Schweiz
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Die meisten Schweizer Bäuerinnen arbeiten, ohne dabei versichert zu sein. Bild: shutterstock

Prekäre Lage für Bäuerinnen: «Unglaublich, dass in der Schweiz so etwas möglich ist»

In der Coronakrise bilden sie das Rückgrat der Schweiz, doch die meisten Bäuerinnen in der Schweiz arbeiten nach wie vor ohne jegliche Absicherung. Jetzt gibt es erste Fortschritte, doch von einem Lohn-Obligatorium will der Bauernverband nichts wissen.



Während grosse Teile der Schweiz in den vergangenen Wochen stillstanden, schufteten sie weiter. Sieben Tage die Woche, oft morgens bis abends. Die Bäuerinnen und Bauern stellten sicher, dass unsere Kühlschränke und Bäuche trotz Lockdown voll blieben. In der Krise schätzte die Schweizer Bevölkerung die Arbeit der hiesigen Landwirtschaft mehr als sonst: Hofläden und Bio-Produkte erlebten einen regelrechten Boom.

Doch während sich der Konsument mit gutem Gewissen ein Freiland-Spiegelei brät und dazu ein Glas Schweizer Apfelsaft einschenkt, sieht die Welt des Produzenten oft weniger idyllisch aus. Zehntausende von Bäuerinnen erhalten für ihre Mitarbeit auf dem Betrieb keine Entlöhnung und sind ungenügend bis gar nicht versichert.

Wie die Bäuerinnen fallen gelassen werden

Welch verheerende Konsequenzen das haben kann, erlebte Sarah Schädeli am eigenen Leib. Zusammen mit ihrem Mann betrieb sie während 17 Jahren einen Hof im bernischen Uettligen. Sie brachte drei Kinder auf die Welt, organisierte Caterings und Hochzeitsapéros und arbeitete in der Landwirtschaft mit. «Das war oft sehr schön, aber auch äusserst intensiv», sagt sie heute.

Für ihre Arbeit auf dem Hof erhielt sie jedoch nie einen Franken Lohn. Der Betrieb gehörte ihrem damaligen Mann. Dies bedeutete auch: Schädeli war nicht versichert. Ihr fehlte eine Arbeitslosenversicherung, eine Unfallversicherung, eine berufliche Vorsorge und die Mutterschaftsversicherung.

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Arbeitete 17 Jahre auf dem Hof und bekam keinen Franken Lohn: Sarah Schädeli. bild: zvg

Rund 70 Prozent der schweizweit 45'000 Bäuerinnen gelten als «nicht erwerbstätig». Das sind rund 30'000 Personen, die von ihrem Partner abhängig sind.

«Unglaublich, dass in einem Sozialstaat wie der Schweiz so etwas möglich ist.»

Sarah Schädeli

Wie gross diese Abhängigkeit ist, erfuhr Schädeli spätestens, als es in ihrer Beziehung nicht mehr wie gewünscht lief. Ihr wurde klar, dass sie im Scheidungsfall mit leeren Händen dastehen würde. Dennoch entschied sie sich im Jahr 2015 für diesen Schritt. 17 Jahre hatte sich Schädeli rund um die Uhr um Hof und Kinder gekümmert. Nun stand sie plötzlich vor dem Nichts.

Die Entscheidung fällt vielen Frauen schwer. Denn die Trennung zieht nicht selten den Gang zum Sozialamt nach sich.

Bei Schädeli kam es zum Glück nicht ganz so knüppeldick. Dennoch sagt sie: «Unglaublich, dass in einem Sozialstaat wie der Schweiz so etwas möglich ist. Dass Leute, die wertvolle Dienste für das Land leisten, so fallen gelassen werden. Das ist ein grosser Missstand.»

Der Kampf für eine Veränderung und eine vermeintliche Lösung

Gegen diesen Missstand kämpft der schweizerische Bäuerinnen und Landfrauenverband (SBLV) an. «Wenn eine Frau in erheblichem Masse auf einem Betrieb mitarbeitet, dann ist es wichtig, dass sie eine angemessene Entschädigung bekommt», sagt Gabi Schürch-Wyss. Sie ist im Verband als Komissionspräsidentin für Familien und Sozialpolitik tätig.

Schürch-Wyss betont, dass nicht nur die finanzielle Situation schwierig ist, wenn man einen Hof zurücklassen will: «Man ist sehr verwurzelt mit dem Betrieb, den Tieren und der Natur.» Sie geht davon aus, dass viele Frauen wegen der finanziellen und emotionalen Komponente lange auf dem Hof ausharren, obschon die Beziehung nicht mehr stimmt.

Nur sechs Prozent der Betriebe von Frauen geführt

Auch Männer können von einer ungenügenden Absicherung betroffen sein. Doch die überwältigende Mehrheit der Betroffenen sind Frauen. So werden in der Schweiz laut dem Landwirtschafts-Magazin die Grüne gerade mal sechs Prozent der Betriebe von Frauen geführt. Im Text ist hauptsächlich von Bäuerinnen die Sprache, dies soll aber nicht heissen, dass Männer nicht auch betroffen sein können. (cma)

Nun zeichnen sich erste Verbesserungen ab. Im Februar zeigte der Bundesrat in der Botschaft zur Agrarpoltik 22+ zum ersten Mal konkrete Massnahmen zur Absicherung der Partnerinnen oder Partner. Neu soll der Erwerbsausfall bei Unfall oder Krankheit versichert werden. Auch bei Invalidität und für den Todesfall braucht es in Zukunft eine Versicherung. Ebenfalls sollen die Ehepartner neu ein Vorkaufsrecht für den Hof erhalten.

Werden Bäuerinnen in Zukunft nicht richtig versichert, sollen als Sanktion die Direktzahlungen gekürzt werden.

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Dieses Video zeigt, was der Bundesrat mit der Agrarpolitik 2022 verändern will.

Eine Absicherung sei psychologisch wichtig, meint Schürch-Wyss. Es sei eine Anerkennung der Arbeit. Dennoch spricht Schürch-Wyss, die zusammen mit ihrem Partner einen Hof im bernischen Kirchberg betreibt, lediglich von einer «Minimallösung». «Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Aber das ist sicher noch nicht das Ende. Die Diskussionen müssen weitergehen.»

Das Ziel soll gemäss Schürch-Wyss sein, dass jede Bäuerin, die in einem erheblichen Masse auf dem Hof mitarbeitet, einen Lohn erhält und somit etwa auch eine Mutterschaftsversicherung. Doch gegen verbindliche Regeln gibt es Widerstand.

Widerstand im Schweizerischen Bauernverband

Noch vor einem Jahr stimmte ein Grossteil der männlich dominierten Landwirtschaftskammer des Schweizerischen Bauernverbands (SBV) gegen obligatorische Versicherungen für Bäuerinnen.

Man sei sich des Problemes bewusst sagte, SBV-Präsident und CVP-Nationalrat Markus Ritter damals. Er forderte deshalb obligatorische Versicherungsberatungen bei Starthilfen und Investitionskrediten. Nicht aber obligatorische Versicherungen.

Nationalrat Markus Ritter, Praesident Schweizer Bauernverband SBV, spricht an der Jahresmedienkonferenz des Schweizer Bauernverbands, am Freitag, 3. Januar 2020, in Worb. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Der oberste Bauer des Landes, Markus Ritter, will nicht zu viel staatliche Einmischung. Bild: KEYSTONE

Als Schädeli dies hörte, platzte ihr der Kragen: «Wenn man Markus Ritter zuhört, dann ist das moderne Sklaverei, wie mit den Bäuerinnen umgegangen werden soll.»

Was waren die Bedenken des Bauernverbandes?

«In erster Linie waren wir kritisch, weil es grundsätzlich heute schon problemlos möglich ist, die Partnerin optimal abzusichern», schreibt der Bauernverband jetzt auf Anfrage. «Die Bäuerinnen müssen das in Eigenverantwortung einfach auch einfordern und mit ihren Partnern klären.»

«Ist es wirklich Sache des Staates dafür zu sorgen, dass die Frauen diese Angebote auch nutzen, respektive einfordern?»

Schweizer Bauernverband

Der Vorwurf der «modernen Sklaverei» will der Bauernverband nicht gelten lassen. Er entgegnet Frau Schädeli, dass jede Bäuerin es heute schon in der Hand habe, sich optimal abzusichern. «Ist es wirklich Sache des Staates dafür zu sorgen, dass die Frauen diese Angebote auch nutzen, respektive einfordern?» Die Lösungsmodelle seien alle vorhanden und würden bei fachlichen Beratungen auch empfohlen.

