Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schweizer Verleger fordern: Werbeverbot auf allen SRG-Kanälen, SRF3 abschaffen und das Internetangebot abspecken

Die Schweizer Verleger fühlen sich nach dem knappen Ja zum RTVG-Gesetz in ihrer Kritik an der SRG im Aufwind. Sie fordern ein Werbeverbot auf allen SRG-Kanälen und eine Beschränkung des Angebots.



Peter Wanner, Verleger AZ-Medien, aeussert sich zum Abstimmungsausgang ueber das Radio und Fernsehgesetz (RTVG) vom vergangenen Sonntag, am Dienstag, 16. Juni 2015 in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Peter Wanner, der Verleger der AZ Medien, will der SRG ans Fett. Bild: KEYSTONE

Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbandes Schweizer Medien (VSM), bezeichnete an einer Medienkonferenz den Ausgang der Abstimmung über das neue Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) als «Traumresultat».

Und Peter Wanner, der Verleger der AZ Medien (zu denen auch watson zählt), pflichtete ihm bei. Er sagte am Dienstag, er sei einerseits «glücklich» über die Annahme der Revision, weil diese auch den privaten Medien Vorteile bringe. Zum anderen sei die «masslose Expansion» der SRG durch den starken Nein-Anteil in die Schranken gewiesen worden. 

«SRF3 abschaffen»

Mit ihren 17 Radio- und sieben TV-Kanälen sei die SRG ein «Moloch» geworden, der die Privaten in eine Nische dränge, sagte Wanner. Radioangebote wie SRF Swiss Jazz, SRF Swiss Pop oder Virus könnten auch von Privaten übernommen werden und auf SRF3, den «Hauptkonkurrenten der Privaten», müsste SRF eigentlich verzichten. 

Beim Fernsehen mache SRF den Privaten mit der Ausstrahlung von Filmen und Serien das Leben schwer, weil sie über viel mehr Mittel verfüge. Bei Sportanlässen könne man den freien Markt spielen lassen und auch Unterhaltungssendungen gehörten nicht zwingend zum öffentlichen Auftrag der SRG.

Die Lösung sehen die Verleger in einem «echt dualen System mit Ausnahmen», bei dem die SRG ausschliesslich von den Gebühren finanziert würde und den Werbemarkt vollständig den privaten Anbietern überliesse. «Werbung verlangt Quote, das führt zu Boulevardisierung, und das sollte man den Privaten überlassen», sagte Wanner.

Bild: KEYSTONE

Kritik an Internetauftritt

Auch Tamedia-Verwaltungsratspräsident Pietro Supino fordert eine «Entkommerzialisierung» der SRG-Produkte und eine Konzentration auf die «verfassungsmässige Kernaufgabe». Die Produktepalette der SRG lasse sich mittlerweile nicht mehr als Service public verteidigen.

So gebe es zum Beispiel keine Legitimation für SRF-Internetangebote, die in Konkurrenz zu den Privaten stünden, wie eine eigene Newsseite, Spiele oder Apps. Die Verleger fordern deshalb, dass sich die SRG auf ihr Kerngeschäft Radio und Fernsehen beschränkt. Deren Inhalt dürfe sie zwar im Internet verbreiten, auf «weitergehende Angebote» aber solle sie verzichten.

Inhalte allen zur Verfügung stellen

Die SRG sei kein marktwirtschaftliches Unternehmen sondern eine öffentliche Institution, sagte Supino weiter. Deshalb müssten die öffentlich finanzierten Inhalte allen Medienanbietern zur Verfügung stehen, die sie weiterverbreiten wollten. Nur so könne mittel- und langfristig der «verzerrte Wettbewerb» auf dem Medienmarkt durch eine «Komplementarität» ersetzt werden.

Nach Ansicht der Verleger dürfte die SRG damit in Zukunft nur noch ein «demokratierelevantes Angebot» liefern, also Inhalte, die sonst in den Schweizer Medien fehlten. Gemäss Supino würde sie so die Medienlandschaft mit einem echt verstandenem Service public bereichern, ohne die privaten Anbieter zu konkurrieren. 

Gebühren abschaffen keine Alternative

Lebrument betonte, dass für ihre Vorschläge keine Gesetzes- oder Verfassungsänderung nötig wäre. Und einig sind sich die Verleger auch darin, dass die Schweiz eine SRG braucht, die «für gleichwertige Angebote in allen drei Sprachen sorgt». Auch eine Abschaffung oder Halbierung der Gebühren erachten sie nicht als valable Alternative. 

