Zürcher Influencer wegen mehrfacher Vergewaltigung vor Gericht
«Travis the Creator», so sein Pseudonym, ging immer nach dem gleichen Schema vor: Er versprach Frauen, ihre Karriere in der Mode- oder Musikbranche zu fördern und lud sie zu Foto-Shootings ein.
Immer gleich war auch sein Spruch, mit denen er die Frauen «auflockern» wollte: «Don't be shy» – sei nicht schüchtern. Später rief er gar eine Partyreihe unter diesem Motto ins Leben.
Statt ihre Karriere zu fördern, hatte der 30-Jährige aus Ghana aber andere Pläne: In mindestens fünf Fällen soll er junge Frauen vergewaltigt haben.
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Gemäss Anklageschrift sagten die Opfer übereinstimmend aus, dass die Übergriffe «absolut unerwartet» gekommen seien und sie in eine Art Schockstarre verfallen seien. In einem angeklagten Fall kam noch ein zweiter Mann hinzu und beteiligte sich an den Handlungen.
Sechs Jahre Gefängnis
Die Anklage fordert für den Influencer eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren. «Travis the Creator» soll nach Verbüssung der Freiheitsstrafe ausserdem für zwölf Jahre des Landes verwiesen werden. Dazu soll eine Geldstrafe wegen des Weiterleitens von illegal erstellten Videos kommen.
Der Mann aus Ghana ist bereits wegen Schändung vorbestraft, weshalb eine Bewährungsstrafe bei einem Schuldspruch nicht möglich ist. Der Prozess war eigentlich bereits im März geplant, allerdings hielt sich «Travis» damals in Spanien auf. Er liess sich per ärztlichem Attest von der Verhandlung dispensieren. Ob er nun vor Gericht auftaucht, ist offen. (sda)
