwarzer Hautfarbe, ein Muskelpaket mit kurzgeschorenen Haaren. Ein dunkles Phantom, an dem sich die Politiker, Justiz, Medien und der Stammtisch abarbeiten können. Je nach Perspektive Chiffre für zunehmende Jugendgewalt, Kuscheljustiz, Integrationsprobleme, seltener auch: Für die Aufmerksamkeitsökonomie der Medien, oder für ein umbarmherziges Vollzugsystem, das keinen Machtkampf mit seinen Klienten duldet.

Dass «Carlos» auch ein Leben hatte vor dem Dok-Film, ist in diesen Betrachtungen meist irrelevant. Aber die Geschichte von «Carlos» beginnt viel früher. Sie beginnt da, wo «Carlos» noch nicht «Carlos» heisst und sich sein Leben noch nicht zwischen Gefängnisanstalten und Gerichtsbänken abspielt.

SRF Dok: «Der Jugendanwalt»

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Video: YouTube/SRF DOK

1. Akt: Die Kindheit

In der «Rundschau» sagte «Carlos» vor einer Woche, er wolle, dass man seinen richtigen Namen kenne, Brian. Während es bei der Prozessberichterstattung üblich ist, den Angeklagten mit den Initialen (allenfalls mit dem ausgeschriebenen Vornamen) zu benennen, hielt das bei Brian lange niemand für nötig. Vorgeblich aus Gründen des Jugendschutzes. So blieb Brian auch auf dem Papier während Jahren «Carlos», der schwere Junge, der nie erwachsen werden wollte.

Brian wächst in der Nähe von Paris auf mit zwei Halbgeschwistern. Die Mutter stammt aus Kamerun und hat ihr soziales Netz in der französischen Hauptstadt. Der Vater ist ein Schweizer Architekt, arbeitet in Zürich und reist am Wochenende nach Paris zu seinen Kindern. Ende der 90er-Jahre läuft das Geschäft nicht gut, die Familie zieht aus finanziellen Gründen nach Zürich, dort kommt es zu Problemen. Die «Republik» schreibt unter Berufung auf psychiatrische Gutachten von «unhaltbaren, chaotischen Zuständen in der Familie» und von einer «strukturellen und emotionalen Verwahrlosung des Kindes.» Zwischen Brian und seinen Eltern soll es zu tätlichen Auseinandersetzungen kommen. Im Kindergarten wird ihm eine ausserordentliche Begabung attestiert, später fällt er als lautes, forderndes, unbändiges Kind auf.

Brian gerät früh mit dem Gesetz in Konflikt. Spray-Aktionen, Angriffe, Drogen und Alkohol. Bei den Behörden ist er bald ein altbekanntes Gesicht, seine Kindheit ist gezeichnet von Fremdplatzierungen, Heimaufenthalten und geschlossenen Einrichtungen. Die Familie, die Schulen, die Betreuer, sie alle sind überfordert mit dem Jungen. Als 10-Jähriger wird er fälschlicherweise der Brandstiftung verdächtigt, mit Handschellen abgeführt und das erste Mal inhaftiert.

2011, mit 15 Jahren, rammt er in Schwamendingen nach einem Streit einem 18-Jährigen ein Messer in den Rücken. Er wird wegen schwerer Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung verurteilt. In der Untersuchungshaft versucht er sich das Leben zu nehmen, in der psychiatrischen Universitätsklinik wird er, die Hände und Beine fixiert, ans Bett gefesselt. 13 Tage lang. So verbringt er seinen 16. Geburtstag. Seine Schwester reichte später Strafanzeige gegen die behandelnden Ärzte ein.

Rundschau-Bericht vom 23.10.19

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Video: SRF

2. Akt: Die «Blick»-Kampagne

Sommer 2013. Brian befindet sich seit 13 Monaten in einem sogenannten Sondersetting. Die Gefängnisstrafe, zu der er wegen der Messerstecherei verurteilt worden war, wurde zugunsten dieser Massnahme aufgeschoben. Ein Team von Betreuern, darunter der mehrfache Thaibox-Weltmeister Shemsi Beqiri, kümmert sich in einem intensiven Programm um den Jugendlichen. Das Setting kostet 29'000 Franken. Viel Geld, aber weniger, als Brian in einem Gefängnis oder in einer Anstalt kosten würde. Und vor allem: Gut investiertes Geld, wenn das Setting Erfolg zeigt. Eine Karriere als Intensivstraftäter kommt die Gesellschaft viel teurer zu stehen.

Lange sieht es gut aus. Brian, der Unverbesserliche, hat sich in den 13 Monaten Sondersetting nichts zu Schulden kommen lassen.

Nach der Ausstrahlung des SRF-Doks im August 2013 stürzt sich das Boulevardblatt «Blick» auf den Fall. Ins Visier nehmen die Journalisten vor allem die Kosten des Sondersettings. Zwei Tage nach der Dok-Ausstrahlung titelt der «Blick»: «Sozialwahn – Zürcher Jugendanwalt zahlt Messerstecher Privatlehrer, 4.5-Zimmer-Wohnung und Thaibox-Lehrer.»

Bild

«Blick»-Schlagzeile zwei Tage nach der Ausstrahlung bild: fög/ausschnittwatson

Der Begriff Sozial-Wahn wird etabliert. «20 Minuten» und die «Schweiz am Sonntag» ziehen nach, letztere zitieren aus einem vertraulichen Dokument, wonach Brian ein Armani-Deo für 46 Franken 90 benutze und jeden Tag Rindfleisch auf den Teller bekomme. Dass der Deo ein Geschenk und das Rindfleisch mehr frommer Wunsch als tatsächlich auf dem Speiseplan war, geht in der medialen Empörung unter. Zurück bleibt ein Bild, das ein «Luxusgeschöpf» zeigt, das den Behörden und Steuerzahlern auf der Nase herumtanzt. «Das Magazin» zeichnete ein halbes Jahr in einer ausführlichen Analyse nach, wie sich die Empörungsspirale drehte und drehte.

Eine Analyse des Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich (Fög) kam ein Jahr später zum Schluss, dass der Fall Carlos die Züge eines «Medienhypes» getragen habe. Nicht nur die Boulevard- und Gratismedien, sondern auch seriöse Titel seien dabei auf diesen «Skandalisierungszug» aufgesprungen.

Über 2000 Einträge gibt es in der Schweizer Mediendatenbank zum Fall Carlos. Mit dem Fall Carlos konnte man sich profilieren, man konnte sich aber auch die Finger verbrennen. Was man nicht konnte, war, sich der Geschichte zu entziehen.

3. Akt: Das Politikversagen

Das mediale Dauerfeuer zeigt Wirkung. Nachdem sich die Vorgesetzten zuerst noch hinter den Jugendanwalt Gürber gestellt hatten, drehte sich der Wind bald einmal. Die zum «Fall Carlos» hochstilisierte Geschichte wird erst zum Skandal, dann zum Politikum. Nach zweiwöchigem Ausschweigen lassen der damalige leitende Jugendanwalt Marcel Riesen-Kupper und sein Chef, Justizdirektor Martin Graf (Grüne) Jugendanwalt Hansueli Gürber fallen und beenden das Sondersetting für Brian mit sofortiger Wirkung. Der Volkszorn bedroht längst auch ihre eigenen Karrieren. An einer denkwürdigen Pressekonferenz sagt Graf, er habe Verständnis dafür, dass die Volksseele koche. Der direkte Vorgesetzte von Gürber, Riesen-Kupper, engagierte zuvor einen PR-Berater, der später mit fragwürdigen Methoden für Schlagzeilen sorgte.

Brian wird abrupt aus dem Sondersetting genommen und im Massnahmezentrum Uitikon eingesperrt. Zu seinem eigenen Schutz, wie die Justizdirektion kommunizierte. Ein halbes Jahr später pfeift das Bundesgericht den Kanton Zürich zurück. Die Aufhebung der Massnahme sei nur wegen dem öffentlichen Druck erfolgt, schreiben die Richter in Lausanne und ordnen die sofortige Freilassung von Brian an.

Ein neues Sondersetting beginnt, ein günstigeres, dieses Mal in Holland und ohne Thaibox-Training. Im Sommer 2014 erfolgt der Abbruch: Das Kosten-Nutzen-Verhältnis habe nicht mehr gestimmt. Brian wird in die Freiheit entlassen. Im September desselben Jahres später kommt er bereits wieder in Untersuchungshaft. Er soll einen Mann an der Langstrasse mit einem Messer bedroht haben. Der Verdacht erweist sich als falsch, trotzdem verbringt Brian ein halbes Jahr in U-Haft.

Die harte Hand, die Regierungsrat Graf im Umgang mit Brian unter Beweis stellen wollte, bereitet ihm politisch keinen Erfolg. Graf wird im Frühling 2015 abgewählt, er selbst führt die Abwahl auch auf den Fall Carlos zurück. Er habe die Quittung für den Fall erhalten, sagte Graf in einer hitzigen Rede nach den Wahlen. Natürlich habe er damals «nicht super kommuniziert». Aber die Schuld sucht Graf letztlich bei den Medien, den Parteien und bei Jugendanwalt Gürber. Nur Brian sei ebenfalls ein Opfer. Niemand habe sich bei der ganzen Geschichte wirklich für den Jugendlichen interessiert.

4. Akt: Ein Mensch am Rand, ein System am Rand

Nach den beiden abgebrochenen Sondersettings bleibt es fast ein Jahr lang ruhig um Brian. Bis er im März 2016 einem Bekannten im Tram einen Faustschlag verpasst. Er kommt in Untersuchungshaft, wird schliesslich wegen versuchter schwerer Körperverletzung zu 18 Monaten Haft verurteilt. Für Brian ein mit wenigen Unterbrüchen bis heute andauernder Irrweg durch die Gefängnisse dieses Landes. Einmal ist er im Pöschwies untergebracht, dann wird er nach Lenzburg verlegt, schliesslich nach Thorberg, und wieder zurück ins Pöschwies. Er kennt auch die Gefängnisse Limmattal, Winterthur, Burgdorf und Pfäffikon.

Im Gefängnis Pfäffikon muss Brian während mehr als zwei Wochen auf dem Zellenboden schlafen, Unterwäsche erhält er nicht, das Essen wird ihm in belegten Broten überreicht. Ein Gutachten kommt später zum Schluss, Brian sei unmenschlichen und erniedrigenden Haftbedingungen ausgesetzt gewesen.

Immer wieder lehnt sich Brian auf gegen die Haftbedingungen, zerkratzt Zellenwände, beschimpft Gefängisangestellte – und provoziert damit die Gegenreaktion des Vollzugs, der offenbar nur mit kläglichen Machtdemonstrationen antworten kann. Die Kaskade an Gewalt und Gegengewalt scheint, einmal in Gang gesetzt, nicht mehr aufzuhalten. Brians aktueller Anwalt, Thomas Häusermann, sagt in der «Republik»: «Im Gefängnis Pöschwies wird mein Klient wie ein Hannibal Lecter behandelt. Das Einzige, was ihm noch bleibt, ist die Auflehnung, ein ständiger Kampf.» «Im Gefängnis ist Wahnsinn der einzige geistige Zustand», sagt Brian im «Rundschau»-Bericht.

SP-Ständerat Daniel Jositsch sagte in der NZZ einst, einer wie Brian überfordere die Justiz. Das ist sicher nicht falsch. Aber umgekehrt überfordert die Justiz auch Brian. Und andere junge Erwachsene, wie der «Tages-Anzeiger» vor zwei Jahren festhielt. Brian ist wohl kein Einzelfall, auch wenn er gerne als solcher dargestellt wird.

«Man kann das System nicht kaputtmachen. Am Ende wird es ‹Carlos› brechen», sagte der Justizexperte Benjamin F. Brägger in der «NZZ». Aber es scheint, als könne Brian nicht anders.

5. Akt: Die jüngste Anklage

Wenige Monate bevor Brian entlassen werden sollte, ereignet sich im Gefängnis Pöschwies ein weiterer Zwischenfall. Gefängnisangestellte eröffnen ihm, dass er aus dem Gruppenvollzug wieder in strenge Einzelhaft überführt werden solle. Brian reagiert aufbrausend, im Laufe der Auseinandersetzung wird ein Gefängnismitarbeiter verletzt. Die Versionen darüber, was damals genau geschehen war, gehen auseinander. Der Fall ist Hauptpunkt einer neuen Anklage, für die er sich heute Mittwoch vor dem Bezirksgericht Dielsdorf verantworten muss (die Verhandlung wurde aus Platzgründen nach Zürich verlegt). Neben der versuchten schweren Körperverletzung, muss sich Brian auch wegen mehrfacher Sachbeschädigung und mehrfacher Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte verantworten. Die Staatsanwaltschaft gab bekannt, man werde auch eine Verwahrung prüfen.

Der «Blick» listete die einzelnen Punkte eines Kostenblatts auf: Exakt 40'138 Franken kosten die zahlreichen Sachbeschädigungen, die sich Brian zuschulde kommen liess. Auch die Anwalts- und Gutachtenkosten führt die Boulevardzeitung auf: Alles in allem mehr als 100'000 Franken. Und im letzten Abschnitt werden wieder einmal, zum x-ten Mal, die Kosten des Sondersettings vor sechs Jahren aufgeführt. Dass ohne die Kampagne des «Blick» und anderer Medien Brian heute vielleicht nicht als «Dauer-Delinquent» und Kostenfaktor wahrgenommen werden würde, wird geflissentlich ignoriert. Das Gedächtnis der Medien war schon immer schlecht.

Epilog

Brian auf der Matratze, Brian wie er am Küchentisch sitzt in dieser anonymen Wohnung, wie er das Angebot seiner Betreuerin ausschlägt, einen Ingewertee zuzubereiten, und dann doch einwilligt. Was auffällt an diesem Film über Brian und Jugendanwalt Gürber, wenn man ihn sechs Jahre später noch einmal anschaut, ist diese Diskrepanz zwischen den harten Schlägen, die der Thaiboxer Brian auf den Boxsack platziert, und der seltsamen Teilnahmslosigkeit, mit der der Jugendliche erscheint. Als hätte er damals schon geahnt, dass dieser Widerspruch auch die nächsten Jahre seines Lebens prägen wird. Jugendanwalt Gürber sagte später, dieser Film sei ein Fehler gewesen.

