Schweiz
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Hugo

Mit zwölf Wochen konnte ich Hugo abholen.
bild: watson

Kommentar

Mit meinem Hund muss ich in den Zwangs-Kurs – warum gibt's das eigentlich für Kinder nicht? 

Besitzer von Junghunden müssen in der Schweiz verschiedene Kurse absolvieren – obligatorisch. Auch wenn sich nicht alle daran halten, das Modell funktioniert. Zahlreichen Eltern würde ein Kurs für den Umgang mit Kleinkindern im Alltag ebenfalls nicht schaden. 



Ja, ich bin jetzt ein «Hündeler». Und im Gegensatz zu den 20 Prozent, die sich nicht an die Regeln halten, absolviere ich sämtliche obligatorische Kurse. Seit etwas mehr als drei Monaten habe ich einen Mischling namens Hugo zuhause. Noch vor wenigen Jahren hätte ich mir das nicht vorstellen können. Dann war er plötzlich da und ich ziemlich überfordert. Und auch ein bisschen verwundert, weil ich folgendes Prozedere durchlaufen muss:

Empfohlen wird ein Welpenkurs à vier Lektionen plus ein Junghundekurs à zehn Lektionen. Viele Hundeschulen bieten keine praktischen Kurse mit vier Lektionen mehr an. Weil sie überzeugt sind, «auch bei kleinen Hunden braucht es mehr als vier Lektionen, um einen guten Grundstein zu setzen». Der Spass kostet mich bisher: 

Hugo

Dass er nicht ins Schlafzimmer darf, musste er zuerst lernen.
bild: watson

Alle halten sich, wie gesagt, nicht daran. Dies zeigt der Bericht des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV). Demnach besucht jeder fünfte Hundehalter die obligatorischen Kurse nicht. Unter ihnen gibt es solche, die sich trotz Busse weigern, in die Hundeschule zu gehen. 

Ich war mittlerweile mehr als ein halbes Dutzend Mal dort. Zuerst bin ich kritisch im Kreis gestanden mit den anderen zum Kurs verknurrten Frauen und Männern inklusive ihren Vierbeinern. Wir haben den Theorien der Kursleiterin gelauscht und versucht, es mit unseren Hunden umzusetzen. Die anfänglich negativen Stimmen von wegen Geldmacherei und unnötiger Schikane sind rasch verflogen. Alle sind wir uns jetzt schon einig: 

Der Hundekurs ist nicht nur hilfreich, er ist nötig.

Hugo

Literatur kann einen Hundekurs nicht ersetzen.
bild: watson

All die Hundebücher, die wir uns angeschafft haben, die Recherchen im Internet, sind zwar schön, in der Praxis funktioniert jedoch jedes Gespann Mensch-Hund verschieden und genau hier helfen die Kurse enorm.

Hugo etwa ist ein durchaus lernfähiges und im Umgang mit Menschen zutrauliches Wesen. Auch spielt er gerne mit anderen Hunden frei. Sieht er allerdings während des Spazierens an der Leine einen Hund und darf nicht zu diesem hin, bellt er. Oft ziemlich laut und lange.

Hugo und Genna

Mit watson-Hündin Genna versteht sich Hugo von Anfang an gut. 
bild: watson

Immer wieder bringt er mich dadurch an den Anschlag, in peinliche Situationen. Allerdings weiss ich dank des Hundekurses jetzt, wie ich das Problem mittelfristig loswerde. Die Kursleiterin brachte mir bei, den angeleinten Hugo konsequent mit Hilfe einer Leberpaste wegzulocken von anderen Hunden. Bellt er nicht, wird er weiter belohnt. 

Bestrafen versteht er nicht, führt zu nichts, liess ich mir beibringen.

Hugo

Hugo mit sechs Monaten. Der Hundekurs ist noch nicht abgeschlossen.
bild: watson

Fahre ich Bus, in dem ich für den Hund im Gegensatz zu einem Kleinkind ein Billett lösen muss, und beobachte Eltern mit ihren sperrigen Kinderwagen, die ebenfalls am Anschlag sind, geht mir regelmässig der Gedanke durch den Kopf: 

Vom Staat verordnete Kurse für Kleinkinder würden die Eltern wohl entlasten.

Sehe ich die überforderten Mütter und Väter, die ihre schreienden und Essen zu Boden werfenden Kinder zu beruhigen versuchen, denke ich an die Zeit mit Hugo vor dem Kurs, in dem ich beweisen muss, dass mein Tier keine Gefahr für die Gesellschaft ist. Daran, wie ich immer wieder versuchte, sein Bellen abzustellen, jedoch kein Mittel fand. 

