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Tamedia übernimmt Druck

NZZ schliesst Druckerei in Schlieren – 125 Arbeitsplätze betroffen

25.11.2014, 15:1725.11.2014, 16:12
Bild: KEYSTONE

Die NZZ-Mediengruppe schliesst ihre Druckerei in Schlieren ZH, wie sie am Dienstag mitteilte. Davon seien maximal 125 der 184 Arbeitsplätze betroffen. Die «Neue Zürcher Zeitung» und die «NZZ am Sonntag» werden künftig im Druckzentrum Zürich der Tamedia AG gedruckt. 

Für den Druck bei der Tamedia sei ein langfristig bindender Vertrag ausgehandelt worden, heisst es in der Mitteilung. Um die Folgen der Betriebsschliessung in Schlieren zu mildern, werde die NZZ-Unternehmensleitung eng mit den Arbeitnehmervertretungen zusammenarbeiten. 

Für das NZZ-Druckzentrum in Schlieren, dessen Kapazität in den 90er Jahren auf dem Höhepunkt des Zeitungsbooms geplant worden sei, stehen laut Mitteilung Ersatzinvestitionen in zweistelliger Millionenhöhe an. Diese liessen sich wegen rückläufiger Auflagen und der Margenerosion bei Drittaufträgen wirtschaftlich nicht rechtfertigen. 

Zeitungsdruckereien in der Schweiz seien wegen sinkender Auflagen für Eigenprodukte zunehmend auf die Aufträge von Drittkunden angewiesen. Aufgrund der Überkapazitäten seien die Preise für diese Aufträge stark unter Druck. 

Die NZZ-Gruppe wird laut Mitteilung ihre Zeitungsdruckaktivitäten an den Standorten Winkeln SG und Adligenswil LU konzentrieren. Die Aufträge Dritter sollen künftig weitgehend im Druckzentrum Winkeln produziert werden. 

Arbeitnehmervertreter: Stellungnahme bis Mitte Januar

Die Einstellung des Druckbetriebs in Schlieren steht laut Mitteilung unter dem Vorbehalt der Konsultationen mit den Arbeitnehmervertretern. Diese haben bis Mitte Januar 2015 Gelegenheit, zu den beabsichtigten Massnahmen der Unternehmensleitung Stellung zu beziehen und Vorschläge zu erarbeiten, wie Kündigungen vermieden werden können. 

Laut CEO Veit Dengler liegt das Wachstumspotenzial der NZZ-Mediengruppe vor allem im Digitalmarkt. Seit 2008 sei die gedruckte Auflage der «Neuen Zürcher Zeitung» um 36'000 Exemplare gesunken. Rund 18'000 seien als digitale Auflage wieder aufgebaut worden. 

Um die Zukunft zu sichern, investiere die NZZ konsequent in die Verbreiterung der Produktpalette im Online- und Mobile-Bereich, heisst es in der Mitteilung. (aeg/sda) 

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