Die Berichterstattung über Brian war lange dominiert von einer unnachgiebigen und reisserischen Stossrichtung. Immer wieder hat sich daneben auch eine eher mitfühlende Haltung bemerkbar gemacht. Brian als Opfer eines starren Vollzugssystem, das nur mit Repression auf Renitenz reagieren kann. Das ist ehrenwert und nötig, jeder Mensch verdient unabhängig von seinen Taten eine faire Berichterstattung, gerade wenn er wie Brian in beispielloser Weise zu einem Sündenbock heraufgeschrieben wird.

Aber das Grundproblem bleibt: Ein Mensch wird zur Versuchsperson, zur exemplarischen Figur, auf dessen breiten Schultern sich gesamtgesellschaftliche Debatten zu allen möglichen Themen und Nicht-Themen verhandeln lassen. Ohne dass ihn jemals jemand nach seiner Meinung gefragt hätte.

In einem Interview mit der «Weltwoche» vor mehr als sechs Jahren, sagte Brian, «ich möchte frei sein, egal, was die Leute über mich denken».

Jetzt droht ihm die Verwahrung. Mit 24 Jahren.

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307Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • recki85 31.10.2019 23:45
    Highlight Highlight Ich versuche es nochmals, vielleicht wird sachliche Kritik am Justizsystem ja irgendwann mal freigeschaltet. Es müssen hier ja nicht alle ins selbe Horn blasen:

    Was sich die Justiz hier in Punkto Haftbedingungen erlaubt, ist rechtsstaatlich nicht haltbar und ein noch grösserer Skandal als die generelle Berichterstattung. Auch hier wird mit keinem Wort erwähnt, welchen rechtswidrigen Bedingungen er ausgesetzt war. Etwa der tägliche Spaziergang: Warum wird er verweigert? Das ist nun wirklich Basiswissen, dass der zu gewähren ist, über welches jeder Vollzugsmitarbeiter verfügen müsste.
  • Felipe Meyer 31.10.2019 11:50
    Highlight Highlight Interessant und keiner Hinterfragt seine Kindheits Traumas und das Behörden versagen in seiner Kindheit. Oder der Missbrauch seiner post-traumatischen belastungstörung die er seit dem ungerechtfertigtem anschuldigung als brandstifter auf die stirn gebrannt bekam, brasilianer, sind ja e alli kriminel.
    als ob er in Rapperswill seine ganze familie abgemetzelt hätte aber nein kann ja nicht sein wir müssen wieder braun als haupt kriminelle energie soziologisch verkaufen. Dummheit & Hass hand in hand
  • Eric Lang 31.10.2019 07:50
    Highlight Highlight Der hilflose Versuch unserer Justiz einen Menschen mit dauerhaftem Freiheitsentzug zu brechen, erinnert mich stark an die Leidensgeschichte von Hugo Portmann, der 32 Jahre weggesperrt wurde, weil er nicht tat, was die Gerichte wollten.
    Und es zeigt auch auf, dass unsere Justiz nicht lernfähig ist!
  • Grobo 31.10.2019 02:14
    Highlight Highlight Nur mal zur Info für alle, die Kampfsport als Setting und Therapie nicht verstehen:
    Kampfsport ist ein ausgezeichnetes Training dafür, seine Emotionen kontrollieren zu lernen und sich z.B. im Training von schlechten Emotionen zu befreien und abzureagieren. Lieber dort, als an einem Menschen!
    Leider hat sich die Politik eher dem aufgebauten Mediendruck gebeugt, als eine konsequente Linie zu praktizieren, der einem jungen Menschen der Fehler gemacht hat, wieder zurück ins Leben zu helfen.
    Die Politik und die Medien tragen eine Mitverantwortung.



    • Hans -würkli- Nötig 31.10.2019 11:43
      Highlight Highlight Die Selbstkontrolle zu lernen ist die eine Möglichkeit, die andere ist, es eben nicht zu lernen und dafür noch gefährlicher zu werden.
      Ich persönliche verstehe nicht, warum ein Gewalttäter das darf ohne die funktionierende Resozialisierung erst beweisen zu müssen. Nur weil es scheinbar "das einzige war was Carlos motivierte" ist für mich kein Grund, da gäbe es bestimmt noch anderes. Ausserdem ist der Trainer betr. Konrolle erlernen matchentscheidend und gemäss Medienberichten ist es fraglich ob Shemsi Beqiri da nicht der völlig falsche dafür war.
    • Asmodeus 31.10.2019 13:56
      Highlight Highlight Da spricht der Laie in mir. Aber Thaiboxen ist meines Wissens der brutalste Kampfsport.

      Was ist mit Karate? Judo? Sonstiger Kampfkunst die den Fokus auf Kontrolle setzt?
  • Pascal69 30.10.2019 22:16
    Highlight Highlight Krass! Bevor man also zum Opfer wird, macht es offensichtlich immer mehr Sinn, möglichst zum gewalttätigen Monster zu mutieren und andere lebensbedrohlich zu verletzen. Nur dadurch zieht man paradoxerweise das Mitleid auf sich. Fährt hingegen jemand auf der Autobahn mal 160 km/h, ist er ein Krimineller.
    Was muss ein solches “Rechtsempfinden” bei den durch solche Schläger beeinträchtigten Opfern auslösen?
    Lasst uns bitte aus diesem surrealen Albtraum erwachen! Hört endlich mit diesem heuchlerischen Täterschutz und Tätermitleid auf.
    Dies hat zudem nichts mit dem Stockholmsyndrom zu tun.
    • Asmodeus 31.10.2019 13:56
      Highlight Highlight Hat Dir jemand Dein Auto weggenommen? :-)
  • Threepwood 30.10.2019 21:22
    Highlight Highlight Bitte schaltet die Kommentarfunktion ab bei solchen Artikeln. Es lässt einem immer das Herz bluten, wenn man überschüttet wird mit Hass, Egoismus und Ekpathie. So sehr, dass man schnell einmal zweifeln könnte, dass das Gute unter uns nicht mehr vorhanden ist.
  • murrayB 30.10.2019 17:25
    Highlight Highlight "...starren Vollzugssystem, das nur mit Repression auf Renitenz reagieren kann."


    Soll es in etwa belohnt werden,wenn man sich renitent verhält?

    Ich denke nein!
  • Schläfer 30.10.2019 14:45
    Highlight Highlight Ich und meine Brüder hatten auch keine einfache Jugend, drogensüchtige Mutter, von Heim zu Heim und Jugendknäster abgeschoben, usw. Dennoch haben wir es alle 3 aus eigenem Antrieb geschafft nicht völlig in der Illegalität abzudriften und ein halbwegs normales Leben zu führen. In der Schweiz ist es mit nur ein wenig Selbstdisziplin möglich aus den Mühlen der Justiz zu entkommen, und sein Leben selbstbestimmt zu leben. Ich habe kein Mitleid mit Brian. Auch wenn er es nicht einfach hatte, so wurde ihm doch Chance um Chance geboten, mehr als manchem anderen, und er hat sie nicht genutzt ...
    • Fruchtzwerg 30.10.2019 18:55
      Highlight Highlight @Schläfer finde ich ganz ehrlich super von dir bzw. euch. Gratulation!
      Du kannst trotzdem nicht zwingend von dir auf andere schliessen.
      Jeder Jugend-Täter ist am Ende ein Individuum. Manche brauchen eben Input von aussen (Therapie) um sich zu ändern.
      Manche brauchen halt aber auch 2, 3 oder 5 Chancen bis sie es schaffen.
      Aber therapiebar wären fast alle...
  • Historiker 30.10.2019 14:31
    Highlight Highlight Ich finde den Artikel von Herrn Stern gut. Vorallem zeugt er davon, dass er fundierter recherchiert scheint. Ich bin einig mit Ihnen, dass die Boulevardmedien eifach nur ihre Quoten im Kopf haben und mit ihrer Meinungsmache vieles zur Tragödie beigetragen haben. Trotzdem bin ich nicht ganz einer Meinung mit dem Autor. Im Einzelfall von Brian kann es sein, dass die Sinderbehandlung günstiger gekommen wäre. Aber meines Erachtens hat eine “harte“ Justiz auch eine abschreckende Wirkung und könnte zukünftige, ähnliche Fälle schon im Vorhinein verhindern und somit wieder weniger Kosten verursachen.
  • Kaspar Floigen 30.10.2019 13:59
    Highlight Highlight Mit 17 ist man noch nicht voll entwickelt. Wenn sich dann Boulevardmedien auf einen stürzen, kann das ja nicht gut enden.

  • beaetel 30.10.2019 13:50
    Highlight Highlight Der Junge wurde am Anfang seiner Karriere zwei Mal unschuldig verhaftet. Ebenfalls versuchte er mit 16 seinem Leben ein Ende zu setzten, wurde 11 Tage?, isoliert und an ein Bett gefesselt! Das nennt man normalerweise „Folter“! Und dann erwartet man von so einem Jungen, der so mies behandelt wurde, vorbildliches Verhalten? Wie dämlich ist denn das? Diesem Burschen wurde seine Jugend gestohlen, seine Kindheit! Wie die Medien diesen Fall ausschlachteten, ihm aber keine Sekunde halfen, ist einfach widerlich. Hauptsache hetzen, war die Devise. Ich bin einfach nur angewidert.
    • In vino veritas 30.10.2019 20:18
      Highlight Highlight Eine Fixierung dient dem Schutz des Patienten oder Pfleger. Bei akuten psychiatrischen Notfallsituation ist es manchmal leider unvermeidlich, z.B. wenn ein Patient gewalttätig wird oder sich selbst töten will. Seine Kindheit hat er dich selbst geraubt, schliesslich wurde er nicht grundlos ins Heim geschickt. Jemand, der einen Jugendlichen niedergestochen hat kann man einfach nicht auf die Leute los lassen.
    • ächt jetzt? 30.10.2019 20:23
      Highlight Highlight Danke. Ich sehe das genauso. Ein Adoleszenter, der ans Bett gekettet seinen 16. Geburtstag feiert! Das ist an Unmenschlichkeit kaum zu überbieten. Der brutale Versuch, ihm den Willen zu brechen, hat zu einer grenzenlosen Wut geführt. Wem soll dieser junge Mensch denn noch vertrauen, woran glauben?
  • Nelson Muntz 30.10.2019 13:11
    Highlight Highlight Einen Gewalttätiger Thaiboxen beizubringen ist wie einen Alkoholiker als Nachtwächter in einem Schnapslager anzustellen.
  • Glenn Quagmire 30.10.2019 13:08
    Highlight Highlight Nicht jeder Häftling hat das Glück, mit der Aufseherin zu schlafen und mit ihr nach Italien abzuhauen.
  • TanookiStormtrooper 30.10.2019 13:04
    Highlight Highlight Was mich an diesem Sondersetting gestört hat war das Thaibox-Training, nicht dass ich finde er dürfe das nicht machen, sondern weil es doch eher ein Risiko ist voll auf das zu setzen und keine Lehre in einem "normalen" Beruf zu machen. Was macht er nach einer Sportlerkarriere oder wenn es dann einfach nicht dafür reicht? Ich befürchte, dann wäre die ganze Gewaltspirale wieder von vorne losgegangen.
    Mein Mitleid hält sich inzwischen in Grenzen. 2. oder 3. Chance sind ok, er hat aber bisher keine Chance genutzt. Zeit erwachsen zu werden und für seinen Scheiss gerade zu stehen.
    • Eric Lang 31.10.2019 07:37
      Highlight Highlight Leider hast Du eben auch nur die halbe Wahrheit gehört.
      Brian stand kurz davor, eine Lehre zu beginnen, da wurde das Sondersetting abgebrochen wegen dem Medienhype und er kam, ins Gefängnis!
  • Asmodeus 30.10.2019 12:15
    Highlight Highlight Die ganze Geschichte ist ein zweischneidiges Schwert. Er benimmt sich im Gefängnis komplett daneben. Zerstört die Einrichtung und provoziert Beamte oder greift sie direkt an.

    Dies führt zu Bestrafungsmassnahmen und Schutzmassnahmen für Mithäftlinge/Personal (Keine Mattratze, kein warmes Essen, Einzelnhaft)

    Das wiederum steigert sein aufmüpfiges/aggressives Verhalten.

