Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa08294691 Customers gather on terace of the Cafe du Marche with social distance as part of measures to contain the spread of coronavirus COVID-19, in Carouge near Geneva, Switzerland, 14 March 2020.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Am Wochenende sassen die Leute wie hier in Genf noch ungeniert in den Beizen. Damit ist nun Schluss. Bild: EPA

Kommentar

Die Schweiz im Corona-Stresstest: Da müssen wir jetzt durch!

Das Coronavirus hat die Schweiz und Europa total im Griff. Grosse Teile des öffentlichen Lebens stehen still. Manche fragen sich, ob das wirklich nötig ist. Doch welches ist die Alternative?



Am Dienstagmorgen sind wir in einem Land aufgewacht, das wir so nicht kennen. Das öffentliche Leben in der Schweiz ist auf eine Weise zum Stillstand gekommen, wie es nicht einmal im Zweiten Weltkrieg der Fall war. Der Bundesrat hat am Montag praktisch alle Einrichtungen dicht gemacht, die für das Funktionieren der Gesellschaft nicht zwingend notwendig sind.

Andere sind noch weiter gegangen. In Frankreich gilt faktisch eine Ausgangssperre, ebenso in Italien und Österreich. Nicht einmal Parks und Spielplätze dürfen geöffnet bleiben. Das will die Schweiz vermeiden: «Ein totaler Shutdown ist nicht nötig, aber nur wenn die Bevölkerung sich an die Massnahmen hält», sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Montag.

Der Bundesrat erklärt die «ausserordentliche Lage»

abspielen

Video: watson/nico franzoni

Fast schon flehentlich hatte die Landesregierung zuvor die Menschen aufgefordert, endlich wenn möglich zu Hause zu bleiben und das Social Distancing einzuhalten. Es war ein faktisches Eingeständnis, dass die nur drei Tage zuvor verhängten Einschränkungen nicht genügten. Das vergangene Wochenende zeigte, dass zu viele den Ernst der Lage nicht erkannt hatten.

Das Recht auf Fun

Sicher, da war diese unglaubliche Welle der Solidarität mit gefährdeten Menschen. Aber auch der beklemmende Anblick von leeren Supermarkt-Regalen, den man zuvor nur aus dem Fernsehen kannte. Und dann wieder Restaurants, die sich um das Verbot foutierten, mehr als 50 Personen zu bewirten. Und überhaupt Menschen, die ungeniert ihr vermeintliches Recht auf Fun auslebten.

«Ich habe keine Angst» – diese Leute waren an der Langstrasse

abspielen

Video: watson/Helene Obrist, Emily Engkent

Auch jetzt glauben manche, der Bundesrat übertreibe. Den Medien werfen sie Panikmache vor, in den Kommentarspalten oder Rückmeldungen. Der Antrieb ist häufig die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen eines Shutdown. Diese sind einschneidend. Viele Menschen, vor allem Freelancer und Gewerbler, verlieren von einem Tag auf den anderen ihr gesamtes Einkommen.

Häufig fallen sie durch die Maschen des sozialen Netzes. Die Kurzarbeitsregelung etwa ist für solche Fälle nicht gedacht. Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, die Chefin des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco), musste am Montag faktisch einräumen, dass ihre Behörde selbst noch nicht weiss, wie sie mit diesen Härtefällen umgehen soll. Dabei ist der Leidensdruck enorm.

Die Schweiz zieht sich zurück

Selbst Politiker wie der Zürcher SVP-Finanzdirektor Ernst Stocker wehren sich gegen eine Angebotsreduktion im öffentlichen Verkehr mit dem Argument, dieser sei «das Rückgrat der Wirtschaft». Skeptiker bezweifeln, dass es tatsächlich zu einem exponentiellen Anstieg der Krankheitsfälle kommt, und stellen damit die Diagnose der Fachexperten in Frage.

