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children, kinder, messy, messy childern, unartig, chaos, malen

Bei einem solchen Anblick gehen bei Eltern die Emotionen hoch. Bild: shutterstock

Die Hälfte der Schweizer Eltern bestraft ihre Kinder mit Gewalt – viele sind überfordert

Rund die Hälfte der Schweizer Eltern straft ihre Kinder noch immer mit Gewalt. Noch häufiger werden Kinder Opfer von Drohungen, Liebesentzug, Abwertungen. Eine Kampagne soll Eltern helfen, kühlen Kopf zu bewahren.

Laura Widmer / ch media



Levin hat versucht, Spaghetti zu kochen. Weit ist er nicht gekommen, dafür sieht die Küche nun aus wie nach einer Explosion. Als seine Mutter die Sauerei entdeckt, setzt sie zu einer Schimpftirade an, und als Levin sich weigert, sofort aufzuräumen, reisst sie ihn grob an den Haaren, stösst ihn weg.

Psychisch und physisch verletzende Bestrafungen als Erziehungsmittel sind in vielen Schweizer Familien Alltagsrealität. Die Stiftung Kinderschutz Schweiz lanciert darum eine Sensibilisierungskampagne. Eltern sollen Ideen mitgegeben werden, wie sie in überfordernden Situationen reagieren könnten. «Zähl auf zehn, Mami», «Schau dich im Spiegel an, Papi», «Iss ein Stück Schokolade», schlagen die Kinder den Eltern in kurzen Videos vor. Markus Wopmann, Chefarzt der Kinderklinik am Kantonsspital Baden und seit 30 Jahren im Kinderschutz tätig, weiss wie sehr körperliche und psychische Gewalt Kindern zusetzt. Von der Kampagne ist er trotzdem nicht ganz überzeugt.

Herr Wopmann, die Studie der Universität Freiburg liefert erschreckende Zahlen. Rund die Hälfte der Eltern hat schon einmal Gewalt gegen die eigenen Kinder ausgeübt. Wie erklären Sie sich diese Zahlen?
Markus Wopmann: Die Gewalt als Erziehungsmodell ist selten, aber die Überforderung ist bei vielen Eltern ein Problem. Ein Streit kann sich hochschaukeln. Das Kind gibt Widerworte, und die Mutter verliert die Nerven. Die Ohrfeige ist oftmals Teil des Erziehungsrepertoires, als letzte Massnahme, nachdem mehrere Ermahnungen ausgesprochen wurden.

Markus Wopmann, Praesident Fachgruppe Kinderschutz Schweizerische Kinderkliniken, spricht waehrend einer Medienkonferenz ueber die Standortbestimmung der KOKES, am Donnerstag, 6. September 2018 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

«Der Effekt einer Strafe nutzt sich sehr schnell ab. Körperstrafen ‹lohnen› sich schlicht und einfach nicht.» Markus Wopmann Leiter Fachgruppe Kinderschutz der schweizerischen Kinderkliniken. Bild: KEYSTONE

Um Ohrfeigen geht es in Ihrem Alltag aber selten. Welche Fälle landen bei Ihnen?
Ich bin neben meiner Tätigkeit als Kinderarzt seit rund dreissig Jahren im Kinderschutz aktiv. Pro Jahr behandeln wir in Baden 60 bis 70 Fälle. Schwere körperliche Misshandlung ist sehr selten geworden. Was es heute häufig gibt, sind Kinder, die psychisch sehr belastet sind. Dabei geht es um schwierige Familienverhältnisse, in denen die Kinder nicht misshandelt werden, aber viele Streitigkeiten und Gewaltausbrüche der Eltern miterleben müssen.

Das heisst, Eltern wenden häufiger psychische statt physischer Gewalt an?
Ja, obwohl eine Eingrenzung schwierig ist. Im Graubereich ist der Klaps auf den Po. Provokativ könnte man sagen, das ist keine Gewalt. Psychische Gewalt in der Erziehung verläuft auf einem Spektrum. Dazu gehört die Abwertung des Kindes, es despektierlich behandeln und schlechtmachen, es verbal bedrohen. Viele Eltern beabsichtigen, ihrem Kind mit Worten wehzutun, drohen etwa, das Kind wegzugeben.

Damit kann man ein Kind genauso verletzen wie mit Schlägen.
Das ist so. Wenn man das Kind ignoriert oder herabsetzt, über längere Zeit, dann ist das sehr grob und verletzend. Kleine Kinder können damit nicht umgehen und verstehen nicht, weshalb es passiert.

Kinderschutz Schweiz setzt auf die Selbstwirksamkeit der Kinder. Sie sollen ihren Eltern Tipps geben, wie sie sich beruhigen können. Was halten Sie von dieser Idee?
Ich glaube, das ist schwierig umzusetzen. Ein Streit ist für beide Parteien eine schwierige Situation, und solche gut gemeinten Ratschläge wie «Papi, trink ein Glas Wasser» können Eltern in den falschen Hals geraten. Bei einem Streit geht alles sehr schnell, es ist auch fraglich, ob Kinder da reagieren können. Das ist sehr anspruchsvoll.

Wie reagieren Kinder, die in der Erziehung Gewalt erleben?
Pauschal sind es drei Kategorien. Es gibt Kinder, die zurückschlagen, beissen, kratzen. Andere gehen Konfliktsituationen oder ihren Eltern aus dem Weg und ziehen sich zurück. Manche Kinder leugnen auch, was ihnen passiert ist.

Welche Tipps geben Sie Eltern, die fürchten, die Beherrschung zu verlieren?
Der Tipp ist eigentlich banal, aber effektiv: Man sollte sich aus einer Konfliktsituation entfernen. Eine räumliche Trennung kann schon viel bewirken: Eltern wie auch Kinder haben Zeit, sich zu beruhigen und sich zu sammeln.

