Schweiz
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Bundesrat Ueli Maurer, Chef des Eidgenoessischen Departementes fuer Verteidigung, Bevoelkerungsschutz und Sport (VBS), auf dem Rundgang durch die Zivilschutzanlage Worb, waehrend dem Kasernengespraech zum Thema

VBS-Chef Ueli Maurer in der Zivilschutzanlage Worb (01.10.2015).
Bild: KEYSTONE

Kommentar

Für die Flüchtlingsthematik gibt es eine Lösung. Sie heisst nicht Zivilschutz, sondern Uber, Airbnb und Tinder



Wenn Ueli Maurer 50'000 Flüchtlingsbetten in Zivilschutzbunkern und Armee-Anlagen und somit die Lösungsansätze der obersten Militärverwaltung vorführt, erntet der Verteidigungsminister ein paar Erwähnungen in den Gazetten. Einen wirklichen Lösungsansatz bringt er nicht.

Es sind sich alle Betrachter einig, dass die maximale Integration der Zugewanderten das Gebot der Stunde ist. Hier sind die Arbeitsfähigkeit und zunächst das Erlernen der Sprache die wichtigsten Schlüssel.

Zivilschutz-Anlagen oder Armee-Bunker können eine Lösung für eine Notaufnahme sein. Mittelfristig sind es die ultimativen De-Integrations-Massnahmen. Die Leute bleiben unter sich, lernen weder Sprache noch die Kultur verstehen. Von Arbeitsintegration ganz zu schweigen.

So naiv die Ansätze der Hilfsbereiten manchmal sind, einer Lösung des Integrationsproblems kommen sie wesentlich näher. Ein Flüchtling oder eine Flüchtlingsfamilie, die in einem Schweizer Haushalt unterkommen, haben mit Sicherheit einen deutlichen Vorteil, wenn es darum geht, sich hier als Bürger in die Gesellschaft einzupassen.

Eine App, direkte Kommunikation

Die Behörden tun also gut daran, solche Adoptions-Lösungen zumindest zuzulassen, statt sie, wie bis anhin, auszuschliessen. Wenn sie aber smart wären, würden sie diese dezentralen Wege nicht nur verhindern, sondern vorantreiben. So wie Uber rein durch Vernetzung das Taxi-Gewerbe revolutioniert, müssten auch hier, dezentral, das Angebot der Hilfswilligen und die Nachfrage der Flüchtlinge zusammengebracht werden.

Wie könnte das gehen?

Mit einer App!

Was für Tinder und das Balzverhalten gilt, geht auch für Flüchtlinge und das Mitgefühl. Konkret: Ein Flüchtling oder eine Familie präsentieren sich in einer App. Wer helfen will, kann die Flüchtlinge «adoptieren». Das passiert aber erst, wenn insgesamt 20 Leute zusgestimmt haben, sich diesem Flüchtling anzunehmen. Denn die 1:1-Situation überfordert die meisten Hilfsbereiten.

Wenn 20 Helfer mit einem Flüchtling direkt kommunizieren können, lässt sich immer einer finden, der morgen aufs Amt, übermorgen zum Sprachkurs oder am Wochenende ein Ausflügli machen würde. Nennen wir die App «myrefugee» und das gerne auch noch auf Arabisch. Denn wichtig ist, dass die Flüchtlinge von sich aus zum Angebot und schliesslich zum Netzwerk einer Gemeinschaft finden. So können laufend weitere Aufgaben gestellt und gelöst werden.

Spätestens hier schreit die Hälfte der Hilfsbereiten wohl auf. Flüchtlinge dazu zu bringen, sich anzudienen, ist nicht über jeden Zweifel erhaben. Aber humanistische Gefühlsduselei bringt uns hier nicht weiter. Und wer ein grosses Herz hat, kann ja immer die «Unsympathischen» unterstützen. 

Die Wucht einer solchen Vernetzung wäre jedenfalls gewaltig. Statt überforderter Einzelner käme es zu einer flächendeckenden Vernetzung. Wer Kontakt zu einem Flüchtling hat, hat keine Angst vor einem weiteren. Es käme endlich zu einem konstruktiven Ansatz. Denn bei aller aktiven Bewirtschaftung der gesellschaftlichen Ängste: Die Flüchtlinge sind schon hier oder kommen noch. So zu tun, als seien Flüchtlinge hierzulande zu verhindern, ist reine Augenwischerei und genau so lösungsorientiert wie ein Klimaerwärmungs-Verbot.