Wie es jetzt weiter geht

Nun liegt der Ball beim Parlament, der das Geschäft voraussichtlich in der Sommersession behandeln wird. Während man bei Schürch-Wyss und Schädeli eine gewisse Skepsis wahrnimmt, ob die Änderungen auch durchgewunken werden, heisst es seitens des SBV: «Wir rechnen damit, dass der aktuelle Vorschlag problemlos eine Mehrheit finden wird.»

Doch selbst wenn das Parlament die Vorschläge des Bundesrates absegnet, bleiben bei Schädeli Zweifel. Sie fragt sich, ob die Sanktionen und die Kontrollen genügen. «Ich kann mir gut vorstellen, dass gewisse Bauern eine Milchbüchli-Rechnung machen und sich sagen, dass sich der Aufwand für die Versicherungen nicht lohnt.»

Bis das neue System greifen soll, vergehen in jedem Fall noch vier Jahre. Ab 2022 ist eine zweijährige Übergangsfrist vorgesehen, in der die Betriebe Zeit haben, die entsprechenden Versicherungen abzuschliessen.

Deshalb rät Schürch-Wyss, dass sich Bäuerinnen, die sich Sorgen um ihr Absicherung machen, bereits heute beraten lassen. Etwa auf der Website des Bäuerinnen und Landfrauenverbands.

Auch Schädeli bietet den Betroffenen mittlerweile Hilfe an. Nach der Scheidung hat sie sich umorientiert, ein Studium in BWL und Wirtschaftspsychologie gemacht und arbeitet jetzt als Beraterin. «Ich will die Frauen dazu ermutigen, für Ihre Sache einzustehen.»

Der Kampf für mehr Anerkennung und Sicherheit für Bäuerinnen ist für Schürch-Wyss und Schädeli noch lange nicht zu Ende. Einfach dürfte ihr Unterfangen nicht werden. Einem obligatorischen Lohn für Bäuerinnen erteilt der Bauernverband schon mal eine Absage. Er schreibt: «Da stellt sich wiederum die Frage, warum die Bäuerinnen so etwas öffentlich verordnen wollen, statt es in den eigenen Beziehung und den jeweiligen Umständen zu klären.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Beat Stocker 18.05.2020 16:07
    Highlight Highlight Jede/R gewerbliche Angestellte in der Schweiz MUSS bei AHV/IV, ALV, UVG versichert sein. Wie kommt es da, dass ausgerechnet in einer Branche die nicht ganz ungefährlich ist (schwere Geräte, Grosstiere, Chemie, ...) dies nicht vorgeschrieben ist? Kann es sein, dass Betriebe mit 7-stelligen Bilanzsummen sich vor solch grundlegenden Dingen drücken?
  • Patho 18.05.2020 13:32
    Highlight Highlight Eine Hausfrau bekommt auch kein gesetzlicher Lohn/Versicherung etc. von ihrem verdienenden Gatten, wieso sollte es bei den Bauern anders sein?
  • Skip Bo 18.05.2020 13:09
    Highlight Highlight Meine Frau hatte keinen bäuerlichen Hintergrund als wir heirateten. Da zu dem Zeitpunkt meine Eltern noch als Hilfskräfte zur Verfügung standen und ich noch einen Mitarbeiter beschäftigte, hat sie ihren Job behalten und Karriere gemacht. Sie verdient heute doppelt soviel wie mein Einmannbetrieb (inkl. Familienmanagement) hergibt. Unangenehmer Nebeneffekt: Die DZ wurden aufgrund der erreichten Einkommensgrenze massiv gekürzt, obwohl der Betrieb alle Ökovorgaben und den Tierschutz mehr als erfüllte.
  • motzer 18.05.2020 10:58
    Highlight Highlight Der oberste Bauer des Landes, Markus Ritter, will nicht zu viel staatliche Einmischung - ja genau so repräsentiert sich ein Heuchler. Will er Geld, findet er jede positive Erklärung dazu. Muss er bezahlen, jede Menge an Ausreden.

    Wenn ich sehe wie viele Verbände es bei den Bauern gibt, frage ich mich doch, warum es keinen für Bäuerinnen gibt!
  • Chili5000 18.05.2020 10:41
    Highlight Highlight Ach nein, kann doch nicht sein das die Bauernpartei nicht Frauenfreundlich ist? Jetzt bin ich schockiert...
    Soll ja noch genügend Frauen geben die die SVP unterstützen...
    • Lumpirr01 18.05.2020 11:16
      Highlight Highlight @Chili5000: Deine Feststellung ist fast richtig mit der Ausnahme, dass der Bauernboss Mitglied der CVP ist..........
    • Chili5000 18.05.2020 11:49
      Highlight Highlight @Lumpirr01: Der Bauernboss könnte auch ein Marsmännchen sein, der kann rein garnichts selbst entscheiden... Wie immer geht es um die Wähler die einer Partei Macht geben und was diese Partei von Frauen hällt bzw. wo sie die Frauen gerne sehen wissen wir ja.
  • fidget 18.05.2020 10:32
    Highlight Highlight Die Bäuerin ist in diesem Fall nichts anderes als eine Mitarbeiterin, der ein Lohn und eine Versicherung zusteht. In jedem KMU (ein Hof ist nichts anderes) ist es das Normalste der Welt, seine Angestellten ordentlich zu entlöhnen und zu versichern. Im Grunde genommen sollte sie auch ein Arbeitsvertrag haben, sofern sie nicht Miteigentümerin des Hofes ist.
    Ich weiss nicht warum sich Ritter und sein Verband bei einem solch essentiellen Thema derart quer stellt. Vermutlich weil es nicht um neue Direktzahlungen geht.
  • Lumpirr01 18.05.2020 09:31
    Highlight Highlight Wieso wehrt sich der Bauernverband unter Markus Ritter, dass die im Bauernbetrieb vollbeschäftigten Partnerinnen oder Bäuerinnen einen obligatorischen Arbeitsvertrag und einen angemessenen versicherten Lohn erhalten?
    In meinem Bekanntenkreis gibt es zwei Ex - Bäuerinnen, welche mit Ausname von zusammen 7 Kindern fast alles verloren haben, weil sich die reichen Bauern eine Jüngere angelacht haben.
    Die Gleichberechtigung im Bereich der Landwirtschaft steckt noch arg in den Kinderschuhen..................
    • Chili5000 18.05.2020 11:50
      Highlight Highlight Der Bauernverband besteht nicht aus Markus Ritter, dieser ist lediglich der Präsident und trifft wohl kaum eigenhändig Entscheidungen....
  • LordGraf 18.05.2020 08:43
    Highlight Highlight Was ich nicht verstehe, wenn die Bäuerin auf dem Hof mitarbeitet, kann dies doch eingeschätzt werden ob dies 20 %, 40 % oder 60 % usw. sind. Von mir aus gesehen müsste da ein Arbeitsvertrag erstellt werden da es nicht selbstverständlich ist das der/die Partner/in auch am Hof mitarbeitet. Kindererziehung ist nicht inkl.
    So wäre doch diese Angelegenheit geregelt und das Geld fliest auch in das gemeinsame Konto oder auch nicht.
    Der Bauernhof ist ja ein Betrieb und somit alle die Mitarbeiten sind Angestellte oder verstehe ich da was falsch?
    • Chili5000 18.05.2020 11:51
      Highlight Highlight Sag das mal dem Ehemann der Bäuerin, der ja dann Ihr Chef ist...
  • LeBase 18.05.2020 08:39
    Highlight Highlight Ehepartnerinnen von Bauern, die aktiv im Betrieb mitarbeiten, sollten am Unternehmen beteiligt sein und somit ganz im Sinne von „In guten wie in schlechten Zeiten“ auch das unternehmerische Risiko mittragen.
  • Kaspar Floigen 18.05.2020 08:34
    Highlight Highlight Wer kennt sie nicht, den 3Plus-Klassiker "Bauer sucht unbezahlte Arbeitskraft"?
  • Normi 18.05.2020 07:55
    Highlight Highlight Weiss jemand wie es aussieht mit den direkt Zahlungen, sind diese grösser wenn es auf einem Hof nur eine Vollzeit tätige Person hat?
    • Skip Bo 18.05.2020 12:56
      Highlight Highlight Nein. Die DZ rechnen sich nach Fläche und Kulturart.
  • mon tuno 18.05.2020 07:03
    Highlight Highlight Ich denke dass reguliert sich irgendwann von selbst *Sarkasmus...