Gibt es aus Ihrer Sicht Fälle, wo Körperstrafen in der Erziehung berechtigt sind?
Es gibt keine Berechtigung für Körperstrafen, aus zwei Gründen. Einerseits sind sie gesetzlich verboten. Andererseits nutzt sich der Effekt einer Strafe sehr schnell ab. Körperstrafen sind nicht nur aus moralischen Gründen falsch, sie «lohnen» sich schlicht und einfach nicht.

Was soll man tun, wenn man den Verdacht hat, dass ein Kind misshandelt wird?
Man sollte dem Verdacht nachgehen und das Kind erzählen lassen. Nicht alle Fälle erhärten sich. Manche stellen sich als Übertreibung oder Dramatisierung heraus. Nur in den seltensten Fällen sind es reine Erfindungen. (aargauerzeitung.ch)

Immer mehr Jugendliche erhalten sexuelle Avancen im Netz

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • E-Smoking 21.11.2018 14:37
    Highlight Highlight Meine Tochter ist gestern 18 Jahre alt geworden - ohne einen Schlag. Stellt euch vor, sie hat die Schule erfolgreich absolviert, ist im zweiten Lehrjahr in der Ausbildung.... so von wegen hat noch nie jemandem geschadet?! Gehts so, ich mag mich noch an viele Schläge meines Vaters erinnern... einen Schaden hab ich nicht davon getragen... aber er, weil er mir egal ist.

    Lustige Situation vor ca. 6 Jahren. Ich zu meiner Tochter: Hey gahts, wenn da machsch denn flätterii der eis.... Sie: Lacht laut raus: Papi, das würdsch nie mache.... mussten dann beide lachen.
  • Follower 21.11.2018 13:32
    Highlight Highlight Wenn, wie der Titel sagt, 50 % der Eltern mit Gewalt bestraft und überfordert ist, was macht denn unsere Gesellschaft, um zu unterstützen? Einfach verbal auf überforderte Eltern einzuprügeln oder sie zu „überwachen“ ist wohl nicht zielführend... Man bedenke, dass in letzter Zeit immer mehr Steuern gespart werden und auch in der Bildung fehlen.
  • Mélisande 21.11.2018 13:09
    Highlight Highlight Für mich spricht aus dem Text die Ohnmacht und Ueberbelastung vieler Eltern. Früher waren noch andere Verwandte da, die miterzogen und die Eltern entlasten konnten. Heute lastet die ganze Erziehungsarbeit auf der Mutter und dem Vater.
    Ich bin strikt gegen jegliche Gewalt gegen Kinder. Seit ich selber 2 kleine habe, kann ich aber verstehen, wie häufig man als Eltern an seine eigenen nervlichen Grenzen kommt (wochenlanger Schlafentzug lässt grüssen).
    Räumliche Distanz nutzt bei einem 2.5-jährigen Kind gar nichts. Es folgt mir und poltert an die geschlossene Tür, wird nur noch wütender.
    • Garp 21.11.2018 22:41
      Highlight Highlight Früher wurde noch viel mehr geprügelt. Das ist ein doofes Argument. Darum wird auch heute noch geschlagen, weil es lange Tradition hat. Es zeigt unsere Schwächen als Erwachsene, schwächere zu schlagen.
  • piatnik 21.11.2018 12:35
    Highlight Highlight ach immer dieses wischi-waschi getue...
    habe selber 2 kinder und zwischendurch gibts halt mal eins hinter die ohren. erziehung besteht nicht aus "schön" reden und " er meint es ja nicht so" usw. erziehung bedeutet seine kinder aufs erwachsenen leben und selbständigkeit vorzubereiten.
    • Garp 21.11.2018 22:44
      Highlight Highlight Bist ein ganz toller Hecht, schwache Kinder zu schlagen, die sich nicht wehren können und dürfen. Erwachsene setzen sich also durch indem sie zuschlagen. Da lernen Deine Kinder wirklich viel von Dir!
    • amRhein 22.11.2018 11:11
      Highlight Highlight Inwiefern helfen Schläge bei der Vorbereitung aufs Erwachsenenleben und die Selbstständigkeit?
    • hannaaa 22.11.2018 14:12
      Highlight Highlight Deine Kinder können einem leid tun. Schwächere emotional sowie physisch zu verletzen, geht gar nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • John Henry Eden 21.11.2018 12:32
    Highlight Highlight Juden und Muslime verstümmeln ihre männlichen Kinder.

    Streng religiöse Eltern erziehen ihren Nachwuchs mit manipulativer Psychotechnik (Gehirnwäsche) und somit einer Foltermethode nach UNO-Antifolterkonvention.

    Bevor man den Füdliklaps verbieten will, sollte man den Fokus auf die erlaubte bzw. gar rechtlich geschützte Kindesmisshandlung richten.



    • Garp 21.11.2018 22:47
      Highlight Highlight Oh, dachte schon, dass da noch einer seine Fremdenfeindlichkeit einbringt. Wenn Du Dein Kind liebst, verzichtest Du auf Schläge, sonst sind dir fremde Kinder eh scheissegal, wenn Du ehrlich bist.
    • Mutzli 22.11.2018 14:44
      Highlight Highlight @j.h.eden