Es wäre schön, wenn die Politik sich mal mit dezentralen Lösungsansätzen an grosse Aufgaben wagen würden. Kleine Schritte für alle ergeben grosse Möglichkeiten. Disruptiv nennt man das. Oder mit anderen Worten: Was Uber, Airbnb und Tinder für Taxis, Übernachtungen und Balzverhalten hinbekommen, sollte der Gesellschaft auch für Integration, Hilfsbereitschaft und Mitgefühl zur Verfügung stehen. Das leuchtet eigentlich jedem modernen Menschen ein. Aber jetzt finden Sie mal einen politischen Entscheidungsträger, der das sinnstiftend in Bern vorantreiben kann. Meine Vermutung: Selbst im besten Fall wird diese dezentrale Lösungsidee in irgendeinem Gremium zur Beschaffung der zentralen IT-Lösung verenden.

Umfrage

Wärst du bereit, vorübergehend einen Flüchtling oder eine Flüchtlingsfamilie bei dir aufzunehmen?

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83Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 06.10.2015 13:16
    Highlight Highlight Die verantwortlichen Politiker sollten sich bewusst sein, dass der Nachschub an Armen unendlich ist.
    Verteilen ist hier keine Lösung. Auch Hilfen und Willkommenskultur nicht, denn diese heizen den Migrantenstrom nur weiter an. Nur eine abweisende Politik und umgehende Rückführungen kann den Zustrom abklemmen.
    Inzwischen zeichnet sich ab, dass die anderen europäischen Länder die deutsche Kanzlerin mit ihrem freundlichen Gesicht und ihrer Willkommenskultur im Regen stehen lassen. Warum sollen die auch den deutschen "Refugees welcome"-Schwachsinn ausbaden bzw. bezahlen.
    • Chrigu91 06.10.2015 13:31
      Highlight Highlight Durch Abklemmen des Zustroms ist dann das Problem aus Ihrer Sicht gelöst oder wie? Es geht auch immer wieder vergessen, dass diese Menschen dank unserem Reichtum so arm sind
    • Wilhelm Dingo 06.10.2015 19:19
      Highlight Highlight @chrigu: diese Menschen sind nur zum kleinen Teil so arm weil wir reich sind. Sie sind arm weil sie z.B. IKEA am der Filialeröffmung aus politischen Gründer hindern, nur ein Beispiel.
  • Sillum 06.10.2015 09:31
    Highlight Highlight Es sind sich alle Betrachter einig, dass die maximale Integration der Zugewanderten das Gebot der Stunde ist!!! Was für eine Behauptung. Wer sind diese "alle Betrachter"? Die maximale Integration ist absolut nicht nötig. Sobald im Heimatland keine Gefahr mehr besteht müssen und sollen Flüchtlinge (allein der Name sagt es aus) wieder in ihre Heimat. Studieren die Redaktoren von Watson auch nur eine Sekunde bevor sie schreiben?
    • Angelo C. 06.10.2015 10:03
      Highlight Highlight 1 . Du unterliegst da einem Denkfehler : Zurückkehren müss(t)en nur die sog. "vorläufig Aufgenommenen", nicht aber Jene, welche dauerhaft Asyl erhalten haben. Und um die geht es m.E. vor Allem beim Bedürfnis nach bestmöglicher Integration. Schaffen dies Aufnahmeländer nicht, wird sich dies letzlich zu ihrem Nachteil auswirken (vermehrte Kriminalität, Parallelgesellschaften usw.). Und da die Staatsorgane mancherorts überfordert sind, diese Aufgabe umfassend zu übernehmen, stellt sich die Frage, ob man nicht Freiwillige, die sich zur Verfügung stellen, gewähren lassen oder gar unterstützen soll.
    • Angelo C. 06.10.2015 10:11
      Highlight Highlight 2. Allerdings bin ich, als eher nationalkonservativ Eingestellter (mit gewissen Ausnahmen, versteht sich ;), explizit der Ansicht, dass wir das Eine tun könnten, ohne das Andere zu lassen. Das heisst, dass wir nur konkret umrissene Kontingentzahlen an Flüchtlingen zulassen und (wie Deutschland das nun eisern handhaben will) reine Wirtschaftsflüchtlinge oder Zugereiste aus sicheren Drittstaaten konsequent - und speditiver als bisher - rückschaffen um kein Chaos zu produzieren oder den Unwillen breiter Bevölkerungskreise zu provozieren. Denjenigen mit Bleiberecht sollte jedoch geholfen werden.
  • Sir Jonathan Ive 06.10.2015 09:17
    Highlight Highlight 32% sagen: "leider habe ich zu wenig platz."
    wenn man keinen flüchtling aufnehmenm möchte kann man das auch einfach so sagen.
    • mastermind 06.10.2015 09:40
      Highlight Highlight Ich habe dies angeklickt, weil ich es mit meinem 100%-Pensum nicht verantworten möchte, dass jemand bei mir zuhause ist, wenn ich selber nicht dort bin. Dies gilt sowohl für Flüchtlinge als auch etwaige Bauarbeiter. Flüchtlinge aufnehmen ist etwas für Mehrpersonenhaushalte, für Alleinstehende halte ich das je nachdem für zu gefährlich. Leider fehlen in der Abstimmung diese Punkte.
    • philipp meier 06.10.2015 11:55
      Highlight Highlight ich habe es angeklickt, weil ich mit einer vierköpfigen familie in einer relativ kleinen 4-zimmer-whng (75 m2) wohne
    • Sir Jonathan Ive 06.10.2015 15:26
      Highlight Highlight Vielen Dank für eure Begründungen.
      Ich muss Nick recht geben. Der Komentar ist überflüssig.

