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Liveticker

Polizei führt Demonstranten in Bern und Zürich ab ++ Anti-Lockdown-Demo in Basel aufgelöst



Liveticker: Corona National 16.05.

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Team watson
18:21
Polizei löst in Basel Kundgebung gegen Corona-Massnahmen auf
Der Einsatzleiter der Polizei fordert die Teilnehmer einer Mahnwache fuer die Wahrheitsfindung und die Einhaltung der Grundrechte der Organisation Baselwach auf, den Marktplatz zu verlassen, in Basel, am Samstag, 16. Mai 2020. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
In Basel haben sich am Samstagnachmittag rund 120 Gegnerinnen und Gegner der Coronavirus-Pandemie-Massnahmen vor dem Rathaus versammelt. Die Kundgebungsteilnehmer, darunter viele ältere, aber auch junge Menschen, trugen Schilder mit Aufschriften wie «Freiheit für freie Bürger» oder «Gates go home» und sangen zum Teil kirchliche Lieder.

Der Einsatzleiter der Polizei forderte die Demonstrierenden mehrere Male auf, die Strasse für die ungleich zahlreicher anwesenden Einkaufspassanten freizugeben. Die Demonstrantinnen und Demonstranten zogen nach einer halben Stunde durch die mit Passanten prall gefüllte Freie Strasse bis zum Münsterplatz. Auf dem leeren Platz versammelten sie sich mit angemessenem Abstand erneut.
Eine Frau haelt ein Plakat an einer Mahnwache fuer die Wahrheitsfindung und die Einhaltung der Grundrechte der Organisation Baselwach auf dem Marktplatz in Basel, am Samstag, 16. Mai 2020. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
Kurz vor 15 Uhr begann die Polizei mit den zuvor angekündigten Personenkontrollen. Damit löste sich die Kundgebung auf, ohne dass es zu Eskalationen kam, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort beobachtete.

Die Kantonspolizei Basel-Stadt hat im Nachgang der unbewilligten Kundgebung 46 Personen einer Kontrolle unterzogen und unter anderem wegen Verstosses gegen die Covid-19-Verordnung verzeigt, wie das Justiz- und Sicherheitsdepartement am Samstag mitteilte. Die Polizei habe die «friedliche Kundgebung» zuvor mehrmals abgemahnt.
Polizei lässt in Bern und Zürich keine Anti-Lockdown-Demos zu
Am Samstag gab es schweizweit Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen des Bundesrates. In Zürich auf dem Sechseläutenplatz schritt die Polizei rasch ein und verwies die Demonstranten vom Platz.

In der Stadt Bern hat die Polizei am Samstag Mahnwachen oder Kundgebungsversuche von Lockdown-Gegnern konsequent unterbunden. Beim Bundesplatz wies die Polizei alle Leute weg, die sich versammeln wollten. In der Umgebung des Bundesplatzes trug die Polizei ein einige Kundgebungswillige zur Personenkontrolle weg; die meisten folgten den Polizisten aber normal.
Ein Demonstrant im Rollstuhl, bei einer Demonstration gegen den Coronavirus Lockdown, am Samstag, 16. Mai 2020, vor dem Bundesplatz, in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Die Kundgebungen konnten jeweils nur langsam aufgelöst werden, wie die Kantonspolizei am Donnerstag schrieb. Sachliche Gespräche mit den Kundgebungsteilnehmenden seien kaum möglich gewesen.
14:50
Anti-Lockdown-Demo in Zürich wird geräumt
Letztes Wochenende liess die Polizei die Demonstrierenden gewähren und wurde danach gerügt. Heute wurde der Sechseläutenplatz nach einer Warnung der Polizei rasch geräumt. Um 14.50 Uhr ist der Platz mehr oder weniger geräumt.

