DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Trotz Kritik: Bundesanwalt Lauber darf auf Wiederwahl-Empfehlung hoffen



Der umstrittene Bundesanwalt Michael Lauber darf in der Gerichtskommission auf eine Empfehlung zur Wiederwahl hoffen. Es gebe bisher keine Hinweise, dass Lauber Amtspflichten vorsätzlich oder grob fahrlässig verletzt habe, sagte Nationalrat Matthias Aebischer (SP/BE).

Bundesanwalt Michael Lauber spricht an einer Medienkonferenz im Medienzentrum des Bundeshauses in Bern, am Freitag, 10. Mai 2019. Bundesanwalt Michael Lauber steht wegen informeller Treffen mit Fifa-Chef Gianni Infantino in der Kritik. Die Aufsichtsbehoerde ueber die Bundesanwaltschaft eroeffnet eine Disziplinaruntersuchung gegen Lauber. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Steht in der Kritik: Bundesanwalt Michael Lauber. Bild: KEYSTONE

«Es müsste juristisch etwas auf dem Tisch liegen, das beweist, dass Herr Lauber die Amtspflichten vorsätzlich oder grob fahrlässig schwer verletzt hat. Und das hat er meines Wissens bis jetzt nicht, oder zumindest gibt es keine Anhaltspunkte», sagte Aebischer in der SRF-Sendung «Heute Morgen» vom Freitag. Aebischer ist Kommissionsmitglied und Präsident der für das Wahlgeschäft zuständigen Subkommission.

Aebischer im Original:

Wenn es beim heutigen Wissensstand bleibe, könne die Gerichtskommission gar nicht anders, als Lauber zur Wiederwahl zu empfehlen, erklärte Aebischer weiter. «Wenn jetzt nicht noch etwas Neues auf den Tisch kommt, dann wird die Gerichtskommission wahrscheinlich – ich möchte nicht vorgreifen – Herrn Lauber am 28. August zur Wiederwahl empfehlen.»

Matthias Aebischer, SP-BE, spricht waehrend einer Debatte im Nationalrat, waehrend der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 13. Maerz 2019 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Matthias Aebischer, Nationalrat SP Bern. Bild: KEYSTONE

Ende Jahr läuft die Amtszeit von Lauber aus. Am 28. August entscheidet die Gerichtskommission, ob sie den wegen der Fifa-Verfahren massiv unter Beschuss Geratenen zur Wiederwahl empfiehlt.

Die Kommission hatte einen Entscheid über die Wiederwahl im Mai aufgrund eines laufenden Disziplinarverfahren gegen Lauber auf die Herbstsession verschoben. Das Parlament ist bei der Wahl des Bundesanwalts nicht an die Empfehlung der Gerichtskommission gebunden. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Fifa soll unter politische Aufsicht gestellt werden

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Es gab noch nie so viele Mountainbiker – das führt zu Konflikten in der Schweiz

Velofahren im Gelände ist in der Schweiz ein Volkssport. Ein Mountainbike-Journalist spricht von einem fast ungesunden Wachstum. Darum: Der Hype hat nicht nur Vorteile.

Im Jahr 2020 wurde der Rekord noch einmal übertroffen. 200'000 neue Mountainbikes fanden einen Besitzer in der Schweiz. Zwar ist dieser, vom Branchenverband der Fahrradlieferanten Velosuisse erhobene, Wert nicht eins zu eins mit dem Vorjahr vergleichbar, als es noch rund 144'000 Mountainbikes waren. Dass der Sport im Coronajahr einen starken Aufschwung erlebte, ist aber unbestritten.

Mancher Veloverkäufer musste seine Kunden auf später vertrösten, weil nicht jedes Modell immer lieferbar war. …

Artikel lesen
Link zum Artikel