Die SRG nahm Kenntnis von den Vorschlägen der Verleger, wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA aber nicht dazu äussern. (whr/sda)

Die meistgezeigten Spielfilme im Schweizer Fernsehen

Kennst du schon die watson-App?

Über 150'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wurde unter «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

Das könnte dich auch interessieren:

Alle gegen Trump: Demokraten treten an zum ersten TV-Duell

Link zum Artikel

Wer in Europa am meisten Dreckstrom produziert – und wie die Schweiz dasteht

Link zum Artikel

25 Bilder von Sportstars, die Ferien machen

Link zum Artikel

Mit diesen 10 Apps pimpst du dein Smartphone zum Büro für unterwegs

Link zum Artikel

Holland ist aus dem Häuschen, weil diesem Schwimmer gerade Historisches gelang

Link zum Artikel

Schneider-Ammanns Topbeamter gab vertrauliche Infos an Privatindustrie weiter

Link zum Artikel

Weshalb die Ära Erdogan jetzt schneller vorübergehen könnte, als du denkst

Link zum Artikel

Das sind die besten Rekruten der besten Armee der Welt

Link zum Artikel

9 «Ratschlag»-Klassiker, die du dir in Zukunft einfach mal sparen kannst

Link zum Artikel

Christian Wasserfallen nicht mehr FDP-Vize – wegen der Klimafrage?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

58
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
58Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Freerider76 17.06.2015 09:16
    Highlight Highlight Naja 100mal lieber #srf3 als diesen schrott von den privaten. Ich denke die SRG muss gewisse Dinge in Frage stellen aber ich bezahle lieber meine 400 im Jahr und habe gewisse Formate die qualitativ hochstehend sind, bei allem SRG Bashing es gibt ziemlich viele sehr hochstehende Formate bei der SRG, als mir diese mit Werbung und Blödmannspielen überhäufte Mist der Privaten
  • Thomas_v_Meier 17.06.2015 07:51
    Highlight Highlight Nun was passiert wenn der Fussball zu den Privaten wandert sieht zur Zeit in Deutschland wo RTL die EM Quali Spiele der Deutschen überträgt. Die kriegen es nicht hin. Das Niveau der Reporter tiefer als bei SRF, Werbung übler als bei SRF. Kein Vergleich zu ARD/ZDF. RTL ist ein Unternehmen mit Geld, wie soll das in der Schweiz ein 3+ stemmen?

    Schreibt Teleclub mittlerweile schwarze Zahlen oder werden die immer noch quersubventioniert von der Swisscom?
  • mrmouse 16.06.2015 21:54
    Highlight Highlight Naja, liebe Kommentatoren. Vielleicht wäre es gut, wenn man erst mal die Definitionen und Ideen des Bunderats zur Grundversorgung liest, und dann darüber nachdenkt was mit den Zahlen (=Geld) passiert.
    Ändert man den Grundversorgungsauftrag, dann werden auch die Gebühren umverteilt. So nebenbei: Mit den Gebühren werden auch kulturelle Geschichten finanziert. Stichwort Filmförderung.
    Vielleicht könnte sich ja watson.ch mal die Geldflüsse transparent aufzeigen. Diskussion mit Fakten sind zielorientierter.

    Have fun: https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2004/4569.pdf
  • aye 16.06.2015 21:15
    Highlight Highlight Schränkt man die SRG auf das ein, was die Verleger als «demokratierelevantes Angebot» beschreiben, läuft man Gefahr, bald in der selben Situation wie die USA zu landen: Fehlt die Unterhaltung auf den öffentlich-rechtlichen Sendern, werden diese kaum mehr eingeschaltet, auch nicht für Informationssendungen.
    Dadurch wird es durch Werbefinanzierung wirtschaftsabhängigen und parteiischen Sendern wie Fox-News ermöglicht, die Meinung der Bevölkerung extrem zu beeinflussen. Für eine funktionierende Demokratie braucht es starke neutrale und unabhängige öffentlich-rechtliche Medien.
    • roger.schmid 17.06.2015 07:20
      Highlight Highlight so ist es aye. Italien ist auch ein gutes beispiel.. darum setzt sich ja auch die svp so dafür ein.. mit ihrem grenzenlosen reichtum könnten sie so die verdummung und propaganda auf ein neues level bringen.
    • Kyle C. 17.06.2015 08:29
      Highlight Highlight aye, da bin ich grundsätzlich deiner Meinung. Aber das ist Wunschdenken. Ein Medium wird nach meinen sehr bescheidenen Medienkenntnissen wohl immer +/- parteiisch und wirtschaftsabhängig sein. Auch eine SRG. Wir leben alle unter dem Einfluss der Medien, mal mehr und mal weniger. Was ich fordere ist lediglich dem Bürger die Mündigkeit zuzugestehen, selbst darüber zu entscheiden was er sehen/lesen/hören und wofür er zahlen will. Ich bin nicht grundsätzlich gegen die SRG und auch nicht gegen deren Inhalt. Aber ich interpretiere Demokratie in diesem Kontext etwas anders.
  • metall 16.06.2015 20:46
    Highlight Highlight Es wäre schon noch interessant zu wissen wieviel mehr Gebühren wir bezahlen müssten das gar keine Werbung mehr kommt.
  • Hans Jürg 16.06.2015 19:02
    Highlight Highlight Schweizer Verleger fordern:
    - wir wollen Artenschutz, wie die Bauern
    - wir wollen ein garantiertes Einkommen, wie die Bauern
    - wir wollen keine Konkurrenz, wie die Bauern
    - wir wollen die Rechtsnationalen als unsere Führer