    Die Kernfrage bleibt. Was kann man mit ihm machen? Wie stellt man sicher, dass er keine Gefahr für sich und andere darstellt? Hätte das Sondersetting wirklich geholfen? Könnte eine Therapie ihm je helfen?
    • Eric Lang 31.10.2019 07:39
      Highlight Highlight Die Frage ist nicht, hätte das Sondersetting geholfen.
      Das Sondersetting hat geholfen und Brian stand kurz davor, eine Lehre zu beginnen.
  • Korrektiv 30.10.2019 12:13
    Highlight Highlight Man darf eines nicht vernachlässigen: Monatelang waren unter jedem Artikel zum Thema ("Blick" und "20 Minuten" sowieso, aber auch Tagi und NZZ) die Foren geöffnet, und der wutbürgernde Mob konnte ungehindert geifern. Ich bin überzeugt, Brian hat jeden der Kommentare gelesen - ein Teenager, über den ununterbrochen übelster Müll ausgeleert wurde. Das entwickelte sich schnell zur selbsterfüllenden Prophezeiung - seine Rolle war vorgezeichnet, er musste sie erfüllen. Stellt euch das vor: Beschissenes Leben, Aussetzer - und dann das. Über Jahre bist du - mit 16! - das Arschloch der Nation.
  • Salamaba 30.10.2019 12:04
    Highlight Highlight Brian ist in meinen Augen ganz klar ein Täter, aber auch gleichzeitig Opfer. Dieser junge Mensch hat eine schwierige Zeit hinter sich und er ist ganz offensichtlich psychisch schwer krank! Ich will damit seine Taten auf keinen Fall rechtfertigen, doch es ist ein möglicher Erklärungsansatz. Leider hat unsere Gesellschaft wenig Verständnis für solch schwere psychische Erkrankungen, welche für Aussenstehende nur schwer nachvollziehbar ist.
    • la vérité 30.10.2019 17:40
      Highlight Highlight Möglicherweise haben auch seine Opfer nun psychische Probleme - von denen spricht niemand. Und Unterstützung vermutlich Fehlanzeige. Gibt es eigentlich noch Täter, die zu 100% für ihre Taten verantwortlich sind?
      Übrigens wie sollte sich der "Herr" so ein Leben wie ihm mit dem Sondersetting geboten wurde, je selber finanzieren können?
  • Trollgeflüster 30.10.2019 11:57
    Highlight Highlight Wo genau ist eigentlich der feine Herr Architekten-Papi? Er und die Mutter sind ja wohl die Hauptverantwortlichen für ein so missratenes Kind, dass mit 10 Jahren schon polizeilich in Erscheinung getreten ist... Warum übernehmen die keinerlei Verantwortung für ihr Versagen? Sollen die dafür bezahlen und nicht der Steuerzahler!!
    • Avalon 30.10.2019 14:16
      Highlight Highlight Republik lesen, nicht einfach drauflos (ver)urteilen 🙄
    • Mathis 30.10.2019 22:06
      Highlight Highlight @Avalon:
      Auch in der Republik steht, der Vater dulde keine Kritik an seinem Sohn.
      Die Beziehung wird symbiotisch genannt. Im Podcast nennen die Autoren den Vater sogar Teil des Problems.
    • Saraina 30.10.2019 22:29
      Highlight Highlight Der Vater verteidigt seinen Sohn mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, und hat mit über 70 wieder zu arbeiten begonnen, um den Anwalt zu finanzieren. Ja, der Artikel in der „Republik“ ist sehr aufschlussreich.
  • fidget 30.10.2019 11:55
    Highlight Highlight Carlos Verhalten ist sicherlich nicht korrekt und gehört bestraft. Was man aber sagen muss, der BLICK ist für das gesellschaftliche Zusammenleben Gift. Dieses Blatt wiegelt immer und immer wieder die Bevölkerung mit fragwürdigen Schlagzeilen auf. Nach Hintergründen, weshalb etwas so ist, wie es ist, sucht man vergebens. Leider ist dieses Hetzblatt die meistverkaufte Zeitung der Schweiz und fährt mit ihren reisserischen Artikeln ganz gut. Wer beim BLICK arbeitet sollte sich schämen sich Journalist zu nennen.
  • Arts 30.10.2019 11:19
    Highlight Highlight Das es bei solchen diskussionen immer ums Geld geht.

    Führt doch wieder die Todesstrafe ein das wäre die wirtschaftlichste Lösung. Ist in etwa moralisch genauso verwerflich wie alles mit Geld zu wiegen. tstststs
  • Quecksalber 30.10.2019 10:51
    Highlight Highlight Er ist vor allem gute Gruselunterhaltung fürs Volch.
  • Ravel 30.10.2019 10:46
    Highlight Highlight Die Kommentare hier zeigen, wie schwierig das Thema ist. Und auch, wie wichtig es ist, sich nicht von Emotionen lenken zu lassen.

    Auf der einen Seite: Ein Mensch, der einen sehr erheblichen negativen Einfluss auf das Leben anderer Menschen genommen hat. Carlos' Opfer sind weit mehr als nur ein paar Typen, die in einer Kneipenschlägerei eine kassiert haben.

    Auf der anderern Seite: Ein junger Menschen eben auch, dem selbst auch viel Unrecht angetan wurde. Der Opfer einer beispiellosen Hetzkampagne wurde und dessen Bild nicht zuletzt auch durch "Fake-News" geprägt wurde.

    Schwierig.
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 30.10.2019 10:37
    Highlight Highlight Brian ist sicher kein Unschuldslamm, aber wie Martin Graf reagiert hat, schockiert mich doch am meisten.
  • Kyle C. 30.10.2019 10:36
    Highlight Highlight Unter einem Artikel, der sich mit der fatalen Wirkung von reisserischen Artikeln und schlecht recherchierten Fakten beschäftigt, folgen prompt viele Kommentare, die dieser hetzerischen Boulevard-Logik doch gleich erneut (oder immer noch) auf den Leim gehen. Unglaublich.
    • FrancoL 30.10.2019 11:21
      Highlight Highlight Das war auch mein erster Gedanke. Da werden klare Fehler aufgedeckt und viele Kommentatoren sehen locker drüber hinweg oder relativieren diese doch sehr groben Fehler.
  • Bits_and_More 30.10.2019 10:28
    Highlight Highlight Ja, Brian ist Täter. Das wird in diesem Artikel auch nicht verschwiegen. Es geht mehr darum, WARUM er zum Täter wurde.

    Und genau DORT müssen wir als Gesellschaft ansetzen. Täter produzieren und nach der Tat bestrafen funktioniert auf lange Frist nunmal nicht.
    • Trollgeflüster 30.10.2019 11:59
      Highlight Highlight Vielleicht sollte msn einmal seine Kinderstube durchleuchten, weil genau dort findet man die Antworten!!
      Wo sind sie denn, die Mutter und der feine Herr Papa??
    • Streuner 30.10.2019 12:07
      Highlight Highlight es gibt auch einfach Psychopathen. Nur so zur lnfo
  • Another-truther 30.10.2019 10:27
    Highlight Highlight Wen Jemand alle Chancen vergibt, nichts ändern will, sind halt drastischere Massnahmen angesagt.
    Wiso das die Doppelburgerschaft des Herrn noch immer nicht aberkannt wird ist mir schleierhaft?!
    Jeder hat das recht hier her zukommen und sich zu INTEGRIEREN. Bei vielen scheitertet es am Letzteren.
  • Sonnenbankflavor 30.10.2019 10:08
    Highlight Highlight Moment mal, eine menschliche Tragödie? Ist jetzt dieser Carlos das Opfer?! What?!!
    • Kyle C. 30.10.2019 10:26
      Highlight Highlight Nun, wenn du den obigen Text gelesen und verstanden hast, solltest du dir die Frage selbst beantworten können. Er wird nicht von seinen Taten freigesprochen, sondern die mediale Schlammschlacht und die Auswirkungen werden aufgezeigt und kritisiert.
    • FrancoL 30.10.2019 11:23
      Highlight Highlight Artikel gelesen? ZB verstanden, dass er ein halbes Jahr in U-Haft war für etwas was er gar nicht begangen hat?
  • Fiu 30.10.2019 10:01
    Highlight Highlight Vileicht ist es so das die Gerichte falsch geurteilt haben und die Medien es verschlimmert, jedoch ist Brian ein Widerholungstäter und egal wie oft er Frei war er wurde immer wieder schwach und machte erneut Probleme. Es gibt Opfer die durch ihn ignoriert werden, denn nur seine Sicht wird dargestellt.
    Wir können alle nichts für seine Kindheit, seine Famillieren Probleme oder sonst Justizprobleme. Ebenso kann nur er sich ändern und endlich auffhören stendig für neue Medien Berichte zu sorgen. Egal was er tut, bezahlt haben alle dafür. Sogar wir, mit unsren Steuergeldern.
    • poety 30.10.2019 10:37
      Highlight Highlight Er bezahlt ja auch, mit Einzelhaft, leben in „menschenunwürdigen Bedingungen“
    • Purscht 30.10.2019 10:57
      Highlight Highlight Er wurde zweimal zu unrecht verhaftet und lange in U-Haft gesteckt (wie im Artikel übrigens geschrieben). Natürlich hat er viele Fehler gemacht. Aber das ganze hat sich so hoch geschaukelt dass man ihn alleine nicht mehr für alles Verantwortlich machen kann.
  • Tooto 30.10.2019 10:00
    Highlight Highlight Ich frage mich immer noch, wieso man sich über ein Sondersetting empören kann, welches eine mögliche Resozialisierung zum Schluss hat. Besonders wenn die Kosten tiefer sind für den Steuerzahler, als ein normaler Gefängnis-Aufenthalt.
    Da ist meiner Meinung nach etwas schief gelaufen und der Blick ist da ganz klar hauptverantwortlich.

    Brian jedoch durch und durch als Opfer darzustellen finde ich falsch. Er hatte einige Chancen, keine genutzt. Wird aber evtl. nach dem Medienskandal auch nicht immer fair behandelt.
    Interessanter wäre mal, die Sicht von Carlos wirklichen Opfern zu hören.
    • Trollgeflüster 30.10.2019 12:02
      Highlight Highlight Wiso soll der Steuerzahler für ein Sondersetting bezahlen? Der Architekten - Vati soll gefälligst für sein Balg aufkommen...
    • Asmodeus 30.10.2019 12:18
      Highlight Highlight Für mich der einzige Aufreger war das Kampfsporttraining im Sondersetting. Ich halte nichts davon gefährliche Menschen noch gefährlicher zu machen. (und sein Trainer war ja bei Weitem nicht über alle Zweifel erhaben).

      Betreffend seine Chancen nutzen. Das Problem bei ihm ist, dass die Polizei ihn kennt und er dementsprechend wenn etwas passiert erst einmal von seiner Schuld ausgegangen wird.

      Leute die ihn aus seiner Pöbelzeit kennen, werden ihn auch eher provozieren oder gezielt vermeiden.

      Innerhalb der Schweiz würde er nie ein normales Leben führen können, falls er je wieder frei kommt.
    • Tooto 30.10.2019 13:40
      Highlight Highlight @Trollgeflüster
      Ohje, wieder mal jemand der versteht wie unser Land funktioniert...

      @Asmodeus
      Bzgl. Kampfsport, absolut verständlich. Meiner Meinung nach ging es da auch in die falsche Richtung mit den falschen Leuten.
      Andere Kampfkünste sehe ich jedoch durchaus für eine mögliche Resozialisierung geeignet.

      Aber ja, der Kommentar widerspiegelt ansonsten 100% meine Meinung.
  • circumspectat animo 30.10.2019 09:57
    Highlight Highlight Was mit Brian passierte ist ein Skandal. Die Kosten waren das einzige Argument das Sondersetting abzubrechen. Die Kosten sind mittlerweile weit höher als das Sondersetting. Das Sondersetting war erfolgsversprechend. Eine Verwahrung wird den Steuerzahler noch Jahrelang belasten.

    Weshalb kommt hier eigentlich nicht die Forderung die Verursacher sollen das bezahlen wie bei den Fussballfans? Rechnung an den Blick dann müssen die auch endlich mal Verantwortung übernehmen.
    • Carl Gustav 30.10.2019 10:18
      Highlight Highlight Und wer findet man sollte ein teures Sondersetting anwenden, um Steuerbetrüger, Raser oder Fussballhooligans auf den Pfad der Erleuchtung zurück zu bringen?
      Vieleicht ein paar Wochen Fahrtraining in Monza mit Kimi Räikönnen für den minderjährigen Autodieb und Raser?
      Weil günstiger als die ganzen Unfälle und Gerichtskosten.
    • Arts 30.10.2019 10:39
      Highlight Highlight "die Verursacher sollen das bezahlen "

      Und was ändert das? Führt sowieso zum Verlustschein.
    • dasKorrektorat 30.10.2019 10:43
      Highlight Highlight Finde ich eine gute Idee: Die Verursacher sollen bezahlen.
      Sein Vater soll ja gut verdienen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hierundjetzt 30.10.2019 09:55
    Highlight Highlight Mit Verlaub, es spielt doch keine Rolle, wieviel ein Gefängnisaufenthalt kostet. Das ist wieder mal eine typisch schweizerische Diskussion.

    Es geht doch darum, dass der Staat als letzte Instanz seine Macht, seine 3 Gewalt, durchsetzen *muss*. Wer den sonst? Das ist der Unterschied zum Faustrecht im Mittelalter.

    Was mir im Artikel fehlt, ist die korrekte Erwähnung der Taten.


    Das es Opfer gibt, die wegen Carlos Zeit Ihres Lebens IV beziehen müssen, wird leider nicht mal im Ansatz erwähnt. Das man ab 18 auch mal Verantwortung für sein Leben übernehmen darf ebenso.
    • poety 30.10.2019 10:38
      Highlight Highlight Tut er ja, er sitzt im Knast
    • Kyle C. 30.10.2019 11:06
      Highlight Highlight Wenn die Kosten keine Rolle spielen, weshalb hat sich dann die halbe Schweiz darüber aufgeregt, dass ein - damals funktionierendes - Setting 29K kostet? Nun haben wir starke Indizien, dass wegsperren eben nicht immer die Lösung ist, sondern eine Resozialisierung hätte funktionieren können. Eine Garantie gibt es nicht, aber der Faktor Kosten fällt ja schonmal weg, da er nun einiges mehr kostet als damals. Fakt ist auch, dass die Medien diese Hetzjagd losgetreten haben, das Volk darauf angesprungen ist und die Auswirkungen nun vorliegen. Die Situation hat sich verschlechtert, nicht verbessert.
    • fidget 30.10.2019 12:03
      Highlight Highlight Nein, es sollte keine Rolle spielen, wieviel ein Gefängnisaufenthalt kostet. Es sollte auch keine Rolle spielen, wieviel ein Sondersetting kostet, das auf eine Resozialisierung abzielt und erfolgsversprechend ist. Doch genau das spielte durch den BLICK eine Rolle. Der Staat beugte sich dem öffentlichen Druck (4. Gewalt?) und das Sondersetting wurde abgebrochen. Carlos ist sicher nicht unschuldig, aber an der jetzigen Situation hat er nicht alleine Schuld.
  • cucumberworld 30.10.2019 09:54
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Kyle C. 30.10.2019 10:28
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Korrektiv 30.10.2019 12:04
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Dr no 30.10.2019 09:47
    Highlight Highlight Genau das regt mich so auf. Der Täter wird als Opfer dargestellt. Was soll das ? Es ist auch ein Justizdrama. Es hat schon immer und wird auch immer Menschen geben, die sich nicht an die Regeln der Gesellschaft halten wollen. So what ? Dann muss man sie zum Schutz aller anderen, die sich an die Regeln halten wegsperren. So einfach ist das. Carlos hatte diverse Chancen, nützen will er keine. Sobald man sein renitentes Verhalten belohnt, indem man nachgibt, sendet man die absolut falschen Signale. Er randaliert und bedroht Aufseher ? Na dann wird er halt ins Loch gesteckt, basta.
    • Pafeld 30.10.2019 10:08
      Highlight Highlight Der Opfer-Täter-Dualismus scheint viele wohl zu überfordern. Er passt halt schlecht in ein einfaches, starres Weltbild. Nur weil jemand eine Straftat begeht, darf er deswegen dem Strafvollzug noch lange nicht zum Frass vorgeworfen werden. Selbst wenn der Boulevard das so wünscht. Das einzige Opfer, dass in der Affäre Carlos/Brian praktisch gar nie Wort kam, ist der Rechtsstaat. Mit NZZ und Republik wäre das hier nun Nummer 3.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 30.10.2019 10:20
      Highlight Highlight Also die eine Chance, die Brian hatte, hat der von den Medien aufgehetzte Mob ihm kaputt gemacht.
    • Hierundjetzt 30.10.2019 10:41
      Highlight Highlight ...es wäre mir neu, dass die "echten" Opfer JE zu Wort kamen.