    Wenn die Bauern nicht freiwillig für ihre Partnerin sorgen, wird sich hoffentlich jede Frau zweimal überlegen, eine Partnerschaft mit solch einem rückständigen Mann einzugehen. Bleiben sie eben alleine. Pech.
    • Lami23 18.05.2020 09:24
      Highlight Highlight Das geht nicht darum, dass sie das nicht wollen. Es war einfach lange nicht üblich. Wie bei den meisten anderen Selbstständigen auch nicht. Es ist gut, findet jetzt ein Wechsel, auch im denken statt.
    • mon tuno 18.05.2020 09:40
      Highlight Highlight Doch, sonst wäre es ja kein Problem. Wenn meine Frau in meiner Firma mitarbeitet, wird sie entweder beteiligt oder kriegt ein anständiges Salär.

      Solche Themen müssen zwingend vor der Eheschliessung besprochen werden.
  • Ril 17.05.2020 22:47
    Highlight Highlight Verstehe nicht ganz wie das gehen soll, das tönt für mich stark nach Schwarzarbeit?
    • Unicron 18.05.2020 02:07
      Highlight Highlight Sie werden ja nicht bezahlt, also auch nicht Schwarzarbeit.
    • Blitzesammler 18.05.2020 06:53
      Highlight Highlight Ja, so können die Bauern viel Geld und Steuern sparen... solange alles glatt läuft!
    • Hierundjetzt 18.05.2020 08:09
      Highlight Highlight Ist es auch im Prinzip. Aber wenn man verheiratet ist, ist es nicht unbedingt so.

      Zudem steckt ja auch sehr viel Hoffnung und Engagement seitens der Frau und des Mannes drin. Man will gemeinsam was schönes erarbeiten.

      Das ist absolut nicht verwerflich
  • rudolf_k 17.05.2020 22:19
    Highlight Highlight Das Rückgrat der Schweiz? Soll das ein Witz sein? Bereits bei der Überschrift aufgehört zu lesen. Das Rückgrat ist eindeutig das Gesundheitspersonal.
    • Sumsi mi Po 17.05.2020 23:12
      Highlight Highlight Es braucht alle. Den Bauern, die Verbeiter und das Gesunheitspersonal. Wenn die ersten beiden nicht wären würde man möglicherweise so etwas wie Hunger kennenzulernen, aber für das geht es uns viel zu gut.
    • Hierundjetzt 17.05.2020 23:15
      Highlight Highlight Nope. Das ist die Industrie und die 95% der KMU.

      Nicht Gemeinde- und Kantonsangestellte im Gesundheitsektor.

      Tut mir leid m8.
    • Luki 18.05.2020 07:58
      Highlight Highlight Ohne Essen brauchts gar kein Gesundheitspersonal oder wieso das eine gegen das andere ausspielen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 17.05.2020 19:36
    Highlight Highlight Was ist denn mit der viel zitierten Eigenverantwortung?
    • Hierundjetzt 17.05.2020 22:09
      Highlight Highlight Die gilt nur für die anderen.

      Du weisst schon: Arbeitslose, Flüchtlinge und Sozialhilfeempfänger diese da, die nicht planen.

      Nicht für Bauern. Das sind schrecklich arme Opfer.
    • derKuchen 18.05.2020 08:14
      Highlight Highlight @Hierundjetzt: Daher auch der Begriff "Bauernopfer" *Ba dum tss* :-P
    • Hierundjetzt 18.05.2020 08:52
      Highlight Highlight Ok. Der ist dermassen schlecht, dass er schon wieder gut ist. Nimm: 🎖
  • Bruno Meier (1) 17.05.2020 19:21
    Highlight Highlight Und was nützt eine Versicherung, wenn diese im Fall der Fälle doch nicht bezahlt? Eben, gar nichts.
    Mein Betrieb, KMU, Einzelfirma: meine Frau arbeitet seit über 20 Jahren bei mir im Betrieb mit. Bereits seit Beginn, wird sie wie "eine normale Angestellte" versichert und entlöhnt. D.h. sämtliche Abgaben inkl. Pensionskasse sind fällig.
    Seit einem halben Jahr wissen wir, müsste ich die Frima schliessen/Insolvenz, meine Frau hätte kein Anrecht auf Arbeitslosenentschädigung, obwohl wir immer auch dafür Prämien bezahlen mussten.
    Bauern, Kleinst-KMU's, Einzelfirmen sind halt immer am A...
    • Roro Hobbyrocker 18.05.2020 06:48
      Highlight Highlight Dies wurde als Prävention gegen Missbrauch eingeführt, da sonst die Saisonalen Betriebe den Partner immerwieder nach der Saison entlassen könnte und danach wieder einstellen oder dass sie Leute entlassen jedoch noch weiter dort arbeiten. Eigentlich schon richtig in deinem Fall jedoch tragisch.
  • Lami23 17.05.2020 19:20
    Highlight Highlight 1. Ja damit stehen die Bäuerinnen nicht alleine da, behauptet ja auch niemand.
    2. Das Thema sind hier eigentlich nicht die Subventionen.
  • benn 17.05.2020 17:56
    Highlight Highlight Wenn sich die gute scheiden lässt hat sie glück wenn sie offiziell nicht gearbeitet hat so bekommt sie sowieso die hälfte des angesparten pensionskasse, 3 säule und sie kann ihren mann ausnehmen und muss je nach kindesalter und wie lange sie nicht gearbeitet nicht arbeiten oder nur teilweise. Der lebensunterhalt zahlt dann der nann bis zum existenzminimum! Und wen er nicht gehorcht enthält sie ihm die kinder!
    • Hierundjetzt 17.05.2020 18:27
      Highlight Highlight Wieder ein Mann ders einfach umsverorde nicht begreiffen will. Ich schäme mich also für mein Geschlecht.

      Deine Frau hat gearbeitet, DU hast nichts bezahlt (hey weisch wie läss, die Alte schau, voll weich hahahaha)

      Also zahlst DU. Da ist auch richtig so.

      Nennt sich Subsidaritätsprinzip. Vom Sozialhilfeempfänger bis zur Krankenkasse.

      Kindermachen geht übrigens nur zu zweit
    • Lami23 17.05.2020 19:17
      Highlight Highlight Machen aber die meisten nicht, da man ja normalerweise sein Gegenüber nicht ruinieren möchte.
    • Hierundjetzt 17.05.2020 22:07
      Highlight Highlight Lami23: dann rentiert Dein Geschäft nicht.

      Sorry, aber mich als Steuerzahler nervts nur noch, wenn ich dann mit meinen Steuern die (berechtigte!!) Sozialhilfe und Alimentenbevorschussung bezahlen muss, weil der Alte seinem Traum nachhängt und „vergisst“ seine Frau zu bezahlen. Oder wenigstens (!!) ALV zu entrichten.

      50 Jahre zusammenleben ist im 2020 einfach nicht mehr realistisch
    Weitere Antworten anzeigen
  • Garp 17.05.2020 17:22
    Highlight Highlight Die Bauern müssten ihre Frauen als Angestellte einstellen, mit Vertrag und Sozialabgaben. Wenn eine Frau selbständig Catering macht, muss sie sich selber versichern. Ist halt einfach nicht Tradition in diesen Kreisen. Da muss ein Umdenken stattfinden.
  • el comentador 17.05.2020 16:56
    Highlight Highlight Das selbe Problem besteht auch bei allen Hausfrauen/Hausmännern welche sich 100% um den Haushalt und Kinder kümmern und keiner bezahlten Arbeit nachgehen. Es sind also nicht nur die Bäuerinnen betroffen.
    • p4trick 17.05.2020 18:54
      Highlight Highlight Der Mindestbetrag beläuft sich pro Jahr auf 496 Franken. AHV gibt's ähnliche Mindessätze. Pensionsbeiträge und 3A wird sowieso geteilt. Eheleute müssten sich halt informieren wie es genau funktioniert!
    • BoomBap 17.05.2020 19:28
      Highlight Highlight Ja, nur glaub ich, dass es da viele Frauen und Männer gibt, welche dem Partner nicht noch einen Lohn bezahlen können. Der Bauernhof macht ja im Gegensatz zum Haushalt im Normalfall Umsatz.

