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Liveticker Unwetter: Suche nach vermissten Personen im Misox dauert an

epa11432537 Rescue workers search the debris with a dog at the site of a landslide, caused by severe weather and heavy rain in the Misox valley, in Sorte village, Lostallo, southern Switzerland, 23 Ju ...
Hunde suchen im Schutt in Sorte nach vermissten Personen.Bild: keystone
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Suche nach vermissten Personen im Misox dauert an +++ Viel Schwemmholz am Rhone-Delta

24.06.2024, 09:4824.06.2024, 22:24
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  • Infolge von Unwettern gab es seit Freitag in mehreren Regionen der Schweiz grosse Schäden.
  • Der Fluss Moesa im Bündner Südtal Misox trat über die Ufer und riss Teile der Nationalstrasse A13 mit sich. Aufgrund der Schäden bleibt die Nord-Süd-Verkehrsachse über den San-Bernardino-Pass bis auf Weiteres gesperrt.
  • Ein Murgang zerstörte in Sorte GR drei Häuser. Mehrere Dutzend Einwohner mussten vorübergehend evakuiert werden. Eine Bewohnerin wurde am Samstagmorgen lebend aus dem Schutt gerettet. Am Sonntag wurde dann in der Moesa eine männliche Leiche gefunden. Nach weiteren Vermissten wird gesucht.
  • Zermatt VS war zeitweise von der Aussenwelt abgeschnitten.
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22:23
Suche nach vermissten Personen im Misox dauert an
Im Bündner Südtal Misox werden seit dem starken Unwetter vom Freitagabend weiterhin zwei Personen vermisst. Die Suche nach den beiden Menschen blieb am Montag erfolglos, wie die Bündner Kantonspolizei am Montagnachmittag mitteilte.

Die Suche nach den beiden noch vermissten Personen werde fortgesetzt, erklärte die Bündner Kantonspolizei am frühen Montagabend der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. (sda)
19:22
Viel Schwemmholz am Rhone-Delta
Die Unwetter der vergangenen Tage bringen grosse Mengen Schwemmholz in den Genfersee. Das Kieswerk Sagrave rechnet damit, an der Mündung der Rhone in den See nahe Le Bouveret im Wallis 7000 bis 9000 Kubikmeter Holz aus dem Wasser holen zu müssen.

Die Arbeiten laufen bereits seit Freitag auf Hochtouren. Man habe Arbeit für eine gute Woche, vielleicht sogar für eineinhalb Wochen, sagte Sagrave-Chef Claude Goulet am Montag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
epa11434616 A picture taken with a drone shows excavators on barges collecting and sorting an estimated 7000 to 9000 cubic meters of floated wood at the mouth of the Rhone river on Lake Geneva in le B ...
Bild: keystone
Die Sagrave war vom Kanton Waadt mit der Räumung des Schwemmholzes beauftragt worden. Das Unternehmen setzt zwei Boote und zwei Pontons mit Hydraulikbaggern ein, um Baumstämme und Schutt in der Nähe des Rhone-Deltas zu entfernen.

Einen Rekord würde es nicht bedeuten, falls sich Goulets Schätzung von 7000 bis 9000 Kubikmetern Holz als richtig erweist. Im Oktober habe ein Hochwasser der Rhone sogar 14'500 Kubikmeter Holz gebracht, sagte er. (sda)
17:27
TCS erwartet starke Auswirkungen der A13-Sperrung auf Gotthard
Der Touring-Club der Schweiz (TCS) erwartet wegen der unterbrochenen San-Bernardino-Autobahn starke Auswirkungen auf der Gotthard-Route. Er empfiehlt Reisenden, möglichst nicht am Wochenende in den Süden zu fahren und eine Alternativroute zu prüfen. (sda)
17:00
Gesunkenes Segelboot und Leiche im Zugersee geortet
Das am Samstag in Oberwil ZG im Zugersee gesunkene Segelboot ist in einer Tiefe von 80 Metern auf dem Seegrund entdeckt worden. Dort wurde auch eine männliche Person lokalisiert.

Das Boot war am Samstagnachmittag während einer Regatta gesunken. Zwei Männer konnten gerettet werden, ein 56-jähriger Mann galt seither als vermisst.

Wie die Zuger Strafuntersuchungsbehörden am Montag mitteilten, wurden das Boot und der Mann in einer Tiefe von 80 Metern auf dem Seegrund geortet. Entdeckt worden waren sie von der Feuerwehr der Stadt Zug und der Zuger Seepolizei mit Hilfe eines Sonargeräts. Die Kantonspolizei Zürich konnte dann dank eines Tauchroboters bestätigen, dass es sich um das gesuchte Boot und eine männliche Person handle.