      Ich habe mich dumm ausgedrückt, da ich eigentlich sagen wollte, dass ich nicht denke, dass in der Schweiz 32% keinen Platz für eine weitere Person im Haushalt haben.
      So wie ich es geschrieben habe, was daraus tatsächlich zu lesen, dass ich denke, dass alle die die Option angewählt haben Platz hätten.
      Ich entschuldige mich für die Fehlformulierung und bedanke mich für eure Begründungen, da diese sehr aufschlussreich sind.
  • iNDone 06.10.2015 05:45
    Highlight Highlight Echt jetzt? Wenn die Politik und Wirtschaft versagt soll Hinz und Kunz es richten? Also ich finde das lächerlich.
    • Rahfabi 07.10.2015 09:13
      Highlight Highlight Wir sind doch der Souverän
  • Angelo C. 06.10.2015 02:23
    Highlight Highlight Da die erfolgreiche Integration derjenigen, die uns definitiv erhalten bleiben, gewiss ein ernsthaftes Anliegen ist, welches nicht nur den Kriegsflüchtlingen selbst, sondern auch der einheimischen Bevölkerung letztlich was bringt, teile ich einen Teil von Hansis Überlegungen. Private freiwillige Hilfe ist somit zu begrüssen, dies als zusätzliche Alternative zu den staatlichen Bemühungen. Allerdings bedingt dies auch eine verantwortungsbewusste zahlenmässige Begrenzung aufzunehmender Kontingente und die rasche Rückführung reiner Wirtschaftsflüchtlinge. So erhält sich auch die Akzeptanz im Volk.
  • smoenybfan 06.10.2015 00:40
    Highlight Highlight Das höchste Gebot der Stunde sollte sein, dafür zu sorgen, dass niemand erst flüchten muss.
    • Sir Jonathan Ive 06.10.2015 09:28
      Highlight Highlight Trotzdem dürfen wir die nicht im Stich lassen, die schon auf der Flucht sind.
    • smoenybfan 06.10.2015 16:55
      Highlight Highlight Richtig! Aber trotzdem darf gerade in der jetzigen (positiven!) "Refuges welcome"-Stimmung nicht vergessen werden, dass die einzige Lösung die Stabilisierung der Krisenländer ist. Aber bis dieses Ziel erreicht ist sollten wir wirklich den Menschen auf der Flucht helfen.
  • Architects_ms 05.10.2015 23:40
    Highlight Highlight Supi !!
    Aber... Wie viele Flüchtlinge besitzen ein Smartphone..? :/
    • maese38 06.10.2015 07:03
      Highlight Highlight Alle
    • Sir Jonathan Ive 06.10.2015 09:29
      Highlight Highlight Sicher etwa 95%. Ohne Smartphone zu fliehen wäre kaum zu schaffen.
  • Pipapo 05.10.2015 22:59
    Highlight Highlight Helfen hat immer zwei Seiten... Ich jedenfalls möchte nicht immer 'beholfen' werden. Es hat etwas entmündigendes, wenn man dauernd jemandem hinterherrennt mit gutgemeinten Hilfsangeboten. Wie wäre es mit dem Vorschlag eine grosse Portion Selbstverantwortung walten zu lassen? Das spricht nicht gegen ein wohlwollendes Entgegenkommen von uns, nimmt aber der Sache ganz viel herablassende Grossmütigkeit...
    • Hierundjetzt 06.10.2015 08:33
      Highlight Highlight Ich weis was Du meinst, Du nimmst aber die Schweizer Perspektive ein. Flüchtlinge sind ja nicht Auswanderer oder Touristen mit einem festen Reiseziel bzw Vorhaben. Ein geplanter Start hilft, das Leben zu meistern
  • 's all good, man! 05.10.2015 20:53
    Highlight Highlight Integration bedeutet übrigens nicht, dass nur diejenigen, die Zuwandern, eine alleinige Bringschuld haben. Es wäre auch an uns allen, einen Schritt auf die Flüchtenden zuzugehen und unsererseits das Möglichste zu tun, dass sie sich hier integrieren können. Wenn wir sie von Anfang an ausschliessen, warum sollen sie sich dann noch bemühen wollen? Nicht einfach «die sollen sich gefälligst anpassen!» schreien sondern es ihnen auch ermöglichen.
    • Andi Amo 05.10.2015 21:34
      Highlight Highlight Wie denn konkret? Floskeln alleine bringen auch nicht viel.