      Finde das auch nicht fair mit den Hausfrauen/Hausmännern, ich war immer froh, dass meine Mutter für uns da war.
  • Rim 17.05.2020 16:04
    Highlight Highlight Wenn das dazu führt, dass auch Bäuerinnen sich endlich von patriarchalen/edelweissenen Strukturen emanzipieren, wäre das ein aufklärerischer Gewinn ;-) 1. Frauen sind selbstverantwortlich! Wie jede andere Frau (zb. Frauen in familiären Gewerbebetrieben) setzt man auch bei Bauersfrauen heute voraus, dass sie erwachsen sind und sich organisieren (Verbände) und sich für ihre Interessen/Existenz (wie jede andere Frau auch) einsetzten. Und nicht bloss -wie ihre Männer und kleine Kinder - diese an "Vater/Mutter/Staat" delegieren =Subventionen ;-) "Bauer ledig sucht" kommt nicht von ungefähr..;-)
    • Lami23 17.05.2020 19:18
      Highlight Highlight Sie sind bereits organisiert. Das Thema wurde bereits früher aufgegriffen.
  • Arnaldo Urbanetti 17.05.2020 15:57
    Highlight Highlight Hört endlich auf mit Sonderzüglein da, Sonderzüglein dort, kein Versicherungszwang da, einer dort usw...
    Es braucht einheitliche Lösungen ohne systemische oder Schlupflöcher für ALLE.

    1. Existenzsicherndes Verfassungsmässiges Grundeinkommen für ALLE. Dafür Wegfall von Nothilfe und wirtschaftlicher Sozialhilfe.
    2. Was darüber notwendig ist kann als Honorar oder Lohnarbeit verdient werden aber mit gleichen Sozialabzüge, Verpflichtungen und Leistungen für ALLE.
    AHV, IV, EO. ALV und BVG. Auch für Selbstständige und Leitende Angestellte, Bauerinen und Hausfrauen.
    3. Solidarbeiträge bleiben.
    • Dominik Treier 17.05.2020 17:13
      Highlight Highlight Bis auf einige Punkte voll einverstanden:

      AHV/IV kann mit einem Grundeinkommen von 3000.-, dass edlich das Existezminimum menschenwürdig und ohne Bürokratie und Machtverhältnisse deckt und damit auch mal den Verfassungsauftrag für die AHV/IV erfüllt, abgeschafft werden. Bis auf die Integrationsabteilung der IV, die sich endlich mehr ihrer Aufgabe und weniger dem schnöden Mamon zuwenden könnte.

      Die ALV könnte umgebaut werden und statt unnötigen Bewerbungszwang und Willkür durch monatlich sinkende Beiträge oder einen Bonus wenn man Arbeit findet Anreize schaffen.
    • Dominik Treier 17.05.2020 17:19
      Highlight Highlight Die Lohnbeiträge müssten erhöht und teilprogressiv gestaltet werden, sodass man nicht einfach Inflation kreiert, sondern sich Arbeit lohnt, ab einem bestimmten Einkommen, vielleicht 10000-15000 aber mehr wieder eingezahlt wird, als man erhält.
    • Dominik Treier 17.05.2020 17:21
      Highlight Highlight Den Rest soll eine Phalanx aus 3 Steuern finanzieren.
      Einkommenssteuer bis zum Existenzminimum abschaffen und für Mittelstand senken. Vermögenssteuer für Vermögen die grossteils leistungslos entstanden sind erhöhen also ab 30-50 Mio. und unter 5 abschaffen für erarbeitete Erpsarnisse und KMU und eine Erbschaftssteuer nach dem selben Modell 5-50 vielleicht 20%, ab 50-100 dann 80-90%.
      Dazu eventuell eine Steuer auf Finanztransaktionen und alles ist problemlos finanziert.
      So hohe Vermögen bringen nur Macht und darauf hat ohne Verantwortung in einer Demokratie niemand ein Recht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Saerd neute 17.05.2020 15:34
    Highlight Highlight Wenn man die Kommentare durchliest merkt man das allgemeine Unwissen und Falschwissen über die Landwirtschaft.
    Schlimm.
    • Dominik Treier 17.05.2020 17:23
      Highlight Highlight Welches Unwissen? Dass einer Bäuerin sehr gut nach 20 Jahren Ehe nichts gehören kann? Dass das nicht def Regelfall ist ist klar, auch weil viele Ehen einfach aufrechterhalten werden, wo andere schon lange beschliessen, dass es nicht mehr geht.
      Aber positive Beispiele dürfen nicht die das Minimum der nötigen Absicherung bestimmen.
  • Hans007 17.05.2020 14:16
    Highlight Highlight Was wir sicher nicht brauchen, ist eine Sonderlösung für die Landwirtschaft. Was ist denn mit den vielen Ehefrauen und Partnerinnen der Bäcker, Metzger, Schreiner, Wirte, Ladenbesitzer, und und und..., die auch ohne formellen Lohn und Versicherungen im Geschäft mitarbeiten? Wenn schon, dann für alle! Das würde ich begrüssen, nicht aber eine Sonderlösung für die Landwirtschaft. Wir haben schon heute viel zu viele Gesetze, die für alle gelten, nur nicht in der Landwirtschaft.
    • sowhat 17.05.2020 19:50
      Highlight Highlight Grundsätzlich einverstanden, dass das für all im gemeinsamen?h Geschäft arbeitenden gelten soll.
      Nur hier sind Bäuerinnenvertreterinnen gefragt worden und die wollen was bewegen. Es ist legitim, dass sie sich für ihre Leute einsetzen (gilt ja auch, wenn der Hof der Fra gehört für den Mann).
    • benn 18.05.2020 08:27
      Highlight Highlight Sowat: genau sie sollen, dürfen müssen sich gar einsetzen denn sie sind selber verantwortlich! Einfach nicht noch mehr subventionen, sorry neu heissen die direktzahlungen, von uns steuerzahlern, wer nicht überlebt soll seinen hof verkaufen und einer anderen arbeit nachgehen!
    • sowhat 18.05.2020 16:46
      Highlight Highlight Benn, es geht nicht um zusätzliche Gelder. Es geht darum, dass die fliessenden Gelder richtig, in diesem Fall gerecht, eingesetzt werden. Da muss eine Versicherung für die/den mitarbeitenden Partner/in einfach drin liegen. Es ist schliesslich keine reine Geschäftsbeziehung, sondern doch wohl auch eine emotionale.
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 17.05.2020 14:00
    Highlight Highlight Hat jetzt nichts mit Bäuerinnen speziell zu tun, sondern betrifft alle Personen die in familien Unternehmen oder unentgeltliche Dienste für die Verwandrschaft machen.
    • sowhat 17.05.2020 19:53
      Highlight Highlight Ja und es ist schlimm, dass es von den Betroffenen anscheinend öffentlich gemacht werden muss, weil der Bauernverband des anscheinend abschiebt.

      Gut möglich, dass es bei anderen, die gemeinsam geschäften funktioniert.
  • Yunnan 17.05.2020 13:56
    Highlight Highlight Es stimmt nicht ganz, dass Frau Schädeli mit "leeren Händen" dasteht. Sozialversicherungsrechtlich mag das stimmen, aber sie hätte einen Anspruch aus Art. 165 ZGB gehabt, wenn sie wie eine angestellte Person zum Betrieb beitrug.
    Vielleicht war aber gar nichts anderes zu erwarten von den Schweizer Bauern. Sie kennen halt nicht das Konzept von Entlöhnung gegen Leistung. Selber lebt man ja sehr gut vom Staat.
    • _Qwertzuiop_ 17.05.2020 14:27
      Highlight Highlight “Selber lebt man ja sehr gut vom Staat” Der Grosshandel hat die Preise für Gemüse und Fleisch so runtergewirtschaftet, dass sie, trotz extrem harter Arbeit, ohne den Staat nicht mehr leben könnten. Das ist nicht ihr Fehler, sondern der der Globalisierung.
    • Yunnan 17.05.2020 15:13
      Highlight Highlight So hart es sein mag, aber andere Branchen geniessen auch keinen staatlichen Schutz vor der Globalisierung.
      Dass die Schweizer Bauern ohne Staat nicht überleben könnten, hat vor allem mit der kleinräumigen Struktur der Betriebe zu tun, die von der Politik aufrecht erhalte wird. Man spricht von "Bauernsterben" wie vom "Baumsterben", was man aufhalten müsse. Letztlich geht es dabei um einen exklusiven Schutz für einen Berufsstand, indem Geld von der wettbewerbsfähigen in die nicht wettbewerbsfähige Wirtschaft gepumpt wird. Warum nicht auch die Lädeli finanzieren, die von Amazon verdrängt werden?
    • karl_e 17.05.2020 15:22
      Highlight Highlight Quertz, warum wählen dann die Bauern ausgerechnet diejenigen Parteien, welche die Globalisierung vorantreiben? http://ART
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  • therationalist 17.05.2020 13:55
    Highlight Highlight Auch bei rechtlichen Einzelunternehmen fallen bei erheblicher Mitarbeit durch die Familie Vergütungen für die geleistete Arbeit an, inkl. Versicherungsbeiträge. Diese verjähren nicht und können bei Beziehungende geltend gemacht werden, sofern es Nachweise gibt. Das wird natürlich alles nicht gemacht da die Beträge vom Umsatz abgehen und das keiner der Partner will.