Auf der oberen Hälfte des Platzes stehen jedoch noch immer viele Leute in Gruppen zusammengedrängt und halten ihre Schilder hoch. Die Stimmung ist nach zwei Verhaftungen aufgekratzt. Die meisten Leute stehen auf engem Raum, die Abstandsregelung wird nicht eingehalten.
14:27
Mehrere Demonstranten werden abgeführt
Wie watson-Reporter Adrian Müller berichtet, werden in Bern mehrere Demonstranten von der Polizei abgeführt.
13:58
Die aktuelle Lage in Zürich
watson-Reporterin Sarah Serafini ist in Zürich unterwegs. Sie meldet: «Noch ist es ruhig. Polizei zurückhaltend anwesend. Viele Journalisten.»
13:51
Einseitiger Entscheid Italiens zu Grenzöffnung
Italien will die Einreise für Ausländerinnen und Ausländer ab 3. Juni wieder erlauben. «Das ist ein einseitiger Entscheid Italiens, den ich zur Kenntnis nehme», sagte Bundesrätin Karin Keller-Sutter in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF. Die Schengenstaaten seien nicht darüber informiert worden.

«Die Schweiz wird eigenständig entscheiden, ob sie zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Personen aus Italien wieder einreisen lässt», sagte die Justizministerin. «Wir hatten Kontakt mit Italien letzte Woche, da war noch keine Rede von dieser Öffnung.» Für sie sei klar, dass der Entscheid Italiens auch dem wirtschaftlichen Druck geschuldet sei, wegen des Tourismus.
Bundesraetin Karin Keller-Sutter aeussert sich ueber eine rasche Grenzoeffnung zu Deutschland, Oesterreich und Frankreich waehrend der Coronavirus Pandemie, am Mittwoch, 13. Mai 2020, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Sie habe ohnehin in den nächsten Tagen ein Gespräch mit der zuständigen italienischen Innenministerin Luciana Lamorgese geplant. «Mir ist es auch wichtig, dass wir uns in dieser Frage stark mit dem Kanton Tessin absprechen, der ja sehr stark von der Pandemie betroffen war.»

Sie bevorzuge ein koordiniertes Vorgehen mit allen Nachbarstaaten, sagte Keller-Sutter. Die Schweiz habe sich mit Deutschland, Österreich und Frankreich bereits auf ein Grenzöffnung am 15. Juni geeinigt. (sda/dpa)
13:40
Polizei riegelt wegen Demonstrationsaufruf den Bundesplatz ab
In Bern bereitet sich die Polizei auf eine Kundgebung vor, die Gegner der Massnahmen gegen die Corona-Pandemie für Samstag angekündigt haben. Kurz nach 13.00 Uhr haben Polizisten zu diesem Zweck den Bundesplatz mit Metallgittern abgesperrt.

Kurz zuvor war auf dem Platz vor dem Parlamentsgebäude der Wochenmarkt zu Ende gegangen. Am frühen Samstagnachmittag beobachtete ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA Dutzende Polizisten rund um den Platz. Auch waren mehrere Kastenwagen abgestellt.

Die Polizei hatte via Kurznachrichtendienst Twitter angekündigt, dass sie verstärkt in Bern präsent sei, wegen erneuter Aufrufe zu einer Demonstration trotz Versammlungsverbot. Deswegen müsse sie den Bundesplatz nach dem Märit «nun leider wieder sperren». Menschenansammlungen gelte es derzeit zu vermeiden.

Die Berner Verkehrsbetriebe Bernmobil hatten zudem verschiedene Umleitungen angekündigt. Trotz Versammlungsverbot wegen Corona hatten schon am 2. und 9. Mai Corona-Gegner und -Gegnerinnen auf dem Bundesplatz demonstriert.
Polizisten halten Absperrbaender, um Demonstranten vom Bundesplatz fernzuhalten, bei einer Demonstration gegen den Coronavirus Lockdown, am Samstag, 9. Mai 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Die Kundgebungen konnten jeweils nur langsam aufgelöst werden, wie die Kantonspolizei am Donnerstag schrieb. Sachliche Gespräche mit den Kundgebungsteilnehmenden seien kaum möglich gewesen. (sda)
13:36
Die Ruhe vor dem Sturm?
Laut watson-Reporter Adrian Müller ist in Bern noch alles ruhig. Nur vereinzelt seien Lockdown-Gegner in den Gassen unterwegs.
13:14
BAG gibt korrekte Zahl raus
In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 58 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden, sieben mehr als am Vortag. Dies teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Samstag mit.

Am Freitag hatte das BAG 51 neu registrierte Fälle bekannt gegeben, am Donnerstag 50 und seit Montag jeweils zwischen 30 und 40 innerhalb eines Tages.