      2edgy4me

      In den USA ist Beschneidung übrigens auch gang und gäbe (sorry, “verstümmelung“) und das sind nicht mal schröckliche nicht-christen. Sonst noch was, was sie sich vom herzen whataboutieren möchten?
  • Urs457 21.11.2018 12:30
    Highlight Highlight Für alles braucht es eine Prüfung, einen Fähigkeitsausweis, ein Attest, einen Nachweis... Aber Eltern werden dürfen alle! Und wenn man es nicht schafft, hilft ja die Gesellschaft, den Schaden zu kitten.
  • PopFromTheBarbershop 21.11.2018 12:00
    Highlight Highlight Meine Schwester und ich wurden immer wieder mit Gewalt gezüchtigt. Im allgemeinen war Bestrafung das einzige didaktische Mittel dass meine Eltern kannten. Lustigerweise könnten meine Schwester und ich nicht verschiedener sein: ich bin sehr schweigsam, scheu, introvertiert und habe Mühe mich zur wehr zu setzen. Meine Schwester stielt öfters mal zuhause, war schon in Schlägereien verwickelt, hat eine „riesen Schnörre“. Man kann aber durchause sagen wir haben beide einen „Eggen ab“. Die Erziehung ist da wohl mindestens mitschuldig.
  • läck bobby 21.11.2018 11:29
    Highlight Highlight also ganz ehrlich, der mit räumliche Trennung und sich kurz entfernen, klappt auch nicht bei allen Kindern. Ich kenne Kinder, die diese Situation gleich ausnutzen und den nächsten Unfug treiben...wie reagiert man da richtig? irgendwann sieht man seine Kinder nicht mehr vor lauter räumlicher Trennung...;)
    • Garp 21.11.2018 22:56
      Highlight Highlight Wenn sich Eltern immer sofort entfernen, sobald es schwierig wird und gleich auf 180 sind, dann ist es klar sind die Kinder auch so. Du sollst mit dem Dich entfernen auch nicht das Kind beruhigen, sondern Dich, manche kapieren das nicht.
  • Bronko 21.11.2018 11:26
    Highlight Highlight Gewalt ist ein gesellschaftlich strukturelles Problem. Und es beginnt bei der Ohrfeige oder sonstigen eventuell minimalen Gewaltanwendungen bei Kindern. Die unterschwellige Botschaft bleibt die gleiche, ob grosse oder kleine "Züchtigung": Der Stärkere hat die Macht und ihm stehen folglich gewisse Mittel zu, es wird als Legitimation aufgefasst... Nicht gut.
    Das Problem: Viele Leute sind nicht konfliktfähig oder -erprobt und wissen nicht, was eine klare und ehrliche Kommunikation jenseits des Machtgefälles bedeutet. Auch mit Kindern.
  • Medizinerli 21.11.2018 11:20
    Highlight Highlight Ich sehe/höre das Problem bei meiner Nachbarin. Sie ist total überfordert mit ihren zwei Jungs, sie ist Dank ihrem Geschrei ist in der ganzen Nachbarschaft bekannt. Klar können Kinder einem den letzen Nerv rauben, aber wieso nicht aus dem Zimmer gehen und Frust loslassen (wie auch immer, Schoggi essen, bis 10 zählen) und danach mit dem Kind sprechen? Tagtägliches Gebrüll und Beleidigungen finde ich gegenüber dem Kind mindestens genauso schlimm wie körperliche Gewalt.
    • Garp 21.11.2018 23:00
      Highlight Highlight Vielleicht gehst Du mal vorbei, wenns wieder kracht und klingelst und fragst sie, ob Du die Kinder mal kurz übernehmen sollst.
  • Lara84 21.11.2018 11:04
    Highlight Highlight Gewalt ist keine Lösung! Ich bin mit ganz viel Gewalt aufgewachsen. Der Gürtel, der Stock und andere Möbel kamen stets in Einsatz. Alkohol machte meinen Vater zum Tier und das 40 Jahre lang, jeden Tag. Meine Mutter hatte angst und hat uns Kinder nie in Schutz genommen, aus Angst! Heute bin ich 34 J. alt, kann keine Nähe zulassen, habe leider keine Kinder, habe ein gestörtes Verhältnis zur Sexualität, bin asexuell. Ich bin nicht kriminell geworden, habe noch nie Alk getrunken weder Drogen.Auch war ich bei keinem Psychologen. Alles selbstverarbeitung. Bis heute habe ich keine Gewalt angewendet.
    • Mutzli 21.11.2018 12:29
      Highlight Highlight @Lara84 Wirklich nur auf die allerfreundlichste Art gemeint: Wenn Sie sagen sie seien nie in einem Therapiesetting gewesen, lohnt es sich sehr das zu probieren. Es ist sicher nicht einfach, aber auch geistige Wunden können generell besser heilen mit professioneller Hilfe. Solche Hilfe in Anspruch zu nehmen und zu akzeptieren wertet auch nicht die Selbstverarbeitung ab und ist, in meiner Erfahrung, immer ein sehr wertvoller Schritt.

      Egal ob Sie darauf eintreten oder nicht: Nur alles gute und viel Glück und Stärke beim Heilen!
    • dan2016 21.11.2018 13:17
      Highlight Highlight und was meinen die 8 Blitzer? er sollte Gewalt anwenden?
    • Anam.Cara 21.11.2018 13:44
      Highlight Highlight @Lara84: Danke für deinen sehr persönlichen Kommentar.
      Ich bin einige Jahre älter und habe auf meinem Selbstheilungsprozess erst kürzlich herausgefunden, dass die Wunden an meiner "Kinderseele" noch nicht ausgeheilt sind.
      Diesen Prozess hätte ich mit professioneller Hilfe wohl wesentlich schneller geschafft.