      Ein Teil eines Verwaltungsapparates als "Opfer" hinzustellen, ist, mit Verlaub, absolut und total daneben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dorfne 30.10.2019 09:46
    Highlight Highlight Es war mMn ein Fehler, das Setting abzubrechen. Hätte er später die Kurve nicht gekriegt: Verwahrung unter menschenwürdigen Bedingungen. Was hier aber als "Empörungsspirale" bezeichnet wird zeigt, dass Schuld und Sühne (nicht Rache) nicht in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Da ist eine Schuld, die nicht angemessen ausgeglichen wird. Und die Schuld wird auch nicht ausgeglichen, indem man Erklärungen und Entschuldigungen sucht für den Mann.
  • Hexentanz 30.10.2019 09:45
    Highlight Highlight Man sollte irgendwo im hintersten Walliser Tal ein Sonderlager machen wo solche "Kraftstrotzis" den ganzen Tag lang Holz Schneiden können für die Forstwirtschaft.
    -> Problem Solved
    • Pafeld 30.10.2019 10:26
      Highlight Highlight Lass mich raten: du bist der erste,
      der sich erneut in überraschter Empörung für die nächste Menschenrechtsverletzung stark macht, wenn er nach ein paar Tagen einem Aufseher mit einer Axt eine Kluft zwischen Kopf und Torso treibt? Falls Ihr es noch immer nicht begriffen habt: Ihr habt nicht die juristischen Mittel, um ihn auf absehbare Zeit unter Kontrolle zu kriegen. Vielleicht bricht er eines Tages, vielleicht nicht. Aber jeder Fehlschlag desozialisiert ihn nur weiter.
      Das man dies nun langsam einsieht, zeigt der plumpe Versuch, ihn zu Verwahren. Quasie das Problem für immer zu verbergen.
    • Hexentanz 30.10.2019 14:52
      Highlight Highlight Pafeld was willst du denn sonst machen? Ihn einfach Freilassen und gut ist?
      Vielleicht fehlt ihm ja etwas arbeit, und das sozi geplapper und die samtschuhe integration schlägt einfach fehl, weil er garnicht reden will.. sondern was zu tun haben.

      Ist schon krass wie wir Menschen sowas von Rücksicht nehmen auf solche Menschen, nur damit wir sagen können "Die Gesellschaft ist nur so gut wie das schwächste Glied" oder sonst nen gebrabbel nach dieser Manier.

      Arbeitslager vom Militär bewacht, so wie in Russland. Dann soll er doch jemanden angreiffen, danach ist er Erlöst.
      Ewiges Justizgegränne
    • Pafeld 31.10.2019 16:35
      Highlight Highlight Was ich will spielt keine Rolle. Experten hatten sich mehrmals zu dem Fall geäussert und auch geeignete Massnahmen ergriffen. Der Wutbürgerpöbel in Zusammenarbeit mit autoritätsgeilen law&order-Fetischisten haben es immer besser gewusst und sämtliche Arbeit in ihrer Ignoranz zunichte gemacht. Verwahrung mag einem überforderten Kantonsgericht als Lösung erscheinen, BG oder EGMR werden der Verwahrung eines Justizopfers nicht zustimmen. Das einzige, was ich fordere, ist, dass er einem Rechtsstaat gebührend behandelt wird. Damit man an seiner Resozialisierung arbeiten kann, bevor er freikommt.
  • Salamikönig 30.10.2019 09:34
    Highlight Highlight Einfach Einzelhaft einsperren und sich nicht provozieren lassen.
  • Natürlich 30.10.2019 09:29
    Highlight Highlight Da ist wirklich vieles schief gelaufen...
    Angefangen von Ihm selber über Justiz hin zu Medien.

    Und wenn all die Infos oben stimmen ist Brian definitiv nicht nur Täter sondern auch Opfer (13 Tage ans Bett gefesselt, eh hallo!?, auf dem Zellenboden schlafen etc)

    Das Problem ist, dass solch repressive Massnahmen meist nur das Gegenteil bewirken (sieht man ja auch in den USA, einmal im Knast gewesen, kommt man zu 77% nach 5 Jahren wieder rein)

    Genauso wenig wie viele andere hier, möchte ich aber auch nicht dass es noch mehr Opfer von Brian gibt.

    Sehr schwierige Und traurige Sache..

    • dasKorrektorat 30.10.2019 10:48
      Highlight Highlight "13 Tage ans Bett gefesselt, eh hallo!?, auf dem Zellenboden schlafen etc"
      Ja gell die Wärter sollen sich einfach täglich verprügeln lassen, hauptsache der arme Carlos muss keine ach so gemeinen repressiven Massnahmen über sich ergehen lassen.
    • saco97 30.10.2019 11:09
      Highlight Highlight Menschenrechte gelten halt in einem Rechtsstaat für alle, auch im Gefängnis.
    • pachifig 30.10.2019 11:52
      Highlight Highlight "sieht man ja auch in den USA, einmal im Knast gewesen, kommt man zu 77% nach 5 Jahren wieder rein"

      ich führe das eher auf die Menschen zurück, die eine hohe Rückfallquote haben und nicht auf den Knast. Oder wäre deine Lösung einfach niemanden in den Knast zu stecken?
    Weitere Antworten anzeigen
  • elco 30.10.2019 09:29
    Highlight Highlight Paradebeispiel wie man einen jungen Menschen zerstören kann. Eigentlich gehörte der Blick und die ganze aufgebrachte Meute vor Gericht gestellt.
    • Hierundjetzt 30.10.2019 09:44
      Highlight Highlight Bitte in Deiner Wutrede die echten Opfer nicht vergessen. Glaskiefer, kollabierte Lunge, Arbeitsunfähigkeit, Schädel Basisbruch, IV Rentner....
    • Herr Ole 30.10.2019 10:18
      Highlight Highlight @hierundjetzt: die meisten dieser Opfer gäbe es vermutlich nicht, wenn man das Sondersetting nicht abgebrochen hätte. Die können also dem Blick danken.
    • Schildlaus 30.10.2019 11:18
      Highlight Highlight Diese Opfer gab es eher wegen dem Sondersetting.

      Kampfsport bei einem Gewalttäter seh ich nicht als die Ideale Therapie.

      Dann noch bei einem Trainer welcher selbst mit dem Gesetzt damals Probleme hatte.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Denk-mal 30.10.2019 09:28
    Highlight Highlight Also mich verwundert in dieser
    ver-rückten und ent-rückten Welt nichts mehr. Zahlen wir halt, die welche zahlen können und müssen, weiterhin Steuern. Seid euch bewusst, die OECD halst uns Probleme auf und "wir" Normalos werden für weitere Carlos's ganz schön bestraft werden.
  • Masta Ace 30.10.2019 09:25
    Highlight Highlight Dass er halb Kameruner ist, stimmt sicher nicht. Jeder in Zürich, den ihn kennt, weiss, dass er halb Brasilianer ist (nicht, dass ich solchen Kreisen verkehren würde lol. Ich kenne nur halb Brasilianer, die ihn kennen).
  • Abraham Colombo 30.10.2019 09:24
    Highlight Highlight Ein FDP Politiker sagte einmal zu mir,
    Jedes mal wenn jemand den Blick liest stirbt ein Journalist.
    • Bruuslii 30.10.2019 10:00
      Highlight Highlight den blick LESEN?
      ich dachte da gibts nur bildli...
  • THEOne 30.10.2019 09:16
    Highlight Highlight jaja der herr gürber.vor 32 jahren wurde ich auch von ihm zu einer jugendstrafe verdonnert. 2 wochen bauernhof für 29 geklaute, ausgeschlachtete und verkaufte mofas und 125er.
    ansich ein ganz lieber typ, der jedem eine chance gab, einige haben sie genutzt, andere ned.
    tatsache ist aber, die hälfte der straftäter wird rückfällig. das ist die offizielle version.
    der fall carlos hat das fass halt zum überlaufen gebracht, und dass besonders in zh kuscheljustiz und täterschutz herrscht ist nun wirklich nix neues.
    • Schildlaus 30.10.2019 11:29
      Highlight Highlight Er bereut ja nichts aus seiner Laufbahn.

      Und in den Kommis meldet sich auch einer seiner Schützlinge.

      https://www.beobachter.ch/gesetze-recht/fall-carlos-jetzt-spricht-sein-jugendanwalt
    • Tjuck 30.10.2019 13:19
      Highlight Highlight "Kuscheljustiz" wird gerne von den Rechten den Linken vorgeworfen.

      Die Aargauer Zeitung schreibt am 5.9.2013 unter dem Titel "SVP-Richter haben Carlos' «Luxus»-Therapie angeordnet":

      "Der Fall Carlos bringt die SVP auf die Palme: Sie will eine parlamentarische Untersuchungskommission PUK für die Aufklärung des Falls. Jetzt kommt raus: Ein SVP-Richter hat die Rundumbetreuung für 29 000 Franken angeordnet."

      (Das Bild stammt aus dem Tages-Anzeiger vom 05.09.2013.)
      Benutzer Bild
    • Arts 30.10.2019 13:52
      Highlight Highlight Rückfällig werden die weil sie in die Wirtschaft entlassen werden ohne perspektiven. Mit einem Schuldenberg auf dem Buckel kriegt selbst ein nicht straftätiger schweizer Probleme eine Wohnung zu bekommen.

      Selbst wenn er einen Job hat...

    Weitere Antworten anzeigen
  • luegeLose 30.10.2019 09:14
    Highlight Highlight "Dass Brian ein leben hatte ist hier irrelevant." : seine Opfer hatten auch ein frueheres Leben, der abgestochene, der Gefaengniswaerter und alle anderen die Bekanntschaft mit seiner Faust machten. Die CH Justiz will die Kriminellen resozialisieren, mit Sondersettings, Theriapien. Warum soll die Allgemeinheit solche Straftaeter finanzieren.
    • Herr Ole 30.10.2019 10:20
      Highlight Highlight Muss sie sowieso. Den Opfern hilft es ausserdem nichts, wenn der Täter leidet. Mit dem Sondersetting war man auf einem guten Weg, dass es keine weiteren Opfer mehr geben würde. Leider hat die Schmutzkampagne das kaputt gemacht.
    • karl_e 30.10.2019 10:59
      Highlight Highlight Du wüsstest gewiss eine billigere Lösung: Zwangsarbeit, Arbeitslager, Auspeitschen und karge Nahrung (Wasser und Brot).
    • saco97 30.10.2019 11:11
      Highlight Highlight Weil es billiger wäre? Ein Leben im Gefängnis kostet mehr als eine Wiederintegration. Und hilft auch, künftige Opfer zu verhindern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ChillDaHood 30.10.2019 09:13
    Highlight Highlight Es geht doch dabei nicht um Brian/Carlos. Blöd gesagt, so ein Extremfall kommt irgendwann. Es geht darum, dies soweit und so effizient wie möglich abzufangen. Und dabei versagt das System offensichtlich.

    Ein solcher Täter muss Kausalität verstehen. Aus A folgt B. Brian hat man gezeigt, dass seine Strafe nicht unbedingt von seinem Vergehen abhängt. Wer ein Messer in einen Rücken sicht, bekommt ein Sondersetting. Nach 13 Monaten brav sein, bekommt er Haft für einen Blickartikel über ihn.

    Ein Wunder, dass er sich als Opfer der Justiz/Gesellschaft und nicht seiner Taten sieht?
  • Kramer 30.10.2019 09:12
    Highlight Highlight Eine traurige Geschichte. Es hätte einen besseren Verlauf geben können, aber ein grosser Knick war das erste Sondersetting das unter dem Druck der Medienkampagne abgebrochen wurde; das obwohl Carlos in diesem Setting gut funktioniert hat (er macht es richtig, wird aber trotzdem bestraft).
    Ich weiss, die Kuscheljustiz-Rufer warten schon, und ich verstehe sie, denn die Probleme die zu Fällen wie Carlos führen sind komplex, die nachhaltigen Lösungen nicht einfach.
    Die Alternative, eine Knastkarriere, ist aber nicht billiger, das sollten sich alle vor Augen führen!
    • Schildlaus 30.10.2019 11:28
      Highlight Highlight Auf gutem Weg weil er bekahm was er wollte ? 4Zimmer Wohnung ink 24h Betreuung. Dann noch Kampfsport mit Privat Trainer.

      Sondersetting an sich würd ich ja noch begrüssen. Aber nicht im Luxus welcher sich keine Familie leisten kann.

      Und schon gar kein Kampfsport bei einem Gewalt Potenzial wie Brian es hat.

      Da kann mann ja jedem Raser gleich noch Rennkurse schenken zur verurteilung.
  • Eight5 aka Zäme aka Erklärbart 30.10.2019 09:11
    Highlight Highlight "Der Fall Carlos – ein Medien- und Justizdrama, vor allem aber eine menschliche Tragödie"

    Vor allem eine Medientragödie (also Blick Tragödie). Weiss nicht was eure Kollegen von Ringier gerade haben, aber die posten auf Facebook Videos von Leuten die in irgendwelche Maschinen fallen und quasi zerquetscht werden. Nichts zensiert.