    Es ist aber nicht die Aufgabe des Staates, das Ausnutzen dieser Grauzonen - bzw. illegalen Praktiken - auch noch zu belohnen.

    Wie alle anderen Angestellten auch haben Bäuerinnen eine Verantwortung für sich selbst.
  • So en Ueli 17.05.2020 13:31
    Highlight Highlight Wenn die Bauern vom Bund schon so stark subventioniert werden, dann hat der Staat als Geldgeber doch das Recht zu sagen wie etwas umzusetzen ist. Wer zahlt, der befiehlt. Sollte aber der Bauernverband mit der Eigenverantwortung der Bäuerinnen recht haben, dann frage ich mich, an was es liegt, dass die lieben Frauen sich nicht um das kümmern. Eventuell kann uns eine Betroffene näher erläutern, wo die Hürden liegen.
    • Saerd neute 17.05.2020 15:30
      Highlight Highlight So en Ueli
      Du schreibst als ob du was verstehst davon.
      Es sind KEINE Subventionen sonsern Direktzahlungen welche alle an Leistungen ( vielfach ökologische) geknüpft sind. Zudem machen die Direktzahlungen die Lebensmittelpreise für die Konsumenten günstiger.
      Warum die Preise immer noch vergleichsweise hoch sind?
      Weil dein Lohn zum Ausland auch vergleichsweise sehr hoch ist.
    • So en Ueli 17.05.2020 17:42
      Highlight Highlight Juu Saerd neute, danke für die Korrektur bezüglich den Subventionen/Direktzahlungen. Dachte, das wäre dasselbe. Aber ich hatte ja nie etwas von den teuren Lebensmittelpreise geschrieben. Aber item, meine Frage wurde damit jedoch nicht beantwortet.
  • Eron Thiersen 17.05.2020 13:29
    Highlight Highlight Der oberste Bauer Ritter will nicht zu viel staatliche Einmischung, aber Milliarden an Agrarsubventionen um Milchpulver in Afrika unter lokalem Milchpreis anbieten zu können um in Coronazeiten vom Buttermangel klagen zu können. Oder um billige Erntehilfer aus dem Ausland einfliegen zu lassen um Gemüse dass ennet der CH Grenze im 30 km Korridor wächst als Schweizer Gemüse und lokalen Handel anzupreisen ... da hat man natürlich kein Geld um weibliche Familienmitglieder zu versichern, ausser, ja ausser der Bund zahlt die Kosten auch dafür.
    • Saerd neute 17.05.2020 15:32
      Highlight Highlight Eron
      Warum schreibst du solchen Unsinn?
      Milchpulver nach Afrika?
      Als ob das schweizer Bauern organisieren!
    • Lami23 17.05.2020 19:22
      Highlight Highlight Glaub mir, die Bauern finden dass auch nicht lustig. Sie unterliegen aber dem Markt, der alles tut, um den Preis zu drücken. Und dem Konsument, der nicht mehr für die Milch bezahlen will.
      Und dem Bauern selbst, der sich zu wenig wehrt und organisiert.
    • Satan Claws 18.05.2020 02:00
      Highlight Highlight @Lami23

      Viele finden Ungerechtigkeit lustig oder gibt es einen Grund, dass die Fair-Food-Initiative abgelehnt wurde?
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  • Thomas Oetjen 17.05.2020 13:25
    Highlight Highlight Vielleicht sollten auch Bauern sich einer gewissen Struktur namens GmBh oder AG anfreunden, welche gesetzliche Vorschriften für alle Angestellten vorsieht wie AHV, Pensionskasse und Mindestlohn... sogar einen Gläubigerschutz bei Pleiten...
    • Grötzu 17.05.2020 17:03
      Highlight Highlight Ja ist so, dann wären auch die Kinderzulagen gerechtfertigt, die die Bauern gegenüber Selbstständigen erhalten.
    • plataoplomo 17.05.2020 22:07
      Highlight Highlight @grözu: Selbständige erhalten auch Kinderzulagen. Just saying
  • Bitsundbites 17.05.2020 13:20
    Highlight Highlight Was ist den mit den selbständigen Therapeuten, Event Firmen, Gastro Unternehmern, Campingplatz Betreiber, Coiffeuren, Lädeli Betreiber, kleine Lastwagen Firmen. ? Sind sie nicht auch das Rückgrat unseres Landes. ? Es gibt keine stärkere Lobby als die der Bauern.

    Aber dies wäre ja auch nicht die Lösung. Es braucht auch eine zahlbare Absicherung für alle anderen klein und kleinst Firmen für solche Fälle.
    • sowhat 17.05.2020 20:07
      Highlight Highlight Bleib beim Thema. Hier sind Vertreterinnen von Bäuerinnen angetreten für ihre Mitglieder eine der Zeit entsprechende Anpassung durchzusetzen.
      Es geht grad nicht um all die anderen Selbständigen. Die sind ja meist auch aktueller informiert und arbeiten in gemeinsamer Astimmung.
      Solange der Bauernverband von hemdsärmeligen Ewigestrigen geleitet wird, scheint diese Intervention dort nötig.
  • Alteresel 17.05.2020 13:13
    Highlight Highlight Aber die Kühe, Schafe, Geissen, Schweine etc. sind subventioniert und versichert. Und die Frauen werden dann einen Lohn und eine Versicherung haben, wenn weitere Subventionen fliessen.
    • Saerd neute 17.05.2020 16:29
      Highlight Highlight Quatsch
      Genau lesen wäre angesagt wenn man sowieso nicht viel davon versteht.
  • genauleser 17.05.2020 13:08
    Highlight Highlight "Bauer, ledig, sucht..."
    Ja, oh wunder.
  • Miriam F. 17.05.2020 12:57
    Highlight Highlight Ja, jeder und jede die arbeitet soll einen Lohn und Versicherungen haben. Alles andere wäre Sklaverei oder Schwarzarbeit. Wie soll denn jetzt der Bund diesen Leuten Geld zahlen, mann kann ja n7chts als Anhaltspunkt nehmen.
    • sowhat 17.05.2020 20:09
      Highlight Highlight Es wird ja gar nicht gefordert, dass der Bund was zahlt. Er soll die Bauern verpflichtn ihre mitarbeitenden Familienmitglieder anständig zu behandeln. Wie andere Selbständige das auch tun.
  • Satan Claws 17.05.2020 12:56
    Highlight Highlight Die Ehepartner sollen eine Betriebsgemeinschaft gründen. Problem gelöst.
  • Lotta_80 17.05.2020 12:41
    Highlight Highlight Jaja der Ritter will so wenig staatl. Einmischung wie möglich...die Bauern waren wegen Subventionen schon immer in den Händen des Staates.
    Und wenns den Bauern um Kohle geht, dann selbstverständlich immer nach dem Staat rufen. So was Verlogenes ist auch nur in der CH seit Jahrzehnten möglich, sie werden ja sogar noch gewählt. Dann aber den Frauen nix lassen...jaja...
  • Mäni99 17.05.2020 12:38
    Highlight Highlight Ein Bauernhof ist doch ein Betrieb wie jeder andere auch. Wenn die Frau mitarbeitet muss sie der Betriebsinhaber anstellen und versichern, dazu braucht es keine zusätzlichen Gesetze ausser bei der Steuerermittlung: hier müsste dies entsprechend berücksichtigt werden wie bei einem Kleinbetrieb: der Betriebsinhaber muss den Lohn und die Versicherung abziehen können, die Frau wiederum den Lohn als Einkommen angeben. Ein ähnliches Problem haben wir auch bei Ehegemeinschaften, wo die Frau die Kinder betreut, denHaushalt führt, die Schwiegereltern pflegt, etc. dies müsste steuerlich auch so gehandhabt werden.
  • Lucida Sans 17.05.2020 12:31
    Highlight Highlight Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
    Ob sich nicht was besseres findet.

    Leibeigenschaft hat keine Frau verdient.
  • Platon 17.05.2020 12:18
    Highlight Highlight Nun ich glaube es ist offensichtlich wo das Problem liegt. Die Bäuerinnen werden genau wie Gewerbler schlussendlich nicht von jenen Parteien vertreten, von denen man es meinen könnte. Wenn sie ihre antiöko- und antisozi Reflexe ablegen könnten, könnten sie sich selbst helfen. Wenn nicht, dann wählen sie halt weiter Bürgerlich, aber sie sollen sich dann auch nicht wundern, wenn sich niemand für sie einsetzt.
  • Hierundjetzt 17.05.2020 12:04
    Highlight Highlight Arbeitsrechtlich ist Sie Angestellte Ihres Mannes (Ihr gehört der Hof ja nicht)

    Ein Grund mehr das Fach Sozialversicherung in der Grundbildung „Lehre“ zu verankern.