Zu spät reagiert

Einer ihrer «Kronzeugen» ist der deutsche Lungenarzt und SPD-Politiker Wolfgang Wodrag. Er bezweifelt, dass die Corona-Epidemie schlimmer ist als eine gewöhnliche Grippewelle. Hat Wodrag schon einmal nach Italien geschaut? In stark betroffenen Städten wie Bergamo sind die Spitäler völlig am Anschlag, das Personal arbeitet über das Erschöpfungslimit hinaus.

Italien hat zu spät auf das Coronavirus reagiert und zahlt dafür einen hohen Preis. Ob der Bundesrat mit seinem stufenweisen Vorgehen ein ähnliches Szenario für die Schweiz vermeiden kann, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen. Es geht nicht nur darum, die gefährdeten Personen zu schützen. Das Gesundheitswesen soll vor dem Kollaps bewahrt werden.

Schutzquarantäne für Risikogruppen

Denn was wäre die Alternative? Etwa das von gewissen Leuten geforderte «Durchseuchen», die Entwicklung einer «Herdenimmunität», wie es ein Berater des britischen Premierministers Boris Johnson formuliert hat? Unkontrolliert würde ein solches Vorgehen Ältere und Chronischkranke einem untragbaren Risiko aussetzen und die Spitäler im Handumdrehen ans Limit bringen.

Behandlung eines Covid-19-Patienten in Locarno. Bild: KEYSTONE

Der Ökonom Thomas Straubhaar schlug in der «NZZ am Sonntag» eine «Schutzquarantäne für Menschen ab 60 Jahren sowie für Risikogruppen» vor. Faktisch würde dies auf eine Art «Isolationshaft» für vollkommen unschuldige Menschen hinauslaufen, und das womöglich wochenlang, während die Jüngeren draussen ungeniert das Leben geniessen können.

Italien ist nicht abgewendet

Das kann es wohl nicht sein. Allein die psychologischen Folgen wären fatal. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die Massnahmen des Bundesrats sind richtig. Wir müssen da durch! Im besten Fall flacht die Ansteckungskurve rasch ab und wir können früher in unser altes Leben zurückkehren als gedacht. Der Schaden hielte sich in Grenzen.

Aber es droht auch nach wie vor ein Szenario wie in Italien. Ein Intensivmediziner am Zürcher Universitätsspital sagte am Montag in der SRF-«Tagesschau» illusionslos: «Ich erwarte es.» Hoffentlich behält er nicht recht. Aber Hoffnung ist in diesem Fall ein schlechter Ratgeber.

Covid-Verordnung Bundesrat (16. März 2020)

«Bleiben Sie zuhause»: Unispital-Prof erklärt zusammengefasst, was jetzt angesagt ist

Play Icon

Abonniere unseren Newsletter

81
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
81Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Äuwä 18.03.2020 07:05
    Highlight Highlight Ich hoffe, es begreifen es jetzt alle: es geht nicht nur um die Senioren. Indem wir uns an die Empfehlungen des BAG halten bewahren wir hoffentlich unser Gesundheitssystem vor dem Zusammenbruch und schützen uns alle damit. Ich hoffe, dass wir ohne Ausgangssperre durch die Krise kommen. Danke all denen, die jetzt nicht egoistisch handeln! Merci!
  • CalibriLight 17.03.2020 22:32
    Highlight Highlight Dieses "Rentner-Gebashe" wird immer peinlicher.
    Aber man braucht wahrscheinlich einfach immer ein Feindbild, um den eigenen Frust abzubauen. Wäre ja nicht das erste Mal.

    Werdet bloss nicht alt, sterbt früher.