ARCHIV - 
Eine Tagesmutter spielt am 15. September 2010 in Lyss im Kanton Bern mit der dreijaehrigen Larissa, dem gleichaltrigen Ben und der einjaehrigen Iwana (von links) im Sandkasten. - Der Bundesrat haelt Steuergutschriften für Familien mit Kindern nicht fuer sinnvoll. Stattdessen will er mit 100 Millionen Franken Betreuungsangebote fuer Kinder unterstuetzen. Ziel ist es, dass mehr Eltern eine Arbeit aufnehmen koennen. Erst letztes Jahr hat das Parlament die Starthilfe für Krippen und Tagesschulen um vier Jahre zu verlaengert und dafuer 120 Millionen Franken zur Verfuegung gestellt. Dieses Programm lauuft seit 2003 und fuehrte zur Schaffung von rund 48'000 neuen Betreuungsplaetzen. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Verhalten sich die Kinder so, sind die Eltern entspannt.
Bild: KEYSTONE

Im Hundekurs lernte ich, dass ein Hund ein Hund ist. Ich lernte, ihm Grenzen zu setzen. Es ist beispielsweise okay, ihn im Büro in einer Ecke für eine Weile anzubinden. Er muss nicht immer um Menschen sein. Es ist hingegen nicht okay, wenn er bellt, um Aufmerksamkeit zu erregen. Deshalb – so wurde mir beigebracht – gehe nie zu ihm, wenn er bellt. Tue ich das, wird er wieder und wieder bellen; weil er dadurch zum Ziel kommt. Es ist wichtig, ihm von Anfang an die Hierarchie klar zu machen. Ich bin der Leitwolf und bestimme, was er zu tun hat und nicht umgekehrt. Mit Kindern ist es im Prinzip doch genau das Gleiche: Viel zu viele Eltern «bibääblen» ihre Kinder und lesen ihnen jeden Wunsch von den Lippen ab. Wenig verwunderlich, verhalten die sich so. 

Geduld, Geduld, Geduld  

Auch wenn ich Mensch und Tier auf keinen Fall auf dieselbe Ebene stellen will, auch wenn ich es akzeptiere, dass jede und jeder ein Kind haben darf bei uns, scheue ich den Vergleich nicht und sage: Obligatorische Kurse, in denen Eltern den richtigen Umgang mit Kleinkindern im Alltag lernen vor dem Kindergarten-Alter, wären sinnvoll. Kinder sind zwar nie eine Gefahr für die Gesellschaft, machmal aber eine Zumutung. Dem könnten Kurse mit individuellen Tipps für Eltern entgegenwirken. Vor allem aber würden sie wohl gestresste Eltern samt ihren Kindern entspannter machen. 

Durch gezielte Übungen in Alltagssituationen machen Hugo und ich kleine, aber sichtbare Fortschritte. Ich werde noch viel Zeit und Geduld aufbringen müssen. Ich weiss jedoch, was ich in welcher Situation zu tun habe und dass dies über kurz oder lang zum Ziel führen wird. Eine auf meinen Hund zugeschnittene Lösung fand ich nirgendwo anders als im Hundekurs. Deshalb verstehe ich all die Verweigerer nicht und begrüsse das Hundekurs-Obligatorium, das es in der Schweiz seit 2008 gibt.

Damit stehe ich übrigens nicht alleine da. Laut dem BLV-Bericht geben Hundebesitzer, welche die obligatorischen Kurse besucht haben, diesen grundsätzlich gute Noten. Viele von ihnen besuchen im Anschluss gar freiwillig weitere Kurse. 

PS: Hugo ist ein «Wunsch-Hund», kein Kinderersatz. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 20.03.2016 18:39
    Highlight Highlight Ein Hundekurs ist sinnvoll.
    Genauso wäre es sinnvoll, das
    manche Eltern einen Kurs besuchen. Viele haben keinen
    Schimmer und überlassen die
    Erziehung den Schulen. Sie geben
    den Lehrern die Schuld am Versagen in der Erziehung statt
    den Kindern ein Vorbild zu sein.
  • CWe 17.03.2016 23:07
    Highlight Highlight es geht bei den Kursen auch darum, dem Halter zu zeigen wie der Hund hundegerecht gehalten werden soll, damit eben möglichst keine Probleme auftauchen. Wenn ich an die verzweifelten Versuche von Eltern denke, mit ihrem Kind klar zu kommen, wäre es für das Kind und die Eltern gut, wenn Sie sich Tipps und Ratschläge von einem Kurs holen könnten. Und für manche wäre es gut wenn es obligatorisch wäre. Denn meist besuchen ja diejenigen den Kurs dann nicht, welche ihn aber am nötigsten hätten... Meiner Meinung wäre es ein weg in eine anständigere Gesellschaft...
  • Angelo C. 16.03.2016 12:05
    Highlight Highlight Die Artikel von Felix gefallen mir bekanntlichnmeist sehr gut, hier also die Ausnahme welche die Regel bestätigt 😉 :

    Ich bin nicht der Ansicht, dass man für die Haltung von Pekinese-Zwergpudel & Co einen Tauglichkeitskurs absolvieren müsste, was bei Kampfhunden und gewissen anderen problematischen Rassen im Umkehrschluss natürlich ebenso empfehlenswert wie zwingend sein mag. Empfehlenswerter wären für die braveren Gattungen wohl bloss sog. (freiwillige) Agility-Kurse und Wettbewerbe.