Insgesamt gab es gemäss den Angaben der Behörde vom Samstag 30'572 laborbestätigte Fälle. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende. Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es 356 Ansteckungen. (viw/sda)
12:57
Korrekte Zahl folgt am Nachmittag
Nachdem das BAG am späten Vormittag einen Tweet mit einer neuen Fallzahl veröffentlicht – und anschliessend wieder gelöscht hat, bestätigt die Behörde nun, dass die darin genannte Zahl 98 falsch sei. Das berichtet 20 Minuten und zitiert einen BAG-Sprecher folgendermassen: «Die korrekte Zahl der Fälle kennen wir nicht.» Wie es zu der Kommunikation-Panne kommen konnte, kann das BAG nicht sagen. Es will die korrekten Zahlen im Laufe des Nachmittags kommunizieren.
11:54
BAG meldet 98 neue Corona-Fälle (zumindest für kurz)
Die Zahl der Corona-Neuinfizierten soll sich im Vergleich zum Vortag fast verdoppelt haben. So stand es zumindest in einem Tweet des Bundesamts für Gesundheit, der inzwischen wieder gelöscht wurde. Die Gründe dafür sind bisher unklar.
10:41
An offenen Grenzen zu Deutschland und Österreich wird kontrolliert
Seit Samstag um Mitternacht sind die Grenzübergänge von der Schweiz nach Deutschland und Österreich wieder offen. Kontrolliert wird aber weiterhin, denn das Einreisen in die Schweiz aus rein touristischen Gründen oder zum Einkaufen und Tanken bleibt verboten.

Die Absperrungen an den wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Übergängen seien von den zuständigen Grenzbehörden grösstenteils entfernt worden, schrieb die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Samstag. Voraussichtlich im Lauf des Samstags seien die Arbeiten beendet.
ZU DEN THEMEN DER SOMMERSESSION, AM DIENSTAG, 12. JUNI 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG ---- A member of the Swiss Border Guard checks the papers of a driver at the Swiss-German border in Basel, Switzerland, on August 15, 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein Grenzwaechter des Schweizer Grenzwachtkorps kontrolliert am Grenzuebergang zwischen der Schweiz und Deutschland die Papiere eines Autofahers, aufgenommen am 15. August 2017 in Basel. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
«Risikobasierte Kontrollen»

Es finden allerdings weiterhin «risikobasierte» Kontrollen statt, wie die EZV schreibt. Denn wer nur aus touristischen Gründen oder lediglich zum Einkaufen oder zum Tanken in die Schweiz einreisen will, dem wird die Einreise verweigert.

Auch wer Einkäufe in die Schweiz einführen will und ausschliesslich als Einkaufstourist oder -touristin im Ausland gewesen ist, erhält weiterhin eine Busse. Einkaufen gelte nicht als ein triftiger Reisegrund, schreibt die EZV dazu.

Für unverheiratete Paare, die sich wegen der Corona-Sperrungen wochenlang nicht sehen konnten, hat das Warten ein Ende. Wer in einer grenzüberschreitenden Beziehung lebt, wer Verwandte besuchen will und wer im anderen Land eine Zweitwohnung hat, kann die Grenzen zwischen den Ländern passieren, wie am Freitag bekannt wurde.

Einreise für Paare möglich

Auch Einreisen für den Besuch eines familiären Anlasses wie einer Hochzeit oder einer Beerdigung sind wieder möglich. Zudem dürften ab morgen Personen die Grenzen zwischen den drei Ländern überqueren, die einen Schrebergarten besitzen, Landwirtschaftsarbeit verrichten oder Tiere versorgen müssen.

Die Lockerungen gelten nicht für die Übergänge von der Schweiz nach Frankreich und Italien. Eine allfällige Öffnung weiterer Grenzübergänge erfolge in enger Absprache mit den in- und ausländischen Partnerbehörden, schreibt die EZV dazu.

Italien will die Einreise für Ausländer ab 3. Juni wieder erlauben. Das beschloss die Regierung in Rom in der Nacht auf Samstag. Zunächst hatten italienische Medien über die Öffnungspläne berichtet.