      Wir zahlen ja schon mal die Sprachkurse, das finde ich schon mal nicht schlecht. In wievielen Ländern gibt's das sonst noch..? Ich glaube, vom einzelnen Bürger kann man diesbezüglich wohl nicht noch wahnsinnig viel mehr verlangen.
    • poga 05.10.2015 21:50
      Highlight Highlight @all good Wenn man einen linken Politiker fragt ob er Leute bei sich aufnehmen würde ist die Antwort meist: Der Staat ist zuständig. Und das stimmt auch. Wenn du jetzt sagst dass auch wir hier unsern Beitrag leisten müssen frage ich dich wie dieser den aussehen sollte. Ich meine wir bezahlen Unterkunft, Sackgeld, Medizinische Versorgung, Sprachkurse Integrationskurse, Anwälte. Aber es geht noch weiter: Wir zahlen mit Dichtestress, Angst, und seit einem galben Jahr teilweise auch mit Hetze gegen Kritiker. Also so klein ist unser Beitrag auch nicht.
    • Andi Amo 05.10.2015 22:24
      Highlight Highlight Ich habe schon öfters Ausländern im Alltag bei irgendwas geholfen. Das hatte mit Integration aber noch lange nichts zu tun, das war einfach nur Hilfe im Moment bei etwas. Aber viel mehr liegt beim Durchschnittsbürger glaube ich auch nicht drin, der Rest ist Sache des Staates..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Statler 05.10.2015 20:46
    Highlight Highlight Melde mich freiwillig zum Coden... ;)
    • Statler 05.10.2015 21:25
      Highlight Highlight Ich verstehe die Blitzer nicht? Ich hab schon ein paar Apps geschrieben (schreiben müssen), die weit weniger sinnvoll waren - warum nicht mal was bauen, das Sinn macht und nicht auf kommerziellen Erfolg aus ist?
    • Sir Jonathan Ive 06.10.2015 09:35
      Highlight Highlight Ich übernehme das Design ;)
    • Statler 06.10.2015 17:21
      Highlight Highlight 2 Coder, 1 Designer - sollte zu machen sein?
      Wie steht's, Watson, übernehmt Ihr den Serverspace?
  • Macke 05.10.2015 20:42
    Highlight Highlight So schön sich die Idee im Artikel auch liest und so toll ich den ironischen Unterton - ich hoffe zumindest, dass es den gibt - auch finde, möchte ich dich mal dem Ganzen einen Riegel vorschieben: Die Idee, dass nur diejenigen eine Aufenthaltsbewilligung erhalten, die genug "Likes" oder genug PatInnen erhalten, ist das Menschenverachtendste, das ich je auf Watson gelesen habe. Es ist egal, ob die Person mir sympathisch ist oder nicht. Wenn es unzumutbar ist, die Person in ihr Land zurückzuschicken, darf sie gerne hier aufgenommen werden. Mit Sympathie soll das nichts zu tun haben.
    • geht doch 05.10.2015 21:25
      Highlight Highlight Ups, ging's in dem Artikel um Aufenthaltsbewilligung? Nach meiner Lesart geht's um Vernetzung nachdem erstere feststeht.
    • Hierundjetzt 05.10.2015 21:56
      Highlight Highlight Macke: Das mit dem Leseverständnis üben wir jetzt aber noch es bitz sehr, gäll. Das gäbe sogar in der Primarschule (5. Klasse) eine glatte 3. Es wird eine absolut belastbare Lösung präsentiert und Du erfindest irgendwas mit Menschenverachtend. Für den letzten Abschnitt ist das AsylG zuständig. Auch da: Bitte interessiere Dich doch (wenns auch nur für ein paar Minuten ist) für den Sachverhalt und hämmere danach irgendwelches komisches Zeug in die Tasten. Merci.
  • Steckenpferd 05.10.2015 20:32
    Highlight Highlight @Andi Amo
    Jetzt tu doch nicht so, als würdest du nicht auch in das Land flüchten, wo es schon viele Menschen gibt, welche aus deiner ürsprünglichen Heimat kommen. Aber dass heisst ja noch lange nicht, dass sich die Menschen nicht integrieren wollen.
    Zu all den "Geh doch mal nach Spreitenbach" Kommentaren, ich habe in Schwamendingen gearbeitet! Und ich habe mich sogar mit den Menschen unterhalten, weil sie, man staune!, Deutsch sprachen. Tadaaaa!
    • Andi Amo 05.10.2015 20:46
      Highlight Highlight @Steckenpferd
      Das war ja gar kein Vorwurf, sondern eine Feststellung. Und das ist auch nachvollziehbar und der Einzelne keineswegs dafür zu verurteilen, aber für eine Integration ist es alles andere als förderlich. Umso grösser eine Diaspora, desto weniger hat man sich anzupassen und wiederum umso mehr kann man im Umfeld der eigenen Kultur weiter leben. Einverstanden?