      Ob es eine Art von "Selbsthilfegruppen" für Menschen mit Gewalterlebnissen in der Kindheit gibt? Würden wir uns überhaupt trauen da hin zu gehen? Es ist ja auch nicht einfach, darüber zu sprechen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tilia 21.11.2018 11:00
    Highlight Highlight Ich stell mir eher die Frage warum denn immer zwingend Kinder gezeugt werden müssen. Noch immer ist man als kinderloses Paar stigmatisiert. Ich bin überzeugt, dass einige Paare nur Kinder kriegen weil sie denken die Gesellschaft, Natur oder was auch immer verlange das von ihnen. Vielen täte es gut das zu überdenken. Ich und mein Partner haben uns bewusst für ein kinderfreies Leben entschieden. Wie ich zu sagen pflege: man muss ja nicht jeden Blödsinn mitmachen nur weil mans biologisch könnte 😉
    • Linus Luchs 21.11.2018 11:54
      Highlight Highlight So wenig, wie kinderlose Paare stigmatisiert werden sollten, sollte man das Kinder-haben als Blödsinn bezeichnen. Wer Freiheit haben will, muss sie auch geben können.
    • Tilia 21.11.2018 13:05
      Highlight Highlight Wenn man sich zum zweitausendsten Mal für ein kinderfreies Leben rechtfertigen muss, was ich nebenbei gesagt ziemlich übergriffig finde, dann drückt der Zynismus manchmal durch. Deshalb auch der Zwinkersmiley...
    • dan2016 21.11.2018 13:20
      Highlight Highlight @Tilia. Und das musst Du jetzt bei jedem Artikel schreiben? Ja, es tut uns Leid, dass Du dich rechtfertigen musst. Und ich bin froh, dass Du daran arbeitest...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 21.11.2018 10:54
    Highlight Highlight Hört doch auf mit dieser Ich-Bezogenheit.

    "Meine Grossvater hat kein Gemüse und viel Wurst gegessen und wurde 95, also kanns ja nicht so ungesund sein!"

    "Mein Vater hat mich geohrfeigt und mir geht es heute gut."

    Etc Etc.

    Mag sein. Freut mich für euch, resp euren Grossvater.

    Fakt ist: Statistiken und die Wissenschaft kommen aber zu einem diametral anderen Ergebnis!
    Fangt an wissenschaftliche Erkenntnisse höher zu gewichten als eure vermeintlich eigenen Erfahrungen.

    Kinder zu ohrfeigen ist falsch: Ausnahmslos immer!

    Lieber Gruss!

    Jeder westliche Kinderpsychologe/Arzt mit Jg nach 1945
    • aglio e olio 21.11.2018 11:13
      Highlight Highlight Zumal ja niemand weiss wie alt Opa geworden wäre, wenn er sich anders ernährt hätte und wie es mir ginge wenn Vater mich nicht geohrfeigt hätte.
      :)
  • Genital Motors 21.11.2018 10:33
    Highlight Highlight Genial :D
    Play Icon
  • öpfeli 21.11.2018 10:19
    Highlight Highlight Alle die hier meinen "ein Klaps schadet nicht".
    Ich bekam immer wiedermal einen Klaps. Mich hats defintiv beeinflusst. Niemand hier kann mit Sicherheit wissen wie sich ein Kind fühlt und wie es etwas wahrnimmt. Zu sagen es schadet nicht, nur weil es einem selber nichts machte, ist anmassend.
    Kinder brauchen Struktur, keinen Gewalt. Man schlägt seinen Partner (im Normalfall) auch nicht wenn dieser frech ist, lügt, etwas kaputt macht,... Warum also das Kind?
    • 3,2,1... vorbei 21.11.2018 12:15
      Highlight Highlight Sehr guter Einwand mit dem Partner.
      Nur bringt einem das Kind öfters an seine Grenzen, als der Partner. (im Normalfall)

      Ein Schlag (wohin auch immer) ist schnell ausgeführt, jeder kann es und löst eine Reaktion aus. Somit glaube ich ist das ein Problem. Das ruhig bleiben, mit dem Kind hinsetzten und erklären, weshalb man das gerade nicht gut findet, ist viel anstrengender. Vor allem sind die Kinder meist im jungen Alter "lernressistenter" sprich man darf etwas immer wieder wiederholen.
      Das kann anstrengend sein. Meiner Meinung nach aber auch lohnenswert.
    • öpfeli 21.11.2018 13:37
      Highlight Highlight Ja klar, dennoch legitimiert dieser Fakt keine Gewalt.
      Aber ich bin bei dir, es ist ansträgend aber es lohnt sich.

      Ich hoffe meine (bis jetzt) 18 Blitzer haben keine Kinder.
  • Tornado Joe 21.11.2018 10:18
    Highlight Highlight Ich bin in folgender Situation. Mein Sohn (2) beisst gerne mal zu. Am liebsten Kinder die kleiner sind als er, er hat aber auch schon mich gebissen. Er macht es nie aus Wut sondern eher aus Freude. Er spielt, redet, umarmt... Und beisst dann zu. Wie machen wir ihm verständlich, das beissen in unserer Kulur nicht gern gesehen ist?

    P.s. wir schlagen unsere Kinder nicht.
    • öpfeli 21.11.2018 10:42
      Highlight Highlight Beissen ist eine Phase. Sehr unangenehm, aber mit 2 Jahren ist er noch zu jung um deine Worte wirklich zu begreiffen. Immer wieder erklären, irgendwann hörts auf.
    • Genital Motors 21.11.2018 11:36
      Highlight Highlight gib ihm ne Wurst.
    • Linus Luchs 21.11.2018 12:02
      Highlight Highlight Tornado Joe, ich denke, dein Sohn sollte fürs Beissen eine Konsequenz erfahren, die ihm nicht genehm ist. Keine Gewalt natürlich, aber zum Beispiel das Beenden der Tätigkeit, also ein Abbruch der Umarmung oder des gemeinsamen Spielens, verbunden mit der klaren Durchsage: "Nein, ich will nicht, dass du beisst. Beissen tut weh. Wenn du beisst, spiele ich nicht mit dir." Und ihn dann alleine lassen, auch wenn er "däubelet" oder weint.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antidope 21.11.2018 10:03
    Highlight Highlight Gewalt hat genau ein Ergebnis: Mehr Gewalt.
  • Muselbert Qrate 21.11.2018 09:50
    Highlight Highlight Na ja mein 7-Jähriger ging kürzlich in einem Sandkastenstreit ziemlich rabiat gegen sein Gspändli los. Da half nett zureden gerade wenig, schlagen noch weniger. Aber ein beherztes Packen am Arm, ihn zum Sandkasten herausholen und ihm klarmachen, dass das so nicht geht ist wichtig. Manchmal muss einem Kind relativ deutlich die Grenzen aufgezeigt werden. Ohne Gewalt aber konsequent!

