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SBB-Ribar zu Meyer-Nachfolge und «Grüneres Fliegen» – das schreibt die Sonntagspresse



Die wichtigsten Schlagzeilen der Sonntagspresse:

SBB VR-Präsidentin Ribar äussert sich zur Meyer-Nachfolge

Verwaltungsratspraesidentin Monika Ribar, spricht waehrend der Bilanzmedienkonferenz der SBB, am Dienstag, 20. Maerz 2018 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

SBB VR-Präsidentin Monika Ribar. Bild: KEYSTONE

Monika Ribar äussert sich im Interview mit «SonntagsBlick» über die Suche eines Nachfolgers für den abtretenden SBB-CEO Andreas Meyer. Die Verwaltungsratspräsidentin sagt, sie sei offen für jemanden von der Basis. Aber ob man wirklich so jemanden finden werde, sei fraglich. «Eine interne Person hat aber natürlich den Vorteil, dass sie das Unternehmen bereits kennt. Grundsätzlich ist eine interne Lösung deshalb immer zu bevorzugen.» Die Person müsse aber geeignet sein. Weiter gesteht Ribar gegenüber «SonntagsBlick» ein, dass sich die SBB zuletzt zu wenig auf das Kerngeschäft fokussiert hätten. «Wir haben in den letzten zwei Jahren zu viel über andere Themen geredet. Deshalb konnte man den Eindruck erhalten, als hätten wir das Kerngeschäft vernachlässigt.» Das werde sicherlich anders sein in Zukunft. «Wir werden den Fokus vermehrt auch wieder auf das Kerngeschäft legen», verspricht Ribar. Der Blick in die Mobilität der Zukunft sei jedoch auch wichtig, sonst werde man «zur Märklin degradiert».

Bündner Baukartell – Hinweise auf Beteiligung von Beamten

Von den jahrelangen Absprachen über Preise und Auftragsvergaben der Baumeister in Graubünden sollen laut der «NZZ am Sonntag» auch Angestellte des kantonalen Tiefbauamts profitiert haben. Die Zeitung beruft sich auf Eingeweihte. Beamte sollen als Gegenleistung für das Mitwirken am Kartell angeblich mit kostenlosen Bauarbeiten an privaten Liegenschaften oder mit Bargeld entschädigt worden sein. Die Firmen hätten im Wissen von Mitarbeitern des Tiefbauamts einen zu hohen Bedarf an Kies oder Asphalt für kantonale Bauprojekte veranschlagt. Der nicht benötigte Überschuss sei dann etwa für das Erstellen einer Mauer oder eines Parkplatzes eines privaten Bauherrn verwendet worden. Das Material sei diesem ebenfalls verrechnet worden, womit es doppelt – sowohl vom Kanton als auch vom Privaten – bezahlt worden sei. Diesem Vorwurf solle nun die Parlamentarische Untersuchungskommission PUK zum Baukartell nachgehen.

Offiziere wollen Geld von Kampfjet-Herstellern für den Abstimmungskampf

Die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG) bettelt laut der «SonntagsZeitung» bei den vier Kampfjet-Herstellern, welche der Schweiz die Geräte verkaufen wollen, um Geld. In dem Bettel-Brief der SOG gehe es unter anderem um die Finanzierung der Pro-Kampagne für die Abstimmung über die Beschaffung der Militärflugzeuge. Die SOG wünsche sich von jedem der vier Hersteller einen sechsstelligen Betrag, schrieb die Zeitung weiter. Beim Hersteller des Tarnkappenjets F-35 stösst die SOG auf offene Ohren: «Lockheed Martin beabsichtigt, die öffentliche Kampagne zu unterstützen», sagte eine Sprecherin zu der Zeitung. Das Unternehmen Boeing, das den F/A-18 Super Hornet anbietet, verrate nur: «Wir prüfen jede Sponsoring-Anfrage und stellen sicher, dass sie der Ausschreibung entspricht». Politiker zeigten sich von der Aktion der SOG schockiert und mahnten, ausländische Flugzeughersteller dürften sich keinesfalls in einen Schweizer Abstimmungskampf einmischen.

Bäumle und ETH spannen für «Grüneres Fliegen» zusammen

Schadstoffarmes Kerosin – für dieses Ziel spannen die ETH Zürich und Politiker laut der «NZZ am Sonntag» zusammen. Der grünliberale Nationalrat und Chemiker Martin Bäumle, ETH-Professor Anthony Patt sowie Peter Metzinger, FDP-Politiker und Physiker, haben gemeinsam ein entsprechendes Modell entwickelt, wie die „NZZ am Sonntag“ schreibt. Der Plan sieht so aus: Auf Flugtickets wird eine Gebühr erhoben, die tief angesetzt ist. Das Geld fliesst nicht wie bei einer Lenkungsabgabe an die Bevölkerung zurück; es wird für die Entwicklung von synthe­tischem Kerosin eingesetzt. Das Verfahren für die Produktion von sauberem Treibstoff gibt es bereits. Die Kosten sind aber drei- bis viermal höher als bei der Herstellung von herkömmlichem Kerosin. Die Initianten sehen nun vor, dass mit den Mitteln aus der Flugticket-Abgabe grosse Produktionsanlagen für sauberen Treibstoff gebaut werden. Sie rechnen mit Fortschritten in der Anfertigung. Dadurch sollen die Produktionskosten bald sinken.