    Und für gestandene Omas einen Kleinkinderkurs einzuführen, wie früher mal diskutiert, wäre Perversion pur...
  • monchichi 15.03.2016 20:08
    Highlight Highlight warum denken menschen immer, dass sie hunde hierarchisch unterordnen müssen?
    • Toerpe Zwerg 15.03.2016 21:43
      Highlight Highlight Weil ein Hund ein Rudeltier ist und es in Rudeln Hierarchien gibt.
    • Brehynfak 15.03.2016 21:56
      Highlight Highlight Ja, das hindert aber niemanden sich dem Hund unterzuordnen.
    • runner 16.03.2016 07:47
      Highlight Highlight Würde man sich jemandem unterordnen der einen IQ von unter 70 hat?
    Weitere Antworten anzeigen
  • chwolf 15.03.2016 18:15
    Highlight Highlight Ein Punkt fehlt mir bei dieser Diskussion: Hunde werden erzogen, zu gehorchen. Kinder sollten irgendwann selbstständig sein. Erstes erfordert eine sehr klare und konsequente Haltung. Zweites muss aber Zugeständnisse machen und sich im Verlauf der Zeit wandeln. Wie diese Zugeständnisse und der Wandel aussieht, ist individuell. Insofern wäre ein eher ein Austausch zwischen Eltern gut, wobei das in meinem Umfeld auch absolut normal ist.
    • Charlie Brown 15.03.2016 19:40
      Highlight Highlight @Rendel: Kinder brauchen noch viel mehr Verständnis und Unterstützung. Natürlich auch Grenzen. Aber die sollten nicht das Geschehen dominieren.
    • chwolf 15.03.2016 22:33
      Highlight Highlight @ Rendel: Da bin ich Deiner Meinung. Daher habe ich auch den Begriff des Gehorsams verwendet: Mein Hund muss gehorchen, mein Kind aber muss lernen, sich Situationsangemessen zu verhalten. Extrembeispiel: Es muss sich bei den Eltern der Freundin an deren Regeln halten, aber sich auch wehren, wenn der Vater es unsittlich berühren will... Und dies erfordert m.E. eine ganz andere Erziehung.
    • chwolf 15.03.2016 22:48
      Highlight Highlight und noch ein Beispiel das weniger extrem ist, den Unterschied aber auch unterstreicht: mein Hund muss sich vor einer Strasse hinsetzten und auf mein Zeichen warten. Mein Kind aber sollte die Strasse irgendwann auch ohne mein Zeichen (dafür mit links rechts- Blick/ Ampel/ nur auf Fussgängerstreifen, auf dem Land aber auch sonst) selbstständig überqueren können. Etwas, dass mein Hund gar nie brauchen sollte.

      Was ich sagen will, die Erziehung eines Hundes ist definitv einfacher, weil immer dasselbe und m.e auch viel weniger gefordert ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PaleoPete 15.03.2016 18:07
    Highlight Highlight sei wild und frech und wunderbar!

    • PaleoPete 15.03.2016 23:00
      Highlight Highlight meine töchter sind nicht wie pippi aber sie sind wild und frech und wunderbar! ab und zu alles zusammen, oft überwiegt das eine oder andere...that's life
      liegt an mir was draus zu machen, selten an ihnen (jetzt noch)
  • PaleoPete 15.03.2016 18:05
    Highlight Highlight neee, wir halten uns mit unseren mädels an lindgrens motto:
    • Stefan von Siegenthal 16.03.2016 08:29
      Highlight Highlight 2x3 macht 4 ... widdewiddewit...?
  • Kstyle 15.03.2016 18:03
    Highlight Highlight Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Was sollen die Eltern dem Kind beibringen wen sie selber assis sind? Genauso ist es mit dem Hund. Wie das Herrchen so der Hund.
  • DerTaran 15.03.2016 17:42
    Highlight Highlight Ich finde den Vorschlag geradezu beängstigend. Vor allem da er ernst gemeint ist. Der Herr will also einen Staat, der den Eltern diktiert, wie sie ihre Kinder zu erziehen haben. Gleich geschaltete Kinder, jeglicher Kreativität beraubt und alle uniform nach Schema Staat erzogen. Bitte bleiben sie bei ihrem Hund und bekommen sie nie, nie Kinder. Danke.
    • DerTaran 15.03.2016 18:12
      Highlight Highlight Nein, ich bin sehr frei aufgewachsen.
    • TomTayfun 15.03.2016 19:48
      Highlight Highlight Ich denke Taran denk über Generationen weiter, zu was so eine Verstadtlichung werden kann. Das sollte man schon auch bedecken.
    • Kiril 16.03.2016 15:34
      Highlight Highlight Ich glaube, es geht hier weniger um Vorschriften bei der Erziehung als um Tipps, was man vermeiden sollte, um die Gesellschaft nicht zu stören. Zum Beispiel 3-jährige an die Star Wars VII Vorpremiere mitzunehmen.
  • Trinity 15.03.2016 16:57
    Highlight Highlight Mir ging es ähnlich wie Mayadino in Sachen Tipps zur Kindererziehung. Jede/r erzählt etwas anderes und ist felsenfest von der Richtigkeit seiner/ihrer Erziehungsmethode überzeugt. Hoffnungslos, da mussten wir unseren eigenen Weg finden. Denke der Konsens, wie Hunde zu erziehen sind, dürfte um einiges grösser sein...
  • Mayadino 15.03.2016 16:43
    Highlight Highlight Als junges mami war ich oft bei der mütterberatung (da kann man sich kostenlos beraten lassen), da ich bei vielen sachen unsicher war... Und wisst ihr was? Sie hatte nie auch nur einen sinnvollen tipp!
    Auch einer kollegin geht es so, sie hat schon mit verschiedenen elternberaterinnen gesprochen, auch mit einer kinderpsychologin, es hat alles nichts gebracht und alle haben etwas anderes erzählt 😉 ich bin auch gegen die hunde kurse, hat meinen eltern nichts gebracht. Sie sind beide mit hunden aufgewachsen unf mussten dann mit ihrem 8. hund in den hundekurs.
    • Mayadino 15.03.2016 17:43
      Highlight Highlight Nein, ich habe gelernt auf mich selbst zu hören und bis jetzt klappt es super 😉
  • Miicha 15.03.2016 16:39
    Highlight Highlight Ein Kurs ist vielleicht etwas ungünstig, da dieser irgendwann endet. Was Eltern wirklich brauchen ist eine Anlaufstelle, die 24 Stunden erreichbar ist.
  • TomTayfun 15.03.2016 15:11
    Highlight Highlight OK mal sehen ob bei meiner kleinen . . Sitz . . Platz . . gib Laut . . funktioniert . . (sarkesm)
  • Charlie Brown 15.03.2016 14:59
    Highlight Highlight @Felix: Mir macht dieser Artikel Sorgen. Ist das wirklich dein Ernst? Du vergleichst Hundeerziehung (nicht auf Bellen reagieren, weil sonst die Hierarchie flöten geht) mit der Erziehung von Menschen?