    Ich erlebe leider umgekehrt zu viele Eltern die im gleichen Fall nicht reagieren sondern unbeteiligt ins Handy glotzen. Diese Kinder werden es schwer haben, AK‘s wie Mittermeyer sie nennen würde.

  • Madison Pierce 21.11.2018 09:40
    Highlight Highlight Ich sehe das nicht schwarz/weiss. Kleinkinder, die das Unrecht ihrer Taten zum Teil nicht einsehen (bzw. nicht einsehen können), darf man auf keinen Fall schlagen oder mit Liebesentzug bestrafen.

    Als älteres Kind habe ich einige wenige Schläge kassiert. Ich kann mich noch gut an die Situationen erinnern und jedes Mal war es gerechtfertigt. Rückblickend würde ich mein jüngeres Ich wohl wesentlich härter bestrafen für den Aufwand, den ich meinen sehr lieben Eltern mit meinem Unsinn gemacht habe.
    • Antidope 21.11.2018 10:05
      Highlight Highlight Tja du würdest jetz bereits zu härteren Masnahmen greifen. So dreht sich das Karussell munter weiter.
  • Triple 21.11.2018 09:33
    Highlight Highlight Räumliche Trennung funktioniert perfekt. Und sich nach einem Moment, wenn die Gemüter wieder runtergekommen sind, umarmen. Hat bei meinem Sohn und mir immer gefunzt.
    • ETH1995 21.11.2018 11:51
      Highlight Highlight Und wer räumt auf?
  • pluginbaby 21.11.2018 09:26
    Highlight Highlight Viele Eltern sind in der Erziehung zu Weg konsequent. Wenn man die ersten 4 Jahre meint man müsse dem Kind keinerlei Regeln und Grenzen geben & sich dann wundert wieso das Kind mit 5 nicht mehr auf einen hört. Und ja, ich bin selber Vater.
  • der5913 21.11.2018 09:24
    Highlight Highlight Meine Mutter wurde als Kind, sowie ihre Geschwister, brutal auf physische sowie psychische Art misshandelt.

    Ihr ist bei mir ein einziges Mal die Hand ausgerutscht und das hat ihr viel mehr weh getan als mir.

    Ja, von „ab und zu einen Klaps“ bekommt man vielleicht keine Belastungsstörung o.ä., aber es geht doch ums Prinzip. Gewalt ist einfsch keine Lösung, damit bin ich aufgewachsen.

    Bis heute habe ich noch nie jemanden geschlagen und das hängt sicher mit der Erziehung zusammen, die ich erleben durfte.

    • Antidope 21.11.2018 10:07
      Highlight Highlight Besonders den letzten Abschnitt unterschreibe ich zu 100%.
    • Fly Baby 21.11.2018 11:51
      Highlight Highlight Ich wurde auch nie geschlagen oder misshandelt als Kind und ich habe auch noch nie jemanden geschlagen. Da stimme ich dir zu.
  • laco3 21.11.2018 09:21
    Highlight Highlight "Die Ohrfeige im richtigen Moment hat noch keinem geschadet", ich würde meinen Partner auf der Stelle verlassen, würde er nur die Hand gegen mich aufziehen. Da dies respektlos und unfair ist, obwohl wir beide erwachsen sind und EHER auf derselben Liga sind. Wieso sollte ich es dann bei meinem Kind tun? Ein Kind das viel kleiner, verletzlicher und schwächer ist? Ich denke, da gäbe es andere Erziehungsmethoden.

