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Alain Roth

Der an einer Demo in Paris schwerverletzte Jungpolitiker Alain Roth geht in die Offensive.  Bild: zvg

Subventionen für Piloten +++ Juso-Politiker kritisiert SP scharf: Das berichten die Sonntagszeitungen

Einsparungen der Airline Swiss auf Kosten des Bundes und ein angeblicher Tamedia-Deal mit Blocher – mit diesen und weiteren Themen befassen sich die Medien heute Sonntag. Ein Überblick:



Neues Terror-Gesetz

Islamisten und andere Terror-Unterstützer sollen mit einem neuen Gesetz härter angepackt werden. Dazu existiert bereits ein Entwurf, wie der «SonntagsBlick» berichtet. Neue Regeln sollen die Hürde für eine Verurteilung senken. Jede Art von Unterstützung würde strafbar, so dass sowohl «Schläfer» angegangen werden können wie auch Personen, die Propaganda verbreiten. Zudem sollen die Strafen härter werden: Geldstrafen gäbe es nicht mehr, für Täter in bestimmender Funktion fiele die Obergrenze für eine Gefängnisstrafe weg.

Nach Darstellung des Vizepräsidenten der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD), Beat Villiger, würde das Recht mit den Verschärfungen an das internationale Niveau angepasst. Der Entwurf stammt von einer Expertengruppe, die die Vorschläge im Auftrag des Bundesamts für Justiz erarbeitete. Entscheiden wird dereinst das Parlament.

Wenig Chancen für EU-Abkommen

Aussenminister Didier Burkhalter gibt einem Rahmenabkommen mit der EU wenig Chancen, würde heute darüber abgestimmt. Für die von Christoph Blocher entfachte Debatte über das geplante institutionelle Abkommen mit der EU zeigt sich Burkhalter aber «dankbar». «Dank der Kampagne von Herrn Blocher diskutiert man nun über das Thema wieder inhaltlich», sagte Burkhalter in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Er zeigt sich überzeugt: «Dabei wird sich zeigen, dass wir die Bilateralen nur mit einem Rahmenabkommen für die nächste Generation sichern können.» SVP-Stratege und alt Bundesrat Blocher lancierte am Freitag eine Kampagne gegen das geplante Abkommen.

Subvention für Piloten

Un avion de la compagnie Swiss, le nouveau Bombardier C Series a operera un survol de la rade a basse altitude, ce samedi 6 aout 2016 a Geneve a l’occasion du Geneva Lake Festival, la manifestation qui a pris la succession des Fetes de Geneve qui se tiendra du 4 au 14 aout. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Lässt den Bund die Pilotenausbildung subventionieren: Fluggesellschaft Swiss.
Bild: KEYSTONE

Als der Bund Anfang Jahr begann, die Pilotenausbildung zu subventionieren, hat die Fluggesellschaft Swiss ihren eigenen Beitrag in der Höhe von 50'000 Franken gestrichen. Das berichten die «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche». Weil die Beiträge von Bund und Kantonen höher als 50'000 Franken ausfallen, ist die Ausbildung für die Piloten zwar gegenüber früher billiger geworden. Mit der Einführung der Subvention wollte der Bundesrat jedoch explizit nicht den Arbeitgeber entlasten.

Swiss verteidigt ihr Vorgehen unter anderem mit Verweis auf einen Industrievergleich. Weiterhin gewähre die Airline zudem den Pilotenschülern ein zinsloses Darlehen für deren eigenen Anteil an den Ausbildungskosten. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt betont die Eigenständigkeit der Fluggesellschaften.

ZUR MELDUNG, DASS HANSJOERG WYSS SICH IN DEN USA VOR GERICHT VERANTWORTEN MUSS, STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH, 29. JUNI 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Hansjoerg Wyss founder of Swiss medtech company Synthes, billionaire, patron and President of the Wyss Center during the opening of the Biotech Campus, a research institution for biotechnology and life science, in Geneva, Switzerland, May 22, 2015. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Hansjoerg Wyss einigt sich in US-Rechtsfällen. Bild: KEYSTONE

Wyss mit zwei Vergleichen

Der Schweizer Milliardär und ehemalige Synthes-Chef Hansjörg Wyss hat zwei Rechtsfälle in den USA mit Vergleichen beigelegt. Dabei ging es um Todesfälle, die im Zusammenhang mit dem Synthes-Knochenzement Norian XR stehen sollen.

Über die Höhe der Entschädigungen für die Hinterbliebenen geben die Klägeranwälte keine Auskunft, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Wyss reagierte nicht auf Anfragen. Zu einem der Fälle begann Ende Juni ein Prozess im Gliedstaat Washington. Die Kläger warfen Wyss vor, Ärzte zu tödlichen Versuchen angestiftet zu haben.

Juso-Politiker kritisiert SP

Der Langenthaler Juso-Politiker Alain Roth, der bei einer Demonstration von Linken in Paris schwer verletzt wurde, äussert sich erstmals zu seinem Fall. In einem Interview mit der «SonntagsZeitung» kritisiert er nun die SP Langenthal, die ihn nach dem Vorfall als Gemeinderatskandidat ausbootete, weil er sich bei der Kundgebung vermummt hatte. Roth bestreitet das: Er habe sich lediglich mit einem Tuch gegen Tränengas geschützt. Der SP wirft er vor, sich «panisch» verhalten zu haben, nachdem ein paar Journalisten angerufen hätten. «Die Proteste in Frankreich sind doch ein Kernanliegen der Sozialdemokratie». Und die internationale Solidarität sei ein Urgedanken der SP. Er werde die Sektion Langenthal verlassen.

