DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Wer im Unterricht fehlt und stattdessen streikt, muss an einigen Schulen mit Konsequenzen rechnen.  bild: twitter/christainwilln1

Diese Strafen kassieren Schüler für den Klimastreik – und so reagiert das Netz

In Payerne (VD) erhielten Gymi-Schüler die Note 1 für eine verpasste Mathematikprüfung. Sie streikten stattdessen für das Klima. Auch in St.Gallen müssen streikende Schüler mit einer unbewilligten Absenz rechnen. 



Immer mehr Schüler in der Schweiz nehmen an den wöchentlichen Klimastreiks teil. Mitte Januar meldeten die Organisatoren bereits 20'000 Schüler, die schweizweit streikten. So auch einige Westschweizer Schüler eines Gymnasiums in Payerne (VD). Anstatt eine Mathematik-Prüfung zu schreiben, setzten sich die Gymi-Schüler lieber für das Klima ein. Und kassierten dafür prompt die Note 1, wie «20 Minutes» berichtete. 

Thierry Maire, der Rektor der betroffenen Schule, verteidigt das Vorgehen. Es handle sich dabei nicht um eine Bestrafung, sondern um das normale Vorgehen. Hätten die Schüler um eine Beurlaubung gebeten, wäre der Fall anders gelöst worden, so Maire. 

Unbewilligte Absenz in St.Gallen, bewilligter Streik in Trogen

Auch in der Deutschschweiz mussten sich zahlreiche Schulleitungen bereits mit den streikenden Schülern beschäftigen. Die Kantonsschule Trogen bewilligt eine Streikteilnahme pro Monat. Ausgehandelt wurde diese Regelung zusammen mit der Schülerorganisation, berichtet «FM1Today». «Bedingung ist ein individuelles, reguläres, vorgängig eingereichtes und begründetes Urlaubsgesuch zuhanden der Prorektorate», heisst es im Informationsschreiben, das die Schüler erhielten.

Im Kanton St.Gallen ist man weniger kulant. Das Bildungsdepartement hat sich zusammen mit den Schulen dazu entschieden, unentschuldigte Absenzen für streikende Schüler einzutragen. Gemäss Tina Cassidy, Leiterin des Amtes für Mittelschulen, spiele der Grund des Streiks keine Rolle. «Wir bewerten den Grund des Streikes nicht. Auch bei anderen Themen würden wir keine Streiks tolerieren», so Cassidy gegenüber dem Radiosender. 

Und so reagiert das Netz

Die Reaktionen auf die unterschiedlichen Handhabungen folgten prompt. Der Jungpolitiker Dimitri Rougy kritisierte die Reaktion der Westschweizer Schule auf Twitter scharf. «Der Rektor sollte mitstreiken, statt bestrafen», schrieb er auf Twitter. 

Es gibt jedoch auch sehr viele kritische Stimmen. Das Fehlen sei zwar löblich, spiele aber keine Rolle, schreibt Twitter-User Elias Meier. Einige User fragen sich auch, ob die Schüler tatsächlich die Schule wegen des Klima schwänzten und nicht etwa wegen der bevorstehenden Mathe-Prüfung.

Sollen die streikenden Schüler bestraft werden?

(ohe)

Schneesturm in Bad Ragaz

Das könnte dich auch interessieren:

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Food Waste so schlimm wie Fliegen und ÖV soll Taxis anbieten – die Sonntagspresse

Ein Drittel aller in der Schweiz gekauften ­Lebensmittel landet nicht auf dem Teller – sondern im Abfall. Obwohl gemäss Uno weltweit 821 Millionen Menschen Hunger leiden, also jeder neunte nicht genug zu essen hat. Weggeworfene, eigentlich essbare Nahrungsmittel, international mit dem Begriff «Food Waste» bezeichnet, sind aber nicht nur moralisch anstössig. Sie tragen auch erheblich zum CO2-Ausstoss bei – und mithin zum Klimawandel, wie eine neue Studie der ETH im Auftrag des …

Artikel lesen
Link zum Artikel