  • DERSCHLECHTESTESCHLECHTMENSCH 21.11.2018 09:17
    Highlight Highlight Gewalt ist nie eine Lösung, erst recht nicht bei der Kindererziehung.
  • Waldorf 21.11.2018 09:10
    Highlight Highlight Nachdem ich meinem Unmut über die befürchteten "Ein Klapps hat noch niemandem geschadet" - Kommentare nicht auf zynische Weise zum Ausdruck bringen durfte, hier noch ein ernster Kommentar: Nein, nein, und nochmals nein! Es gibt keine Rechtfertigung für Gewalt an Kindern! Und für diejenigen unter euch, welche mal eins kassiert haben und dies gut verkraftet haben: nein, das ist kein Blankoscheck dies bei euren Kindern auch so zu machen, denn niemand garantiert euch, dass es bei ihnen nicht doch schadet. Im mildesten Fall ist die Beziehung nachhaltig belastet. Im schlimmsten Fall...ach denkt nach
  • D0n_08scur0 21.11.2018 09:09
    Highlight Highlight Nun ja, die Gesellschaft wird auch immer verweichlichter, was früher eine Ohrfeige war, ist jetzt brachiale Gewalt und ein Klaps aufs Füdli ist heute sexuelle Belästigung. Also ich kenne fast niemanden, der nach einem kolossalen GAU nicht einmal körperlich gezüchtigt wurde und so schlecht sind die alle nicht rausgekommen. Meist viel angenehmer im Umgang als die antiautoritär erzogenen Millenial-Waschlappen. Allerdings muss man natürlich eine klare Linie ziehen, soviel ist klar.
    • Antidope 21.11.2018 10:09
      Highlight Highlight Ein Klappt’s aufs Füdli IST sexuelle Belästigung. Frag mal deine Schwester.
    • Waldorf 21.11.2018 10:31
      Highlight Highlight Und jetzt Frag dich mal, warum es (nachweislich) weniger gewalttätige Auseinandersetzungen gibt als zu früheren Zeiten. Hmmm...könnte es an der verweichlichten Gesellschaft liegen? Oder wünschst du dir eher die Willhelminische Denkkultur zurück?
    • aglio e olio 21.11.2018 11:24
      Highlight Highlight Demnach ist es ok wenn ich dir eine gebe wenn du dich daneben benimmst?
      Würdest du dies akzeptieren? Oder wärst du doch eher "verweichlicht" und würdest dich gegen diese Methodik wehren?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Siriem 21.11.2018 09:07
    Highlight Highlight Ich bin selbst in dieser Situation: drei Kleinkinder, gelegentlich komplett überfordert und zu grob. Verharmlosungen à la "hat noch keinem geschadet" bringen mir nichts, höre ich leider aber auch aus dem Umfeld. Viel mehr bringen mir Tipps & Unterstützung. Was mir bis jetzt geholfen hat:
    Ursachen suchen & beheben (Schlafmangel, zu hohe Selbstansprüche usw)
    Das Kind aus der Distanz sehen, es ist klein & schwach. Im Konflikt erscheint es absurderweise stärker als man selbst.
    Und wenn es doch passiert: entschuldigen, darüber reden & danach die Situation für mich selbst reflektieren.
    • Timea Faragó 21.11.2018 10:30
      Highlight Highlight Unsere Kinder sind eine lebende und denkende Induvidum. Zwar alle. Egal wie klein oder gross die sind. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass jede reaktion von ihnen ist eine Reaktion auf meine Verhalten auch. Mir hat reden geholfen. Die ominöse Frage was ich gestellt habe zwar für meine Tochter: Was mache ich falsch? Und sie hat mir gesagt was ich nach ihre Meinung falsch mache. Aber wie gesagt jeder ist anders. Es gibt keine einheitliche Rat.
    • Siriem 21.11.2018 11:37
      Highlight Highlight Kann ich mal probieren. Die "Grosse" ist noch nicht mal 3, aber man kann doch schon über das eine oder andere reden.
  • Denverclan 21.11.2018 08:55
    Highlight Highlight Liebe, Konsequenz und vor allem Zeit sind wohl die wichtigsten Argumente für eine gewaltfreie Erziehung (Begleitung). Kinder sind keine Maschinen die man auf Knopfdruck „abstellen“ kann. Sie sind eine riesige Herausforderung und mit viel Humor lassen sich ebenfalls Probleme lösen. Wenn wir unsere Kinder ernst nehmen, ist sehr viel gewonnen....aber „verlieren“ gehört auch zum Eltern sein. Der Alltag und die beruflichen Stresssituationen fördern den friedlichen Umgang mit den Kitz natürlich auch nicht. Darum sind Erholungpausen sehr wichtig, der Tank sollte nie leer sein. Kinder sind grossartig.
    • Murky 21.11.2018 09:13
      Highlight Highlight Sie sind grossartig und unglaublich anstrengend. Wichtig ist die Liebe und das Reden. Ja, ich kann auch ausrasten. Ich schlage nicht, aber auch wenn ich sie mal etwas härter anpacke habe ich ein schlechtes Gewissen. Es nützt aber immer wenn man die Situation erklärt und sich entschuldigt. Das mache ich immer, wenn sich die Situation entspannt hat. Reden. Liebe zeigen.
      Der Gradmesser ist aus meiner Sicht auch ob das Kind Gewalt als Lösung ansieht. Das tun meine nur im Notfall, weil das auch bei mir nicht zum Repertoire gehört. Obwohl es manchmal auch ruppiger zu und her geht.
    • sottosopra 21.11.2018 10:05
      Highlight Highlight Unglaublich anstrengend können Kinder manchmal wirklich sein. Aber wenn man den Alltag rückblickend etwas reflektierend betrachtet, dann wird schnell ersichtlich, wie unsere Kinder in 95% der Fälle mit uns Eltern kooperieren. Die restlichen 5% gilt es irgendwie auszuhalten und sich nicht in unnötige Machtkämpfe einzulassen (einfacher gesagt als getan). Zeit und Humor sind gute Faktoren, um Krisensituationen durchzustehen. Auch wichtig: die eigene Gesundheit (d.h. Möglichkeiten zur Erholung und Entspannung).
    • Peschamel 21.11.2018 10:52
      Highlight Highlight Merci, Denverclan, total schön gesagt :)
  • Klirrfactor 21.11.2018 08:53
    Highlight Highlight Unser Vater hat uns nie eine Ohrfeige gegeben. Grund dafür war eine Lehrerin als er in die Primarschule ging. Die Lehrerin hatte anscheinend eine so lockere Hand, dass die Schüler bei einer Ohrfeige, regelrecht Sterne um ihren Kopf sahen (ähnlich wie in Trickfilmen).

    Aber trotzdem gabs mal eine auf den Arsch geklatscht.

    Heute bin ich selber Vater. Der Junge ist erst zwei Jahre alt. Er testet soeben seine Grenzen und das braucht Geduld - viel. Aber genauso "hilft" er bereits im Haushalt mit, halt auf seine Weise.
  • Clife 21.11.2018 08:48
    Highlight Highlight Nach dem Grundsatz vieler Kommentare (Ein Schlag auf den Po, eine Schelle etc. hat noch nie jemandem geschadet) würde ich mal sagen, dass diese Personen ja auch nichts dagegen hätten, wenn man sie jetzt noch schlagen würde. Tatsächlich aber, wenn der SVP-Mann Ulrich Giezennader jetzt eine Schelle erhalten würde, hätte man schneller eine Klage auf Körperverletzung am Hals, als man seine Eltern um Hilfe bitten würde. Aber Hauptsache eben diese Herrschaften nutzen das Unwissen der Kinder aus, dass sie niemals selber klagen würden...
  • bokl 21.11.2018 08:45
    Highlight Highlight Die Kampagne ist ja nett, aber einfach zu kurz gedacht.