    Viele wissen ja gar nichts von Ihrem Recht!

    Klar fliegt man bei der Scheidung in die Sozialhilfe, passiert auch 1‘000enden von Frauen, die sich mit viel Hoffnung und Engagement mit 20ig als Hausfrau eingerichtet haben und dann mit 30 vor dem Nichts stehen.

    Aber ab irgendwann gilt auch die Eigenverantwortung der Frau.Bäuerin, Hausfrau, oder „Buchhalterin“ im Geschäft des Mannes, hin oder her.
  • Kai Stamm 17.05.2020 11:51
    Highlight Highlight Ist es keine Schwarzarbeit, wenn jemand in einem Betrieb arbeitet und anstelle des finanziellen Lohns Güter für das tägliche Leben und Mietzinserlass erhält? Ich gehe nicht davon aus, dass die Bäuerinnen dies bei der Steuerklärung angeben. Hier wird doch klar ein Einkommen erarbeitet und nicht versteuert?
    • insider 17.05.2020 14:35
      Highlight Highlight Ich denke, du machst einen Denkfehler: Die Gesamtlohnsumme des Hofs ist begrenzt. Wenn der Frau kein Lohn bezahlt wird, ist das Einkommen des Ehepaars höher und somit auch die Steuern. Falls die Bäuerin versichert wird, sind die Ausgaben des Hofs höher und somit das steuerbare Einkommen des Ehepaars tiefer.
      Für die Steuererklärung haben die Naturalien keine Bedeutung. Ob der Straftatbestand der Schwarzarbeit erfüllt ist, wäre eine spannende Prüfung!
    • plataoplomo 17.05.2020 22:13
      Highlight Highlight @insider; Naturalbezüge haben sehr wohl eine Bedeutung, die müssen versteuert werden. Und nein, Mitarbeit im Betrieb des Ehepartners ist keine Schwarzarbeit.
  • Purscht 17.05.2020 11:45
    Highlight Highlight Vieleicht würde es helfen nicht SVP zu wählen.
    Das wäre auch eine Change für die SP. Aber die SP versteift sich lieber in philosophische Grundsatzdiskussionen.
    • Cat‘sName 17.05.2020 12:26
      Highlight Highlight Das hat meiner Meinung nach weder mit SP noch mit SVP zu tun sondern mit Eigenverantwortung und ja: mit Geiz. Denn wenn man die Betroffenen darauf aufmerksam machte waren da nur fragende Blicke und die Bemerkung, dass das aber Geld kosten würde. Lieber kaufte man einen neuen Traktor oder ein grösseres Auto. Man wollte und will einfach noch nicht wahrhaben, dass Vorsorgebeiträge eine Investition für die Zukunft sind. Hab ich so in meiner Familie beobachtet, aber auch bei Kolleginnen mit Beruf Hausfrau.
    • K1aerer 17.05.2020 12:27
      Highlight Highlight Mit der SP wäre das Problem leider auch nicht gelöst. Mit ihren akademischen Genderdiskussionen verscheucht die Arbeiterpartei noch die letzten Arbeiter.
  • fools garden 17.05.2020 11:35
    Highlight Highlight Wir bezahlen nicht mehr genug für unsere Lebensmittel. Alles ist subventioniert Europaweit.
    Wenn wir jetzt Löhne einfordern, (persönlich bin ich dafür), beginnt das Spiel von vorn.
    Eigene Landwirtschaft zu teuer, ergo wird importiert.
    Kommt seltener vor, aber die Situation ist umgekehrt genau gleich. Gehört der Hof der Frau und der Mann arbeitet mit.
    Solange uns die Lebensmittel nicht mehr Wert sind, wird sich daran nichts ändern.
    • salamandre 17.05.2020 12:02
      Highlight Highlight Es gibt verschiedenste Studien im Internet, Lebensmittelpreise früher heute, die genau das belegen, sehr interessant.
    • karl_e 17.05.2020 12:25
      Highlight Highlight Witch, wie hole ich als älterer Städter (ohne Auto) Milch und Eier direkt vom Bauern?
    • Hierundjetzt 17.05.2020 12:29
      Highlight Highlight Wir bezahlen jedem (!) Bauer im Durchschnitt

      60‘000.-

      Jedem. Einzelnen.

      Wir haben im Sommer extrem Zölle auf Früchte und Gemüse

      Das Benzin ist nur für Sie (!) stark vergünstigt

      Es gibt ein eigenständiges (Erbrecht)

      Der Eintritt in den Bauernstand ist extrem abgeschottet (als einzige Branche der Schweiz)

      Es gibt Beiträge für Anzahl Blumenkistli (!)

      Nein, an den Lebensmittelpreisen liegts nicht. Es liegt daran, dass Bauern viel zu kleine Flächen bewirtschaften (Siehe bäuerliches Erbrecht) Darum die theoretische „Armut“
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lisbon 17.05.2020 11:26
    Highlight Highlight Er will nicht zu viel staatliche Einmischung, das Geld nimmt er aber natürlich gerne.
    • weachauimmo 17.05.2020 12:58
      Highlight Highlight Geht ja gar nicht anders bei all den vom Wähler/Konsumenten und Gesetzgeber gewünschten Auflagen. Dass Konsumenten (vielleicht nicht Wähler) danach ins Ausland einkaufen gehen, wo die super-strengen Vorschriften für Produzenten natürlich nicht gelten, ist ein anderes Thema. Es gibt zu viel Heuchelei rund um Tier- und Pflanzen- und Wasserschutzvorschriften. Man kann als Konsument nicht alles fordern, dann aber nicht gewillt sein, diese Forderungen auch mitzufinanzieren (direkt oder indirekt).
  • Kant 17.05.2020 11:17
    Highlight Highlight Die Bauern haben Parlament eine sehr starke Lobby, die sich ja sonst für alle Belangen für Bauern einsetzt, leider setzt sich v.a. diese eine Partei aber nicht für Frauen ein. Da müssen die Frauen hinten anstehen, es sei denn, man ist eine Milliardärin und Tochter des Parteivaters. Aber die ist natürlich keine Bäuerin, sonst wäre alles anders.
  • Yoku 17.05.2020 10:54
    Highlight Highlight Die Lage der Bäuerin unterscheidet sich hier nicht von der Frau des Spenglermeisters oder anderen Selbstständigerwerbenden.
    Ich sehe es nicht ein, weshalb es hier eine Sonderlösung für die Bauern geben soll.
    • Mijasma 17.05.2020 11:10
      Highlight Highlight Sie haben recht diese Brauchen auch mehr Schutz. Da bin ich dafür. Diese (neuen) Gesetze sollten auch für die Frau des Spenglermeisters gelten. Aber einer muss damit anfangen. Das haben nun mal die Bäuerinnen gerade getan. Es wäre aber sicher richtig, wenn sonst auch alle Frauen darin eingeschlossen werden. Also bin ich ihrer Meinung. Wir sollten das Anliegen der Bäuerinnen mit aller Kraft unterstützen und dabei fordern das sie für alle in derselben Lage gelten sollen. Danke für den wertvollen Input
    • DemonCore 17.05.2020 11:10
      Highlight Highlight Weil die Bäuerin überdurchschnittlich oft viel mehr im Betrieb mitarbeitet als dies bei anderen Selbständigen der Fall ist. Natürlich sollte auch die Frau Spengler genau gleich abgesichert sein wie jede andere Arbeitskraft in irgendeiner anderen Branche, sollte sie entsprechend im Betrieb des Mannes mitarbeiten.

      Es gibt auch viele Selbständige, deren Ehepartner in einer anderen Firma oder beim Staat arbeiten oder gar nicht arbeiten und z.B. Kinder betreuen oder eine Ausbildung absolvieren.

      Sehen sie den Unterschied zur Bäuerin die jeden Tag mit ihrem Mann um 0500 aufsteht + die Kühe füttert?
    • dieberaterin.ch 17.05.2020 11:16
      Highlight Highlight Weil die Bauern, anders als die Selbständig Erwerbenden vom Staat finanzielle Unterstützung erhalten, deshalb!
    Weitere Antworten anzeigen
  • kliby 17.05.2020 10:52
    Highlight Highlight "Ihr fehlte eine Arbeitslosenversicherung"

    Alle Selbständigerwerbenden (Coiffeure, Masseure, Architekten etc) haben in der Schweiz keine Arbeitslosenversicherung. D.h. sie müssen zwar Beiträge bezahlen (!), aber sie sind von den Leistungen ausgeschlossen. Das ist seit Jahrzehnten so, und die Politik von links bis rechts hat kein Interesse, das zu ändern. Weil die Selbständigerwerbenden (ausser den Bauern) keine Lobby haben.