      Und übrigens gibt's die tolle Funktion, direkt unter einen Kommentar zu antworten ;-)
    • Steckenpferd 05.10.2015 21:12
      Highlight Highlight @Andi Amo
      Nur damit es gesagt bzw. geschrieben ist, ich finde es unglaublich wichtig, dass sich Flüchtlinge integrieren und eine Landessprache lernen möchten.
      Znd nun liegt es an uns, dafür zu sorgen, dass die Flüchtlinge genügend Möglichkeiten haben sich zu integrieren. Aber da gibt es wieder die eine oder andere Partei, welche bei Geldern für die Integartion sparen will! Nun, dann wird es halt schwierig.

      Ist mir total bewusst, habe jedoch den falschen Knopf gedrückt.
    • Statler 05.10.2015 21:21
      Highlight Highlight Das klingt doch schon ganz anders, Andi :)

      Mit der App-Idee (und allem, was man da sonst noch so tun könnte), würde man dem aber mit Sicherheit erfolgreich entgegenwirken.
      Integration ist nie eine Einbahnstrasse. Ich denke, wir können aktiv was dafür tun, dass sich eben keine Parallelgesellschaften bilden, oder zumindest, dass diese Gesellschaften sich gegenseitig befruchten. Es würde helfen, Ängste und Vorurteile abzubauen, etc. pp.
      Ich finde, sowas wäre durchaus einen Versuch wert - es wurden bestimmt schon dümmere Apps geschrieben... ;)
  • Andi Amo 05.10.2015 20:16
    Highlight Highlight Erweitert dann bitte die App aber auch gleich auf die Zehntausenden von alten Menschen, die alleine zuhause oder in Altersheimen versauern!

    Die würden sich sicher auch über ein Ausflügli am Wochenende freuen, oder wenn einer der 20 Paten für sie mal aufs Amt oder nur schon mal einkaufen geht.
    • SanchoPanza 05.10.2015 20:26
      Highlight Highlight die alten haben (meistens) Angehörige & Freunde hier, sprechen Deutsch usw.
      Der direkte Vergleich hinkt also ziemlich.
      Aber ansonsten - ja los, coole Idee auch für unsere Senioren :-)
    • _kokolorix 05.10.2015 20:30
      Highlight Highlight diese zehntausende von alten Schweizern haben wohl zwanigtausende von schweizer kindern und virezigtausende von schweizer enkeln. erstaunlich das in diesem fall der eidgenossenbonus überhaupt nicht zum tragen kommt. es zeigt sich halt das ein gutteil der leute schlicht faul und egoistisch sind, sei es mit flüchtlingen oder ihren betagten eltern.
    • Andi Amo 05.10.2015 20:52
      Highlight Highlight @SanchoPanza; War ja auch kein Vergleich, ich habe ja schliesslich nicht die Alten gegen Flüchtlinge ausgespielt ;-)
      Ich finde nur, wir könnten auch für unsere Gesellschaft und die Menschen hier wieder mehr tun, darum der Vorschlag.