    Ich finde auch nicht alles toll, was bei der Kindererziehung um mich herum so abgeht. Ich habe zusammen mit meiner Frau einen Kurs besucht (freiwillig), welcher uns etwas über die Erziehung und den Umgang mit unseren Kids beigebracht hat. Verordnet haben will ich so was aber nicht.

    Und noch was. Du warst auch mal ein kleines Kind. Vielleicht ein ganz liebes, vielleicht ein Rotzlöffel...
    • Felix Burch 15.03.2016 15:11
      Highlight Highlight Wie ich geschrieben habe, stelle ich Mensch und Tier auf keinen Fall auf dieselbe Ebene. Als anfangs überforderter Hundehalter finde ich, der Kurs hat mir geholfen einiges richtig zu machen, das ich schlicht nicht wusste. Das hat entlastet. Ich denke, entsprechende Kurse für Eltern könnten völlig überforderte und gestresste Paare ebenfalls entlasten.
    • Charlie Brown 15.03.2016 15:55
      Highlight Highlight @Felix: So klingt es moderat. Im Titel fragst du dich aber, warum es keinen Zwangskurs für Eltern gibt. Und auch im Text, sogar fett gedruckt, erachtest du solche obligatorische Kurse als "sinnvoll". Nach welcher "Doktrin" sollte denn der Kurs gehalten werden?

      Es gibt ja entsprechende Kurse, unterschiedlich gelagert mit verschiedenen Ansätzen und Schwerpunkten. Auf freiwilliger Basis. Reicht denn das nicht?

      Ein staatlicher Zwang zu so einem Kurs passt m.E. besser nach Nordkorea als in die Schweiz.
    • Felix Burch 15.03.2016 16:07
      Highlight Highlight Grundsätzlich bin ich gegen Zwänge. Allerdings glaube ich, dass die, die es am nötigsten hätten, auf freiwilliger Basis gar nichts machen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 15.03.2016 14:56
    Highlight Highlight Was für ein Bullshit :-) Selten so gelacht :-)))
    In welcher Situation ist denn ein Kleinkind eine Zumutung für die Gesellschaft? Wie behindert muss denn die Gesellschaft sein, wenn sie es nicht aushält, wenn ihr kleinstes Mitglied mal schreibt oder weint, weil im Tram nicht jeder Mutter dem Kind die Brust geben wird. Auch wegen der leicht behinderten Gesellschaft.....

    Ich würde mal eher sagen, dass hier einige Exponenten aufgrund von schlichter Unwissenheit und Mangel an Erfahrung, die Kinder als Zumutung wahrnehmen....
  • Sapere Aude 15.03.2016 14:55
    Highlight Highlight Kurse, die bestimmtes Grundwissen über Kindereziehung vermittelt würde, sind in meinen Augen eine Idee die zu diskutieren ist. Es hätte mir wohl einiges erspart werden können, wenn meine Eltern einen solche Kurs besucht hätten.
  • dä dingsbums 15.03.2016 14:43
    Highlight Highlight Es gibt Eltern die mit ihren Kindern geschickt umgehen können und es gibt solche die das nicht können. Es gibt ruhige Kinder und es gibt wilde Kinder.

    Ein Kind das schreit oder einen Ausbruch hat, ist in der Regel nur eine Zumutung für die, die selber keine Kinder haben. Das Kind muss den Umgang mit seinen Gefühlen lernen und das ist nun mal ein natürlicher Prozess der Zeit und Geduld braucht.

    Der Staat hat in der Beziehung zwischen Eltern und Kind nichts zu suchen. Eltern die Unterstützung brauchen, können diese auch heute schon an die Elternberatung wenden.

    Geht's eigentlich noch?!
    • biosignalinator 15.03.2016 16:32
      Highlight Highlight hurra! Ein Hoch auf die vielgelobte Toleranz :P
  • miboni 15.03.2016 14:41
    Highlight Highlight Weshalb kann man aus Birnen keinen Apfelkuchen machen?
  • mrgoku 15.03.2016 14:40
    Highlight Highlight wenn ich mir die Manieren von den Kindern und Jugendlichen von Heute anschaue sind solche Kurse schon längst überfällig.
    • Charlie Brown 15.03.2016 14:49
      Highlight Highlight Du scheinst da eine recht zeitgemässe Einschätzung zu haben. Nicht.
      Benutzer Bild
    • Charlie Brown 15.03.2016 15:56
      Highlight Highlight @Sa Set: Ist das so? In dem Fall:

      Benutzer Bild
    • Charlie Brown 15.03.2016 17:15
      Highlight Highlight @Sa Set: Ich weiss grad nicht ob ich dich und du mich richtig verstanden hast. In meinem zweiten Post schwang eine gehörige Portion (eigentlich ausschliesslich) Selbstironie mit.