    Entweder gehen Ringier die Leser aus oder sie haben mit ihrem 60. Geburtstag jede Scham verloren.
  • ostpol76 30.10.2019 09:05
    Highlight Highlight Dieser Artikel ist ein wahrer Hohn für alle Opfer von Carlos.
  • PeteZahad 30.10.2019 09:01
    Highlight Highlight 2/2
    Gemäss diesem Artikel, Kostet ein Gefängnisplatz im Schnitt 12'000 im Monat:
    https://www.suedostschweiz.ch/zeitung/ein-haeftling-kostet-die-schweiz-390-franken-pro-tag-0

    Gemäss folgendem Watson Artikel kostete der bisherige Gefägnisaufenthalt im Monat 15'000 (1585 Tage, 800'000):
    https://www.watson.ch/schweiz/gesellschaft%20&%20politik/884971335-die-gefaengnisaufenthalte-im-fall-carlos-haben-800-000-franken-kostet

    Das Sondersetting war im Monat dementsprechend immer noch fast doppelt so teuer wie ein Gefägnisaufenthalt.
    • saco97 30.10.2019 11:12
      Highlight Highlight Aber das Sondersetting wäre weniger lang gegangen, als ein Leben im Gefängnis.
    • Pafeld 30.10.2019 15:51
      Highlight Highlight Das Sondersetting war auf weniger als 1 Jahr beschränkt. Die Kosten für den Justizvollzug von Brian dürften wegen den zusätzlichen Sicherheitskosten deutlich höher sein. Man muss kein Genie sein, um festzustellen, dass der doppelt so teure Aufenthalt über weniger als einen siebtel der Zeit deutlich billiger kommt. Oder scheitert nun das Wutbürgertum schon an einem simplen Dreisatz?
    • PeteZahad 30.10.2019 17:53
      Highlight Highlight @Pafeld
      Mein Beitrag bezog sich auf die laufenden Kosten pro Monat, die sicherlich nicht tiefer waren wie im Artikel behauptet.
      Und wieso wäre es insgesamt günstiger gekommen? Weil er nach dem Sondersetting garantiert nicht mehr Rückfällig geworden wäre? Niemand kann sagen, was am Schluss die Gesamt- und Folgekosten gewesen wären, wenn das Sondersetting weitergeführt worden wäre. Befristet heisst nicht, dass es nicht verlängert wird. 4.5 Zimmerwohnung in Zürich sowie Kampfsportunterricht müssten jetzt wirklich nicht sein.
  • PeteZahad 30.10.2019 09:01
    Highlight Highlight @William Stern

    1/2
    "Das Setting kostet 29'000 Franken. Viel Geld, aber weniger, als Brian in einem Gefängnis oder in einer Anstalt kosten würde."

    Ich gebe ihnen zwar Recht, dass das teure Sondersetting unter Umständen sinnvoller ist, und die Gesamtkosten unter Umständen höher sind. Ihre Aussage ist jedoch unbelegt resp. schlicht falsch.
  • Lisa D. 30.10.2019 08:58
    Highlight Highlight Vielen Dank für diesen gut geschriebenen Artikel!
    Es ist eine unglaubliche Tragödie und trotzdem steht hinter all dem ein Mensch…
    Ich finde es richtig gut, wie Sie auch kritisch über euch selbst (Medien) geschrieben haben, denn diese haben eine riesige Macht und wir alle sind sehr manipulierbar.

    Ich hoffe, diese traurige Geschichte nimmt ein einigermassen gutes Ende, denn hier sind ALLE Verlierer.
  • Score 30.10.2019 08:49
    Highlight Highlight 2) dass das Ziel der Bürger in erster Linie ist, Täter zu bestrafen. Das ist natürlich richtig, aber dass dieses Amerikanische System zwei Seiten hat blenden viele aus. Erstens kostet ein Gefängnisaufenthalt extrem viel Geld. Und das hat nicht mit Verwöhnung der Insassen zu tun sondern mit viel Sicherheit. Anderseits kommen die meisten Insassen irgendwann wieder Frei. Sollte nicht das oberste Ziel sein, dass trotz aller Strafe, vor allem auch versucht wird, dass diese Täter nie wieder Straffällig werden? Wird dies erreicht ist es die Bestmögliche Zukunft in der Situation. Auch Finanziell...
    • dorfne 30.10.2019 09:51
      Highlight Highlight Siehst aus, als sei Brain eine Gefahr für seine Umgebung. Der Rechtsstaat soll resozialisieren. Aber er muss auch seine Bürger schützen vor Gewalttätern. Über die Opfer wird auch nur am Rand geschrieben.
    • Score 30.10.2019 10:11
      Highlight Highlight Ja klar und ich will die Taten auch nicht schmälern. Aber wenn man sich nochmals vor Augen führt was der Mensch selbst auch alles durchgemacht hat und das als Jugendlicher, dann war das sicherlich nicht fördernd für eine bessere Zukunft.
      Wenn das wirklich stimmt das während dem Sondersetting keine Straftaten auftraten und er auf einem guten Weg war ist es ein Hohn wenn man sieht was nachher passierte als man ihn auf Druck der Medien da raus riss und wieder Nonstop hin und her schickte. Vor allem noch wenn die Angabe stimmt das der Aufenthalt im Gefängnis mehr kostet als das Sondersetting...
    • Pafeld 30.10.2019 15:56
      Highlight Highlight @dorfne
      Als Opfer von Brian/Carlos hätte ich ehrlich gesagt auch keine Lust, innerhalb von sieben Jahren 2000 mal durch die Manege des Boulevardjournalismus gezerrt zu werden. Das man die Opfer aus der Berichterstattung raushält, ist eine Form von (bei jeder Gelegenheit geforderten) Opferschutz. Schliesslich haben sie nicht auch noch dem Drama-Hedonismus der Blick-Leser zu dienen. Das wäre dann wirklich der absolute Tiefpunkt von der Boulevardjournallie.
  • Score 30.10.2019 08:43
    Highlight Highlight 1) Ich denke die Darstellung im Bericht ist sicherlich gerechtfertigt. Auch wenn Brian selbst verantwortlich ist für seine Taten und diese zu wenig zum Ausdruck kommen, ist diese Gegenüberstellung hilfreich. Ich denke man darf und sollte sich durchaus auch Gedanken über die Justiz machen. Es scheint tatsächlich als ob vieles nicht optimal lief und bei gewissen Passagen kann ich das auch fast nicht glauben (Tage lang am Bett gefesselt, auf dem Boden schlafen usw). Das sind Dinge die würde ich nie erwarten in der Schweiz... Was sich aber feststellen lässt, auch in den Kommentaren hier ist,
  • torpedo 30.10.2019 08:33
    Highlight Highlight Dafür lese ich watson, merci.
  • John Henry Eden 30.10.2019 08:32
    Highlight Highlight Die menschliche Tragödie besteht einzig und allein in Selbstverschuldung. Auch ich hatte eine Phase, in der Gewalt ein probates Mittel war. Zu reifen, genügend erwachsen zu werden und schlussendlich gesellschaftsfähig zu sein, ist entscheidend. Wer diesen Prozess nicht durchläuft, ist selber schuld. Niemand wird hier zu Gewalt gezwungen. Dummheit und Feigheit bzw. Angst vor diesem Reifeprozess sind keine Gründe.

    Und hört mir auf mit diesem Sondersetting. Wie lange und weit hätte das gehen sollen? Fette Karre, Weltreise und Escorts auf Staatskosten? Dazu noch eine Neujahrskarte vom Bundesrat?
    • Saraina 30.10.2019 09:15
      Highlight Highlight Das Sondersetting bestand aus einem minutiös geplanten Tagesablauf, wo jeder Verstoss mit Konsequenzen sanktioniert und jede Mitarbeit gewürdigt wurde. Wer zwei Jahre so lebt, hat sich verändert. Es ging nie um Dinge wie materielle Begünstigungen. Das Kampfsport-Training wurde gewährt, weil Kampfsport das Eine war, das Brian wirklich wollte, und weil Impulskontrolle integraler Bestandteil des Trainings ist.
    • bokl 30.10.2019 09:23
      Highlight Highlight @JHE
      Wurde ihr Reifeprozess auch durch 12 Monate U-Haft unterstützt?
    • saco97 30.10.2019 11:13
      Highlight Highlight Artikel gelesen? Der angebliche Luxus war eine Erfindung der Medien.
  • sa5 30.10.2019 08:31
    Highlight Highlight Vor 50 Jahren trug der Fall des Kindermörder Jürgen Bartsch dazu bei, die Jugendbewegung zu radikalisieren. Im gewissen Sinne sind die Fälle von Jürgen Bartsch und Brian ähnlich.

    Noch so ein Thema das den Anschein erweckt die Geschichte würde sich wiederholen. Es wird anscheinend alles dafür getan das ein gesellschaftlicher Konflikt entsteht, der sich gewaltsam entlädt.

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    https://taz.de/!1719495/

  • Bruno Wüthrich 30.10.2019 08:26
    Highlight Highlight Wir hatten früher die Verdingkinder und andere Justiz- und Gesellschaftsirrtümer, für die sich die Schweiz Jahrzehnte später entschuldigen musste. Eventuell repräsentiert der Fall Carlos (Brian) auch eine Gruppe von Menschen, für deren Behandlung später einmal eine Entschuldigung notwendig sein wird.
    Journalisten haben eine wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft. Sie tragen deshalb eine grosse Verantwortung. Die kampagnenartige und personifizierte Herumreiterei auf Kosten und das nachfolgende Einbrechen der Politik kommt Menschen wie Carlos, aber auch die Öffentlichkeit teuer zu stehen
    • Cocos-Hunter 30.10.2019 09:33
      Highlight Highlight Im Ernst? Verdingkinder, welche absolut kein eigenes Selbstverschulden für ihre Situation hatten, mit einem Fall von einem notorischen Täter gleichzusetzen? Im Gegensatz zu den Verdingkindern hätte Carlos die Möglichkeiten gehabt, etwas an sich zu ändern!
    • Score 30.10.2019 10:17
      Highlight Highlight Ich glaube nicht das es um einen Vergleich ging sondern um Fehlverhalten der Justiz und Aufsichtsbehörden. Ein anderes Beispiel sind die vielen Psychisch kranken die richtiggehend gefoltert wurden. Ebenfalls in der Schweiz. Ich glaube es gab mal einen Bericht hier bei Watson über eine Frau die so verschwand...
      Es ist gefährlich wenn man der Justiz nicht auf die Finger schaut und einfach blind vertraut.
      Ich finde den Fall Carlos darf man schon etwas genauer unter die Lupe nehmen, auch aus Sicht der Justiz welche in Meinen Augen einige Fehler gemacht hat...
    • poety 30.10.2019 10:29
      Highlight Highlight und das hat er ja im Rahmen des Sondersettings , das dann aber trotz Korporation abgebrochen und er in die Kiste gesteckt wurde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • poety 30.10.2019 08:24
    Highlight Highlight
    Fakt: Das Sondersetting funktionierte, Brian hielt sich an die Abmachungen. Das Sondersetting war günstiger, als die ganzen anderen Interventionen. Abgebrochen wurde es aufgrund politischen Versagens und medialer Kampagne.
    Fakt: Brian ist soll Verantwortung tragen. Das passiert, indem er die juristischen Konsequenzen zu spüren bekommt, die aber teils nicht gerecht sind/waren. Stichwort: Haft unter "Unmenschlichen Bedingungen"
    Fakt: Trotz allem keine Lösung, jetzt droht Verwahrung. Da ist die typische Opfer/Täter-Unterscheidung sinnlos geworden. Hier geht es um eine gesellschaftliche Frage.
    • Driver7 30.10.2019 12:58
      Highlight Highlight Ja vielleicht funktionierte es.. trotzdem, einem potentiellen sehr gewalttätigen Menschen Kampfsport trainieren zu lassen, ist schlicht dämlich. Da hätte es vermutlich genügende friedliche Alternativen gegeben!
  • Madison Pierce 30.10.2019 08:18
    Highlight Highlight Was ich mich frage bei so viel Renitenz: Hat Brian eine psychische Störung, so dass er einfach nicht anders kann? Oder ist er einfach ein schwieriger Fall, könnte aber anständig sein, wenn er denn wollte?

    Im zweiten Fall ist die Sache klar: Verwahren, bis er sich ändert.

    Im ersten Fall ist es aber schwierig: Wenn er an einer psychischen Krankheit leidet, kann ihm dann nicht medizinisch geholfen werden?