      @_kokolorix; Genau das ist auch mein Anliegen, unser Gemeinschaftssinn ist so vielen schon abhanden gekommen. Man schiebt die Grosseltern lieber bequem ins Heim ab, als sich um sie zu kümmmern. Andererseits sind viele aber auch durch die Arbeit derart absorbiert, dass gar keine Zeit mehr dafür bleibt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Daniel Caduff 05.10.2015 19:42
    Highlight Highlight Grossartige Idee! Jetzt bitte Taten statt Worte. Watson hat ja offensichtlich gute Programmierer. Also programmiert doch bitte zumindest einen Prototyp und stellt den online. Es ist wie mit der privaten Unterbringung: Der Bund reagierte erst, nachdem viele Angebote vorlagen.
  • G. 05.10.2015 19:27
    Highlight Highlight MyRefugee-App:
    Finde ich noch so eine gute Idee (Zumindest in der Theorie).

    Müsste aber noch ausgebaut werden.

    Handlungsrahmen
    Regeln für den Gastgeber
    Regeln für Gast
    Finanzierung
    Erfolgskontrolle
    etc.
    • mastermind 06.10.2015 09:42
      Highlight Highlight -Abklärungen mit der Versicherung, falls jemand abhaut, das Haus anzündet usw.
  • M2020 05.10.2015 19:23
    Highlight Highlight Sorry, wenn ich das so sagen muss. Aber mir zwei kiddies, büezerlohn und dem schon alltäglichen Stress noch mehr Mäuler füttern und Verantwortung übernehmen? Ne. Keine App für mich.
    • M2020 05.10.2015 20:10
      Highlight Highlight Möchte wissen wieviele gutbetuchte die App runterladen und nutzen würden.
    • Amanaparts 05.10.2015 20:27
      Highlight Highlight Dann machst du halt nicht mit. Kein Problem.
    • SanchoPanza 05.10.2015 20:28
      Highlight Highlight ja eh, zwingen wird dich niemand ;-) aber es gibt bestimmt einige Haushalte mit Zeit & Mitgefühl. Kosten sollte es meiner Meinung nach nix, ausser mal ein Essen oder ein Ausflug. Wenn sich das wie 'geplant' auf viele Haushalte verteilt liegt das locker drinn.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Commodore 05.10.2015 19:08
    Highlight Highlight Bei aller Humanität und der ganzen Gefühlsduselei, hat der Chefredakteur eine ähnlich pragmatische Lösung zum Thema Überfremdung?
    • Chrigu91 05.10.2015 19:42
      Highlight Highlight Meiner Meinung nach ist die Idee einer solchen App zumindest ein Lösungsansatz um die Überfremdung zu verhindern. Integration ist sowieso hilfreich. Sind doch die meisten Flüchtlinge aus Ex-Jugoslawien heute bestens in unsere Gesellschaft integriert und gehen einer Arbeit nach. Überfremdet wurde die Schweiz durch diese Leute nach meiner Meinung sicher nicht.
    • Charlie Brown 05.10.2015 19:49
      Highlight Highlight @Commodore: Ich weiss nicht, wie Hansi dazu steht. Ich sag Ihnen mal ungefragt meine Meinung:

      Überfremdung ist etwas, was sich in ihrem Kopf abspielt. Ich lebe in der selben Schweiz wie Sie. Ich fühle keine Überfremdung. Krieg und Kriesen in den Herkunftsländer der Flüchtlinge sind im Gegensatz eine Realität. Migration auch, mit allen Facetten. Das verneine ich nicht.