      Und zurück zum Thema: Auch wenn das Zitat nicht zweifelsfrei wörtlich Sokrates zugeordnet werden kann, so ist es doch recht nah an anderem, was von ihm überliefert wurde: http://www.zeit.de/2004/16/Stimmts_Sokrates

      Sorry, hab's halt im Internet gefunden ;-)
  • Scaros_2 15.03.2016 14:30
    Highlight Highlight Als Denkanstoss ist der Bericht gut. Es ist schon fragwürdig warum das Halten eines Hundes reglementiert ist und man glaubt jeden Hund psychologisch so drillen kann das er einem gehorcht.

    Aber bei Kinder lässt man die gewaltigen Freiräume was interpretationen usw. zulässt.

    Als Denkanstoss sicher richtig das man sich heute auch wirklich gedanken über Kindererziehung machen muss wenn man chronisch von überforderten lehrer und weiteres lesen muss weil Eltern nicht mehr Eltern sein können. Schein was, das man verlernt haben soll.
  • giguu 15.03.2016 14:20
    Highlight Highlight ...weil kinder keine menschen zutode beissen...
    • ramonke 15.03.2016 14:35
      Highlight Highlight kampfhunde sind in der schweiz sowieso verboten deren hundehalter gehen bestimmt nicht in einen kurs
    • mrgoku 15.03.2016 14:41
      Highlight Highlight was für ein Kommentar... wenn Hunde beissen ist genau jemand Schuld und das ist der Hundehalter. "Kampfhunde" existieren nicht. Es existieren "Hunde" welche zum Kampf genötigt werden...
    • ramonke 15.03.2016 15:19
      Highlight Highlight nicht genötigt sie wurden für das gezüchtet. kampfhunde existieren auch für den schweizer staat und die kantone die eine sehr strikte regelung bezüglich dieser hunde haben
      vom schweizerischen tierschutz:
      http://www.epets.ch/static/assets/problematik_potentiell_gefährlicher_hunderassen.pdf

      klar macht der halter viel aus aber solche hunde haben dieses verhalten durch die zucht im gen pool.
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Rasseliste
      "rassebedingt als gefährlich eingestuft"

      also hören sie bitte mit dem märchen auf das es nur mit dem halter steht und fällt
    Weitere Antworten anzeigen
  • SusiBlue 15.03.2016 14:15
    Highlight Highlight Eine gute Idee, die obli. Kindererziehungskurse. Blöd nur, dass das Zusatzkosten bedeutet.

    Interessant auch, dass die meisten Eltern in ZH einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen. Weil eine neue Situation auf sie zu kommt und sie gut darauf vorbereitet sein wollen.
    Wenn's dann aber an die Erziehung geht, dann hört der Spass auf! Liest man manche Comments hier, scheint's der heilige Gral zu sein.
    Wieso weiss angeblich Jeder von Natur aus, wie richtige Erziehung geht?

    Und noch dies, als Hommage an "gute Antworten" (seit Kurzem meine Lieblingsantwort für alles, passt meistens)😜 :

    get a life!
    • Brehynfak 15.03.2016 14:30
      Highlight Highlight Warum sollte irgendeine Kursleiterin besser wissen als ich, wie ich meine Kinder erziehen soll?
      Jeder weiss wie Erziehung funktioniert oder eben nicht. Jeder hat es an sich selbst, an seinen Geschwistern und anderen Kindern (manchmal buchstäblich) hautnah erlebt. Kurse in Erziehung sind genauso nötig wie Kurse in pinkeln.
    • Fumo 15.03.2016 14:33
      Highlight Highlight "Wieso weiss angeblich Jeder von Natur aus, wie richtige Erziehung geht?"

      Was ist denn RICHTIGE Erziehung?
    • mrgoku 15.03.2016 14:42
      Highlight Highlight Brehynfak... es weiss ja auch jeder wie er sein Hund erziehen soll, oder eben nicht...Wo ist der Unterschied?

      Dass ein Hund beissen könnte? Das Kind könnte später auch jemand erschiessen...