    Wir sind Bauern.
    • metall 16.06.2015 20:42
      Highlight Highlight sorry Jürg. Die Bauern sind die SRG
  • mahala 16.06.2015 18:35
    Highlight Highlight Hallo Leute,
    Zahlen wir CHF 400.00 für ein Fernsehprogramm light und müssen auf den einzigen vernünftigen und werbefreien Radiosender SRF 3 verzichten? Dagegen für jedes Fußballspiel nochmals draufzahlen oder alle 5 Spielfilmminuten 6 Werbeminuten erleiden?
    Nein, ixh erwarte von SRF den TOTAL PUBLIX SERVICE
  • Lowend 16.06.2015 18:02
    Highlight Highlight Die SRF-Hasser zeigen sich als hundsmiserable, antidemokratische Verlierer, denn wie hiess es von genau den gleichen Kreisen anlässlich der knappen Annahme der MEI immer: Die Verlierer sollen die Klappe halten und diesen demokratischen Entscheid gefälligst akzeptieren und sich fügen und für die SRF-Hasser gilt gefälligst das gleiche!
    • Stinkender Wookie 16.06.2015 18:32
      Highlight Highlight Herr Lowend, Gespräche sind die Grundsteine einer funktionierender Demokratie. Wenn man sich bspw. nur auf die 51% bezieht und nicht die Punkte der restlichen 49, hat man einfach eine Mehrheit die eine Minderheit unterdrückt. So funktioniert das hier nicht.
      Sie haben doch letztens von der guten alten Schweiz gesprochen ;)
    • phreko 16.06.2015 19:52
      Highlight Highlight @gulinuli: Man darf den Rechtsnationalen ruhig mal den Spiegel vors Gesicht halten.
    • Max Heiri 16.06.2015 21:28
      Highlight Highlight Lieber Lowend
      Alle haben vor der Abstimmung betont, dass es nur ein vernünftiges Gebührenmodell geht und nicht um den Service Public als Gesamtes. Leute waren misstrauisch und haben trotz einer versprochenen Senkung der Gebühren, der Vorlage nur um ein hauchdünnes Mehr zugestimmt. Dieses Resultat jetzt als Weiter-so-wie-bisher-SRG zu interpretieren, zeugt nicht von grossem demokratischen Verständnis.
  • stadtzuercher 16.06.2015 17:59
    Highlight Highlight Ob die Bürger merken, dass unter den Abschaffungsbefürworter auch als Volchspolitiker getarnte und mit Geld gekaufte Lobbyisten der deutschen Privatsender sind?
    • phreko 16.06.2015 19:54
      Highlight Highlight Der BAZ-Besitzer kontrolliert ja eine ganze Partei... Läuft im Prinzip aufs selbe hinaus!
  • superzonk 16.06.2015 17:56
    Highlight Highlight Service Public ist für mich, in allen Belangen ausgewogene, qualitativ gute Sendungen zu erhalten die nicht darauf angewiesen sind, sich um alles in der Welt nur mit Werbung zu finanzieren. Darum konsumiere ich zu 80% die SRG.
    Private Sender sind eine gute Ergänzung und wer seine Nische findet, hat seine Zuschauer. Diese Sender werden aber aus rein wirtschaftlichen Gründen betrieben und darum ist der Mainstream auch legitim.
    Die Verleger sind eine Interessengruppe die Geld verdienen will. Ist ok und schafft Arbeitsplätze.
    Diese Kampagne schmeckt mir aber deutlich zu fest nach Futterneid.
    • Kyle C. 17.06.2015 08:56
      Highlight Highlight Wenn Sie das so sehen, dann ist das 100%ig legitim und zeigt, dass die Gebühren in Ihrem Fall gut angelegt sind. Für Sie. Aber der Punkt ist, dass es auch andere Konsumverhalten und Geschmäcker gibt, wir aber bei der Kasse nicht danach gefragt werden. Denn "qualitativ gute Sendungen" ist kein objektiver, allgemein gültiger Begriff.
    • superzonk 17.06.2015 14:46
      Highlight Highlight Doch. Eine qualitativ gute Sendung zeichnet sich objektiv dadurch aus, wenn eine gute bis hohe Übereinstimmung zwischen (sehr vielfältigen) Ansprüchen bzw. Erwartungen (Soll) und deren Eigenschaften (Ist) vorhanden ist. Je nachdem wie umfassend dies gemessen wird, ist es sehr objektiv. Wenn nur Ihre oder meine Meinung zu einer Sendung abgegeben wird, ist es subjektiv.