    Hat man ja auch während Corona gesehen: Wer waren die letzten, die Staatshilfen zugesagt bekamen?: Die Selbständigerwerbenden.

    • Platon 17.05.2020 12:20
      Highlight Highlight @kliby
      Dank dem Druck von Links!!! Bitte nicht alle Parteien in einen Topf werfen!
    • Grötzu 17.05.2020 17:09
      Highlight Highlight Bist Du sicher, das Selbstständige ALV bezahlen?
    • plataoplomo 17.05.2020 22:16
      Highlight Highlight Selbständige zahlen keine ALV-Beiträge.
  • texp 17.05.2020 10:39
    Highlight Highlight Das Problem betrifft nicht nur ein Bäuerinnen, sondern jeden selbständig Erwerbenden und dessen mitarbeitenden Partner: Weder Pensionskasse, Unfall- noch Krankenversicherung sind Pflicht.
    Insofern kann ich die Weigerung von Politikern nachvollziehen, eine Speziallösung nur für Partnerinnen der Bauern zu erarbeiten. Für den kleinen Start in die Selbständigkeit ist es ebenfalls OK, wenn nicht sofort alle Versicherungen Pflicht sind.
    Umso mehr sollten wir CH-Produkte kaufen. Schliesslich geniessen wir als Angestellte das volle Wohlfühlpaket bei diesen finanziellen Absicherungen.
    • Neruda 17.05.2020 11:58
      Highlight Highlight Die ausländischen Erntehelfer geniessen dieses Wohlfühlpaket nicht und nur mit Schweizer Erntehelfer würden keine Schweizer Produkte auf unserem Tisch landen. Die Entlöhnung der Erntehelfer ist ein Witz und ist eigentlich auch Lohndumping, da von dieser niemand hier leben könnte.
  • Likos 17.05.2020 10:35
    Highlight Highlight Eigenverantwortung blala. Viele Menschen stehen eben aus sozialer Angst nicht für ihre Rechte ein. Die Aufgabe des Staates ist es daher auch diese Leute zu unterstützen, damit sie nicht im System untergehen.
  • Bündn0r 17.05.2020 10:28
    Highlight Highlight Die Lösung wäre so einfach (wenn auch radikal) : streicht den Bauern sämtliche Sonderrechte. Behandelt sie wie alle anderen Selbständigen. Denn das sind Bauern im Endeffekt.
    Bäuerliches Bodenrecht, spezielle Arbeitsrechte etc. alles weg.
  • Kong 17.05.2020 10:07
    Highlight Highlight Das in der reichen Schweiz im 2020 nicht einmal eine rudimentäre Versicherung für die Bäuerinnen Pflicht ist, ist unserer vielgepriesenen Landwirtschaft nicht würdig. Herr Ritter ist offensichtlich noch etwas altmodisch...

    Ich vermute, dass in anderen Branchen (Gastronomie, KMU) ähnliche Konstellationen bestehen. Quasi Mitarbeit ohne direkte Entlöhnung/adequate Versicherung.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 17.05.2020 10:02
    Highlight Highlight «Unglaublich, dass in einem Sozialstaat wie der Schweiz so etwas möglich ist. Dass Leute, die wertvolle Dienste für das Land leisten, so fallen gelassen werden. Das ist ein grosser Missstand.» Bäuerin

    Die Bauern stellen doch jedes SVP Plakat. Vielleicht mal eine abdere Partei wählen? Am Frauenstreik mitmachen? Oder eine Demonstration organisieren. Schliesslich sind tausende von Bäuerinnen betroffen. Nur warten und hoffen, dass der Bauernverband da etwas macht, ist der falsche Ansatz.
    • DemonCore 17.05.2020 11:06
      Highlight Highlight Es soll auch Bauern geben, die nicht in der SVP sind. Vlt sollten sie mal etwas aus ihrer bauernfeindlichen Bubble herauskommen.

      Es braucht auch keine Demonstrationen, sondern lediglich ein Parlament, das seinen Job macht und für alle Arbeitskräfte in der Schweiz den selben Schutz gegen Alter, Krankheit, Unfall, Erwerbsausfall und Elternschaft ermöglicht.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 17.05.2020 12:14
      Highlight Highlight Klar gibt es auch solche Bauern. Due Bauern organisieren sich grundsätzlich über die SVP. Wer also nach Sozialstaat schreit und SVP wählt, der hat etwas nicht verstanden.

      Eine Frage, wie viel bezahlen die Bauern für die Erntehhelfer aus Polen, Rumänien oder Bulgarien?
  • ahimsa 17.05.2020 10:00
    Highlight Highlight Schade, dass wir in der Schweiz immer noch so rückständig in Sachen Gleichstellung sind.. Hoffentlich gibt es noch weitere Frauen, die sich für die Rechte der Bäuerinnen einsetzen!
  • Pascolo 17.05.2020 09:57
    Highlight Highlight Egal wo immer die SVP mit die Finger im Spiel hat wird alles abgeblockt, man bedenke nur vor Jahren das Frauenwahlrecht!
    • Nathan der Weise 17.05.2020 10:12
      Highlight Highlight Der Vorsitzende des Bauernverbandes ist in der CVP, oder habe ich etwas verpasst??
    • atorator 17.05.2020 11:23
      Highlight Highlight skisandtrail: Der Bauernverband ist fest in SVP-Hand.
  • DemonCore 17.05.2020 09:52
    Highlight Highlight Wer arbeitet gehört versichert. Das ist eigentlich selbstverständlich. In der Praxis braucht es offenbar den gesetzlichen Zwang, sonst passiert nichts.
    • skisandtrail 17.05.2020 10:38
      Highlight Highlight Der Bauer selbst ist ja oftmals auch nicht/ungenügend versichert.. Die Betriebe haben den Status von Einzelunternehmen, das zieht eben solche Dinge nach sich
    • kliby 17.05.2020 10:54
      Highlight Highlight @skisandtrail, danke für die sachliche betrachtung.
      ja, andere familienbetriebe (verkauf, restaurants) haben ebenfalls eine miserable sozialversicherungsdeckung. und selbständigerwerbende auch.
    • DemonCore 17.05.2020 11:03
      Highlight Highlight Ich bin nicht einverstanden, dass man sagt, "Ah, sind halt Bauern/Bäuerinnen. Selber schuld!".

      Es kann nicht sein dass die vermutlich am härtesten (Wochenarbeitszeit, Wetter, körperliche Anstrengung) arbeitende Bevölkerungsgruppe am schlechtesten abgesichert ist.

      Jeder der arbeitet soll versichert sein gegen Unfall, Krankheit, Erwerbsausfall, Alter, Elternschaft. In jeder anderen Branche ist das eine Selbstverständlichkeit. Warum soll das bei den Bauern anders sein?
    Weitere Antworten anzeigen
  • M.A.S.H2020 17.05.2020 09:48
    Highlight Highlight Wieder eine Forderung die eigentlich in die Eigenverantwortung der Frauen gehört. Sie sollen sich als Miteigentümerin eintragen lassen oder zumindest als Angestellte mit Lohn/Versicherung, wenn sie das nicht tun, ist es ihre eigene Schuld.
    • Ribosom 17.05.2020 10:04
      Highlight Highlight Frauen können noch viel verlangen. Wenn aber der eigene Mann der Frau keinen Lohn bezahlen oder versichern will, ist auch die Frau selber Schuld?
      Sie kann dann den Mann verlassen und steht mit leeren Händen da. Super. Sicher sind die Frauen auch selber Schuld, wenn sie begrapscht werden. Frauen sollen sich wehren. Wer es nicht tut, ist selber Schuld?
    • M.A.S.H2020 17.05.2020 11:45
      Highlight Highlight @Ribosom
      Die stupide Polemik hilft Dir in der Argumentation auch nicht weiter.
      Eine Frau heiratet wohl keinen Mann den sie nicht kennt, da ist doch klar, dass sie vorher schaut wie sie ihre Zukunft absichern muss. Da gehört Pensionskasse, Versicherung, gemeinsames Eigentum etc. dazu.

      Nicht umsonst ist die Heirat im OR geregelt, es ist ein Vertrag und darum muss man von Anfang an auch klar regeln, dass man einander gegenseitig beteiligt und absichert.