      typische Argumente ohne Hand und Fuss
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mathis 15.03.2016 14:01
    Highlight Highlight Ich als Kinderhalter bin doch gar nicht für obligatorische Hundekurse. Ich kann doch nichts dafür, dass der Gesetzgeber das vorgeschrieben hat!
    Kinder gegen Hunde auszuspielen ist nicht gerade die feine Art, und den Interessen der Hundehalter dient es auch nicht. Suchen Sie sich doch einen anderen Schuldigen, wenn Sie unbedingt einen brauchen.
    Im übrigen mögen Leute, die keine Hunde mögen, auch keine Kinder. Habe ich immer wieder gesehen.
    • Fumo 15.03.2016 14:54
      Highlight Highlight Menschen die denken eigene Kinder würden ihr Leben versauen denken unterbewusst sie hätten das Leben ihrer Eltern versaut, nur als Denkanstoss.
      Aber es ist gut dass gerade Menschen die das Geben und Erhalten von bedingungslose Liebe nicht verstehen sich nicht fortpflanzen, also danke dir dass du dafür sorgst dass die zukünftige Generationen liebevoller werden :*.
    • TomTayfun 15.03.2016 15:16
      Highlight Highlight Zum Glück hast Du kein Kind . . . danke.
    • Fumo 15.03.2016 15:18
      Highlight Highlight Es gibt keine einfachen Kinder, es gibt nur verständnislose Eltern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Brehynfak 15.03.2016 13:44
    Highlight Highlight Wenn ihr in einer gleichgeschalteten, totalitären Gesellschaft leben wollt, dann sagt ja zu staatlich vorgeschriebener Erziehung!
    P.S. Wer Hundedressur mit Kindererziehung vergleicht, der ist menschenverachtend. Einfach unerhört empörend so etwas!
    • mrgoku 15.03.2016 14:43
      Highlight Highlight wieso? ist der Mensch mehr als ein Hund? Sind beides Tiere dieser Erde.. Der Mensch sogar das schlimmere Tier... :)
    • TomTayfun 15.03.2016 15:19
      Highlight Highlight erwiesenermassen sind Menschen keine Tiere das hat aber nichts damit zu Thun wer besser ist der Vergleich ist Blödsinn du sagst ja auch nicht deinem Partner . . . SITZ . . . PLATZ . . . AUSS . . . .
    • Brehynfak 15.03.2016 16:54
      Highlight Highlight @tschoo: Weil mein Kind im Bett schlafen darf und am Tisch essen, der Hund dagegen nicht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • philosophund 15.03.2016 13:35
    Highlight Highlight Als ehem. Hundehalter und Papi von rebellisch-revolutionären Küken drängt sich mir die Frage auf, ob der Autor ein Problem mit Kids hat?
    Das Hunde verwahrlost werden hängt auch damit ab, dass die Verantwortung (die der Halter gegenüber dem Hund hat) nicht so verbindlich ist wie bei (s)einem Kinde. Klappt es nicht mit Fuffi so findet sich dieser angebunden an einem Rastplatz oder im Tierheim wieder. Ja, und der Hund ist nach wie vor kein Rechtssubjekt und wird als "Sache" behandelt - anders als beim Junior. ;-)
    • SusiBlue 15.03.2016 13:54
      Highlight Highlight Ich bin mit Einigem in deiner Aussage nicht einverstanden, aber ich rücke jetzt mal nur das Objektive gerade:
      Benutzer Bild
    • Fumo 15.03.2016 14:36
      Highlight Highlight Bravo, gegoogelt, einen Satz lesen und sich cool fühlen ;)

      So gehts übrigens weiter im Text: "Trotzdem gelten für Tiere im Wesentlichen nach wie vor die auf Sachen anwendbaren Bestimmungen des Strafgesetzbuches (StGB). Dies sind vor allem die vermögensstrafrechtlichen Bestimmungen betreffend unrechtmässige Aneignung, Diebstahl und Sachbeschädigung."
  • Alf Tannenbaum 15.03.2016 13:29
    Highlight Highlight Mit meinem Hund muss ich in den Zwangs-Kurs – warum gibt's das eigentlich für Journalisten nicht?
    • Felix Burch 15.03.2016 13:50
      Highlight Highlight Irgendeinen Kurs haben die meisten Journalisten schon mal belegt.
    • Brehynfak 15.03.2016 14:06
      Highlight Highlight @Felix: Ja, ja, z. B. einen Hundekurs.
  • Wilhelm Dingo 15.03.2016 13:26
    Highlight Highlight Ich habe Kinder und würde einen Kinderkurs voll unterstützen. Vielleicht fallen die Problemeltern dann auch schon früher auf.
    • dä dingsbums 15.03.2016 14:44
      Highlight Highlight Definier bitte mal "Problemeltern" genauer.

    • Samurai Frog 15.03.2016 15:02
      Highlight Highlight man kann ja einen Schritt weitergehen.
      Zuerst einen "Eltern-Test" bestehen und dann kann man Eltern werden. So können "Problemeltern" aussortiert werden, ohne dass die Kinder schon auf der Welt sind.
    • DerTaran 15.03.2016 18:01
      Highlight Highlight Und bei Weigerung droht Zwangs-Sterilisation?
  • Fumo 15.03.2016 13:15
    Highlight Highlight Man kann und soll die Erziehung nicht normen. Ob es Eltern richtig machen oder nicht ist immer schwer zu urteilen und dazu sollte man schon alle Umstände kennen und nicht ab einer Busfahrt einen Urteil fällen.
    • Wilhelm Dingo 15.03.2016 13:24
      Highlight Highlight Man kann und soll die Erziehung von Hunden nicht normen. Ob es Hundehalter richtig machen oder nicht ist immer schwer zu urteilen und dazu sollte man schon alle Umstände kennen und nicht ab einer Busfahrt ein Urteil fällen.
    • Fumo 15.03.2016 13:33
      Highlight Highlight Doch der Umgang mit Tieren die einen Menschen töten können soll genormt werden. Oder zumindest soll sichergestellt werden dass jeder Halter weiss was er zu tun hat, ob das was beigebracht wird Zuhause umgesetzt wird ist ja ein anderes Thema.
    • Ophelia Sky 15.03.2016 13:47
      Highlight Highlight Im Hundekurs gehts ja nicht nur um die Sicherheit für die Gesellschaft sondern auch um das Tierwohl.