      Die Ansprüche und Erwartungen definiert die gesamte Bevölkerung (ich und Sie sind nur ein Bruchteil davon). Dem gilt es gerecht zu werden. Eine Wahnsinns-Aufgabe.
    • Kyle C. 17.06.2015 17:11
      Highlight Highlight Sie beschreiben einen quantitativen Ansatz, welcher im Rahmen einer Empirie vertretbarer ist. Andernfalls ist es aber eine Frage der Perspektive. Das was Sie beschreiben reduziert den Begriff Qualität auf die Erfüllung von möglichst zahlreichen (eben, quantitativ) und vielfältigen Bedürfnissen. Das kann im Falle einer TV-Sendung, gemessen an den (quantitativ erhobenen) Einschaltquoten, sowohl eine "billige" Reality-Soap (mit sehr hohen Quoten) als auch eine kulturelle Arthouse-Reportage (tendenziell eher tiefe Quoten) sein. Beides ist OK, aber die qualitative Frage ist damit nicht beantwortet.
  • Schneiderlein 16.06.2015 17:49
    Highlight Highlight Klar, schaffen wir doch, wie die Swissair, wieder ein Unternehmen ab welches als indentitätsfördernd gilt. Wir zerstören ein florierendes Unternehmen, welches die Marke Schweiz zusammenhält und als Visitenkarte in die Welt trägt. Dafür rennen wir zu diesen Herren, die das Ganze nur zu ihrer Bereicherung an sich reissen wollen. Klar, sie sind nur ihrer Firma/Portemonnaie verpflichtet. Ich schaue entsetzt in die Zukunft! Wir werden ein vielfaches der Billaggebühren für die vielen TV Spartensender berappen müssen. Und ihnen völlig ausgeliefert sein. Es wird nur noch Quote zählen.
    • amore 16.06.2015 18:07
      Highlight Highlight Danke Schneiderlein!
  • Gratwanderer 16.06.2015 17:49
    Highlight Highlight Die Privaten wollen absahnen; Schulden sozialisieren, Gewinne privatisieren. Berlusconi lässt grüssen & die Bevölkerung schaut zweimal in die Röhre; sie zahlen die TV Steuern & müssen dann für Sport, Blockbusters oder Liveübertragungen zahlen, mit Netflix zahlt ihr dann nochmals 150.-/ Jahr da bisdann die Werbezeit für Private konkurrenzlos sind und alle paar Min. Werbung reinflattert was einem zur Weissglut treibt. So kommt die ganze Chose auf ca. 300.-/Jahr mehr als heute nur damit die Rickli Bashing betreiben kann um Werbegelder ins Ausland zu transferieren. Sehr Schweizerisch sehr Volk.
  • Sigmund Freud 16.06.2015 17:31
    Highlight Highlight Ich als SRF3 -Hörer finde es zum Kotzen was die da planen. SRF3 ist der einzige Schweizer Radiosender, der auch mal Musik abseits vom Mainstream bringt. Zudem werden auch Schweizer Musiker gespielt und vorgestellt und dabei meine ich nicht etwa Örgeli und Schlager. Dazu kommt, dass ausführliche halbstündliche Nachrichten, Sportevents und Infosendungen(Input,Fokus) ausgestrahlt werden. Maloney und Peter Schneider sorgen dann noch für die Unterhaltung. Nicht zu vergessen, dass die meisten lokalen Sender nicht zum Aushalten sind.
    • mbr72 17.06.2015 06:31
      Highlight Highlight SRF3 soll nicht Mainstream sein... ich glaub, ich lese wohl nicht richtig? Viel mehr Mainstream geht ja wohl nicht - zumindest den Tag durch. Am Abend dann dermassen schräges Zeugs, dass 90% davon unhörbar ist (zugegeben, es gibt auch sehr gute Specials). Der Vorteil von SRF3 sehe ich eher darin, dass praktisch alle Moderatoren auch richtig sprechen können und keine gröberen Sprachstörungen haben. Plus keine ohrenkrebserzeugende Schweizerwerbung...
  • herschweizer 16.06.2015 17:08
    Highlight Highlight Keine Werbung find ich ideal. Formate wie Jac/Müll sowie Tacho usw sind langweiliger als Kochsendungen oder diese Zooreportagen.
    • mrmouse 16.06.2015 21:40
      Highlight Highlight Er meint wohl die Sendung "Giacobbo/Müller"
  • goschi 16.06.2015 16:50
    Highlight Highlight Das wirkt direkt nach dem Motto "er kniet am Boden, tretet ihm mit Wucht in die Eier"

