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Luzerner Polizei klärt zwei Millionen-Überfälle auf – mehrere Festnahmen

17.08.2021, 15:3917.08.2021, 15:51
Bild: KEYSTONE

Die Polizei hat zwei Überfälle auf das Luzerner Schmuckgeschäft Gübelin, bei denen jeweils Uhren, Schmuck und Bargeld im Wert von mehreren Millionen Franken geraubt wurden, aufgeklärt. Die Staatsanwaltschaft hat gegen 13 Personen ein Strafverfahren eröffnet, wie sie am Dienstag mitteilte.

Am Sonntag 10. September 2017 betraten kurz nach 8 Uhr zwei bewaffnete Männer das Schmuckgeschäft Gübelin am Luzerner Schwanenplatz. Sie erbeuteten Uhren, Schmuck und Bargeld, eine Person wurde beim Überfall verletzt.

Zwei Jahre später, am Samstag 26. Oktober 2019, gelangten kurz nach 8 Uhr zwei maskierte Männer über den Personaleingang in das Gübelin-Geschäft und entkamen ebenfalls unerkannt mit einer Millionenbeute. Rund zwei Wochen später konnte die Polizei aber den Grossteil dieser Beute in einer Wohnung in der Stadt Luzern sicherstellen. Mehrere Personen wurden festgenommen.

Eine Sonderkommission der Luzerner Polizei führte zu den beiden Raubüberfällen aufwendige Ermittlungen durch. Dank einer engen Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Behörden sei die Fahndung nach den mutmasslichen Tätern erfolgreich gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

So hätten die Identitäten der beiden mutmasslichen Haupttäter des zweiten Raubüberfalls geklärt werden können, hiess es in der Mitteilung. Die beiden Männer hätten gestanden, diesen verübt zu haben. Einer der beiden sei mutmasslich auch am ersten Raubüberfall beteiligt gewesen.

In Bosnien und Serbien verhaftet

Mit Hilfe von internationalen Haftbefehlen konnten die beiden mutmasslichen Haupttäter im Januar und Februar 2020 in Bosnien und und Serbien festgenommen werden können. Die beiden Männer seien für Einvernahmen und Ermittlungen in die Schweiz überführt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

In der Folge nahm die Polizei weitere Personen fest, weil sie an der Planung und Ausführung der Raubüberfälle mitgewirkt haben sollen. Insgesamt seien elf Hausdurchsuchungen und rund hundert Einvernahmen durchgeführt worden. Die Polizei habe dazu 90 Berichte verfasst.

Die Staatsanwaltschaft eröffnete gegen 13 Personen ein Strafverfahren. Dabei handelt es sich um zwölf Männer und eine Frau im Alter von 21 bis 58 Jahren. Fünf stammen aus der Schweiz, vier aus Montenegro, die restlichen aus Bosnien-Herzegowina, Deutschland, Italien und Mazedonien. (aeg/sda)

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