    Finde es schon sehr krass, wenn jemand in seinem Alter ein Leben im Gefängnis vor sich hat.
  • Tilia 30.10.2019 08:12
    Highlight Highlight Ein Kind das aus dem System fiel und nicht mehr hineinfindet. Ein Kämpfer der daran glaubt alleine der Kampf befreie ihn. Was wäre aus ihm geworden wenn er nicht aus dem
    System gefallen wäre? Hochbegabt? Ich glaube es gibt diese Menschen. Die können mit diesem System nicht. In ihrem Kopf ist nur der Freiheitsdrang und so viel Wut und sie kann nirgendwo hin. Er wäre wahrscheinlich heute ein freier Mann und ein weltklasse Thaiboxer hätte der Blick einmal mehr nicht nur Profit im Sinn gehabt. Normalerweise kommt keiner wegen einer Schlägerei 6 Monate in U-Haft.
  • immerdieselben 30.10.2019 08:12
    Highlight Highlight ich verstehe nicht warum immer alle gleich darauf hetzen das man hier in dem Artikel erwähnt das der Junge schon zweimal ungerecht beschuldigt wurde und in U-haft kam und wegen einer entschuldigt mich "kleinen schlägerei" direkt 18 Monate haft erhielt. Dieser Junge bekam die Chance sich zu ändern die man ihm wieder nahm, da er direkt als Schuldiger betrachtet wurde obwohl er nichts tat. Ich sage nicht er sei komplett unschuldig, dass mit der Messerstecherei ist passiert und er hat seine Strafe abgesetzt. Der Rest ist einfach unmenschlich es geht nur um Geld Geld Geld. Nie um das wohl anderer.
  • Billy Meier 30.10.2019 08:08
    Highlight Highlight Jetzt ist es so weit: Zum ersten Mal hat Watson einen Kommentar von mir gelöscht. 😢
    Dabei wollte ich nur William Stern gratulieren...
    ich versuche es nochmals: Der Artikel ist eine weitere Stern-Stunde: Sachlich und doch empathisch.
    Brian wird eben gerade nicht nur als Opfer dargestellt, sondern als Täter, der dann aber auch zum Opfer wurde. Das trifft es ziemlich genau.
    • D0MD0M 30.10.2019 08:51
      Highlight Highlight Eher umgekehrt....er wurde erst Opfer und dann Täter.
    • Pitefli 30.10.2019 09:54
      Highlight Highlight Ich kann den Unmut der meisten Leser verstehe und ich sehe auch dass man hier Brian der Täter als Opfer "darstellt" und es für die Opfer von Brian ein riesiger Hohn sein muss aber nicht jeder Mensch kann seine Sozialisierung/Erziehung "ablegen". Manche schaffen das nie, trotz tausend Chancen und Möglichkeiten.
  • Henzo 30.10.2019 08:07
    Highlight Highlight Mich näme es wunder, was die Journalisten schreiben würden, wenn sie undercover im Pöschwies wären und sehen würden, was abgeht, wenn Carlos nicht weiss, dass er mit einem Medienvertreter spricht ...bin mir sicher, wenn der Journalist grundlos angegriffen, bespuckt, bepisst oder sonstwie bedroht werden würde (daily life für die Wärter), würde so ein Artikel ganz anders aussehen.
    • Antinatalist 30.10.2019 08:44
      Highlight Highlight Die Frage, die sich mir hier stellt ist, ob du schon mit Menschen gesprochen hast, die tatsächlich eingesessen sind, die den Alltag im "Knast" kennen und völlig unabhängig ziemlich deckungsgleich dasselbe Berichten.
      Der Justizvollzug in der Schweiz läuft nicht so sauber, wie viele hier glauben.
    • Natürlich 30.10.2019 09:10
      Highlight Highlight Woher hast du diese Informationen?
      Warst du dort?
    • circumspectat animo 30.10.2019 09:59
      Highlight Highlight Wissen Sie Gefängnisswerter sind auch nur Menschen und machen Fehler.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 30.10.2019 08:06
    Highlight Highlight Wie bei "Failed States" wird es auch bei "Failed Individuals" meist nicht besser, wenn sich immer mehr "Helfer" in das Leben dieser Menschen einmischen.
    Darum müssen diese Menschen zuerst einen Halt in sich selber finden!
    Das Schlüsselwort heisst "Akzeptanz".
    Wer sich selber akzeptiert, kann auch seine Umwelt, wie sie ist, akzeptieren.
    Wer seine Umwelt ablehnt, lehnt im Grunde auch sich selber ab.
    Die aus dem Ruder gelaufene "Männlichkeit" von Kriegern ist von einer solchen Akzeptanz, welche dauerhaft Frieden bringt, mit sich selbst und mit der ganzen Welt, sehr sehr weit entfernt...
  • ChiliForever 30.10.2019 08:05
    Highlight Highlight Ich merke ab den meisten Kommentaren, daß die Mehrheit lieber eine Rache-justiz als eine der Resozialisierung haben möchte. Amerikanisierung der schweizer Gesellschaft oder einfach mangelnder Weitblick oder was ist das Problem?
    Ich weiß, harte Justiz klingt einfach und schön, besser+günstiger ist aber Resozialisierung, auch wenn das manchmal weh tut.
    • Kanischti 30.10.2019 08:29
      Highlight Highlight Es geht hier nicht um Rache, sondern darum weitere Opfer zu verhindern. Dieser Typ hat schon zu viele Menschen zu seinen Opfern gemacht.

      Sogar er selbst macht sich zum Opfer. Es sind die anderen Schuld, dass er so geworden ist.
    • TheBase 30.10.2019 08:34
      Highlight Highlight Von einer „Amerikanisierung“ kann keine Rede sein, denn ein nicht zu unterschätzender Teil der Bevölkerung zöge auch heute noch liebend gerne mit Fackeln und Mistgabeln los, um „Volksjustiz“ zu vollstrecken. Die Gründe dafür sind zahlreich, aber sie hängen, wie du richtig vermutest, meistens mit mangelndem Weitblick, fehlender Vernunft und himmelschreiender Bildungsferne zusammen.
    • Manuce 30.10.2019 08:39
      Highlight Highlight Und wenn Resozialisierung schlicht nicht funktioniert? Brian hatte genug Chancen sich zu bewähren oder einsichtig zu zeigen. Unser Justizsystem hat genug versucht um ihn zu resozialisieren. Er ist der Täter und er hat die Bringschuld, sich zu bessern, nicht unser Justizsystem, dass meiner Meinung nach sehr gut ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • gege 30.10.2019 08:05
    Highlight Highlight "Ein gesichtsloser junger Mann mit schwarzer Hautfarbe".
    Wieso schwarze Hautfarbe? Seine Mutter ist Afrikanerin und sein Vater Schweizer.
    Vielleicht gibt es nicht nur schwarz und weiss und das sollte man auch bei diesem Fall berücksichtigen.
  • D0MD0M 30.10.2019 08:04
    Highlight Highlight Traurig, die Selbstgerechten hier. Man muss schon sehr dumpf und blind sein um nicht sehen zu wollen, wie hier ein System Amok läuft und einen Menschen einfach nur kaputt macht. Nichts Neues im Staate Schweiz.
    • P. Silie 30.10.2019 09:14
      Highlight Highlight Soviel ich weiss hiess der Typ, der die Opfer verprügelte oder niederstach Brian bzw. 'Carlos' und nicht 'System' oder 'Amok'.

      Ich müsste natürlich nochmals die vorherigen Artikel lesen ob ich mich da nicht geirrt habe.
    • D0MD0M 30.10.2019 19:12
      Highlight Highlight Ach, man betrachtet einfach den Zeitausschnitt, der die eigene Wahrnehmung bestätigt...ok, praktisch, geb ich zu. Brian war sicher auch selber Schuld, als er mit 10 (!) Jahren falsch verdächtigt und in Handschellen abgeführt wurde. Ein Gewaltakt des Staates gegen ein Kind, so nebenbei. Auch die Vernachlässigung durch seine Eltern, selber schuld! Was spielt der sich als Opfer auf?! Übrigens. Lesen ohne zu Denken hilft nicht viel.
  • Amisabi 30.10.2019 08:03
    Highlight Highlight Der Medienrummel rund um den Fall Carlos hat die zuständigen Stellen unnötig unter Druck gesetzt, was sicherlich zu falschen Entscheidungen geführt hat.
    Aber vieles ist auch selbstverschulden von Brian. Handlungen haben Konsequenzen, wer das nicht spätestens im Gefängnis lernt hat einfach zu viel nicht gecheckt. Wenn er es schafft sich zu ändern und an seiner Persönlichkeit zu arbeiten wird er auch wieder frei kommen. Aber so lange ist er eine Gefahr für sich selbst und die Gesellschaft und sollte sich in einer kontrollierten Umgebung aufhalten.
    • Auric 30.10.2019 09:03
      Highlight Highlight Ja die zuständigen Stellen sollten wie Politiker schalten und walten ohne jemals für Fehlentscheidungen einen Tritt zwischen die Beine zu bekommen.

    • NoTaubsi 30.10.2019 09:35
      Highlight Highlight Ja, lief im Setting doch ganz gut, nicht? Aber das Sozialisierungs-Projekt hat manchen Menschen dann ja nicht gefallen ne.


      Und erwartet ihr echt dass sich Brian von selbst plötzlich beruhigt? Nach fast 10 Jahren nur Knast, Knast, Knast?
      Was ist denn dein Vorschlag, wie man mit Menschen umgeht die es im Gefängnis noch nicht gelernt haben?
    • Manuce 30.10.2019 09:59
      Highlight Highlight @NoTaubsi: Vielleicht nicht gleich einen Wärter verprügeln, nur weil dieser die Mitteilung überbringt, dass er versetzt wird? Wäre z.B. mal ein Anfang. Ich streite nicht ab, dass er womöglich auch unfair behandelt wurde, und ihn die Wärter wahrscheinlich hassen und schikanieren, aber durch Gewalt und Schläge bessere Inhaftierungsbedingungen zu verlangen, hat glaube ich selten was gebracht. Es ist halt ein Teufelskreis, jedoch hat er ihn in jungen Jahren losgetreten also muss auch er sich bemühen, da raus zu kommen und sicher nicht der Justizvollzug.
    Weitere Antworten anzeigen
  • giandalf the grey 30.10.2019 08:01
    Highlight Highlight Wenn sich die Justiz die Arbeit selbst beschafft... Danke für diesen Artikel. Und an alle Kommentatoren die sich aufregen... Brian ist Opfer in dieser Situation. Es gibt garantiert noch X weitere wie ihm. Die werden aber nicht von den Medien zerfleischt und erhalten daher Massnahmen die es ihnen ermöglichen wieder Teil der Gesellschaft zu werden. Nicht so Brian. Er bekommt keine Hilfe, im Gegenteil. Obwohl es uns alle mehr kostet und wir uns vor allem an den Kosten störten, wollen wir ihn weiter ohne Aussicht auf Besserung einkerkern. Moll bravo...
    • Auric 30.10.2019 09:03
      Highlight Highlight Bekommt er weniger oder mehr Hilfe als seine Opfer?
    • Streuner 30.10.2019 09:07
      Highlight Highlight Es gibt in der Schweiz zig Randständige, Ausgesteuerte etc. Menschen die auch wieder gerne Teil der Gesellschaft wären... in diese Menschen werden aber von der Sozialindustrie nicht Zehntausende von Franken im Monat investiert, wieso eigentlich nicht? Moll Bravo
    • Against all odds 30.10.2019 09:16
      Highlight Highlight Er bekommt keine Hilfe, dein Ernst? Aus meiner Sicht bekam er genügend Hilfe. Man muss sie aber auch annehmen und umsetzen wollen. Eine Besserung, oder zumindest der Wille dazu, muss von ihm kommen. Beides ist offenbar nicht der Fall und es verwundert nicht, dass die Behörden dann überfordert sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gawayn 30.10.2019 07:57
    Highlight Highlight Der Fall Carlos ist ein Problem
    Wir haben es nicht mit einem verängstigten und unsicherem Kind zu tun.

    Sondern mit einem Gewohnheits Gewaltverbrecher!

    Das Sondersetting, hat ihn nicht geändert.
    Er hat ein Luxusleben geführt und ihm wurden alle Wünsche erfüllt.
    Charakterlich entwickelt, hat er sich 0!

    Wir haben Verbrecher die soviel kosten.
    Carlos ist nicht anders.
    Sperrt den weg zum Wohle und Sicherheit der Allgemeinheit.
    Ja auch zu dem Preis. Ich möchte dem nicht auf der Strasse begegnen...
    • Astrogator 30.10.2019 09:04
      Highlight Highlight Ich frage mich wo der IQ von Personen angesiedelt ist die Gefängnis als "Luxusleben" bezeichnen. Reicht es um Schuhe zu binden oder sind es Klettverschlussträger?
    • NoTaubsi 30.10.2019 09:38
      Highlight Highlight Du scheinst Dich ja richtig auszukennen, wenn du weisst wie er sich charakterlich entwickelt hat!

      Das ganze Jahr lang im Setting lief es doch gut, keine Gewaltverbrechen, keine sonstigen Verbrechen.

      Aber nein, lieber für das restliche Leben einkerkern, die Boulevard-Kampagne hat richtig toll eingeschlagen bei dir!
      Empathie scheint immer rarer zu werden..
    • Gawayn 30.10.2019 10:49
      Highlight Highlight Sorry Taubsi
      Ich hab den Fall all die Jahre verfolgt.
      Auch mit Leuten PERSÖNLICH geredet, die ihn kannten.

      Es lief eben NICHT "gut"!
      Er war bekannt als "Sie könnte ich..?"
      Ja man hat ihn eng betreut.
      Er hatte super Verpflegung.
      Eine teure Einzel Ausbildung im Kampfsport!

      Sebst hätte er gewollt. Er hätte nichts anstellen können.
      Man hat ihm auch viel gewährt, was er sich gewünscht hatte.

      Aber so weiter, für immer?

      Nicht EIN MAL!
      Hat er je seine Taten bereut.
      Noch die Verantwortung übernommen.

      Seine Gewaltbereitschaft, hat zu, nicht abgenommen.

      Das sind alles Fakten!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohniznachtisbett 30.10.2019 07:55
    Highlight Highlight Der arme Brian. Darf einfach nicht frei sein, jetztaberau. Fragt doch sonst mal die Menschen denen er das Messer in den Rücken rammte oder die Nase brach. Für diese muss es ein Hohn sein. Aber wir betreiben halt gerne Täterschutz. Und was in diesem Artikel nicht steht, dass er wieder drin ist, liegt daran, dass er wieder straffällig wurde.
    • Charming 30.10.2019 15:30
      Highlight Highlight Klar müssen die Opfer viel BESSER unterstützt werden, ist ein Problem der Politik zB. den Opferschutz/Hilfe ausbauen! Ihre Äusserungen sind zynisch und unangebracht! Er wurde sowohl von der Justiz als auch medial unfair behandelt - wurde richterlich festgestellt!
    • Ohniznachtisbett 30.10.2019 16:14
      Highlight Highlight Charming: Hmm. Zynisch finde ich, dass man den armen Carlos aka Brian hinstellt als ob er keine Schuld an irgendwas trage. Zynisch den Opfern gegenüber. Schuld sind offenbar die Eltern, die Umstände, die Polizei, die Medien, der Regierungsrat, die Gefängnisbeamten, der Jugendanwalt, der Staatsanwalt, das Fernsehen, die Fremdplatzierungen usw. und so fort. Bis jetzt kann ich nicht erkennen, dass er in seinem Leben auch nur ein einziges mal Reue, Mitgefühl oder Einsicht bezgl. seiner Taten gezeigt hat. Er sagt einfach er will frei sein. Dass es juristische Fehler gab ist bedauerlich und falsch.
  • Justitia_zh 30.10.2019 07:52
    Highlight Highlight ENDLICH wird mit dem Mythos der Kosten aufgeräumt!!
    Danke für den unvoreingenommenen Bericht.
  • Henzo 30.10.2019 07:52
    Highlight Highlight "Als 10-Jähriger wird er fälschlicherweise der Brandstiftung verdächtigt, mit Handschellen abgeführt und das erste Mal inhaftiert."

