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Kommentar

Maudet und der grosse Fehler der Bürgerlichen: 3 Lektionen nach den Wahlen in Genf

Tag der Abrechnung in Genf: Der «helvetische Trump» wurde nicht mehr wieder gewählt. Doch fehlten Pierre Maudet nur 9000 Stimmen auf die Grüne Fabienne Fischer. Die Lektionen einer Genferei.

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Sandra Jean
Sandra Jean



Pierre Maudets Halbversagen

38'184 Personen haben für Pierre Maudet gestimmt. Trotz der Lügen. Trotz der Verurteilungen. Trotz der Vertuschungen.

Le conseiller d'Etat demissionnaire Pierre Maudet, apres s'etre adresse au medias, quitte le lieu de la presentation des resultats du 2e tour du second tour de l'election complementaire du Conseil d'Etat genevois provoquee par la demission du conseiller d'Etat Pierre Maudet, ce dimanche 28 mars 2021 a Geneve. La Verte Fabienne Fischer devrait etre elue dimanche au Conseil d'Etat genevois lors du deuxieme tour de l'election complementaire. Selon des resultats provisoires, elle devance largement Pierre Maudet, le magistrat demissionnaire qui se presentait en independant. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Pierre Maudet tritt ab – vorerst. Bild: keystone

Der böse Bube vom See hat besser abgeschnitten als die beiden anderen rechten Kandidaten zusammen – Yves Nidegger (SVP) und Delphine Bachmann (CVP/Mitte). Wie erklärt sich diese wichtige Unterstützung durch das Volk, während ihm fast die gesamte politische Klasse den Rücken gekehrt hat?

Der grosse Fehler der Bürgerlichen

Fabienne Fischer, nouvelle elue Les Verts au conseil d'Etat, accompagnee de Antonio Hodgers, derriere gauche,  conseiller d'Etat genevois, et de Carlo Sommaruga, dernier droite, conseiller aux Etats (Parti socialiste - GE), arrive au lieu de la presentation des resultats du 2e tour du second tour de l'election complementaire du Conseil d'Etat genevois provoquee par la demission du conseiller d'Etat Pierre Maudet, ce dimanche 28 mars 2021 a Geneve. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Grün in den Staatsrat: Fabienne Fischer. Bild: keystone

Mit dem Einzug der Grünen Fabienne Fischer in den Staatsrat ist die Genfer Regierung zum zweiten Mal in ihrer Geschichte nach links gerückt. Die Bürgerlichen können sich nur selbst die Schuld geben, da sie nicht in der Lage waren, sich auf einen einzigen Kandidaten zu einigen. Sie begannen in der ersten Runde völlig zerstreut und konnten sich im Anschluss nicht mehr zusammenreissen. Nach dem Scheitern ihres Schützlings Cyrill Aellen ist die FDP völlig zusammengebrochen.

Die Spaltungen sind tief und man kann sich kaum vorstellen, wie sich die bürgerlichen Parteien für 2023 aufbauen sollen, wenn es um die Erneuerung des Gesamtstaatsrates geht – trotz der Aufrufe, unter anderem von Céline Amaudruz, Vizepräsidentin der SVP, sich zusammenzuschliessen, um wieder eine Mehrheit in der Regierung zu erlangen.

«Die Rechte ist historisch gesehen stärker fragmentiert als die Linke. Es ist also schwieriger für sie, zusammenzuarbeiten, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.»

Georg Lutz, Politologe

Die Linke greift die welschen Zentren an

Nach Jura, Neuenburg und Waadt ist Genf der vierte Kanton, der in der Westschweiz zur Linken kippt. Für den Lausanner Politologe Georg Lutz ist ein grundlegender Trend: Seit dreissig Jahren verlieren die bürgerlichen Parteien die urbanen Zentren.

Die Genferseeregion hat grosse Agglomerationen, die sich alle links verorten, wie Genf, Lausanne und seit Sonntag auch Vevey, Montreux und Yverdon. In den Bereichen der Mobilität, des öffentlichen Verkehrs und der Kinderbetreuung sind die Vorschläge der bürgerlichen Parteien nicht überzeugend genug. Die Bürgerinnen und Bürger neigen eher dazu, die linken Parteien, die Sozialisten und jetzt auch die Grünen zu unterstützen.

3 Lektionen, die man aus dieser verrückten Wahl ziehen kann

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