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«Carlos» muss sich Ende August erneut vor Gericht verantworten 



Die Geschichte um den unter dem Pseudonym Carlos bekannt gewordenen jungen Mann nimmt kein Ende. Am 28. August muss sich Carlos erneut vor dem Richter präsentieren. Dieses Mal geht es um die Verwüstung einer Gefängniszelle sowie um eine Drohung mit einem Messer. 

Anders als noch vor einem Jahr wird sich Carlos nun aber als Erwachsener vor dem Bezirksgericht Dietikon verantworten müssen. Verteidigt wird er dabei von Anwalt Marcel Bossonet – zu dessen Klienten gehörten so schillernde Figuren wie der Terrorist Carlos der Schakal und Whistleblower Edward Snowden.

Unbedingte Freiheitsstrafe gefordert

Wie die NZZ schreibt, fordert der Staatsanwalt eine unbedingte Freiheitsstrafe von 11 Monaten sowie eine unbedingte Geldstrafe von 15 Tagessätzen à 15 Franken. Erstere soll zugunsten einer ambulanten Behandlung aufgeschoben werden.

Konkret wirft die Staatsanwaltschaft Carlos vor, mehrere Zellen im Massnahmezentrum Uitikon verwüstet zu haben. Carlos wurde im Winter 2014 dort inhaftiert– trotz Bewährung in der Massnahme. Das Bundesgericht hiess später eine Beschwerde des knapp 20-Jährigen gut.

Der andere Vorfall datiert von Oktober 2014: Damals soll Carlos an der Langstrasse einen Mann mit einem Messer bedroht und anschliessend eine Amtshandlung behindert haben, als er versuchte, vor der Polizei zu fliehen.

Empörung über die Kosten

Carlos hatte im August 2013 erstmals für Schlagzeilen gesorgt. Eine Fernsehsendung des SRF porträtierte den Jugendanwalt des Kantons Zürich – und den Fall Carlos. Nach der Ausstrahlung ergoss sich eine Welle der Empörung durch die hiesigen Medien: Die Kosten für die Sondersetting-Massnahmen bei dem Jugendlichen seien völlig überrissen, so die Kritik. (wst)

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