      Zum Wohl der Kinder sollte es, aus meiner Sicht, einen obligatorischen Kurs geben. Es gibt immer noch Eltern, welche ihr schreiendes Kind zu Tode schütteln.. Hier könnten beliebig viele Beispiele eingefügt werden.
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  • Palatino 15.03.2016 13:14
    Highlight Highlight Ich beteilige mich als zweifacher Vater gerne an fundierten Diskussionen über Kindererziehung, aber dieser Artikel ist pures Whataboutism.
  • Granini 15.03.2016 13:10
    Highlight Highlight Für etwas gibts ja noch die Rekrutenschule.. *feix*
  • biosignalinator 15.03.2016 13:05
    Highlight Highlight echt jetzt?! Äouuuääää...
  • SanchoPanza 15.03.2016 13:04
    Highlight Highlight vielleicht nicht als Zwangskurs, aber übers Portemonnaie funktioniert es sicher. Mann könnte beispielsweise eine leicht erhöhte Kinderzulage anbieten, wenn sich Eltern dafür regelmässig zu Coachings- und/oder Gesprächsgruppen à la Supervision zusammenfinden. Einfach Theorieinput und praktisches Üben halte ich nicht für zielführend und realistisch. Aber der angeleitete Austausch mit einer Fachperson wäre evt was...
    • SanchoPanza 15.03.2016 14:43
      Highlight Highlight keine Ahnung was für eine Fachperson in Frage käme und ob da ein Studium nötig ist. Aber was ich mit Sicherheit sagen kann, dass viele Eltern ihre Pflichten in ungenügendem Masse nachkommen. Folglich braucht es Nacherziehun, nicht der Kinder, sondern der Eltern. Und dafür muss man nun wirklich keine eigenen Kinder haben.
    • dä dingsbums 15.03.2016 14:47
      Highlight Highlight Wenn man das Kind dann so erzieht, dass es möglichst wenig kritisch denkt und ja nie aus der Reihe tanzt, gibts einen fetten Bonus.

      Super Idee.
    • SanchoPanza 15.03.2016 16:43
      Highlight Highlight @geshitstorm, wie kommst du denn darauf das ich irgendwo gesagt habe das die Person keine Kinder haben soll?!? Oder schliesst in deinem Weltbild Kinder haben UND studieren sich gegenseitig aus? Aber klar, hauptsache auf Studierte einhacken...
      Btw, ich habe 8 Jahre lang Lehrlinge ausgebildet und später im Kindesschutz (nein keine Angst, nicht bei der allseits beliebten Kesb) gearbeitet. Ein bisschen mehr Unterstützung (nicht Zwang) würde richtig vielen Eltern, und vor allem deren Kindern, gut tun.
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  • Süffu 15.03.2016 12:59
    Highlight Highlight An und Fürsich eine gute Idee - Mü/Vä können sich aber schon heute von vielen verschiedenen Stellen Infos usw holen - sofern sie das Wünschen. Was würde passieren, wenn jemand diese oblig. Kurse nicht besucht oder."besteht"? Würden die Kinder dann in Obhut gegeben? Iwie nicht ganz zu Ende gedacht...
    und ausserdem: Die Umfrage ist masslos manipulierend formuliert!
  • jjjj 15.03.2016 12:55
    Highlight Highlight Ja. unbedingt noch mehr Kurse. Toll..

    Ich wette, die Mehrzahl Kurs Befürworter hier hat selber keine Kinder.
  • Kian 15.03.2016 12:51
    Highlight Highlight Zumindest in Zürich bietet der Staat den Eltern sehr viel: Hebamme nach der Geburt, Elternberatung, Kindertreff, etc. Der springende Punkt ist: all dies beruht auf Freiwilligkeit. Die Vorstellung, durch staatliche Zwangsmassnahmen bessere Eltern/Kinder zu machen, halte ich für illusorisch.
    • dä dingsbums 15.03.2016 14:52
      Highlight Highlight Sehe ich auch so.
  • Daniel* 15.03.2016 12:42
    Highlight Highlight Kinder kacken nicht überall in die Wiesen 💩 😂💩
    • SanchoPanza 15.03.2016 13:01
      Highlight Highlight würden sie aber, wenn die Eltern es ihnen nicht anders beibringen würden 😜
    • Mathis 15.03.2016 14:03
      Highlight Highlight Dafür aber in die Büsche!
    • MonImago 15.03.2016 15:26
      Highlight Highlight Kinder führen auch keine Blinden sicher durchs Gelände. Sie erschnüffeln auch kein Sprengstoff und auch keine Drogen für die Polizei. Sie zeigen einem Diabetiker auch nicht das Hypo an und finden keine Verschütteten nach Erdbeben oder Lawinen.
      Nur so, weil mich das nervt, dass Hunde immer auf's Scheissen reduziert werden.
  • BeniWidmer 15.03.2016 12:38
    Highlight Highlight ich würde den Kurs für Kindererziehung begrüssen. denn niemand ist ganz sicher was das aufziehen eines Kindes bedeutet. Auchgeht es nicht nur um die Kurzfristige Zeit als Kind sondern auch um das weitere Leben nach der Kindheit. Vielleicht bei uns in der Schweiz weniger problematisch, finde ich den Zustand in gewissen Deutschen Familien tragischer. Denn nachkommende Generationen kommen aus dem Hartz IV Teufelskreis gar nicht mehr heraus. So ein Kurs verspricht mir mehr Chancengleichheit gegenüber reicheren Familien
  • dracului 15.03.2016 12:31
    Highlight Highlight Dies gilt nicht nur beim Hund. Fast jede Fertigkeit muss man in unserer Gesellschaft irgendwie unter Beweis stellen: Fahrzeuglenker mit vorangehender Nothelferkurs, Berufsprüfung und Zertifizierungszertifikate, Wirteprüfung, Tauchdiplom, Waffenschein, Seepferdchen-Prüfung und sogar im Militär nehmen sie nicht jeden. Nur die Fähigkeit zur Kindererziehung haben wir alle mit der Muttermilch aufgesogen? Es ist grob fahrlässig, dass Elternkurse mit regelmässige Rezertifizierung nicht längst obligatorisch sind. Berichte in der Presse und Feedbacks von Kindern geben mir (leider) recht.
    • dä dingsbums 15.03.2016 14:55
      Highlight Highlight Als ob ein Kind ein Ding wäre, dass man mit einer Anleitung zu bedienen weiss.
      Falls Du Kinder hast, wo in der Erziehung hättest Du einen staatlich verordneten Kurs gebraucht?
    • Mathis 15.03.2016 15:28
      Highlight Highlight Die Fähigkeit zur Kindererziehung ist allerdings zum grössten Teil angeboren; nennt man Instinkt und ist bei Tieren auch verbreitet.
      Gelernt werden nur Gesellschaftsnormen.
  • Kookaburra 15.03.2016 12:31
    Highlight Highlight Mitleid heischen für einen Luxus, den man sich selbst zugesteht, den sich aber viele andere nicht leisten können, finde ich unangebracht und unsympathisch.