    Bleiben wir beim Beispiel Spaghetti-Levin. Die Mutter trinkt wie vorgeschlagen ein Glas Wasser. Spaghetti-Levin weigert sich aber weiterhin die Küche aufzuräumen. Mutter trinkt ein Glas Wasser, Spaghetti-Levin weigert sich Küche aufzuräumen, Mutter trinkt ...
    • nenjin 21.11.2018 09:36
      Highlight Highlight Da verstehst du etwas falsch. Es geht nicht um das Glas Wasser sondern darum, eine Affekthandlung zu verhindern. Mit ein bisschen Abstand betrachtet sind Situationen oft nicht mehr so schlimm und man findet gemeinsam eine bessere Lösung als eine Ohrfeige. Deshalb auch das auf 10 Zählen.
  • Schubidubidubid 21.11.2018 08:43
    Highlight Highlight ".. hat noch niemandem geschadet". Echt jetzt?

    Noch schlimmer: "Meine Mutter hat das auch gemacht, und mir geht's gut." Ja, ich gratuliere dir!

    https://www.beobachter.ch/administrativ-versorgte/remo-largo-wer-uberfordert-ist-schlagt-irgendwann-zu
  • Bruno S. 88 21.11.2018 08:39
    Highlight Highlight Harte Strafen bringen auch im Erwachsenenalter nicht viel, Geschweige denn bei Kindern!
    Wer das Gegenteil behauptet, soll doch bitte erklären warum Erwachsene schwere Straftaten begehen trotz Todesstrafe?
  • Urs-77 21.11.2018 08:38
    Highlight Highlight Genau so wie ich meinen Hund schlage, schlage ich auch Kinder. Nämlich gar nicht.

    Die Erziehung eines Hundes und eines Kindes ist natürlich nicht das selbe.
    Die Parallele ist jedoch dass Liebe und Vertrauen eine stabile und funktionierende Beziehung hervorbringt.

    Ob jetzt die Klapse und Ohrfeigen, welche wir als Kinder kassiert haben, geschadet haben oder nicht ist absolut irrelevant.
    • Siriem 21.11.2018 11:02
      Highlight Highlight Die Parallele zu ziehen, finde ich interessant. Wenn ich so darüber nachdenke, habe ich das Gefühl, in unserer Gesellschaft ist es fast mehr akzeptiert, Kinder zu schlagen, als Hunde...
  • Matti_St 21.11.2018 08:33
    Highlight Highlight Grundsätzlich, ich heiße keine Gewalt gut.

    Trotzdem kommt mir bei Erziehungsratgeber immer wieder der Gedanke, wenn mal die Hand ausrutscht wird weiss Gott was mit dem Kind passieren. Also müsste bis zu meiner Generation die Hälfte kriminell, drogensüchtig oder irgendwas sein.

    Ich glaube auch ein Kind kann unterscheiden zwischen, jetzt habe ich eine Grenze überschritten und ungerechtfertigt.

    Übrigens, Herr Wopmann ist ein ausgezeichneter Arzt.
    • Fly Boy Tschoko 21.11.2018 08:49
      Highlight Highlight Es kann ja sein, dass mal die Hand ausrutscht, es geht ja auch nicht darum die Eltern dafür zu verurteilen (solange es wirklich nur ein Ausrutscher war. Vielmehr ist es wichtig sich ein Repetoir anzueignen welches ohne Gewalt auskommt. Oder Strategien zu entwickeln wie man ruhig bleiben kann.
    • öpfeli 21.11.2018 09:00
      Highlight Highlight Das kommt aufs Alter an.
      Kleinkinder handeln manchmal aus Gründen, die für sie logisch sind, für uns aber nicht. Deswegen verstehen sie es nicht immer.
    • Murky 21.11.2018 09:20
      Highlight Highlight Genau. Darum dass Schlagen eben kein Erziehungsmittel ist. Sondern wenn dann die höchste Stufe der Eskalation. Ich packe den Einen halt auch mal und stelle ihn ins Kinderzimmer, wenn der zweite brav alles aufräumt.
      Das Ganze ist ja ein Gesamtpaket. Ich liebe meine Jungs und lasse sie das jeden Tag spüren. Wir lachen viel und erleben Abenteuer wenn immer ich Zeit habe. Ja, manchmal knallt es auch, wenn sie sich halt unfair verhalten oder trotz Erklärung und mehreren Anläufen nicht folgen. Problematisch ist es dann, wenn man sich sonst distanziert und nur bei Eskalation in Erscheinung tritt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Real John Doe 21.11.2018 08:27
    Highlight Highlight Meine Mum hat uns früher mit "dä Chelle" auf den Hintern gegeben. Ich hatte damals wie heute keine Belastungsstörung deswegen, wusste aber beim nächsten Seich aushecken was mir blüht und habe es mir dann zweimal überlegt.
    • loquito 21.11.2018 08:40
      Highlight Highlight Jea!!! Angst und Gewalt als Problemlösung... Ist super, warum sollten wir es denn als erwachsene anders machen wenn es so gut funktioniert?
    • Schubidubidubid 21.11.2018 10:28
      Highlight Highlight Dieses Argument ist dermassen absurd, kaum zu glauben, dass du das ernst meinst.
  • banda69 21.11.2018 08:17
    Highlight Highlight Und die SVP so.

