Schweiz
Klima

Klimajugend jubelt über Erfolg in Basel

Zwei Demonstranten halten Tafeln mit der Aufschrift "Revolution" und "Klima Desaster", wahrend des Demonstrationsumzug am Dienstag, 1. Mai 2018, am Tag der Arbeit. (KEYSTONE/Georgi ...
Die erste Forderung der Klimajugend ist erreicht - zumindest in Basel. Dort hat der Grosse Rat am Mittwoch per Resolution den Klimanotstand ausgerufen. Bild: KEYSTONE

«Die Stimmung ist grossartig» – so jubelt die Klimajugend über Erfolg in Basel

Als erste Schweizer Stadt ruft Basel den Klimanotstand aus. Der Grosse Rat hat am Mittwoch eine von der Klimastreik-Bewegung angeregte Resolution dafür klar gutgeheissen. Die Initianten der Resolution jubeln.
20.02.2019, 19:3220.02.2019, 19:41

«Die Stimmung ist grossartig. Wir sitzen gerade am Rhein, geniessen das letzte Sonnenlicht und feiern den ersten Erfolg», so Philippe Kramer gegenüber watson. Kramer und seine Klima-Mitstreiter haben es geschafft. Ihre Resolution, die den Basler Gross Rat aufforderte, den Klimanotstand auszurufen, wurde am Mittwoch mit klarer Mehrheit angenommen.

Die Resolution verweist auf die Grossdemonstration vom 2. Februar, die auch in Basel Jung und Alt auf die Strasse getrieben hat mit dem Anliegen, dem Klimaschutz mehr Gewicht zugeben. Die organisierenden Schüler und Studenten hatten Parlament und Regierung zu konsequentem Handeln gegen die befürchtete Klimakatastrophe aufgefordert.

«Jetzt ist es an uns, den Politikern genau auf die Finger zu schauen und zu überprüfen, ob die Klimaerwärmung tatsächlich mit der nötigen Priorität und Seriosität bekämpft wird.»
Philippe Kramer

Kramer, der bei dem Verfassen der Resolution dabei war, erinnert sich: «Wir haben bis tief in die Nacht daran gearbeitet und das Schreiben anschliessend an alle Grossräte verschickt.» Es sei sehr unüblich, dass eine Resolution von aussen auf so viel Anklang im Rat stosse, so der Schüler. «Wir sind extrem stolz, dass es geklappt hat und wir unsere erste Forderung umsetzen konnten.»

Für die Überweisung sprachen sich die meisten Grossrats-Fraktionen ausser der SVP aus, wenn auch nicht alle gleich begeistert. Nach Lob für's Engagement hielten LDP und FDP fest, eine Resolution sei für niemanden bindend. Beide wollten sich darum nicht lange mit dem Wortlaut aufhalten. Taten statt Worte seien gefragt, mahnte die LDP.

Trotz des ersten Etappenerfolgs, gibt es für Kramer und seine Mitstreiter kein Zurücklehnen. Das Ausrufen des Klimanotstandes sei eine symbolische Handlung des Grossen Rates gewesen, so Kramer. «Jetzt ist es an uns, den Politikern genau auf die Finger zu schauen und zu überprüfen, ob die Klimaerwärmung tatsächlich mit der nötigen Priorität und Seriosität bekämpft wird.»

In einem nächsten Schritt seien die restlichen Schweizer Städte dran. «Wir hoffen auf den Domino-Effekt», so Kramer.

mit Material von sda

Diese Schüler erklären, wieso sie streiken

Video: watson/Chantal Stäubli, Emily Engkent

Klimademo der Jungen (und auch der Alten)

1 / 19
Klimademo der Jungen (und auch der Alten)
In 13 Schweizer Städten haben am Samstag neben Tausenden Schülerinnen und Schülern auch ihre Eltern, Grosseltern und andere Sympathisanten für einen besseren Klimaschutz und die Ausrufung des Klima-Notstands demonstriert.
quelle: epa/keystone / laurent gillieron
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
82 Schafe stürzen in Graubünden über Felshang in den Tod
Am 11. September entdeckte eine Hirtin in der Val Russein in Graubünden unterhalb eines Felshanges zahlreiche tote Schafe. Dort lagen die Tiere wahrscheinlich bereits zwei Tage. Dichter Nebel hatte die Sicht im alpinen Hochtal am Fusse des Tödi zuvor für mehrere Tage stark eingeschränkt.
Zur Story