Die Öffnung der italienischen Grenzen steht unter dem Vorbehalt, dass die Infektionsgeschehen in einzelnen Regionen oder Staaten es zulassen. Zwei Wochen Quarantäne gibt es nach der Einreise nach Italien nur für jene, die Kontakt mit Infizierten hatten oder selbst positiv getestet wurden. (sda/dpa)
6:25
Maechler erteilt höheren SNB-Ausschüttungen eine Absage
Andrea Maechler, Mitglied des dreiköpfigen Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank (SNB), lehnt Forderungen von Politikern verschiedener Parteien ab, die SNB solle sich stärker an den Kosten für milliardenschweren Massnahmen gegen die Coronakrise beteiligen.

Eine im März dieses Jahres abgeschlossene Zusatzvereinbarung zwischen der SNB und dem Eidgenössischen Finanzdepartement stellt dem Bund und den Kantonen für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 eine maximale Gewinnausschüttung von 4 Milliarden Franken in Aussicht.
Andrea Maechler, Mitglied des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank SNB, spricht am Jahresend-Mediengespraech der SNB, am Donnerstag, 12. Dezember 2019, in Bern. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tastet die Zinsen nicht an und fuehrt damit ihre expansive Geldpolitik fort. Konkret belaesst sie ihren Leitzins sowie den Zins auf Sichtguthaben bei -0,75 Prozent. (KEYSTONE/Marcel Bieri)
Das sei das oberste Limit, sagte Maechler in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» (Samstagausgabe). Eine einmalige Sonderausschüttung zur teilweisen Finanzierung der Covid-19-Kosten lehnt sie ab. Das würde die Geldpolitik konterkarieren.

An eine rasche Erholung der Konjunktur glaubt Maechler nicht. Ein Aufschwung in Form eines schlanken und vollständigen «V» sei unwahrscheinlich. Das Social Distancing, die höhere Verschuldung, der Anstieg der Arbeitslosigkeit und der Rückgang der Einkommen sprächen dafür, dass die Erholung mehr Zeit brauche.
ARCHIV -- SNB ZAHLT 4 MRD. FRANKEN AN BUND UND KANTONE -- The facade of the Swiss National Bank SNB pictured at Bundesplatz, prior to a semi-annual conference in Bern, Switzerland, Thursday, June 13, 2019. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Auf die Frage, ob aufgrund der Krise mit einer Inflation oder eher mit einer Deflation zu rechnen sei, sagte das Direktoriumsmitglied, dass der stärkere Franken und der Schock durch das massiv billigere Erdöl die Preise kurzfristig nach unten drückten.

Eine deflationäre Spirale sei aber nicht zu befürchten. Die Inflationserwartungen seien gut verankert. Und ein Inflationsrisiko sehe die Nationalbank heute auch nicht. Die Massnahmen zur Stützung der Konjunktur seien notwendig und derzeit bestehe keine Gefahr einer Inflation. (sda)
5:11
Schuhhändler Pasito-Fricker ist konkurs
Die im Schuhhandel tätige Pasito-Fricker AG mit Sitz in Spreitenbach AG ist konkurs. Der Einkauftourismus und die starke Konkurrenz durch Online-Käufe haben der Firma derart zugesetzt, dass sie ihre Bilanz deponieren musste.

Verwaltungsratspräsident John Ammann bestätigte gegenüber der «Aargauer Zeitung» eine entsprechende Anzeige im Amtsblatt des Kantons Aargau. Die mehrwöchige Schliessung der Filialen im Zuge der Corona-Pandemie habe die Situation nochmals massiv verschärft.

Pasito-Fricker habe über Wochen keine Umsätze mehr erzielen können. Auch habe das Unternehmen trotz Bemühungen keinen Überbrückungskredit bei den Banken erhalten. Damit sei die Überschuldung Tatsache geworden.

Ammann bedauerte den Gang zum Konkursrichter ausserordentlich. Die Restrukturierungen in den vergangenen Jahren seien durch den Stillstand in den letzten zwei Monaten zunichte gemacht worden.

Die 23 Filialen der Pasito-Fricker AG seien am (gestrigen) Freitag geschlossen worden. 69 Mitarbeitende seien vom Konkurs betroffen. Laut Ammann prüft das Unternehmen, wie es die Mitarbeitenden bestmöglich bei der Stellensuche unterstützen könne. (sda)
21:46
Appell zeigt Wirkung - Grenzzaun in Kreuzlingen verschwindet
Der gemeinsame Appell von Kreuzlingen und Konstanz zeigt Wirkung: Der Grenzzaun verschwindet. Mit dem Rückbau ist am Freitagabend begonnen worden. Das haben deutsche und schweizerische Behörden entschieden.