    "Wenn es Eltern verboten ist, ihrem Kind eine Ohrfeige zu verpassen, fehlt ein notwendiges Instrument, um die Erziehungspflicht wahrnehmen zu können." Kevin Grangier, Generalsekretär der SVP Waadt.

    https://www.blick.ch/news/politik/wahlkampf-brutal-svp-will-kinder-schlagen-id5027950.html

    "Ein Klaps auf den Po, hat noch keinem geschadet." Ulrich Giezendanner, SVP Nationalrat

    https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/svp-giezendanner-ueber-zuechtigung-ihr-koennt-das-per-gesetz-verbieten-gemacht-wird-es-sowieso-131923071
    • cheko 21.11.2018 08:32
      Highlight Highlight Solche Aussagen können ja nur von SVP Politiker kommen.. "Nicht reden.. handeln!" Wenns sein muss auch mit der Faust...
  • JackTheStripper 21.11.2018 08:11
    Highlight Highlight Ein Klaps auf den Po hat noch nie jemandem geschadet, oder sehe ich das falsch?
    • DERSCHLECHTESTESCHLECHTMENSCH 21.11.2018 08:18
      Highlight Highlight Bringt man seinem Kind von klein auf bei, was Respekt vor anderen Menschen bedeutet, ist Gewalt nicht nötig. Dies wird erst notwendig, nachdem man den Erziehungsauftrag verschlafen hat. Aber eben, Kinder sind schnell gemacht.
    • Kreasty 21.11.2018 08:30
      Highlight Highlight Da finde ich die Stille Treppe verstörender.

      Ich habs überlebt und auch das ein oder andere mal kassiert :) Solange es ein Klaps ist und man nicht mit einem Gürtel hinterher rennt, ist noch keiner dran gestorben.
    • loquito 21.11.2018 08:37
      Highlight Highlight Sagt der Empfänger vom Klaps auf den Po und Reproduzent von Gewalt. Also scheint es doch zu schaden. Oder schlägst du deinen Chef wenm er dich aufregt? Warum damn ein Kind, welches wehrlos ist? Erbärmlich, feige und ein Zeichen eigener Probleme und nicht des Kindes
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kronrod 21.11.2018 08:07
    Highlight Highlight Das gilt übrigens auch bei Tieren: Belohnung für das richtige Verhalten ist viel effektiver als Bestrafung für das falsche Verhalten.
    • Schluch 21.11.2018 08:20
      Highlight Highlight Gilt übrigens auch bei Eltern
    • bokl 21.11.2018 08:36
      Highlight Highlight Yeahh. Richten wir unsere Kinder wie Labormäuse ab ...
    • Murky 21.11.2018 09:27
      Highlight Highlight Ja, ein guter Trick. Welcher aber nicht immer geht. Denn die Kinder haben leider auch einen eigenen Kopf, eigene Strategien und Pläne und sind nicht so "dumm" wie Tiere.
      Leider sind jedenfalls unsere sehr schlagfertig. "Nei, es git kei Sirup zum Znacht." "Aber Papa, ich tuen ja nachane eh Zähbutze?" "Ähm..."

      Trotzdem habe ich mir angeeignet eben immer mit Ja zu antworten. Zum Beispiel in dem Fall "Ja, morn zum Zmittag gits wieder en Sirup, isch guet?". Hilft manchmal auch nicht, aber hey, thats life ;-) Hat natürlich noch lange nichts mit Gewalt zu tun sondern eher mit den kleinen Tricks.
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  • Olmabrotwurst 21.11.2018 08:03
    Highlight Highlight Ein Satz heisser Ohren hat noch niemanden geschadet, aber physische Züchtigung auf dauer ist wirklich keine Lösung.
    • Gähn 21.11.2018 09:00
      Highlight Highlight Trommelfellriss, Gehirnblutungen und noch viele schöne weitere Schäden kann eine Ohrfeige nach sich ziehen.
      So von wegen "noch niemandem geschadet".
    • Dragonlord 21.11.2018 10:00
      Highlight Highlight Du hast Deinen Nicknamen falsch geschrieben: Er sollte "Omabrotwurst" heissen.
      Nur weils Dir offenbar nicht geschadet hat, muss es nicht bei allen Kindern so sein. Mir hat es geschadet.
      Alle, die sowas rauslassen, haben keine Empathie oder sich nicht wirklich mit diesem Thema auseinander gesetzt.
    • Olmabrotwurst 21.11.2018 10:12
      Highlight Highlight Wir müssen ja nicht gleich beleidigend werden oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Caturix 21.11.2018 08:01
    Highlight Highlight Macht es wie in Frankreich, da werden wir auch bald solche Jugendliche haben.
    • Fly Baby 21.11.2018 09:35
      Highlight Highlight Wie machen es denn die Franzosen? Ich lebe in Frankreich und die Kinder meiner Freunde sind Ganz normale Kinder und Jugendliche.
  • trueteller 21.11.2018 07:52
    Highlight Highlight eine Ohrfeige im richtigen Moment hat noch nie geschadet. Hat meine Mama auch gemacht trotzdem hab ich sie lieb und sie war eine gute Mutter
    • EvilBetty 21.11.2018 08:19
      Highlight Highlight Also darf dir dein Chef das nächste mal auch eine klatschen wenn du zu spät zur Arbeit kommst? Hat ja noch nie geschadet.
    • So en Ueli 21.11.2018 08:32
      Highlight Highlight Mutter und Chef sind da schon zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Dieser Vergleich hinkt gewaltig. Die Mutter handelt aus Liebe, während der Chef aus Wirtschaftlichkeit handelt.
    • Xonco 21.11.2018 08:41
      Highlight Highlight Evilbetty,

      Wieso kommentierst du überhaupt? Du vergleichst ganz klar, öpfel mit bire,

      Hauptsache du hast was gesagt gell?
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