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Kim de l'Horizon holt den Deutschen Buchpreis 2022 in die Schweiz

Kim de l'Horizon holt den Deutschen Buchpreis 2022 in die Schweiz

Der Roman «Blutbuch» von Kim de l'Horizon hat Deutschland im Sturm erobert: Der begehrte Deutsche Buchpreis geht dieses Jahr in die Schweiz.
17.10.2022, 19:49
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Der Debütroman von Kim de l'Horizon handelt von Ressentiments, welche über die queere Community zirkulieren. In «Blutbuch» schildert de l'Horizon, wie es wirklich ist, in einem nonbinären Körper zu stecken. Dafür konnte Kim de l'Horizon am Montag nun in Frankfurt am Main den Deutschen Buchpreis entgegennehmen.

kim de l'horizon gewinnt den deutschen buchpreis 2022
Kim de l'Horizon mit «Blutbuch».Bild: arne dedert/dpa

«Mit einer enormen kreativen Energie sucht die non-binäre Erzählfigur (...) nach einer eigenen Sprache», so die Begründung der Jury: «Jeder Sprachversuch, von der plastischen Szene bis zum essayartigen Memoir, entfaltet eine Dringlichkeit und literarische Innovationskraft, von der sich die Jury provozieren und begeistern liess.»

Bei der Preisverleihung in Frankfurt am Main widmete Kim de l'Horizon den Preis den «Frauen im Iran» und rasierte sich dazu am Rednerpult die Haare ab, wofür es Standing Ovations gab.

Der Deutsche Buchpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Branche und wird seit 2005 verliehen. Für die aktuelle Ausgabe wurden laut Jury insgesamt 233 Titel gesichtet. Zuletzt ging er im vergangenen Jahr an die Schriftstellerin Antje Rávik Strubel für ihren Roman «Blaue Frau». Kim de l'Horizon ist nach Melinda Nadj Abonji erst die zweite Person aus der Schweiz, die den Deutschen Buchpreis gewinnt. Die Zürcher Autorin erhielt die Auszeichnung 2010 für ihren Roman «Tauben fliegen auf».

Das Preisgeld beträgt 25'000 Euro

Der Deutsche Buchpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Branche und wird seit 2005 verliehen. Für die aktuelle Ausgabe wurden laut Jury insgesamt 233 Titel gesichtet. Zuletzt ging er im vergangenen Jahr an die Schriftstellerin Antje Rávik Strubel für ihren Roman «Blaue Frau».

Die Auszeichnung ist mit insgesamt 37'500 Euro dotiert: Der Sieger oder die Siegerin erhält 25'000 Euro, die übrigen Autorinnen und Autoren der Shortlist jeweils 2500 Euro. Letztere Prämien gehen in diesem Jahr an Fatma Aydemir («Dschinns»), Kristine Bilkau («Nebenan»), Daniela Dröscher («Lügen über meine Mutter»), Jan Faktor («Trottel») und Eckhart Nickel («Spitzweg). (chm) (aargauerzeitung.ch)

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20 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Neruda
17.10.2022 20:25registriert September 2016
Hat schon jemand ausserhalb der Kulturblase dieses Buch gelesen und kann einschätzen, ob es wirklich gut genug geschrieben ist für den Deutschen Buchpreis oder spielt da etwa doch die aktuelle Zeit, und vor allem was für eine Person es geschrieben hat, die grössere Rolle?
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Der Pinguin
17.10.2022 22:54registriert September 2016
Herzliche Gratulation nach Bern 🥳👏🏼
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Rivka
18.10.2022 08:07registriert April 2021
Noch nie davon gehört und auch nicht gesehen. Dabei bin ich eine Vielleserin. Aber wenn ich den Autor/Autorin/ oder was auch immer sehe, dann ist es klar warum der Buchpreis vergeben wurde. Ist halt derzeit in der Mode. 🤷🏻‍♀️
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