Die Bergung werde nun vorbereitet, teilten die Strafuntersuchungsbehörden mit. Diese sei wegen der Seetiefe anspruchsvoll. (sda)
16:56
Berner Kantonspolizei sucht in Gewässern nach drei Vermissten
Die Berner Kantonspolizei sucht seit dem Wochenende in Berner Oberländer Gewässern gleich nach drei Vermissten. Es geht um ein Kleinkind und einen Mann, die am Sonntag an den Giessbachfällen unterwegs waren. Vermisst wird auch eine Frau im Simmental.

Sie fiel nach bisherigen Erkenntnissen am Samstagmittag in den Iffigbach bei der Ortschaft Lenk im Simmental, wie die Berner Kantonspolizei am Montag mitteilte. Sie war mit einer Begleitperson unterwegs. Wieso die Frau ins Gewässer fiel, ist noch unklar. Umgehend wurde die Suche nach der Frau aufgenommen.

Das in die Giessbachfälle gestürzte Kleinkind und der Mann gehörten gemäss aktuellen Erkenntnissen zu einer Familie mit zwei Kleinkindern. Sie befanden sich auf einer Wanderung, als eines der Kinder und der Vater aus ebenfalls noch ungeklärten Gründen am Sonntagnachmittag in den Wasserfall stürzten. Auch in diesem Fall leitete die Polizei umgehend eine Suchaktion ein.

Im Rahmen der zwei grossen Suchaktionen suchte die Polizei laut ihrer Mitteilung sowohl vom Land als auch vom Wasser aus intensiv nach den vermissten Personen. «Nichtsdestotrotz konnten die Vermissten bisher nicht gefunden werden.» Beide Suchaktionen mussten am Sonntag in den Abendstunden unterbrochen werden. Sie werden aber fortgesetzt.

An den Suchaktionen beteiligt waren neben zahlreichen Patrouillen und der Seepolizei der Kantonspolizei Bern auch mehrere Feuerwehrleute, mehrere Helikopter sowie Angehörige der Alpinen Rettung Schweiz mit Canyoningspezialisten. Zur Betreuung der betroffenen Personen stand zudem das Care-Team des Kantons Bern im Einsatz. (sda)
14:38
Rund hundert Personen werden derzeit im Bodensee vermisst
Im Bodensee sind am Wochenende zwei Leichen gefunden worden, die schon länger im See lagen. Ihr Auftauchen hat vermutlich mit dem aktuellen Hochwasser zu tun. Insgesamt werden im See derzeit mehr als hundert Personen vermisst. Die Identität der beiden jüngst gefundenen Personen war am Montag noch unklar. Am Samstagvormittag hatte eine Bootsfahrerin auf deutschem Gebiet einen männlichen Leichnam zwei Kilometer vor der Rheinmündung entdeckt.

Im Bodensee kommt es jedes Jahr zu tödlichen Unfällen. Die Statistik führt für 2023 insgesamt 15 tödlich verunglückte Personen rund um den See. In 13 Fällen handelte es sich um Badende. 103 Personen gelten aktuell als vermisst. In den vergangenen zehn Jahren wurden zehn Vermisstenfälle registriert, erklärte Bernhard Aigner, Kommandant der Seepolizei Hard A, gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur apa. (sda/apa)
11:39
Bahnstrecke zwischen Visp und Täsch bis Ende der Woche geschlossen
Hochwasser in Zermatt, Vispa
Bild: screenshot x
Der während der Unwetter im Wallis über die Ufer getretene Fluss Vispa hat die Bahnstrecke zwischen Visp und Täsch an drei Stellen massiv in Mitleidenschaft gezogen. Die Reparaturarbeiten werden voraussichtlich mindestens bis Ende der Woche dauern. Es verkehren Ersatzbusse.

Ein Sprecher der Matterhorn Gotthard Bahn erklärte am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, Geologen und Ingenieure seien vor Ort, um zu analysieren, wie die Instandsetzungsarbeiten durchgeführt werden könnten. Die betroffenen Bereiche seien nicht mehr stabil und schon unter normalen Umständen «schwer zugänglich». Auch der Rest der Strecke werde «Meter für Meter» analysiert, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung sei, bevor der Bahnbetrieb wieder aufgenommen werden könne.

Bis Täsch verkehren Ersatzbusse. Die Bahnstrecke von Täsch nach Zermatt konnte bereits am Samstagabend wieder geöffnet werden.

Die Bahngesellschaft, die laut dem Sprecher versichert ist, kann die Schäden vorerst nicht beziffern. Diese müssten zuerst von Experten geschätzt werden.

Das sehr enge und steile Mattertal sei anfällig für Naturgefahren, sagte der Sprecher. Zwar sei es nicht das erste Mal, dass die Bahngesellschaft mit solchen Ereignissen konfrontiert werde, doch seien Umfang und Ausmass der Schäden dieses Mal «ungewöhnlich». (sda)
9:21
Kantonspolizei Bern sucht zwei Personen im Brienzersee
Die Kantonspolizei Bern hat am Montag die Suche nach zwei Personen im Brienzersee im Berner Oberland fortgesetzt. Der Einsatz erfolgte in der Region der Giessbachfälle.