    • Jsgkl 18.03.2020 09:57
      Highlight Highlight Hat nichts mit Bashing zu tun. Gestern im Bus, ich ging einkaufen, einige Rentnergrüppchen mit Rucksack, welche einen Tagesausflug planten. Absolut unverständlich.
  • Carl Gustav 17.03.2020 18:35
    Highlight Highlight Hatte heute einen anstrengenden Tag als Angestellter eines Lebensmittelduopolisten.
    1. Ja ihr habt recht. Die Einzigen, die ohne Angst und ohne Rücksicht noch alles genau gleich machen wie immer sind Senioren 70+
    2. Eigentlich bewundere ich ältere Menschen, denen ein glückliches Leben wichtiger ist, als ein ewiges Leben.
    Nur ist es völlig assozial im Moment.
    3. Hab in den letzten paar Tage für mich gelernt damit umzugehen, dass viele Leute lieber mit vollen Schränken sterben als auf ein Minimum an Luxus zu verzichten.
    Das ist echt verdammt traurig undunfassbar, aber die Realität!
  • Cirrum 17.03.2020 17:35
    Highlight Highlight Ich frage mich, warum man von den jährlichen 20000 Grippetoten in Deutschland und den hunderten Grippetoten jährlich in der Schweiz sonst kein Mucks hört.. schon seltsam
    • aglio e olio 17.03.2020 18:33
      Highlight Highlight Weils der Normalfall ist. 🙄
    • Cpt. Jeppesen 17.03.2020 20:54
      Highlight Highlight Verbreite bitte keinen Blödsinn: Das Statistische Bundesamt in Deutschland ermittelte für die Zeit zwischen 1998 und 2007 jährlich zwischen 3 und 34 Fälle mit Virusnachweis und zwischen 63 und 330 jährlich ohne. Nach Angaben des Bundesamtes für Statistik Österreich starben zwischen 1998 und 2007 zwischen 6 und 145 Menschen an der Grippe. In der Schweiz wurden zwischen 1998 und 2006 zwischen 8 und 129 Menschen direkte Grippetodesfälle gezählt. (Wikipedia). Es gibt einen Unterschied zw. direkter und indirekter Todesfolge und da ist COVID-19 deutlich aggressiver.
  • DerRabe 17.03.2020 17:03
    Highlight Highlight Meine Solidarität nimmt immer weiter ab. Bin 31 und gesund, trotzdem habe ich mich aus Respekt vor allen gefährdeten Menschen mehr oder weniger zuhause eingesperrt (mein Job lässt das zu). Geplant ist in etwa ein mal pro Woche raus zu gehen un einzukaufen.
    Alle Treffen mit Freunden abgesagt, kein Sport draussen mehr (nur noch Cycling auf dem Balkon).

    Und nun kriege ich von allen Seiten mit, wer noch die einzigen auf den Strassen sind: Die Rentner! Genau die, für die ich auf alles verzichte.
    Sagt mal, habt ihr sie noch alle?!?
    • Chrigi-B 17.03.2020 18:15
      Highlight Highlight Nö, haben sie nicht - scheinbar.
    • brudi 17.03.2020 18:54
      Highlight Highlight Und warum genau denkst du, joggen oder radfahren sei verboten?
    • die_rote_Zora 17.03.2020 19:57
      Highlight Highlight Du tust trotzdem das Richtige! Nicht für die Rentner die zu ignorant sind, sondern für das ganze Personal im Gesundheitswesen! Zustände wie in Italien wären der absolute Höllentrip für sie :(
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kari Baldi #WirallesindCorona 17.03.2020 17:02
    Highlight Highlight Auf die Meldung im "Blick", dass in Peru ein 78-jähriger Schweizer in seiner Wohnung tot aufgefunden worden sei, nachdem er am 24. Februar aus der Schweiz zurück reiste, schrieb ein Kommentator "Vermute der Özi ist auch an Corona gestorben. Hört auf mit dieser Hysterie. Macht die gesamte Wirtschaft kaputt".
    Nur ein Beispiel, was die jüngere Generation von der älteren Bevölkerung hält. Ich sehe schwarz, was die Solidarität zwischen Jung und Alt angeht...
    • phreko 17.03.2020 19:48
      Highlight Highlight Ja, weil sie bisher immer nur in eine Richtung geht.
    • phreko 17.03.2020 21:11
      Highlight Highlight Natürlich haben "die Alten" die Schweiz aufgebaut, aber indem sie sich dafür einfach verschuldet haben, bezahlen es die Jungen dann trotzdem selbst. Wenn man dann noch dazuzählt, wieviel Miete von den Jungen in die Säcke der Alten fliesst, dann wird diese Solidarität schon langsam etwas arg strapaziert. Und die Liste würde noch weiter gehen....
    • blueberry muffin 18.03.2020 05:44
      Highlight Highlight Und was tut ihr so für den Klimaschutz? Wie siehts aus wenns um die Greta geht?