    Diese Forderungen sind eine Farce und sollen wohl vor allem darüber hinwegtäuschen dass ihre eigenen Unternehmen wiederholt nichts auf die Reihe kriege.
    Es gibt Gründe, wieso ich SRF-Radiosender höre und nicht einen der Lokalsender, primär hat das mit der Qualität zu tun und damit, dass die meisten Moderatoren der Privaten nerven (und irgendwie auf ein mich nicht betreffendes junges supidupi-hippes Publikum abzuzielen scheinen).
    Vom Fernsehen ganz zu schweigen, Eso-TV und Bachelorette locken mich wenig.
    • Kyle C. 16.06.2015 17:16
      Highlight Highlight Im Prinzip unterstreichen Sie genau das, was die Herren im Artikel sagen. Wenn die Qualität von Lokalsendern tief ist, dann hat das auch mit der Machtstellung der Grossen zu tun. Oder anders formuliert: Mit den Mitteln (lies: unser aller Geld) die Lokalsender nunmal nicht in dem Ausmass haben!
    • goschi 16.06.2015 17:54
      Highlight Highlight Geld zieht nicht immer als Ausrede.
      Und der Umkehrschluss, dass bei Wegfall von SRF das Werbebudget direkt auf die Privaten überginge ist auch unfundiert und gefährlich idealistisch, das Werbegeld kann auch einfach total entfallen, weil Werbepartner lieber nicht werben als auf Exo-TV-Sendern...
    • stadtzuercher 16.06.2015 18:00
      Highlight Highlight stef, die herren im artikel kassieren millionen an verschiedensten subventionen vom staat. weshalb wollen sie die nicht abschaffen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tobi-wan 16.06.2015 16:30
    Highlight Highlight Die Diskussion über den Service Public der SRG ist richtig, aber schwierig. Ein Kulturliebhaber will viel Kultur, ein Sportliebhaber viel Sport. Ich finde es auch toll, dass auf SRF viel Sport zu sehen ist. Da gehört für mich auch eine Champions League, EM und WM zum Service Public.
    Die Privaten möchten die SRG lediglich beschneiden um mehr von dem Kuchen abzubekommen und die TV-Nutzer schlussendlich mit Bezahlangeboten zur Kasse zu bitten. Darauf läuft es schlussendlich nämlich hinaus. Deutschland, England und die USA sind gute Beispiele dafür!
  • Kyle C. 16.06.2015 15:58
    Highlight Highlight Bin mit fast allen Forderungen einverstanden. Nur finde ich, dass man die SRG, wenn man sie denn schon haben muss, nicht zu einem bitternsten Infokanal verkommen lassen sollte. Unterhaltung darf auch zum öffentlichen Mandat gehören. Aber schlussendlich könnte ich persönlich auch ganz auf die SRG verzichten. Dieses ist mir nicht mal ansatzweise 400 Stutz wert. Oder einfach ein Pay-TV daraus machen, dann kann jeder selbst entscheiden.
    • Stinkender Wookie 16.06.2015 18:11
      Highlight Highlight Danke, sehe ich auch so. 400 Franken, dafür dass andere Fernsehen können finde ich eine Frechheit. Ich persönlich muss dafür ca 2 Tage lang arbeiten. Das muss man sich mal vorstellen
  • Scaros 16.06.2015 15:53
    Highlight Highlight Mit welchen Serien mache das SRF Privatsendern das Leben schwer? Entschuldigt die Frage aber keine der Folgenden Serien werde ich auch nur anähernd aktuell auf den Kanälen von SRF finden können.

