DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Christoph Blocher (links) und Pietro Supino. bild: keystone

Die «Basler Zeitung» vor dem Verkauf: Tamedia greift nach Blochers Zeitung

Der Verlag und der Alt-SVP-Bundesrat verhandeln im Geheimen über einen Zeitungstausch: Tamedia will die «Basler Zeitung» kaufen, im Gegenzug soll Christoph Blocher das «Tagblatt der Stadt Zürich» erhalten.



Die Verleger der «Basler Zeitung» (BaZ), Christoph Blocher, Markus Somm und Rolf Bollmann, wollen zurück nach Zürich. So richtig hat es ihnen nie gefallen in Basel und zuletzt hat man Verlagsleiter Bollmann und Chefredaktor Somm auch kaum mehr in Basel gesehen. 

Nun wollen sie von der Tamedia, der Herausgeberin von unter anderem dem «Tages-Anzeiger», «20 Minuten» und der «SonntagsZeitung», das «Tagblatt der Stadt Zürich» übernehmen, an dem Tamedia gegenwärtig 65 Prozent hält. Das berichtet die «Schweiz am Wochenende». Im Gegenzug darf Tamedia die BaZ kaufen. Damit schlösse Tamedia das goldene Dreieck Basel-Bern-Zürich und würde sowohl publizistisch als auch in der Vermarktung die drei grössten Wirtschaftsräume und haushaltsreichsten Regionen beherrschen.

Falls der Deal wie geplant über die Bühne geht und kommuniziert wird, was laut Informationen von watson innert der nächsten drei Wochen passieren soll, könnten Blocher und Bollmann zusätzlich zu den 720'000 Haushalten, die sie mit den lokalen «Zehnder»-Zeitungen erreichen, 127'000 «Tagblatt»-Leser erreichen und an der Millionengrenze kratzen. 

Ausserdem wäre es für Blocher und Bollmann wirtschaftlich sinnvoller, einen weiteren Gratisanzeiger redaktionell füllen zu können, als eine Tageszeitung wie die BaZ zu unterhalten, die weder wirtschaftlich noch publizistisch-politisch hohe Ziele erreichen kann. 2010 war Blocher angetreten, um mit der BaZ im rot-grünen und öffnungsfreundlichen Basel kostengünstig eine bürgerliche Wende herbeizuschreiben. Das hat nicht geklappt, die Auflage Ende 2010 lag bei 83'000 Exemplaren, mittlerweile sind es noch 46'000 und Basel ist immer noch rot-grün. 

Weder Tamedia noch Christoph Blocher wollten die Vorgänge weder kommentieren, noch bestätigen, noch dementieren. (thi)

Passend dazu: Blochers erste Begegnung mit Siri

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Schweiz sagt JA zum Abkommen mit Indonesien

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Nationalrat will SRG Online Grenzen setzen

Der Nationalrat hat am Dienstagmorgen die indirekte Presseförderung ausgebaut. Insbesondere hat er zusätzlich 40 Millionen für die Früh- und Sonntagszustellung beschlossen. Zudem hat er die Beiträge an die Ermässigung der Zustelltarife von 30 auf 50 Millionen Franken erhöht.

Von den zusätzlich ins Postgesetz aufgenommenen ermässigten Zustelltarifen der Post profitieren nach wie vor nur abonnierte und bezahlte Medien. Eine Ausdehnung auf alle Titel, also auch Gratismedien, lehnte der Rat ab. …

Artikel lesen
Link zum Artikel