Es laufe «eine grössere Suchaktion», wie eine Sprecherin der Polizei gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte. Genauere Angaben konnte sie zunächst nicht machen.

Gemäss dem Nachrichtenportal blick.ch standen zwei Helikopter und die Seepolizei im Einsatz. Die Polizei hatte die Suche am Sonntag um etwa 17 Uhr aufgenommen. (sda)
9:13
Nach Überschwemmungen folgt am Bodensee eine Mückenplage
epa11404035 The boat station of Berlingen with temporary footbridges is seen as the Lake Untersee, the western part of Lake Bodensee overflows its banks, in Berlingen, Switzerland, 11 June 2024. The f ...
Bild: keystone
Am Bodensee breiten sich Stechmücken nach dem Hochwasser explosionsartig aus. Man könne schon von einer Mückenplage sprechen, sagte Rainer Bretthauer, der Umweltschutzbeauftragten der deutschen Stadt Radolfzell am Bodensee.

Dem Mückenexperten zufolge bieten die Überschwemmungen perfekte Bedingungen für die Eiablage. Die Folge: massenhaft Nachwuchs. Sogenannte Überschwemmungsmücken, die vermehrt nach Überflutungen schlüpfen, sind dabei besonders penetrant auf Blutjagd, da sie sich schnell fortpflanzen müssen, bevor die günstigen Bedingungen wieder verschwinden.

Überschwemmungsmücken legen ihre Eier gern auf feuchtem Boden ab, oft in Uferzonen und Flussauen. Dort können sie mehrere Jahre im Boden überdauern. Wenn die Ablageorte überflutet werden und die Temperatur günstig ist, beginnt die Entwicklung vom Ei zur stechfreudigen Mücke. Bei grossflächigen Überschwemmungen kann es zum Massenschlupf kommen.

Vögel und Fische profitieren
Bodensee-Touristen und Anwohnerinnen und Anwohner sollten sich wappnen, etwa durch angepasste Kleidung, sagte Bretthauer. Locker sitzende, lange Kleidung sei zu empfehlen. Auch die Zeit spiele beim Aufenthalt draussen eine Rolle: «Während der Dämmerung bei mehr als 18 Grad werden sie bissig.»

Für viele Tiere sind die Mücken dem Naturschutzbund (Nabu) zufolge etwas Gutes. «Die ganzen Insekten, die sich jetzt entwickeln, sind eine ganz wichtige Nahrungsgrundlage für viele Fischarten und auch für Vögel», sagte Eberhard Klein vom Nabu in Konstanz. (sda/dpa)
8:29
Axpo meldet Schäden an Wasserkraftwerken im Misox
Die Axpo hat wegen der Hochwassersituation im Misox sechs Wasserkraftwerke vorübergehend ausser Betrieb gestellt.

Bei den vom Hochwasser betroffenen Kraftwerken handelt es sich laut der Mitteilung um die Kraftwerke OIM (Officine Idroelettriche di Mesolcina SA), Calancasca SA und Elin (Elettricità Industriale SA). Zudem seien auch das von der Axpo im Auftrag der BKW und der Gemeinde Calanca betriebene Kleinkraftwerk der Idro Arvigo AG und das eigene Kleinraftwerk der Tecnicama AG abgeschaltet worden. (sda)
8:06
Im Misox werden weiterhin zwei Personen vermisst
Nach dem Unwetter von Freitagabend im Bündner Südtal Misox werden dort auch immer noch zwei Personen vermisst. Das gab ein Mediensprecher der Bündner Kantonspolizei am Montagmorgen auf Anfrage bekannt.

Die Suche nach den zwei Personen sei in der Nacht nicht unterbrochen worden, sagte Polizeisprecher Roman Rüegg der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Im Tal, das sich zwischen dem Berninapass im Norden und dem Tessin im Süden erstreckt, waren am Freitagabend vier Personen vermisst worden.

Am Samstagmorgen wurde eine Frau verletzt aus dem Schutt eines Murgangs gerettet, der in der Ortschaft Sorte GR drei Häuser zerstörte. Am Sonntag fanden Rettungskräfte im Fluss Moesa, der sich durchs Tal zieht, eine männliche Leiche.

Am späteren Sonntagabend gaben die Behörden die Kantonsstrasse durch das Misox wieder frei, doch nur für Zubringerdienste, nicht für den Transit- und Durchgangsverkehr, wie Roman Rüegg von der Bündner Kantonspolizei betonte. Die Autobahn A13 bleibt unterbrochen, nachdem sie von der Moesa unterspült worden war.

Der öffentliche Verkehr durchs Misox wurde am Montagmorgen wieder aufgenommen. Doch ist laut den Bündner Behörden und auch laut der SBB-Bahninformation mit unregelmässigem Betrieb respektive mit Verspätungen zu rechnen. (sda)
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