    Konnte man ihn aufgrund von ungenügender Beweislage nicht hinter Gitter lassen obwohl eine sttarke Vermutung dafür blieb oder hat man herausgefunden, dass es jemand anderes war? ....ein grosser Unterschied. Hier im Bericht wird suggeriert, dass die Unschuld zweifelsfrei war und dass die Abführung ein Fehler war. Nach meinem Wissen war dem nicht so. Ausserdem: kein Polizist führt einen 10 Jährigen in Handschellen ab, wenn er das nicht wirklich muss.
    • Oigen 30.10.2019 08:34
      Highlight Highlight "Konnte man ihn aufgrund von ungenügender Beweislage nicht hinter Gitter lassen obwohl eine sttarke Vermutung dafür blieb oder hat man herausgefunden, dass es jemand anderes war?"

      NEIN kein Unterschied.

      Wird er freigesprochen ist er frei! ohne wenn und aber
    • Gawayn 30.10.2019 08:46
      Highlight Highlight Ich finde, der Bericht ist etwas zu wohlwollend geschrieben.

      Ich glaube auch mich zu erinnern.
      Seine Unschuld wurde nie erwiesen.
      Diese Aussage ist falsch!

      Das Opfer mit dem Messer im Rücken.
      Das leidet noch immer an den Auswirkungen.
      Auch das mit den ausgeschlagenen Zähnen.
      Denen wurde nicht geholfen.
      Wo bleibt da die Gerechtigkeit, die Sozialhilfe?

      Will wirklich irgendwer, diese Person auf die Bürger loslassen?!
    • Tim Tell 30.10.2019 08:57
      Highlight Highlight In einem Rechtsstaat gilt die Unschuldsvermutung und da hat man das Recht als einhundertprozentig unschuldig angeschaut zu werden bis das Gegenteil bewiesen ist. Wo kämen wir hin wenn man jede und jeden nach Bauchgefühl vorverurteilen würde?
    Weitere Antworten anzeigen
  • anundpfirsich 30.10.2019 07:50
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man ihn einfach mal in Ruhe lassen und nicht mehr über ihn berichten. Das sich das gabze legt und die Kluft nicht noch grösser wird. Finde auch das er genügend Chancen hatte sich zu ändern, die jedoch nicht genutzt hat. Aber es ist wie es. Hoffe alle Beteiligten lernen aus der Geschichte.
    • P. Silie 30.10.2019 09:16
      Highlight Highlight Ich denke die Chancen stehen gut, dass man ihn jetzt 24 Jahre in Ruhe lassen wird.
  • Gender Bender 30.10.2019 07:47
    Highlight Highlight Brian ist bereits frei. Er ist frei sein Verhalten der Umwelt anzupassen. Aber die besondere Begabung war wohl nicht Anpassungsfähigkeit, ergo wird er nie frei sein. Er hat ein unzureichendes Bild von Freiheit.
    • Linus Luchs 30.10.2019 08:51
      Highlight Highlight @Gender Bender: Freiheit ist die Freiheit, sich anzupassen? Was für ein jämmerlicher Freiheitsbegriff. Sie verwechseln Anpassung mit Verantwortung. Wer frei ist, übernimmt die Verantwortung für sein Handeln. Dazu gehört auch die Verantwortung gegenüber den anderen. Aber Anpassung ist das Gegenteil von Freiheit. Die, die sich immer anpassen, ermöglichen die Diktatur.
    • Gender Bender 30.10.2019 09:39
      Highlight Highlight Ein ungemein oberflächliches Bild von Anpassungsfähigkeit welches sie da zeichnen.
      Schmeckt mir nicht diese Unterwürfigkeit und Feigheit die sie da hervorheben.
      Sich anpassen ist wohl sogar die einzige Freiheit überhaupt!
  • Goon 30.10.2019 07:46
    Highlight Highlight Jeder ist seines Glückes Schmied sag ich nur.

    Klar, nicht jeder hat die gleichen Rahmenbedingungen aber immer die Möglichkeit das beste für sich rauszuholen.
    • Silent_Revolution 30.10.2019 08:07
      Highlight Highlight Im Bezug auf diese Story, hat doch jeder genau das getan. Ob Brian, die Medien oder die Sozialindustrie, jeder mit dem Ellenbogen voran, den Blickwinkel nur auf den eigenen Profit gelegt.

      Genau weil jeder versucht, stets für sich selbst das Beste herauszuholen, sind die Rahmenbedingungen für den Grossteil der Menschheit (und Tierwelt) relativ beschissen.

      Was uns diese Hipster-Weisheit mitteilen soll, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft.
    • Krise 30.10.2019 08:17
      Highlight Highlight Solche Sprüche überprüfe ich gerne auf ihre Tiefsinnigkeit indem ich sie auf Sklaven anwende. Da könnt ihr mich jetzt auch blitzen für, aber ich bin selber zeitweise Opfer des Systems gewesen, und so einfach wie ihr das schreibt ist es wirklich nicht. Oder glaubt ihr, der macht das mit Freude und Spass? In Brians Gehirn ist was komplett falsch verdrahtet und leider haben wir heute noch nicht die Möglichkeit, ihm adäquat zu helfen.
    • Saraina 30.10.2019 09:22
      Highlight Highlight @Krise: gerechterweise muss man sagen, dass Brian jedes Gutachten und jede Therapie verweigert, und dass er von seinem Vater in dieser Verweigerungshaltung unterstützt wird. Da kommt jede Möglichkeit, ihm zu helfen an ihre Grenzen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tobias W. 30.10.2019 07:45
    Highlight Highlight Der Journalist setzt Brian dermassen in die Opferrolle, dass die Verbrechen fast nebensächlich daherkommen.

    Beispiel: Faustschlag ins Gesicht.
    Ins Gesicht eines anderen Menschen. Die Faust rein schlagen.

    Seine „mildeste“ Straftat.. Also für mich ist (und bleibt, auch in dieser Welt) UNVORSTELLBAR, wie man so etwas tun kann! Denkt von mir was ihr wollt, aber: ich will, dass solche Leute mit Härte angefasst werden. Niemand soll so einem auf der Strasse begegnen müssen.

    Zum Glück haben wir Gefängnisse für solche „Menschen“. Brian hatte seine Chancen. Er hat sie nicht genutzt.
    • Billy Meier 30.10.2019 08:31
      Highlight Highlight ist für dich nur noch ein Mensch in Anführungszeichen? Kein vollwertiger Mensch mehr? Uiuiui...
    • NoTaubsi 30.10.2019 09:42
      Highlight Highlight Haha, "Menschen" in Klammern :))) Weil Untermenschen ne? Hahaha.

      Weisst du wer sonst solche Begriffe sehr gerne benutzt hat?
    • Manuce 30.10.2019 10:11
      Highlight Highlight Ach wiedermal die gute alte Nazikeule. Du fährst einen VW? Du benutzt die Autobahn?
      Weisst du wer sonst solche Erfindungen sehr gerne benutzt hat?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frausowieso 30.10.2019 07:45
    Highlight Highlight Brian ist Opfer, aber vor allem Täter. Er wurde nur zum Opfer, da er immer wieder als Täter auftritt. Bis heute hat er dieses Verhalten nicht abgelegt. Dieser Mensch schadet anderen Menschen seit seiner Kindheit massiv. Trotz allen Bemühungen kann er sich nicht kontrollieren. Er kommt nicht aus seiner Opferrolle heraus und übernimmt keine Verantwortung als Täter. Das wäre aber zwingend notwendig, damit er sich ändern kann. Ihm wurde viel Aufmerksamkeit zu Teil und man hat sich um ihn bemüht. Alles vergebens. Was soll man denn mit solchen Menschen machen?
    • Krise 30.10.2019 08:21
      Highlight Highlight Vielleicht auch gerade umgekehrt; er wurde zum Täter weil er Opfer ist. Von biologischer Fehlentwicklung, Vernachlässigung, was auch immer. Um mich hat man sich auch immer "bemüht", und weisst du was, das hat nichts genützt, im Gegenteil, es hat mich nur an den Rand der Gesellschaft getrieben. Und ich kenne von früher persönlich viele solcher Fälle. Weil man nämlich gar nicht weiss, was nicht mit ihm stimmt, und deswegen auch nur Symptombekämpfung macht, wird man ihn nie integrieren können.
    • Frausowieso 30.10.2019 09:38
      Highlight Highlight Niemand wird ohne Grund zum Täter. Jeder Täter weist irgendein Manko auf. Seien es nun psychische Probleme, Armut oder soziale Probleme. Brian wird seit Jahren psychologisch betreut. Man versucht ihn zu therapien, man ermöglichte ihm aus seiner familiären Situation auszubrechen, man zeigte ihm Wege auf, auf die richtige Bahn zu kommen. Nichts scheint zu fruchten. Irgendwann kommt die Gesellschaft an ihre Grenzen und schlussendlich hat jeder Mensch eine Eigenverantwortung. Wenn er diese nicht wahr nimmt und anderen schadet, dann kann er nicht mehr Teil der öffentlichen Gesellschaft sein.
    • Manuce 30.10.2019 10:14
      Highlight Highlight @Krise: dann untersuchen Sie ihn doch, um herauszufinden was die Ursache ist. Aber ziehen Sie besser einen Mundschutz und eine kugelsichere Weste an, für den Fall, dass ihm eine Frage nicht passt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • demian 30.10.2019 07:34
    Highlight Highlight Aber es wundert wohl niemanden, dass die 29000.- für einen Aufschrei gesorgt haben. Wie sollen sich Leute, welche mit 10% dieser Summe durch den Monat kommen müssen dabei fühlen?

    Fraglich finde ich insbesondere einen gewalttätigen Jugendlichen durch gezieltes Training noch gefährlicher zu machen.

    Am Ende haben die Eltern komplett versagt. Die Konsequenzen tragen muss der Staat und die Gesellschaft.

    Für Carlos wäre es wohl das Beste anderswo in Anonymität nochmals neu anzufangen.
    • Krise 30.10.2019 08:22
      Highlight Highlight Bei Kampfsport geht es imfall nicht um Gewalt, sondern Kanalisation von Aggression und Umgang und Kontrolle.
    • Bruno Wüthrich 30.10.2019 08:35
      Highlight Highlight Ich glaube, mal irgendwo gelesen zu haben, dass jeder Gefängnisinsasse den Steuerzahler jeden Tag die stolze Summer von 700 Franken kostet. Bei 30 Tagen kommt man so auf 21'000 Franken. Setzt man diesen Betrag mit den Kosten des Sondersettings in Relation, dann verändert sich die Sichtweise. Die Wahrnehmung wird völlig anders, als wenn man sie mit den Einkünften einer sozial schwachen Person vergleicht.
      Der teuerste Irrtum war wohl, dieses Sondersetting abzubrechen zu einem Zeitpunkt, als die Möglichkeit eines Erfolges noch greifbar schien.
    • Astrogator 30.10.2019 09:06
      Highlight Highlight "Aber es wundert wohl niemanden, dass die 29000.- für einen Aufschrei gesorgt haben. Wie sollen sich Leute, welche mit 10% dieser Summe durch den Monat kommen müssen dabei fühlen?"
      Es steht jedem frei kriminell zu werden wenn man unbedingt diesen "Luxus" auch haben möchte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bueggi 30.10.2019 07:31
    Highlight Highlight Vielleicht weiss jemand Bescheid: Gibt es für Gewalttäter wie Brian, nicht eine ähnliche Massnahme wie für Sexualstraftäter, die chemische Zwangssterilistion?

    Wenn der Gewalttrieb auf humane Weise gesenkt werden könnte, wäre dann ja auch der Strafvollzug um einiges einfacher zu handhaben und somit auch günstiger.
    • Frausowieso 30.10.2019 08:01
      Highlight Highlight Ist das dein Ernst? Zwangssterilisation? Das ist nicht human. Für Sexualsträftäter gibt es die Möglichkeit, dass sie freiwillig ihren Sexualtrieb mittels Medikamenten unterdrücken. Dies kann eine Auflage sein, dass sie auf Bewährung frei kommen. Gezwungen wird dazu, zum Glück, niemand.
      Du kannst dich ja gerne mal schlau machen, was die Zwangssterilisation für Auswirkungen hat. Es leben noch genug Menschen, denen das angetan wurde.
    • Antinatalist 30.10.2019 08:19
      Highlight Highlight Zwangssterilisation gibt es nicht. Wenn, dann willigt ein Straftäter freiwillig ein. Wir sind nicht mehr in den 1970ern der Schweiz.
    • RobinBurn 30.10.2019 08:20
      Highlight Highlight Also nur so am Rande... Eine chemische *zwangs*sterilisation gibt es in der Schweiz nie... Das wäre menschenrechtlich doch recht schwierig
    Weitere Antworten anzeigen
  • wintergrün 30.10.2019 07:27
    Highlight Highlight Opfergesuelz?
    Manche Kommentare verwundern mich schon.
    Überlegen Sie sich wieviel die Verwahrung uns kosten wird. Da ist das Sondersetting dann ein Schnäppchen.
    Der Tagi schreibt die kleine Verwahrung koste 2000 CHF pro Tag.
    Es scheint sich noch nicht überall herumgesprochen zu haben dass das harte Durchgreifen offensichtlich teuer und begrenzt effizient ist.
    Ich will das nicht zahlen.
    • lucasm 30.10.2019 07:35
      Highlight Highlight Ich möchte das lieber bezahlen, als von ihm mal zufällig abgestochen oder geschlagen zu werden.
    • sigma2 30.10.2019 07:45
      Highlight Highlight Dein Vorschlag wie es weitergehen soll?
    • Gawayn 30.10.2019 09:02
      Highlight Highlight Carlos oder Brian.. ist eine Kontaktbombe mit Erschütterungssensor.