Um 20.30 Uhr durchtrennten Vertreter beider Seiten gleichzeitig die Kabelbinder zwischen einzelnen Zaunelementen und trafen sich in der Mitte zwischen dem doppelten Zaun.

Unter viel Applaus, Bravo- und «die Mauer muss weg»-Rufen der Zuschauer wurden die Metallelemente zur Seite geräumt. Der Kreuzlinger Stadtpräsident Thomas Niederberger und der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt hatten jeweils eine Flasche Kreuzlinger und Konstanzer Wein mitgebracht, um anzustossen, wie sie es sich bei der Grenzschliessung versprochen hatten.

Dass die beiden zusammengewachsenen Städte jetzt nicht mehr getrennt sind, sei «ein super gutes Gefühl», sagte Niederberger. «Die Situation, die wir jetzt hatten, lässt uns noch mehr schätzen, was wir hier haben.»

Paare wieder vereint
Ab Samstag wird das Grenzregime zwischen der Schweiz, Deutschland und Österreich gelockert. Wer in einer grenzüberschreitenden Beziehung lebt, wer Verwandte besuchen will und wer im anderen Land eine Zweitwohnung hat, kann die Grenzen zwischen den Ländern passieren.

Der Beschluss gilt auch für Besitzer von Schrebergärten sowie von Landwirtschafts-, Jagd- oder Forstflächen. Ebenso dürfen Personen einreisen, die Tiere versorgen müssen. Diese Lockerung an den Landesgrenzen tritt um Mitternacht in Kraft. Es besteht dann keine Verpflichtung zur Nutzung der zugelassenen Grenzübergänge mehr. Die Grenze kann an jeder Stelle überschritten werden, wie die deutsche Bundespolizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.

Doppelzaun im Zweimeter-Abstand
Deutschland hatte die Grenze zwischen Konstanz und Kreuzlingen am 16. März geschlossen und auf dem Parkareal am Bodensee einen Zaun hochgezogen. Dort trafen sich in der Folge viele Menschen. Am 3. April installierten die Schweizer Behörden auf dem 350 Meter langen Grenzabschnitt einen zweiten Zaun im Abstand von zwei Metern.

Es hätten sich zu viele Personen an der Grenze versammelt, der Gesundheitsschutz sei ungenügend, begründete der Regionale Führungsstab Kreuzlingen den doppelten Zaun. Stabschef Simon Hofmann sprach von «herzzerreissenden Szenen»: Liebespaare, getrennte Familien, Freunde und Kollegen trafen sich am Zaun. Es wurde geküsst, Händchen gehalten und Kaffee getrunken.

Gemeinsamer Appell für Öffnung
Der Kreuzlinger Stadtpräsident und der Konstanzer Oberbürgermeister hatten am vergangenen Montag die schnellstmögliche Öffnung der Grenze gefordert. Angesichts der schrittweisen Lockerung der Pandemie-Massnahmen sei es «an der Zeit, der Bevölkerung eine Perspektive aufzuzeigen», erklärten die beiden Stadtoberhäupter in einem gemeinsamen Appell an die Bundesregierungen in Bern und Berlin. (sda)
Der Kreuzlinger Stadtpraesident Thomas Niederberger, die Thurgauer Regierungsraetin Cornelia Komposch, der Konstanzer Oberbuergermeister Ulrich Burchhardt, und Zeno Danner, Landrat Konstanz, von links, stossen an nach Oeffnung des doppelten Grenzzaun zwischen Kreuzlingen in der Schweiz und Konstanz in Deutschland, am Freitag, 15. Mai 2020, in Kreuzlingen. Der doppelte Zaun war errichtet worden, um die Abstaende wegen der Coronavirus-Pandemie zu gewaehrleisten. Er faellt mit den heutigen Lockerungen im Grenzverkehr. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
15:39
Contact Tracing im Aargau: 68 Verfügungen innerhalb einer Woche
Der Kanton Aargau betreibt seit Anfang der Woche im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ein Zentrum für Contact Tracing. Bislang erhielten 18 infizierte Personen und deren 63 Kontaktpersonen eine behördliche Verfügung für eine Quarantäne oder Isolation.