      Frauen sind gleichberechtigt, ihre Verantwortung müssen sie aber schon selber wahr nehmen.
    • Neruda 17.05.2020 12:05
      Highlight Highlight Frauen sind nicht selber schuld, aber ich frage mich schon, warum sie sich weiterhin mit so rückständigen Männern fortpflanzen? Den einzigen Grund sehe ich, wenn sie ebenfalls nichts von Gleichstellung halten, aber dann würden sie sich ja nicht über die fehlende Absicherung beklagen.
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  • skisandtrail 17.05.2020 09:39
    Highlight Highlight Die soziale Absicherung ist ungenügend. Definitiv.

    Einen Lohn erhalten, bin ich nicht ganz dafür.. Bzw, dann muss man bedenken, dass der/die Eigentümer/in dann aber such Miete verlangen kann, Abzüge fürs Betriebseigene Essen, fürs Mitbenutzte Auto usw.. das beschwört nur einen riesigen Bürotiger hinauf.
    • bokl 17.05.2020 09:51
      Highlight Highlight Miete für die Ehefrau? Kein Wunder klappt es nicht mit freiwilliger Absicherung ...
    • atorator 17.05.2020 10:02
      Highlight Highlight Abzüge für das betriebseigene Essen, welches die Bäuerin selbst zubereitet hat und die Hälfte an die Kosten erarbeitet hat. Na klar...
    • Ribosom 17.05.2020 10:08
      Highlight Highlight Wer arbeitet, soll dafür bezahlt werden.
      Ach so, ausser Frauen von Unternehmern. Die sollen gefälligst gratis im Betrieb arbeiten.

      Mein Partner und ich bezahlen beide Miete für unsere Wohnung, das Essen, das Auto. Trotzdem haben wir kein Bürotiger? Wir sind ein Paar, keine Geschäftsleute.
      Bauern und ihre Frauen sind auch Paare. Der Hof ihr zu Hause. Weshalb soll die benutzung des WCs abgerechnet werden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Selbstverantwortin 17.05.2020 09:38
    Highlight Highlight Wenn sie wollten, könnten sie den Lohn bereits heute als solchen ausweisen. Dann wäre er auch versichert. Aber dann müssten halt auch Steuern darauf bezahlt werden. Wer es bisher nicht tut: Selbstverantwortung.
  • carlos zapato 17.05.2020 09:33
    Highlight Highlight Alle Bauern leben vom Staat. Das viele Geld nehmen sie gerne, wollen sich aber nicht dreinreden lassen. Diese Zustände sind sowas von unfair und rückständig. Ich überlege mir, warum ich CHer Landwirtschaftprodukte kaufen soll. Und das in Corona-Zeiten.
    • MasterPain 17.05.2020 10:33
      Highlight Highlight Du denkst das ist bei den Bauern im Ausland anders?

      Und du gibst zwar dein Geld den Bauern (Steuern) aber profitierst nicht davon? Meeega schlau, momoll.
    • skisandtrail 17.05.2020 10:40
      Highlight Highlight Ehm.. falsch. Kenne keinen Bauern, der das Geld gerne nimmt. Ihnen wärs lieber, dass du und ich anständige Preise zahlen würden.

      Wie so oft erwähnt: ich in auch gegen Beiträge, ABER dann auch gegen einen solchen Katalog an Vorschriften. Wenn liberalisieren, dann auf beide Seiten.
    • DemonCore 17.05.2020 11:13
      Highlight Highlight Es gibt wenige andere Branchen wo der Staat so viel mitredet in der Betriebsführung und so genau alles kontrolliert. Aber schön können wir hier wiedermal ungefiltert und von Sachverstand ungehindert gegen die Bauern hetzen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • klugundweise 17.05.2020 09:29
    Highlight Highlight Die Zahlen belegen: Eigenverantwortung funktioniert auch hier genau so wenig wie in anderen Bereichen, wo jemand auf seine Vorrechte verzichten müsste.
    Nicht nur die Frauen, auch die ArbeiterInnen werden in der Landwirtschaft kurz gehalten. Schauen Sie doch die Arbeitsbedingungen von Erntehelfern an!
    • esclarmonde 17.05.2020 10:01
      Highlight Highlight Erntehelferinnen und -helfer arbeiten aufgrund gesetzlicher Vorgaben. Und sind besser entlöhnt und versichert als die Bäuerinnen.
    • brudi 17.05.2020 10:09
      Highlight Highlight Was genau ist denn so schlimm an den Arbeitsbedingungen von meinen Erntehelfer.
      Sie sind sehr froh hier arbeiten zu können. Fragen mich schon anfangs Jahr in sie im Herbst wieder arbeiten dürfen.
      Wir sind hier nicht in Spanien oder Italien wo dein Gemüse von sans Papiers geerntet wird.
      Einfach mal was rausposaunen und uns als schlechte Arbeitgeber darstellen.... danke auch. Echt motivierend. Hoffe du lässt dir dein gipfeli schmecken
    • Lucida Sans 17.05.2020 11:01
      Highlight Highlight Die Arbeiter in der Landwirtschaft werden immerhin bezahlt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mügäli 17.05.2020 09:26
    Highlight Highlight Ich bin auch der Meinung, dass hier die Frau mit ihrem Mann eine Lösung finden soll. Ich kenne viele Landwirte welche ihren Frauen bereits Löhne bezahlen und sie auch Versichern. Miteinander Reden ist der richtige Weg.

    Sollte er auf dem Standpunkt beharren, dass es immer so war ja dann empfehle ich das Weite zu suchen, denn es muss jedem klar sein, dass hier eine ‚ungesunde‘ Abhängigkeit geschaffen wird.
    • RicoH 17.05.2020 11:04
      Highlight Highlight Warum soll hier jeweils eine individuelle Regelung getroffen werden?

      Stell dir vor, wenn du als Angestellter individuelle Regelungen mit deinem Arbeitgeber aushandeln müsstest, um einen Anspruch auf sozialen Leistungen zu erhalten...
    • rüeblisaft 17.05.2020 11:19
      Highlight Highlight Ich glaube, das weite suchen ist leichter gesagt als getan...
    • Mügäli 17.05.2020 11:30
      Highlight Highlight @RicoH - ich denke eben, dass ein Landwirtschaftsbetrieb nicht 1/1 mit anderen Bereichen verglichen werden kann. Es muss doch möglich sein partnerschaftlich Lösungen zu finden, die Beide Parteien absichern. Und wie gesagt, sollte das Gegenüber hier keine Hand bieten würde ich mich pers. Fragen ob ich mit einem solchen Menschen mein Leben teilen oder gar Kinder haben will.
    Weitere Antworten anzeigen
  • atorator 17.05.2020 09:18
    Highlight Highlight Liebe Bäuerinnen, eigentlich habt ihr ja den Bauernverband, der sich um solche Dinge kümmern müsste. Der gibt allerdings in Bern lieber Weisswein-Apéros, damit die kranke Ziege auch noch vom Bund bezahlt wird.

    Wie sollen denn die Bäuerinnen selbständig entscheiden, wenn sie nichts verdienen und von ihrem Mann abhängig sind? Geht eher in Richtung Leibeigenschaft; eine Partnerschaft sieht anders aus.
    • KoTaMo 17.05.2020 10:24
      Highlight Highlight Die Kuh wird subventioniert. Die Frau nicht. Beide arbeiten für den Bauer.
    • Smeyers 17.05.2020 10:53
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Smeyers 17.05.2020 12:19
      Highlight Highlight Die Bauern erhalten bereits heute mehr Subventionen als das Gesundheitssystem und das Militär pro Jahr.

      Ich habe da wenig Verständnis für die Bauern. Die müssen nur ihre Geldtöpfe umschichten.

      Ich denke, diese Tatsache wieder spricht in keinster Weise den Kommentarregeln.
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Die «Pestizid-Hölle Schweiz» ist nur ein Furz im Wasserglas

Du musst jetzt stark sein. Denn unser Agrarjournalist widerlegt deine Vorurteile über die «Pestizid-Hölle Schweiz»: Die Pflanzenschutzmittel Chlorothalonil und Glyphosat sind weniger gesundheitsgefährdend als ein Glas Whisky oder eine Portion Erdbeeren.

«Im ganzen Kanton Bern gibt es keine einzige Wasserfassung, bei der man von einem ernsthaften Gesundheitsrisiko sprechen müsste!» Das erklärt der Berner Regierungspräsident Christoph Ammann kategorisch.

«Bei uns kann man bedenkenlos in jeder Gemeinde das Wasser aus jedem Wasserhahn trinken», erklärt auch Alda Breitenmoser, Leiterin des Amtes für Verbraucherschutz im Kanton Aargau, dessen Grundwasser am stärksten belastet ist: «Die Schlagzeilen von der Pestizid-Hölle sind reine Hysterie!»

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