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Schweiz lädt zur Ukraine-Konferenz – und liefert Minenräumungs-Maschinen

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Cassis: «Die Entminung der Ukraine wird 50 Jahre in Anspruch nehmen»

Die Schweiz lädt einmal mehr zu einer Ukraine-Konferenz. Am Donnerstag und Freitag geht es um die Entminung des angegriffenen Landes. Die Entwicklungen im Liveticker.
17.10.2024, 13:1617.10.2024, 20:52
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Seit der russischen Invasion im Februar 2022 ist die Ukraine zu einem der am stärksten verminten Länder der Welt geworden. Panzerabwehrminen, Antipersonenminen und Blindgänger belasten Schätzungen zufolge fast einen Viertel der Landesfläche – also ein Gebiet dreieinhalb Mal so gross wie die Schweiz.

epa11663815 Denys Shmyhal (L), Prime Minister of Ukraine, and Viola Amherd (C), President of the Swiss Confederation, shake hands next to Ignazio Cassis (R), Swiss Federal Councilor and Head of the Fe ...
Der ukrainische Premierminister Denys Schmyhal (l.) reiste für die Konferenz in die Schweiz.Bild: keystone

Ziel der Lausanne-Konferenz ist es nun, «die entscheidende Bedeutung der Minenräumung als zentralen Bestandteil des sozialen und wirtschaftlichen Wiederaufbaus zu thematisieren», wie es im offiziellen Wortlaut des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) heisst.

Am zweitägigen Treffen in den Räumlichkeiten der Lausanner Hotelfachschule soll die Koordination zwischen Regierungen, Partnern vor Ort und privaten Akteuren verbessert werden. Zudem sollen Finanzierungsfragen gelöst werden und Direktbetroffene zu Wort kommen.

Die Konferenz im Liveticker:

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13:43
Die Pressekonferenz ist beendet
Die Pressekonferenz endet sehr abrupt. Die letzte Frage konnte gar nicht mehr richtig beantwortet werden.
13:42
Minen werden zerstört
Die ukrainische Vize-Premierministerin sagt, die Minen würden zerstört und nicht etwa recycelt.
13:38
Chinesisch-brasilianische Friedensinitiative
Wenn die Initiative auf Basis der UNO-Charta ist, sei sie zu befürworten, so Cassis.
Es sei wichtig, die Allianz der Länder, die den Krieg beenden wollen, zu vergrössern.
13:35
Wichtigstes Ziel
Cassis sagt, das Ziel einer zweiten Konferenz sei klar: Politische und finanzielle Unterstützung für die Ukraine müsse sichergestellt werden.

Die Entminung der Ukraine werde 50 Jahre in Anspruch nehmen.
13:32
Zweite Bürgenstock-Konferenz?
Cassis sagt, die Ukraine habe immer eine zweite solche Konferenz gewollt.
13:30
Die Fragerunde ist eröffnet
Die erste Frage wird auf Französisch gestellt. Wir bleiben dran.
13:18
Ukrainische Vize-Premierministerin spricht
Der Stream gibt den Originalton ohne Verdolmetschung wider. Bei uns spricht niemand ausreichend Ukrainisch oder Japanisch – wir entschuldigen uns für die verzögerte Berichterstattung.
13:17
«Wir tun nichts ohne das Einverständnis der Ukraine»
Die Schweiz werde dort helfen, wo es sie brauche, so Cassis.
13:13
Ukraine ist das meistverminte Land der Welt
Entminung sei nötig zum Schutz der Menschen, aber auch um Landwirtschaft zu ermöglichen, so Cassis.
Letztes Jahr gab es bereits eine Konferenz zur Entminung der Ukraine in Zagreb, nächstes Jahr kommt eine in Japan dazu.

Es brauche keine neuen Regeln, keine neuen Papiere: Man müsse jetzt handeln, so der Aussenminister der Schweiz. Zur Entminung brauche es Geld, Maschinen und Personal.
13:10
Cassis tritt mit Vertretern der Ukraine und Japans vor die Medien
Die Pressekonferenz beginnt. Neben Cassis spricht u. a. die ukrainische Vize-Premierministerin.
12:43
Pressekonferenz um 13 Uhr
Um 13 Uhr stellt sich Bundesrat Ignazio Cassis den Fragen der Medien. Die wichtigsten Aussagen gibt es hier in Kürze.
12:34
Schweiz bietet Ukraine weitere Hilfe an
Neben den drei Minenräumungsmaschinen hat die Schweiz vor, der Ukraine ein umfangreiches Ausbildungs-, Mentoring- und Logistikpaket anzubieten. Zusammen mit den Minenräumungsmaschinen würden dadurch Kosten von 4,6 Millionen Franken, welche der Bund übernehmen soll. (sda)
11:31
Schweiz liefert der Ukraine drei Minenräumungsmaschinen
Die Schweiz hat beschlossen, drei Minenräumungsmaschinen an die Ukraine zu liefern. Bundespräsidentin Viola Amherd gab am Donnerstag in Lausanne die Finanzierung der Geräte bekannt, die von der Schwyzer Firma Global Clearance Solutions hergestellt werden.

«Wir sind entschlossen, weiterhin unseren Beitrag zu leisten», sagte Amherd zu Beginn einer Minenräumkonferenz zugunsten der Ukraine. «Dies wird in Zukunft effiziente, sichere und unabhängige Minenräumungsoperationen ermöglichen», betonte sie vor dem ukrainischen Premierminister Denys Schmyhal und Vertretern Dutzender anderer Länder.

Die Schwyzer Firma Global Clearance Solutions (GCS) stellt die Geräte her. Das Unternehmen arbeitet mit der UNO und mehreren Nichtregierungsorganisationen wie der Schweizerischen Stiftung für Minenräumung (FSD) zusammen. Es erwartet, dass bis 2025 rund 100 seiner Maschinen in der Ukraine eingesetzt werden. Die Schweiz hat bis 2027 100 Millionen Franken für die Minenräumung in der Ukraine vorgesehen. (sda)

(red/az)

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