      Was mir von Ihrer Seite - im Gegensatz zu Hansi - fehlt: Konstruktive Vorschläge. Ah, übrigens... "Grenzen zu!" zähle ich in meinem Wertesystem nicht zu der konstruktiven Sorte. Also....?
    • Commodore 05.10.2015 21:47
      Highlight Highlight Ich hatte nach dem Chef gefragt - aber na dann:

      @Chrigu91, Das stimmt doch schon in sich nicht. Die meisten Flüchtlinge aus Ex-Jugoslawien sind keineswegs integriert. Die Secondos haben ihre Namen, Kultur, Religion etc. weitestgehend behalten. (Was ich gut finde, ich bin für Identität und gegen Vermischung.) Eine Arbeit ändert daran gar nichts. Integration schliesst des Weiteren Überfremdung nicht aus. Durch höhere Geburtenrate werden Menschen mit fremden Wurzeln bald die autochthone Bevölkerung verdrängen. Ich sage dies neutral, als "adovcatus diaboli" um die Meinung der Redaktion zu hören.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Soko von Soko & Klaas 05.10.2015 19:03
    Highlight Highlight Super Idee in der Theorie. Nur müsste jedem Flüchtling, jeder Flüchtlingsfamilie der gleiche Zugang zu Internet und Kommunikationsmöglichkeiten ermöglicht werden, damit Chancengleichheit herrscht. Nicht so einfach zu bewerkstelligen in der Realität.
  • Wilhelm Dingo 05.10.2015 18:58
    Highlight Highlight Super Ideen! Umsetzen und maximal integrieren die schon da sind. Ansonsten möglichst grosse Abschreckung und Grenzen zu.
    • Andi Amo 05.10.2015 19:41
      Highlight Highlight Die Kehrseite von der an sich interessanten Idee; Wenn sich bei Flüchtlingen herumspricht (und das tut es ganz schnell), dass in der Schweiz jeder Flüchtling 20 Paten bekommt, die alles widrige für ihn erledigen, ist wohl nix mehr gross mit Abschreckung.
    • Sir Jonathan Ive 06.10.2015 11:16
      Highlight Highlight Die "Paten" sind nicht dazu da, alles widrige zu erledigen, sondern um ab und zu Sachen mit den Flüchtlingen zu unternehmen. Einen Ausflug machen oder auch einfach mal zusammen kochen und zu Abend essen. Solche Dinge sind gemeint. Wen du diese Dinge als "das widrige" bezeichnest, dann must du dich persönlich ja keinem Flüchtling annehmen. Ein Signal an weitere Flüchtlinge denke ich nicht, dass es gross entsteht. Wenn sich herumspricht, dass man hier ab und zu mit einem Schweizer/einer Schweizerin einkaufen geht, ist das wohl nicht der Punkt, andem alle die Reise hierher antreten.
    • Sigmund Freud 06.10.2015 13:58
      Highlight Highlight "Grenze zu" heisst geschlossene Grenzen für alle ( ja sogar für Sie). Und schon ist's vorbei mit Einkaufen in Konstanz und billig Urlaub auf Malle.
  • Roger Gruber 05.10.2015 18:54
    Highlight Highlight Wie viele Flüchtlinge hat wohl Hansi Voigt bei sich aufgenommen? Aber ernsthaft: "maximale Integration" unumstritten als höchstes Gebot der Stunde? Sehe ich anders, ist also schon mal nicht unumstritten. Erste Priorität hat die umgehende Rücksendung von nicht legitimierten Flüchtlingen nach Genfer Konvention. Menschen, die keine Aussicht auf ein Bleiberecht haben, brauchen nicht integriert zu werden. Es sei denn natürlich, man will diese trotzdem hierbehalten. Wollen Sie, Hansi Voigt, diese trotzdem hier behalten?
    • ESMI 05.10.2015 19:07
      Highlight Highlight Die Zuwanderer WOLLEN zum grössten Teil unter sich bleiben, sie wollen unsere Sprache gar nicht lernen und die Kultur schon mal gar nicht verstehen. Der schöne Traum des Hansi Voigt, bleibt ein gutgemeinter, etwas naiver Wunsch nach Harmonie und Integration.
    • Steckenpferd 05.10.2015 19:20
      Highlight Highlight @Grafhp
      Und woher haben Sie diese Information? Arbeiten Sie mit Flüchtlingen zusammen?
    • maxi 05.10.2015 19:32
      Highlight Highlight Steckenpferd...lauf mal durch dietikon oder emmenbrücke. Geh mal ins Tivoli shoppen. Du siehst wie hoch ihr Integrationswillen ist.
    Weitere Antworten anzeigen

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

Was hier nach Sachsen im Jahr 2016 klingt, ist Bayern im Jahr 1947. Und die Flüchtlinge, die Fischbacher hinauswerfen will, kommen nicht aus …

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