      Einfach die AHV jetzt schon streichen, wir werden sie ja auch nie bekommen.
  • Forest 17.03.2020 17:01
    Highlight Highlight Dumme Menschen. Nichts aus Italien und China gelernt?
  • piranha 17.03.2020 17:00
    Highlight Highlight "(...) «Schutzquarantäne für Menschen ab 60 Jahren sowie für Risikogruppen» vor. Faktisch würde dies auf eine Art «Isolationshaft» für vollkommen unschuldige Menschen hinauslaufen, und das womöglich wochenlang, während die Jüngeren draussen ungeniert das Leben geniessen können."

    Umgekehrt ist es der Fall, denn genau diese schützenswerten Rentner geniessen gerade das Leben in vollen Zügen, währenddessen unsereins jetzt 6 Wochen nicht mehr in die Uni kann. Oder Sport treiben. Oder Essen gehen.
    Sowas bringt mich echt auf die Palme.

    Die Empfehlungen des Bundes gelten imfall für alle!!!
    • Grötzu 17.03.2020 20:40
      Highlight Highlight Leider hast Du recht. (ich Jahrgang 1950). Alter schützt vor Dummheit nicht. Es ist kein Kraut gegen Dummheit gewachsen.etc. Dadurch unterscheiden sich einige Alte und Junge nicht. Aber das ist vermutlich nur ein kleiner Teil (hoffentlich). Aber die fallen nun einmal auf. Danke Dir.


  • Erklärbart. 17.03.2020 16:38
    Highlight Highlight Ich war soeben einkaufen - ganz bewusst in einem grösseren Einkaufscenter, mit MMM Migros, Denner, Bäckereien. Der Rest war zu (über 40 Geschäfte). Spezielle Atmosphäre. Aber wisst ihr was richtig krass war? Mit meinen 30 Jahren war ich (abgesehen von ein paar Angestellten) vermutlich die jüngste Person da. Der Rest? SENIOREN!! Die zwischen den Regalen ihr Kaffeekränzchen abhalten - und sich enervieren, wieso jetzt die Restaurants im Center geschlossen sind? Wir/ganz Europa macht eine nie da gewesene Übung um Senioren zu beschützen. Und die? Die chillen es im Einkaufszentrum! Einfach krank!
    • Grötzu 17.03.2020 20:41
      Highlight Highlight Gottseidank nicht alle
    • felixJongleur 17.03.2020 20:43
      Highlight Highlight Schau mal wer im ÖV am ehesten drängelt - es sind selten die Jungen. Erfahrung nach vielen Pendlerjahren.
    • Gigi,Gigi 17.03.2020 21:07
      Highlight Highlight Vielleicht mangelt es an der Kommunikation?
  • sheshe 17.03.2020 16:11
    Highlight Highlight Schön wäre ein BGE. Damit wären die Härtefälle automatisch alle ohne grossen administrativen Aufwand gedeckt, niemand müsste Angst vor einer Arbeitslosigkeit haben und der Konjunktur würde es auch gut tun.
    • aglio e olio 17.03.2020 18:37
      Highlight Highlight Hier bitte:
      http://chng.it/PWzzBX7DCX
    • Florotor 17.03.2020 19:15
      Highlight Highlight https://www.change.org/p/bundesrat-bedingungsloses-grundeinkommen-f%C3%BCr-die-schweiz-in-den-n%C3%A4chsten-6-monaten

      Hopp!
  • Varanasi 17.03.2020 16:01
    Highlight Highlight Und bei uns im Haus ruft der Nachbar (Pastor einer grossen Schweizer Sekte) für heute Abend zum Bräteln in den Garten zusammen.
    Da wird man einfach nur noch stocksauer.