      Man wird ihn nicht sein ganzes Leben in Settings verhätscheln können noch wollen.
      Sobald der raus kommt, wird er wie er ist, keinem Job nachgehen können.

      Sobald einer ihm schräg kommt, wird er wieder Gewalt anwenden.

      Wer will dafür die Verantwortung tragen? Carlos/Brian sicher mal nicht.

      Es bleibt nichts anderes als wegsperren!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ze Dude 30.10.2019 07:24
    Highlight Highlight Bevor ein Straftäter 29'000 chf bekommt um sich zu bessern würde ich das Geld doch lieber in die Ausbildung der Menschen investieren. Gerade was Umschulungen und Weiterbildungen betrifft sind je nach Berufsrichtung solche Kosten schier untragbar für eine Einzelperson. Vor allem auch wenn die Firmen/Geschäfte nichts beisteuern wollen. Aber klar müsste man auch Vorkehrungen treffen dass solche Investitionen nicht von Spezialfällen ausgenutzt werden.. davon gibts so schon zu viele.
  • Militia 30.10.2019 07:20
    Highlight Highlight Brian ist ganz alleine für seine Taten verantwortlich. Dir Medienkampagne zur Mitverantwortung zu ziehen für seine Taten ist ein Hohn gegenüber seinen Opfern. Die schlimmste Tat hat er begangen, als er noch nicht medial bekannt war. Da gibt es noch ganz andere Medienopfer, von denen sind allerdings auch keine solchen Eskapaden bekannt.
  • 3-blettligs-chleeblatt 30.10.2019 07:14
    Highlight Highlight Doch doch, ich finde es super, dass ihr diesen Artikel, diesen Blickwinkel, veröffentlicht habt. Auch wenn es - wie ich den anderen Kommentaren/Reaktionen anmerke - ein bisschen zu spät ist.
    • Gasosio 30.10.2019 07:43
      Highlight Highlight Wann wäre es denn nicht zu spät gewesen? Bedenke, bereits ohne Medienhype steckte sein Messer im Rücken eines Jugendlichen. Er bekam mehr als 2 oder 3 Chancen.
  • Allion88 30.10.2019 07:02
    Highlight Highlight Der artikel passt zur heutigen zeit.
    Ein mehrfacher wiederholungstäter wird zum opfer. Über die wahren opfer verliert der artikel kein wort.

    Haftbedingungen sollen auch zu einem gewissen punkt hart sein. Haft ist kein urlaub
  • jjjj 30.10.2019 06:55
    Highlight Highlight Einem notorischen Schläger und Messerstecher, der eine Chance nach der anderen vergibt, weine ich keine Träne nach. Umstände hin, einseitiger Artikel hier her...

    Irgendwann ist genug.
  • Carl Gustav 30.10.2019 06:54
    Highlight Highlight Mir tut Brian echt leid, so was wünsche ich niemanden.
    Aber er hat nun mal nicht ein Branchli gestohlen oder eine Scheibe eingeschlagen.
    Und er beweist offenbar immer wieder, dass er eine Gefahr für Menschen um ihn herum darstellt.
    Woher die Agressionen kommen und ob die Fehler der Behörden mitschuldig sind, spielt an diesem Punkt gar keine Rolle mehr.
    Hoffe für alle, dass er in ein paar Jahren vom Blick unbemerkt entlassen werden kann und seinen Frieden findet.
  • Staedy 30.10.2019 06:40
    Highlight Highlight Er ist nicht Opfer. Er ist Täter, hatte Chancen, hat keine genutzt. Das Verhalten der Medien in den letzten Jahren war sicher unangebracht. Aber er selber hat alles ins Rollen gebracht und nie wirklich sich ändern wollen.
    • anundpfirsich 30.10.2019 07:34
      Highlight Highlight Sehe ich auch so.
    • SJ_California 30.10.2019 07:36
      Highlight Highlight Er ist auch Opfer. Schau dir seine Familiengeschichte an
    • Bündn0r 30.10.2019 08:02
      Highlight Highlight @SJ_California
      Nein. Keine Familiengeschichte rechtfertigt es anderen ein Messer in den Rücken zu rammen oder sie zu verprügeln.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Burial 30.10.2019 06:32
    Highlight Highlight Jeder hat die Wahl und trifft seine Entscheidungen selbst. Carlos ist in der Schweiz gross geworden und hätte theoretisch alles erreichen können.... bloss hat er sich nun mal für diesen Weg entschieden.
    • mostlyharmless 30.10.2019 08:02
      Highlight Highlight Wenn Sie an Ihre eigene Adoleszens denken: falls sie nicht reibungslos verlief, ist es gut möglich, dass Sie sich an die eine oder andere Situation erinnern, in der Sie nicht die Wahl hatten und/oder unkluge Entscheidungen trafen. Wenn Sie da das Glück hatten, dass das vom Umfeld korrigiert wurde und Sie daraus lernen konnten ists gelaufen wie es sollte.
      Gute Güte, wenn ich da an meine eigenen Entscheidungen denke! Da ich das Glück habe, nicht zu Gewalt zu neigen hatten diese nun mal weniger gravierende Folgen für mein Umfeld.
    • PeteZahad 30.10.2019 09:18
      Highlight Highlight @mostlyharmless Jeder trifft Mal schlechte Entscheidungen, manche geraten auf die Schiefe Bahn. Der Punkt ist dass Brian zur Gewalt neigt und offenbar bis heute nicht einsieht dass dies keine Lösung ist.
    • Burial 30.10.2019 09:24
      Highlight Highlight Adoleszens - wie eloquent 🙂
      Tatsächlich hatte meine Teenagerzeit ein riesen Konfliktpotenzial und oft, so bin ich überzeugt, hatte ich einfach nur Glück. Nichtsdestotrotz wurde auch mir nichts geschenkt. Der Unterschied war jedoch, dass ich eben selbst gelernt habe, dass, sofern ich ein gutes Leben haben will, ich eben mit dem System gehen muss bzw. mich in dessen Rahmen bewegen sollte. Ich behaupte nicht, dass es alleine Brians Schuld war, dass er so geworden ist, aber er trägt trotz allem die Hauptschuld für sein Versagen. Keiner hat ihm das Messer in die Hand gedrückt und gesagt: Stich zu!
  • Imfall 30.10.2019 06:27
    Highlight Highlight dieses mal, vermag mich william stern nicht überzeugen.


    Brian/Carlos hat diese Straftaten begangen! Sonst niemand! Seine Eltern, die in der Erziehung offenbar versagt haben, tragen auch noch eine Mitschuld!

    Die Medien und auch die Justiz haben vielleicht nicht immer souverän reagiert, aber Schuld an dieser Misere, sind diese mit Sicherheit nicht!

  • lup 30.10.2019 06:22
    Highlight Highlight Nach dem Lesen frage ich mich, ob William Stern - wie meistens brillant in der Ausführung - hier selbstinitiiert (angewidert durch die Berichterstattung von Blick & Co.) eine Art Wiedergutmachungstour im Namen "der Medien" fahren und einige Dinge grade rücken möchte.
    Kann ich gut nachvollziehen und bedanke mich für den Anstoss, die eigene Meinung nochmal zu überdenken.

    Ps. Das Lesevergnügen wäre noch grösser ohne die Fehler im 1. Akt (z. B. "...familiäre Situation ist Ende der 90er-Jahre läuft das Geschäft nicht gut..")
  • Randalf 30.10.2019 06:15
    Highlight Highlight
    Und für den Blick geht's in die nächste Runde.

    Mit dem Reizthema Carlos generiert man Geld und Clicks. Auch bei watson steht im Titel Carlos und das obwohl er eigentlich Brian genannt werden möchte.
  • skisandtrail 30.10.2019 06:15
    Highlight Highlight Sehe ich das richtig?
    Brian hier ist das Opfer? Echt jetzt?

    Grundsätzlich guter,reflektierender Artikel. Aber wie immer-fast nichts über seine Opfer. Will halt niemand lesen, somit seid ihr nicht allzuweit von der Boulevardpresse entfernt.
    • Pümpernüssler 30.10.2019 06:52
      Highlight Highlight Hast du den Text wirklich gelesen? Ich frage mich, wie man über so frappante Fehler der Justiz hinweg sehen kann. Er wurde durch Druck der Medien ins Schlössli Uitikon gesperrt. Zu seinem Schutz. Dann 6 Monate U-Haft für eine falsche Anschuldigung. Faustschlag gegen einen Bekannten, nochmals 6 Monate U-Haft. Würde ja gerne sehen, wie sie nach 12 Monaten U-Haft seelisch beisammen sind. Während dem Setting liess er sich nichts zu Schulden kommen. Durch den Medienhype fing die Negativspirale an.
    • Butschina 30.10.2019 07:00
      Highlight Highlight Wahrscheinlich weil es im Artikel nicht um seine Opfer geht. Ganz ehrlich, wenn jemand als Minderjähriger bereits zwei Mal fälschlicherweise verhaftet wird und einmal sogar ein halbes Jahr in Untersuchungshaft sitzt ist er gerechtfertigt auch ein Opfer. Eine 13tägige Fixierung wirkt zudem traumatisch. Natürlich waren seine Taten falsch. Der Umgang mit ihm nach dem Dokfilm war ebenso falsch. Ich finde es vorallem tragisch, dass einige Medien ein solch falsches Bild in die Köpfe der Menschen pflanzen und die Meisten alles genau so glaubten.
    • Don Garibaldi 30.10.2019 08:33
      Highlight Highlight Nein...er ist nicht das Opfer er ist Täter - wird/wurde aber langsam und stetig zum Opfer gemacht!
    Weitere Antworten anzeigen
  • WID 30.10.2019 06:15
    Highlight Highlight Und was ist nun die Essenz aus diesem Bericht? Was wäre nun der richtige Weg gewesen?
    • Nilda84 30.10.2019 13:59
      Highlight Highlight 1/2 Der „richtige“ Weg hat man in seiner Kindheit verpasst.
      Hätte man im KG sich diesem Kind angenommen, diese „ausserordentliche Begabung“ gefördert, es wäre kein renitentes, wahrscheinlich unterfordertes Kind daraus geworden und „Carlos“ hätte es nicht gegeben.

      Ich will mir nicht vorstellen, wie traumatisierend es sein muss, als 10jähriger in Handschellen abgeführt zu werden. Und das scheint mir nur die Spitze des Eisbergs.

      Da dachte das Kind halt - ihr behandelt mich wie ein Krimineller, ich geb euch krimineller! MM braucht er Jemanden, den ihn Vertrauen, Liebe und Respekt lehrt.
    • Nilda84 30.10.2019 13:59
      Highlight Highlight 2/2 Er braucht eine Person, zu der er aufschauen kann. Aber ob es bei ihm für das nicht schon zu spät, weiss ich nicht.

      Damit sage ich nicht, dass er für seine Taten nicht bestraft werden muss. Aber wenn ich alles so lese scheint es mir, dass er bereits dafür „bezahlt“ hat.
    • So en Ueli 30.10.2019 17:34
      Highlight Highlight Carlos braucht keine Wohlfühloase, er soll lernen, dass er nur brauchbar für unsere Gesellschaft ist, wenn er einer Arbeit nachgeht und nicht mehr kriminell wird. Wenn er das nicht lernen kann oder will, dann ja haben wir keinen Platz für ihn.
  • So en Ueli 30.10.2019 06:14
    Highlight Highlight Carlos, ein Fall der zeigt, was passiert, wenn man Straftäter verhätschelt. Dieser Herr gehört hinter Gitter, denn er scheint für unsere Gesellschaft eine Gefahr darzustellen. Carlos scheint auch nichts von sich aus an einer Änderung dieses Umstandes beizutragen wollen, daher soll er die Schwedischen Gardinen weiterhin pflegen.
    • Beat_ 30.10.2019 09:04
      Highlight Highlight Einzelvollzug und lange U-Haft nennst Du verhätscheln. Aber es ist gerade umgekehrt, die "Staatsgewalt" hat sehr viel dazu beigetragen, das Brian selber mit Gewalt antwortet (was ich absolut nicht gut finde).
      Wenn er den wirklich mit dem damaligen "Sondersetting" eine Chance bekommen hätte (und nicht ein Abbruch desselben), hätten wir Heute möglicherweise einen Menschen, der sein Leben "im Griff hat".
      Oder stell Dir mal vor, Du läufst ein Marathon, bist bei Halbzeit vorne dabei und wirst aus dem Rennen genommen, weil der Blick ein paar Schlagzeilen schrieb... Etwa so wird sich Brian fühlen.
    • Gawayn 30.10.2019 10:59
      Highlight Highlight Beat
      Sorry das stimmt so nicht.
      Die Kosten, haben den Nutzen weit überzogen damals.
      Da wurde zu Recht aufgehört.
      Auch nach dem Druck der Öffentlichkeit.

      Es ist nicht schwer, brav zu bleiben, wenn man verhätschelt und teuer gefördert wird.
      Aber der Bursche hat in all der Zeit NIEMALS Reue für seine Taten gezeigt.
      Immer behauptet
      "Der Andere hätte auch..."

      Da hätte ich auch ohne Druck das Setting beendet...
    • So en Ueli 30.10.2019 11:10
      Highlight Highlight Aber zu welchem Preis? Das Sondersetting war definitiv überteuert und völlig unverhältnismässig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Billy Meier 30.10.2019 05:56
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    • Staedy 30.10.2019 06:43
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  • Magenta 30.10.2019 05:37
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    • Charlie Brown 30.10.2019 07:16
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.

Dieses nukleare Grab im Pazifik droht gerade auszulaufen – Klimawandel und USA sei Dank

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