Schweiz
Kultur

Schauspieler Joel Basman gewinnt Deutschen Filmpreis 

Joel Basman.
Joel Basman.Bild: AP

Schauspieler Joel Basman gewinnt Deutschen Filmpreis 

19.06.2015, 19:4220.06.2015, 11:39

Der 25-jährige Schweizer Schauspieler Joel Basman hat den Deutschen Filmpreis für die beste Nebenrolle erhalten. Die goldene Lola erhielt Basman für seine Rolle in «Wir sind jung. Wir sind stark.» von Burhan Qurbani. 

Der Film erzählt am Beispiel einer Gruppe Jugendlicher die ausländerfeindlichen Ausschreitungen rund um die Aufnahmestelle für Asylbewerber in Rostock, bei denen im August 1992 während mehrerer Tage Brände gelegt und Ausländer angegriffen worden waren. Der Kinostart des Films war im vergangenen Januar.

Der junge Schweizer Schauspieler Basman war erst kürzlich mit dem Prix Walo ausgezeichnet worden. Er erhielt den Preis als bester Schauspieler für seine Rolle im Kinodrama «Dawn». Den Einstieg ins Filmgeschäft machte Basman als Jugendlicher über die Fernsehserie «Lüthi und Blanc» und seinen ersten Kinofilm «Mein Name ist Eugen» 2004. Seither hat er zahlreiche Filme gedreht und wurde schon mehrmals ausgezeichnet für seine schauspielerischen Leistungen.

Den Preis für die beste weibliche Nebenrolle erhielt Nina Kunzendorf für ihre Rolle in Christian Petzolds Holocaust-Drama «Phoenix». Die 43-Jährige nahm den Preis am Freitagabend in Berlin bei der Verleihung des 65. Deutschen Filmpreises entgegen. 

Til Schweiger wurde für seine Alzheimer-Tragikomödie «Honig im Kopf» mit der goldenen Lola für den «besucherstärksten Film des Jahres» ausgezeichnet. Schweiger nahm die undotierte Auszeichnung bei der Verleihung des 65. Deutschen Filmpreises in Berlin entgegen.

Knapp sieben Millionen Kinogänger haben «Honig im Kopf» mit Dieter Hallervorden in der Hauptrolle gesehen. Für das Rennen um den besten Spielfilm hatte Schweiger seinen Film unter anderem wegen früherer Differenzen mit der Deutschen Filmakademie nicht eingereicht. (gag/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Die Erfindung der Sächsi­schen Schweiz
Der Schweizer Künstler Adrian Zingg fand in Sachsen Gebirge und Felsen, welche ihn an seine Heimat erinnerten. Er hielt sie in seinen Zeichnungen fest, machte sie berühmt und gab der Region einen Namen, der bis heute besteht: «Sächsische Schweiz».
Wie stark die Kunst mit der Entwicklung des Tourismus in den Alpen ab dem späten 18. Jahrhundert verknüpft ist, ist heute gut bekannt. Den kulturgeschichtlichen Hintergrund bildete die literarische und philosophische Entdeckung der Alpen. Die touristische Erschliessung folgte auf dem Fuss. Schriftsteller und Philosophen wie Salomon Gessner, Jean-Jacques Rousseau oder Immanuel Kant priesen die eindrückliche Gebirgslandschaft. Die Alpen wurden zur Projektionsfläche für das «Erhabene» und das «Ursprüngliche». Damit kultivierte man eine neue Verbundenheit mit der Natur. Sie ersetzte den Verlust eines unmittelbaren, bäuerlichen Bezugs infolge von Industrialisierung und Verstädterung.
Zur Story