    Es braucht die Ausgehsperre. Die Leute kapieren es einfach nicht.
    • EvilBetty 17.03.2020 19:24
      Highlight Highlight Schlauch oder Eimer mit Wasser bereit halten.
    • blueberry muffin 18.03.2020 05:46
      Highlight Highlight Das ist schon verboten, einfach der Polizei melden.
  • poltergeist 17.03.2020 15:42
    Highlight Highlight Vielleicht sollten die Ignoranten wissen dass es auch sie treffen kann. Z.B. wenn sie sonst krank werden oder einen Unfall haben und die Spitäler voll sind.
    • felixJongleur 17.03.2020 20:44
      Highlight Highlight Dann im Spital abweisen wäre was.
  • DerRaucher 17.03.2020 15:37
    Highlight Highlight Was ich im Zusammenhang noch nie gelesen habe ist, wie schwer diese Situation für Leute mit Depressionen werden kann. Man sitzt Zuhause, wohnt womöglich allein und muss sich gesellschaftlich isolieren. Das wird vielen Menschen nicht gut bekommen auf längere sicht. Jetzt stehen wir am Anfang und alle sagen noch: Ja super, genau so muss es sein. Aber wie sieht es in 4 oder 5 Wochen aus? Was macht das mit der Psyche des Menschen wenn der Zustand verlängert wird? Ich bin nicht depressiv aber ich glaube mir wird die nächsten Wochen einige male die Decke auf den Kopf fallen.
    • DuhuerePanane 17.03.2020 15:59
      Highlight Highlight Der Raucher, ich glaube das stark depressive Menschen sowieso lieber zuhause bleiben anstatt unter Menschen zu gehen.
    • StimmeausdemOff 17.03.2020 16:16
      Highlight Highlight Und wieviele Beziehungen in die Brüche gehen, weil man die Nähe nicht aushaltet... Corona räumt grosszügig auf.
      Schade trifft es nicht nur die Egoisten die sich an nichts halten und jetzt noch in Gruppen unterwegs sind.
    • Lolus 17.03.2020 17:27
      Highlight Highlight @DuhuerePanana, ich kann dir sagen das du hier falsch glaubst. Viele depressive brauchen ihre Ruhe und manchmal auch die Einsamkeit. Jedoch ist es bei den meisten Personen die ich kenne die an einer Depressiven Erkankung leiden so das sie verwelken (sorry blödes Wort) wenn sie ihre sozialen kontakte verlieren - vorallem wenn dies plötzlich geschieht.
      Da gehört natürlich noch viel mehr dazu, da würde ich hier aber ein Buch schreiben um das genau erklären zu können.