Laubers Taktik gegen seine Abwahl

Bundesanwalt Michael Lauber muss eine Niederlage hinnehmen. Die Gerichtskommission empfiehlt dem Parlament, ihn nicht für eine weitere Amtszeit zu wählen. (Archivbild)

Bundesanwalt Michael Lauber Bild: KEYSTONE

Bundesanwalt Michael Lauber nimmt laut der «NZZ am Sonntag» die Dienste einer renommierten Zürcher Kommunikationsagentur in Anspruch, um das Szenario seiner Abwahl abzuwenden. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft bestätigte entsprechende Informationen der Zeitung. Die Agentur unterstütze Lauber persönlich, «insbesondere mit der externen Beobachtung der Resonanz zu seiner Person und einer Einschätzung der diesbezüglichen Lage». Die Sprecherin betonte allerdings, dass Lauber die Kosten für diese Dienstleistung privat übernehme.

Schweizer Parlamentarier verdienen jährlich 6,5 Millionen durch Mandate bei Banken und Versicherungen

Schweizer Parlamentarier haben im Schnitt acht ausserparlamentarische Mandate. Mehr als je zuvor. Besonders lukrativ sind dabei Einsitze bei Banken und Versicherungen. Eine noch unveröffentlichte Studie zweier unabhängiger Experten, die dem «SonntagsBlick» vorliegt, zeigt nun erstmals, wie viel Geld National- und Ständeräte durch Mandate bei Krankenkassen, Versicherungen und Banken insgesamt einstreichen. Das Resultat: 6,5 Millionen Franken – pro Jahr. 1,4 Millionen entfallen dabei auf Versicherungen und Krankenkassen, 5,1 Millionen auf die Finanzbranche. Ein Teil dieser Geldflüsse ist öffentlich, dem Rest haben sich die Studienautoren über Gespräche mit Branchenexperten und Daten aus Geschäftsberichten angenähert. Die fleissigsten Mandatesammler sitzen in der FDP. Dahinter folgt die SVP mit 25 Prozent und die CVP mit 19 Prozent. Die restlichen Parteien beziehen nicht einmal fünf Prozent des Geldes. In Auftrag gegeben wurde die Studie von SP-Nationalrat Cédric Wermuth.

Berner Orthopäde hatte finanzielles Interesse am Erfolg schlechter Bandscheiben-Prothese

Ein Berner Orthopäde hatte laut der «NZZ am Sonntag» und «Le Matin Dimanche» ein Interesse an den Verkäufen von komplikationsanfälligen Bandscheiben-Prothesen. Die Zeitungen berufen sich auf einen Untersuchungsbericht der Klinikgruppe Hirslanden zu den fehlbaren Implantaten der britischen Firma Ranier. Der Berner Mediziner habe als wissenschaftlicher Beirat von Ranier eine Kaufoption auf Aktien der Firma besessen. Dadurch sei er direkt am finanziellen Erfolg des Implantats interessiert gewesen. Der Direktion des Spitals habe er die Tätigkeit als Berater verschwiegen und auch den Patienten habe er die Bindung nicht offengelegt, hiess es weiter. Die «SonntagsZeitung» berichtet zudem, dass die Hirslanden-Gruppe künftig neue Implantate und andere invasive Medienproduktion selber intern prüfen möchte. Eine interne Heilmittelstelle müsse neu die Verwendung solcher Produkte freigeben.

Oligarch auf der Flucht – Moldau bittet Schweiz um Rechtshilfe

Moldau hat die Schweiz laut der «NZZ am Sonntag» um Rechtshilfe gebeten. Seit dem Machtwechsel in der Moldau ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft des Landes gegen den Oligarchen Vladimir Plahotniuc – den reichsten und ehemals mächtigsten Mann des osteuropäischen Landes. Die Ermittlungen gegen den 53-Jährigen reichten bis in die Schweiz. Plahotniuc befände sich seit Juni auf der Flucht. In dem Zusammenhang sei beim Bundesamt für Justiz (BJ) bereits Ende August 2019 ein Rechtshilfeersuchen der Republik Moldau eingegangen, bestätigte die Schweizer Behörde der Zeitung. Man habe dieses zum Vollzug an die Staatsanwaltschaft Zürich übergeben, hiess es weiter. Zusätzliche Angaben wolle das BJ aber nicht machen. (mim/sda)

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