Die Kompetenz- und Koordinationsstelle mit den Namen «Conti» ist gut angelaufen, wie Kantonsärztin Yvonne Hummel am Freitag vor den Medien in Aarau ausführte. Die neu infizierten und angerufenen Personen würden kooperieren. Daher sei es bislang nicht notwendig gewesen, eine verfügte Quarantäne vor Ort zu überprüfen.

«Conti» wird aktiv, wenn über ein Labor oder einen Leistungserbringer im Gesundheitswesen eine Meldung über eine neu infizierte Person eingeht. Die Stelle kontaktiert auch den engeren Kreis an weiteren Personen, die mit dem Betroffenen in den letzten 48 Stunden persönlichen und engen Kontakt hatten.

Die Menschen zuhause würden eng begleitet, bis feststehe, dass die Symptome nachhaltig abgeklungen seien, hiess es. Man verstehe sich als Dienstleister und wolle nahe bei den Sorgen der Bevölkerung sein.

Eigene Software
Der Aargau setzt wie andere Kantone auf eine eigene Softwarelösung, um das Contact Tracing betreiben zu können. Im «Conti» in Aarau arbeiten derzeit 14 Mitarbeitende, mehrheitlich medizinisches Fachpersonal. Der Kanton will auf bis zu 26 Mitarbeitende aufstocken.

Die Investitionen für «Conti» betragen 230'000 Franken. Der Kanton rechnet mit Betriebskosten in diesem Jahr von rund einer Million Franken.

Der Datenschutz sei gewährleistet, sagte Roger Lehner, Leiter Rechtsdienst des Gesundheitsdepartements. Die Daten zu den Personen und deren Risiken würden verschlüsselt und auf Servern in der Schweiz gespeichert. (sda)
15:35
Gesundheitskommission will einheitliche Regeln für Corona-Kosten
Die Corona-Krise hinterlässt tiefe Spuren im Gesundheitswesen, insbesondere in Form von Kosten. Die Gesundheitskommission des Nationalrats (SGK) verlangt, dass deren Übernahme einheitlich geregelt wird.

Sie hat mit 21 zu 1 Stimmen bei 3 Enthaltungen eine Motion mit dieser Forderung eingereicht, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Ziel ist es, bestehende Unsicherheiten und Fehlanreize zu beseitigen. Die Motion verlangt vom Bundesrat, mit den Tarifpartnern eine rasche Einigung auszuarbeiten und nötigenfalls selbst Regeln zu erlassen.

Eine weitere Motion betrifft die Arbeitslosenversicherung. Per Notrecht hatte der Bundesrat beschlossen, dass in der Corona-Krise auch der Ehegatte, der in einem Familienunternehmen mitarbeitet, in Härtefällen Kurzarbeitsentschädigung erhalten kann. Mit Stichentscheid der Präsidentin beschloss die SGK, dass die Bestimmung ins ordentliche Recht überführt werden soll.

Eine Motion aus dem Ständerat empfiehlt die SGK einstimmig zur Annahme. Diese verlangt vom Bundesrat, die Versorgungssicherheit bei Medikamenten und Impfstoffen zu verbessern. Mit einem Postulat will die SGK zusätzlich abklären lassen, wie Medikamente und Impfstoffe vereinfacht zugelassen werden können, wenn sie bereits in einem Land mit gleichwertigem Zulassungssystem zugelassen sind. (sda)
15:14
Grenzöffnung: Ein Schweizer will seine Freundin in Holland besuchen. Geht das?
Mario Gattiker: «Das ist erlaubt, wenn die Grenzen zwischen Deutschland und Holland offen sind. Was sie im Moment sind. Wir haben den Eintritt über Deutschland in die Schwz geregelt.»

Damit endet die Pressekonferenz mit Vertretern des Bundes. Der nächste Point de Presse findet am Montag statt.
15:13
Wie werden Lehrstellen gefördert?
Rémy Hübschi: «Es gibt Massnahmen für die Arbeitgeber. Der Bund hat auch beschlossen, Projekte in den Kantonen aufzugleisen. Wir denken, das geht noch mehrere Jahre so weiter. Das ganze Setting muss angeschaut werden. Die Belastung der Unternehmen in den ersten Jahren wird gesenkt und die schulische Ausbildung mehr Wert bekommen.»
Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

Die wichtigsten Fakten zum Coronavirus: Symptome, Übertragung, Schutz.

Coronavirus: Was du wissen musst

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