      Der DerRaucher hat hier aus meiner sicht definitiv recht mit seiner Annahme.
  • Bavaria 17.03.2020 14:41
    Highlight Highlight Wir sind uns gar nicht bewusst, wie mit einem solchen Lockdown Menschen an den Rand ihrer Existenz getrieben werden - da sollte man auch Toleranz zeigen! Zudem meinen immer alle, man könne so einfach Homeoffice machen - doch die meisten arbeiten nach wie vor immer noch nicht in einem Büro und können einfach so easy die Arbeit von zu Hause aus erledigen! Sinn macht es, die älteren, pensionierten Personen zu schützen, doch diese gehen ja so oder so nicht mehr viel weg und kennen sich wohl viel besser aus mit Krisen als die Jungen, die keinen Krieg kennen! Wer krank ist, geht auch nicht weg...
    • Keller101 17.03.2020 15:30
      Highlight Highlight Wenn das eigene Unternehmen so schlecht aufgestellt ist, dass man nicht einmal ein paar Wochen ohne Umsatz durchstehen kann, dann ist die unternehmerische Reichweite einfach miserabel. Dann sollte man statt des Unternehmertums die Festanstellung wählen.
    • Driver7 17.03.2020 15:58
      Highlight Highlight Nein, es können nicht alle Homeoffice machen.. aber wenn die machen, die können, dann gibts im ÖV und bei der Mittagsverpflegung schon deutlich weniger Kontakte, und das hilft dann wieder allen!
    • Posersalami 17.03.2020 17:07
      Highlight Highlight Wer kein Homeoffice machen kann hat viel weniger Kontakt zu Menschen wenn die, die Homeoffice machen können, Zuhause bleiben. Und natürlich alle die auch Zuhause bleiben, die nicht arbeiten.

      Es wird eine Ausgangssperre brauchen, die Eigenverantwortung funktioniert nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ruefe 17.03.2020 14:41
    Highlight Highlight Herr Blunschi sagt es richtig im Artikel, das "Recht auf Fun" existiert nicht, so was hat man wenn man ein Kind ist, aber erwachsene Menschen haben nicht das Recht sich von der Verantwortung für die Gesellschaft zu drücken. Sicherlich nicht in einer Notlage.
    • blueberry muffin 17.03.2020 22:33
      Highlight Highlight Braucht auch kein Recht dafuer - wenn sie es nicht haben, brennt das Land. Das wussten schon die Roemer. Brot und Spiele, nicht Brot und Arbeit.
  • Cosmopolitikus 17.03.2020 14:40
    Highlight Highlight Es wäre wirklich echt schön, wenn sich ALLE (wtf ist daran unklar???) an die Verhaltensregeln halten würden. Damit meinte ich unter anderem folgendes:
    - Verzicht auf Hamsterkäufe (Mensch, gehen mir diese ungebildeten Idioten auf den Senkel 🤬)
    - ältere Menschen die Besuch einladen, damit sie nicht alleine sind (😫)
    - Jugendliche die gemeinsam abhängen, weil es so gerade etwas weniger langweilig ist (🤔)
    - und all das was ich vergessen habe!
    So habe fertig! Das musste jetzt mal raus...
    Ich wünsche allen viel Kraft und bliibed gesund 🤗
    • Jolimeme 17.03.2020 17:09
      Highlight Highlight Sie haben recht. Aber irgendwie ärgere ich mich auch über mich selber weil ich keine hamsterkäufe gemacht habe. Weil: noch eine rolle klopapier daheim, weit und breit alle ausverkauft weil die idioten alles weggekauft haben. Nützt mir nur nichts - hamstere aus solidarotät nicht - und hab am ende selber zu wenig.
    • Bavaria 17.03.2020 20:00
      Highlight Highlight @Posersalami: auch in einem Notstand muss es ein Recht auf persönliche Freiheit geben - die Menschen mehrere Wochen Zuhause einzusperren ist schlicht nicht machbar - jedermann braucht frische Luft uns soziale Kontakte - sonst leidet auch noch die Psyche unter den finanziellen und existenziellen Sorgen sowie die heftige Langeweile. Eine Ausgangssperre wird also niemals funktionieren- Bussen für die persönliche Bewegungsfreiheit zu gewähren ist völlig absurd - wir sind ja nicht in der DDR!
    • Jabberwocky 18.03.2020 01:00
      Highlight Highlight Frische Luft - Fenster öffnen.
      Soziale Kontakte - Telefon, Skype, Email (sorry, bin etwas von gestern)
      Langeweile - Arbeiten (Home Office ist nicht Urlaub)
  • Kamil B. 17.03.2020 14:39
    Highlight Highlight Zürich am Montag Tag 1: Die Jungen rufen sich auf zum zuhause bleiben, haben fast ein schlechtes Gewissen einkaufen zu gehen.

