Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Erwin Sperisen bleibt bis zum Bundesgerichts-Urteil hinter Gitter



FILE - In this Aug. 5, 2005 file picture Guatemalan Chief of National Police, Erwin Sperisen, stands next to a cross in the main cemetery in Guatemala City, A Swiss court has sentenced Guatemala's former police chief to life in prison after convicting him of involvement in seven extrajudicial killings. Erwin Sperisen was arrested in Switzerland in 2012 and accused of planning and directing operations to kill detainees during his tenure as police chief from 2004-2007.He was tried in Switzerland because he has dual Swiss and Guatemalan nationality.Geneva’s criminal court said it found Sperisen guilty Friday June 6, 2014  of being jointly responsible for six killings and directly responsible for a seventh.  (AP Photo/Rodrigo Abd,File) EFE OUT

Erwin Sperisen bleibt hinter Gittern. Bild: Rodrigo Abd/AP/KEYSTONE

Der ehemalige Polizeichef von Guatemala, Erwin Sperisen, bleibt in Genf hinter Gitter, bis das Bundesgericht über seinen Rekurs entschieden hat. Er verlangte vor rund zwei Wochen seine sofortige Freilassung, nachdem sein ehemaliger Vorgesetzter, Carlos Vielmann, in Spanien freigesprochen worden war.

Der Entscheid der Berufungskammer des Genfer Strafgerichts traf am Montag bei den Anwälten von Sperisen, Florian Baier und Giorgio Campa, ein, wie deren Kanzlei mitteilte. Die beiden Anwälte zeigten sich wenig überrascht über den Entscheid.

Der schweizerisch-guatemaltekische Doppelbürger war 2007 in die Schweiz geflüchtet und lebte fünf Jahre unbehelligt in der Rhonestadt, bevor er im August 2012 in Haft gesetzt wurde. Er musste sich vor Gericht wegen der Beteiligung an zehn Mordfällen an guatemaltekischen Häftlingen verantworten.

Weil Erwin Sperisen als Schweizer Staatsbürger nicht ausgeliefert werden kann, entschied die Genfer Justiz über den Fall. Das Kantonsgericht sprach ihn im Mai 2015 wegen allen zehn Mordfällen schuldig und verurteilte ihn zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe.

Die Anwälte Sperisens zogen den Schuldspruch an das Bundesgericht weiter, das noch kein Urteil gefällt hat. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Weiterzug ans Bundesgericht möglich

Die Anwälte Sperisens hatten ihren Antrag auf eine sofortige Freilassung mit dem Freispruch von Carlos Vielmann durch die spanische Justiz begründet.

Dem ehemaligen Innenminister von Guatemala war vorgeworfen worden, die Tötung von acht Häftlingen angeordnet zu haben. Die Spanische Justiz sprach ihn jedoch Mitte März frei. Bereits 2013 hatte die österreichische Justiz die rechte Hand von Sperisen, Javier Figueroa, ebenfalls freigesprochen.

Sperisen kann das Urteil der Berufungskammer des Genfer Strafgerichts zur Freilassung innerhalb von 30 Tagen noch bis ans Bundesgericht weiterziehen. Allenfalls liege bis dann auch das Urteil des Bundesgerichts zum Rekurs vom September 2015 vor, sagte der Anwalt Giorgio Campa. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Link zum Artikel

Kann Basel YB wieder gefährlich werden? Alle Transfers der Super League im Überblick

Link zum Artikel

Mehr Spass! Hier kommen die 24 lustigsten Fails, die das Internet gerade zu bieten hat

Link zum Artikel

Kommen Sie, kommen Sie! PICDUMP!

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Juliet Bravo 03.04.2017 22:06
    Highlight Highlight Zu hoffen, dass Spereisen nicht wie seine 'Kameraden' mit Freispruch davonkommen!
  • Gummibär 03.04.2017 18:37
    Highlight Highlight Wenn ich ein so schönes Bild sehe, versuche ich immer zuerst zu erraten um wen es sich handeln könnte bevor ich den Text dazu lese.
    Ich habe auf "Trumps new national security advisor" getippt. Wie man sich irren kann.

Besitz von weniger als 10 Gramm Cannabis ist auch bei Jugendlichen nicht strafbar

Das Bundesgericht hat entschieden: Der Besitz von weniger als 10 Gramm Cannabis ist auch bei Jugendlichen nicht strafbar. Das Gesetz sieht in einem solchen Fall im Vergleich zu Erwachsenen keine spezielle Behandlung vor.

Im konkreten Fall aus dem Kanton Zürich hatte die Polizei 2017 einen 16-Jährigen mit 1.4 Gramm Marihuana erwischt. Die Drogen hatte der Jugendliche für den Eigengebrauch bei sich. Die Jugendanwaltschaft Winterthur sprach ihn mit einem Strafbefehl wegen Übertretung des …

Artikel lesen
Link zum Artikel