Hurter steigt ins ACS-Rennen

Portrait von Thomas Hurter, Linienpilot aus Schaffhausen, Nationalrat der SVP des Kantons Schaffhausen, aufgenommen am 07. Dezember 2011 in Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Macht Wasserfallen Konkurrenz: SVP-Mann Hurter.
Bild: KEYSTONE

Ein weiterer nationaler Politiker will Präsident des Automobil Clubs der Schweiz (ACS) werden. SVP-Nationalrat Thomas Hurter will sich im September einer Kampfwahl gegen FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen stellen, wie die «NZZ am Sonntag» und «SonntagsBlick» berichten. Er wolle dem ACS eine Neustart ermöglichen, verstehe seine Kandidatur aber nicht als Kampfansage an Wasserfallen. Dieser war im Juni an einer Delegiertenversammlung von einem Teil der ACS-Sektionen zum Präsidenten gewählt worden. Die Führungsriege um Präsident Mathias Ammann anerkannt diese Wahl jedoch nicht an. Im September soll es zur Wiederholung kommen.

Tamedia-Eigner gegen Blocher-Deal

Ein Zeitungstausch zwischen SVP-Stratege Christoph Blocher und dem Tamedia-Medienkonzern soll bisher am Widerstand von Teilen der Tamedia-Eigentümerfamilie gescheitert sein. Wie die «NZZ am Sonntag» unter Berufung auf der Familie nahestehende Personen berichtet, gleisten Tamedia-Verwaltungspräsident Pietro Supino und Blocher einen Deal auf. Demnach hätte Blocher dem Zürcher Medienkonzern die «Basler Zeitung» im Tausch gegen die «Berner Zeitung» und die Zürcher Landzeitungen abtreten sollen. Ein Teil der Coninx-Familie, der Tamedia hauptsächlich gehört, soll sich aber aus politischen Gründen gegen den Tausch gewehrt haben. Ein Tamedia-Sprecher teilte mit, ein Verkauf oder Abtausch der Zürcher Regionalzeitungen sei «kein Thema».

Wanderlust der Jungen

ZUR SOMMERFERIEN- UND WANDERZEIT STELLEN WIR IHNEN HEUTE DIESES NEUE BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Wanderer auf dem Seeweg von Rigi Scheidegg nach Unterstetten, aufgenommen am Sonntag, 22. Juni 2014. (KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Auch jüngere Semester schnüren vermehrt wieder die Wanderschuhe.
Bild: KEYSTONE

Junge Schweizerinnen und Schweizer wandern wieder mehr. Zu diesem Schluss gelangten das Bundesamt für Statistik und der Dachverband «Schweizer Wanderwege» nach Untersuchungen, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtete. Demnach schnüren sich heute 44 Prozent der Bevölkerung regelmässig die Wander- oder Trekkingschuhe. 2000 waren es erst 22 Prozent. Besonders bei Familien und Paaren zwischen 30 und 45 Jahren ist das Wandern beliebt. Weiter ergab die Studie, dass Wanderer durchschnittlich drei Stunden unterwegs sind und 20 kürzere oder längere Wanderungen pro Jahr unternehmen. Die Kehrseite: Jährlich verunfallen nach einer Erhebung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) 20'000 Wanderer.

Höhere Kontingente gefordert

Nach dem Willen der Schweizer IT-Branche sollen die Kontingente für Drittstaatenangehörige verdoppelt werden. Das fordert der Verband Swico in einer Eingabe an den Bund, wie die Zeitungen «Zentralschweiz am Sonntag» und «Ostschweiz am Sonntag» schreiben. Zudem möchte der Verband das Kontingent für Dienstleister aus der EU verdreifachen. Die Branche sei überdurchschnittlich von der Knappheit der Kontingente betroffen, begründet Geschäftsführer Jean-Marc Hensch die Forderung. Ausländische Spezialisten gefährdeten nicht Arbeitsstellen von Inländern, im Gegenteil: Nur mit genügend ausländischen Fachkräften würden Unternehmen ihre Projekte überhaupt in der Schweiz abwickeln. Der Bundesrat kürzte die Kontingente als Reaktion auf die Zuwanderungsinitiative der SVP.

Regeln für Film-Alterslimite

Kurt Früh, «Der Fall», Kino Roland

Bundesrat will Altersgrenze von Filmen vereinheitlichen.

Der Bundesrat will dem Wirrwarr der Regeln über Altersgrenzen von Filmen in der Schweiz mit einer Bundesregel beikommen. Bis Ende Jahr plant die Regierung eine Aussprache zum Thema, im nächsten Jahr könnte sie eine Gesetzesvorlage in eine Vernehmlassung schicken, wie die Zeitungen «Zentralschweiz am Sonntag» und «Ostschweiz am Sonntag» berichten. Dabei soll es nicht nur um Regeln für Kinofilme und DVD gehen, sondern auch für Streamingdienste wie sie Netflix, Swisscom oder Cablecom anbieten. Die Telekommunikationsbranche lehnt eine staatliche Lösung aber ab und verweist auf ihre Selbstregulierung.

Mehr Überwachungskameras

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Ausser Kontrolle: Private Überwachungskameras können Bilder liefern, die im Internet frei zugänglich sind.
Bild: Wikipedia

Private besorgen sich immer mehr Überwachungskameras. Schweizer Fachhändler berichten in der «Schweiz am Sonntag» von einer Vervielfachung der Verkäufe. Allerdings sind längst nicht alle Geräte korrekt installiert, so dass das Signal von einer beträchtlichen Zahl an Kameras in Wohn- und Schlafzimmern, Läden und auf Terrassen frei im Internet zugänglich ist. Der IT-Sicherheitsexperte Marc Ruef rät nicht grundsätzlich von Sicherheitskameras ab. Er ruft aber dazu auf, diese sauber zu installieren und mit einem genügend starken Passwort zu schützen. (kad/sda)

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