    Rentner bevölkern die Migros, Strassen und und Plätze.

    Für was mache ich mir die Mühe?
    • Picker 17.03.2020 15:25
      Highlight Highlight Kann ich so 100% bestätigen. Rentner zu zweit+ am spazieren und einen Schwatz halten, Grosspapi bringt sein Auto zur Waschanlage, etc.
    • äti 17.03.2020 15:34
      Highlight Highlight Rentner leben oft alleine und müssen sich selber eindecken. Rentner haben oft kein Auto um für eine oder zwei Wochen einzukaufen. Rentner können nicht alle 10kg und mehr schleppen. Also holen sie sich ihren kleinen Tagesbedarf zu Fuss, kommen an die Luft und haben was für die Psyche.
      Und, Kamil, nicht alle machen nur was für sich selbst.
    • LalaLama 17.03.2020 15:47
      Highlight Highlight Ich habe gestern ähnliches bemerkt und mich kräftig an der Schulter gekratzt (Kopf sollten wir ja nicht). Allerdings war ich nicht an der Aare.

      Du machst es richtig!

      i

      Im angehängten Video sagt der zuckersüsse Junge wir sollten auf diese Menschen zugehen (nicht zu nah, vlt steckt sie dich ja an - das wäre dann scheisse) und Sie aufklären. Böse anschauen und Kopf schütteln wäre ja auch schon was.

      Wir schaffen das!
      Play Icon
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bee89 17.03.2020 14:39
    Highlight Highlight "..das Recht auf Fun". Selten so eine egoistische Einstellung erlebt! Es geht hier um unsere Gesellschaft, um unser Gesundheitswesen!
    Wenn das Gesundheitswesen kollabiert haben wir alle ein Problem. Denn wer kann mit Sicherheit sagen, dass er/sie in den nächsten Wochen oder Monaten keine notfallmässige Behandlung benötigt, die dann nicht möglich sein wird? Es geht nicht nur um das Coronavirus.
    #staythefuckhome
  • DrDeath 17.03.2020 14:25
    Highlight Highlight Gerade der ÖPV hätte als erstes gestoppt werden müssen. Nirgends sonst kommen so viele enge Begegnungen mit Fremden wie dort zu Stande.

    Irgendwie haben die Politiker noch immer nicht verinnerlicht, dass ihnen die wirtschaftshörige Politik nicht den Hals retten wird, wenn das Gesundeitssystem zusammenbricht und jeder fünfte ein Elternteil oder ein Grosselternteil an die Krankheit verliert.

    Ich lebe nahe einer Rega-Basis. Ich weiss nicht ob es was zu bedeuten hat, aber der Heli ist heute schon öfters über's Haus gedonnert als jemals in der Klettersaison.
    • Brummbaer76 17.03.2020 17:13
      Highlight Highlight Den ÖPNV stoppen, damit das Pflegepersonal nicht zur Arbeit kommt? Really? Er wird ja jetzt ausgedünnt, liess mal die Kommentare dazu, die meisten am Jammern. Wer nicht jammert sind die die den Laden am laufen halten. Pflege, Ärtze, Verkäufer im Lebensmittel Handel, ÖV-Angestellte, Polizei, Müllabfuhr und wer sonst noch für das Funtionieren des Landes da ist. Es sind die, die der Gefahr am meisten Ausgesetzt sind.

      Kurz die die auf einen funktionieren ÖV angewissen sind.
    • DrDeath 17.03.2020 20:35
      Highlight Highlight Brummbaer76 really? Das Pflegepersonal fährt mit dem ÖV? Ich hoffe, da hat man eine bessere Lösung gefunden, und sei es ein Fahrdienst. Weisst du warum? Möchtest du ernshaft, dass diejenigen, die dem Virus am meisten ausgesetzt sind und mit die höchste Ansteckungsgefahr haben im ÖV unterweg sind und sich gegenseitig bzw. andere anstecken? Aber bitte - warten wir's ab. Die Geschichte wird hinterher geschrieben, sagt man doch.
  • mrmikech 17.03.2020 14:23
    Highlight Highlight "...wie es nicht einmal im Zweiten Weltkrieg der Fall war."

