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Kantönligeist beim Sex: Was Schweizerinnen und Schweizer am liebsten tun

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Bezüglich Sexspielzeugen haben die Schweizerinnen und Schweizer unterschiedliche Präferenzen.Bild: www.imago-images.de

Kantönligeist beim Sex: Was Schweizerinnen und Schweizer am liebsten tun

Die Verkaufszahlen im Online-Erotiksortiment aus dem Jahr 2025 zeigen, wie unterschiedlich sich die Schweiz befriedigt. Aargauer lieben Vibratoren, Zentralschweizer Fesselspiele.
13.02.2026, 20:5213.02.2026, 20:52
Bruno Knellwolf
Bruno Knellwolf

Treiben solche Meldungen noch jemandem die Schamesröte ins Gesicht? Wahrscheinlich nicht. Trotzdem ist es in unserer Digital-Porno-gesättigten Welt wohl so, dass sich einige Schweizerinnen und Schweizer ihre Sex-Spielzeuge lieber online kaufen, als im Shop anzustehen. Dementsprechend haben die Zahlen, welche der Online-Händler Galaxus dazu nun für das Jahr 2025 liefert, eine gewisse Relevanz.

Vorsichtshalber beginnt Galaxus die Meldung mit einer Trigger-Warnung: «Falls du mit Sextoys und Erotikprodukten nichts anfangen kannst oder solche Themen nicht dein Ding sind, klick lieber weg.» Gilt wohl auch für die Leserin oder den Leser dieses Textes.

Danach geht’s zur Sache. Dabei zeigt sich, dass es auch beim Sex einen Kantönligeist gibt. Am meisten shoppten die Zürcher im Erotiksortiment des Onlinehändlers. Danach folgen die Zuger, Obwaldner und Aargauer. Die Zürcher werden von Galaxus als anal-fixiert bezeichnet. In den Briefkästen im Kanton Zürich landeten 2025 anteilsmässig am meisten Analduschen und am zweitmeisten Analtoys. Noch mehr von diesen wurden im Kanton Obwalden bestellt. Die Vorliebe der Zürcher sei wohl auch der Grund, warum dort am meisten Gleitgel bestellt worden sei.

Vibrierender Kanton Aargau

Galaxus lässt kein Bonmot aus und schreibt, dass die Hintertür im Kanton Uri meist geschlossen bleibe und Analwerkzeuge dort am wenigsten verkauft worden seien. Dafür vibriert der Atom-Kanton Aargau gemäss den Zahlen von Galaxus. Aargauerinnen und Aargauer kauften 2025 anteilsmässig am meisten Vibratoren. Die Waadt, das Tessin sowie Zug und das Wallis zeigten sich 2025 ebenfalls sehr angetan von Stimulation durch Vibration.

In der Zentralschweiz tummeln sich dafür die Freunde und Freundinnen von Fesselspielen. Gemocht wird diese Praxis neben Zug, Obwalden und Glarus aber auch in Appenzell Innerrhoden und Zürich, die ebenfalls zu den Top-5-Lieferkantonen für BDSM-Zubehör im Jahr 2025 gehören. Auch bei den Penisringen ist die Zentralschweiz mit den Kantonen Zug und Nidwalden ganz vorn.

Das beliebteste Sextoy bleibt wie in den vergangenen Jahren der Vibrator. Danach folgen der Masturbator, Bondage-Sachen, Analtoys und auf dem fünften Rang Dildos. Gekauft werden solche Spielzeuge öfter von Männern als von Frauen. Sieben von zehn Bestellungen wurden im vergangenen Jahr von Männern angeklickt.

Männer kaufen Dessous und Strapse

Bei den Frauen standen die Vibratoren und Erotikspiele zu oberst auf dem Einkaufszettel. Interessanterweise wurden auch Strapse und Dessous häufiger von Männern als von Frauen gekauft. Die Gründe dafür lassen sich aus den Verkaufszahlen nicht ablesen. Vielleicht fänden vor allem Männer Reizwäsche toll, spekuliert Galaxus.

Der Mann schaut aber sonst auf sich selbst: 95 Prozent der Masturbatoren, Peniskäfige, Penisplugs und Penispumpen haben letztes Jahr Männer bestellt. Bei Penisringen sind es 90 Prozent. Zudem stehen Männer gemäss den Galaxus Zahlen auf Fesseln, Peitschen oder Mundknebel, die acht von zehn Bestellungen im BDSM-Sortiment bezahlt haben.

Die grösste Käufergruppe von Sextoys ist zwischen 25 und 34 Jahre alt.  Knapp vor den 35- bis 44-Jährigen, die auch ungefähr einen Drittel der Kundschaft ausmachen. Entdeckt werden diese Spielzeuge meist erst ab 25, vorher beträgt der Anteil der Kundschaft nur 10 Prozent. (aargauerzeitung.ch)

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