    Ein Kurs für Kinderhalter, wäre aber sicher angebracht. Besonders da die Reproduktionsrate mit abnehmender Bildung und Intelligenz, umgekehrt proportional steigt.
    • Brehynfak 15.03.2016 15:10
      Highlight Highlight Wenn Du recht hast mit der Reziprozität, dann würde der Kurs bei der Zielgruppe nichts bewirken können. So ein Pech aber auch 😉
  • meliert 15.03.2016 12:28
    Highlight Highlight Ich kenne eine Familie (leider Nachbarn) die die Erziehung ihrer Kinder nicht im Griff haben. Die Kinder werden ausserhalb des Elternhauses zusätzlich betreut, nur weil die Eltern nicht fähig sind (die Mutter sogar ganztägig "anwesend"!).
    Niemand scheint dies zu interessieren, erst wenn "etwas passiert"....
    • HansHoni 15.03.2016 13:49
      Highlight Highlight Also was jetzt? Interessierts niemanden der werden sie ausserhalb des Elternhauses zusätzlich betreut? Beides geht ja wohl nicht so richtig. Oder? :-)
    • meliert 15.03.2016 15:43
      Highlight Highlight @HansHoni: es interessiert niemand, dass die Eltern unfähig sind! Es werden nur Symptome bekämpft (Betreuung Kinder)
  • User01 15.03.2016 12:12
    Highlight Highlight Bei der Abstimmung fehlt mir die Antwort "wer nennt seinen Hund Hugo?!"
    • demokrit 15.03.2016 12:33
      Highlight Highlight Vielleicht in Anlehnung an den kultigen Sekten-Journalisten Hugo Stamm?
    • Felix Burch 15.03.2016 13:53
      Highlight Highlight Muss es denn für einen Hund immer Fifi sein?
  • Tatwort 15.03.2016 12:12
    Highlight Highlight Zwei Anmerkungen:
    Man kann tatsächlich viele Elemente aus einer - erfolgreichen - Hundeerziehung auf die Kindererziehung übertragen. Mit einem wesentlichen Unterschied: Zahlreiche Erziehungsmassnahmen wiederholen sich bei einem Hund permanent, während einem die Kinder im schlimmsten Fall irgend wann einmal den Finger zeigen und ausziehen...
    Die zweite Anmerkung ist zur Bildstrecke: Dort wird der "Italian Waterdog" als Neuzüchtung beschrieben. Naja - er wurde bereits im 14. Jahrhundert beschrieben, kann soooo neu also nicht sein....
    • HansHoni 15.03.2016 13:50
      Highlight Highlight Genau! Ein Schoggistängeli geben, wenn es andere Kinder anbellt. Saugute Idee!
  • Dä Brändon 15.03.2016 12:11
    Highlight Highlight Ich weiss nicht so recht, Kinder sind wie Erwachsene alle verschieden. Es gibt Lausbuben, Chaoten, Wunderkinder oder superanständige Kinder. Vieleicht ist es ok so wenn Eltern die Kinder individuell erziehen. Die Eltern die sich Tipps und Tricks holen möchten können das Heute ja fast überall.
    • Flint 15.03.2016 12:52
      Highlight Highlight Diese Unterschiede gibts auch bei den Hunden. Terrier z.B. sind teils recht schwer zu erziehen. Aber, das grosse Aber: Erziehung beginnt beim Erziehenden, und das ist bei Hunden wie auch bei Kindern nicht anderst. Gute Erzieher bringen Terrier aber auch schwierige Kinder auf einen guten Weg.
      Gibts denn gar keine Angebote für Kindererziehungskurse? Marktlücke?
    • Dä Brändon 15.03.2016 17:56
      Highlight Highlight Achtung, man darf Hunde und Kinder nicht gleichsetzen. Das Herrchen kann den Hund so abrichten das die Umwelt keinen Einflüss auf den Hund haben kann. Bei den Menschen ist das ganz anderst, da spielt die Umwelt eine sehr grosse Rolle.

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