    Die Schweiz hat - zum glück - halt nicht viel mitgemacht, und muss deswegen in diesen fall mal hören auf menschen die erfahrung haben mit krisen. Sonst benimmt mann sich einfach wie ein verwöhntes kleines kind...
  • Jason96 17.03.2020 14:05
    Highlight Highlight Stimmt eben schon, finde die Leute nehmen das immer noch zu wenig ernst. Allein die Tatsache dass ich seit gestern nichts anderes mache als für die Kunden Home-Office einrichten während alle noch fröhlich im Büro sitzen ist schon unglaublich. Naja, at least i can stay the fuck home
    • Posersalami 17.03.2020 17:34
      Highlight Highlight Ja das hat mich bei uns auch aufgeregt. Die letzten 2 Tage ist der Chef dem Support hinterhergerannt damit alle eine VPN Leitung ins Büro bekommen. Der Support war auch entsprechend gestresst, weil grad alle das gleiche wollen.

      1 Woche vorher dran denken? Undenkbar!

      Ich hab vorsorglich schon am Freitag alle Daten in meine private Cloud kopiert, so dass ich am Montag direkt Zuhause bleiben konnte.
  • Cirrum 17.03.2020 14:02
    Highlight Highlight Klar füllen sich die Spitäler ab dieser Angstmache, jeder der sonst einfach zuhause bleibt, weil er krank ist, rennt jetzt gleich zum Arzt oder ins Spital..
    • Katzen und Faulenzen 17.03.2020 14:27
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • DrDeath 17.03.2020 14:28
      Highlight Highlight Cirrum, das ist Unfug. Ganz dämlich sind die Menschen auch nicht.

      Sicher wird es diejenigen geben die aus Panik und Hypochondrie in die Notaufnahme rennen, wenn sie drei mal husten. Idioten sterben nicht aus, schon gar nicht durch Covid-19.

      Momentan dürften aber die meisten den Empfehlungen des BAG folgen, zu Hause zu bleiben und bei schweren Symptomen vorab telefonisch abzuklären.
    • sikki_nix 17.03.2020 14:36
      Highlight Highlight Ja klar, sie haben völlig recht. Und die Spitäler weisen diese gleich massenhaft auf die intensivstationen, einfach nur so.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Man-o-Man 17.03.2020 14:00
    Highlight Highlight Ich stehe an vorderster Front in diesem Sturm. Da kommt was auf uns zu, aber wir werden es meistern. Wir meistern es aber nur, wenn sich alle solidarisch zeigen und sich einschränken, so gut es geht. Zusammen brechen wir die Welle.
  • Uee Jetli 17.03.2020 13:59
    Highlight Highlight
    Play Icon


    Einfach dieses Video ernst nehmen. Wirklich!!

15 Bilder von Idioten, die «Keine Panik!» irgendwie falsch verstanden haben 🤦

Ja, es ist keine alltägliche Situation, die wir aktuell wegen des Coronavirus durchstehen. Aber Panik hat noch nie jemandem geholfen.

Irgendwie sind die folgenden Bilder aber trotzdem amüsant. Ärgerlich, absurd und amüsant zugleich.

Um noch einmal schnell in Erinnerung zu rufen: ES GIBT KEINE LEBENSMITTEL-ODER-WC-PAPIER-ENGEPÄSSE! KEINE! ES HAT GENUG FÜR ALLE!!!!(WARUM SCHREIEN WIR EIGENTLICH SO?)

(sim)

Hinweis: Der Detailhandel in der Schweiz ist auf die momentane Lage vorbereitet. Mehrfach haben …

Artikel lesen
Link zum Artikel