    - Game of Thrones
    - Outlander
    - Resurrection
    - Person of Interest
    - The Blacklist
    - Exant
    - Arrow
    - Teen Wolf
    - The Walking Dead
    - Suits
    - Marvel's Agens of S.H.I.E.L.D
    - NCIS Francise
    - Criminal Minds

    Solange solche Serien nicht auf dem SRF schauen machen die 0 Konkurenz. Alte Greys Anatomie und Simpson Folgen machen keine Konkurenz aber die, die das sagen sind wohl zu alt.
    • Kyle C. 16.06.2015 16:12
      Highlight Highlight Ich denke, er spricht von der Konkurrenz, die es eigentlich nicht gibt aber geben müsste, nämlich unter den CH-Sendern. Du vergleichst, soweit ich dich richtig verstehe, das öffentliche CH-Fernsehen mit ausländischen Privatsendern.
    • SanchoPanza 16.06.2015 17:12
      Highlight Highlight ähm, GoT läuft auf RTS jeweils am Montag nach der US Ausstrahlung im Originalton! Das kriegt sonst kein Sender hin!!!
    • Scaros_2 16.06.2015 17:19
      Highlight Highlight Die Konkurenz gibt es durchaus. Da wären die Sender 3+/4+/5+ welche durchaus derzeit aktuelle Serien zeigen und oftmals nicht weit hinter den Sendern RTL Crime und wie sie alle heissen die aktuellen Staffeln bringen. Die Konkurenz ist da nur eben schaut die keiner weil es im Internet die Sache für umme gibt, wann ich will wo ich will.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Shlomo 16.06.2015 15:48
    Highlight Highlight Wenn man halt sonst aber auch gar nichts auf die Reihe bekommt, schiesst man halt gegen die Konkurrenz.
    • Kyle C. 16.06.2015 16:39
      Highlight Highlight Ein öffentlich getragener "Verein" geht alle etwas an. Da darf jeder "schiessen" wie es ihm beliebt, erst recht wenn er ungefragt dafür zahlen muss.
    • Shlomo 16.06.2015 17:09
      Highlight Highlight @stef2014 wiso ungefragt? Ich wurde doch letzten samstag gefragt und die mehrheit hat ja gesagt.
    • Kyle C. 17.06.2015 08:41
      Highlight Highlight Nö Shlomo, es wurde nicht danach gefragt, ob man weiterhin zahlen will oder nicht. Das sind andere Initiativen. Hierbei ging es um eine Revision, nicht um eine Abschaffung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schreiberling 16.06.2015 15:44
    Highlight Highlight Das ist doch lächerlich. Wenn die privaten Radiosender SRF 3 als Konkurrenz sehen, dann sollten sie die Qualität und Vielfalt im Programm aber mal mächtig hochschrauben.

    Sportveranstaltungen auf den freien Markt? Dann haben wir eine Situation wie in den USA. Jede Sportart läuft auf einem anderen Sender zu einem Wucherpreis und mit Werbeunterbrechungen alle fünf Minuten.

    Ausserdem: Wie man selbst als private Institution Sportveranstaltungen übertragen kann, zeigen Teleclub oder Blick (CH-Eischockey Cup).
    • Kyle C. 16.06.2015 16:09
      Highlight Highlight Alles was ich von SRG konsumiere ist ein bisschen Fussball. Ich könnte das aber genausogut anderswo, aber egal, das ist meine persönliche Situation. Aber dafür zahle ich 400+ Stutz pro Jahr. DAS ist Wucher, nicht ein abonnierter Sportkanal! Denn beim Sportsender kann ich FREI entscheiden ob ich den zahlen will oder nicht, hier nicht. Das ist es, was ich stossend finde. Mir ist der SRG-Inhalt sowas von egal, trotzdem muss ich dafür blechen. Aber wenn eine Reduzierung des Inhalts auch günstigere Gebühren bedeutet, dann her damit. Und zwar gestern....
    • Schreiberling 16.06.2015 16:54
      Highlight Highlight Sie zahlen auch Krankenkasse und ich wünsche Ihnen, dass Sie diese so wenig wie möglich brauchen. Sie zahlen auch die Altersvorsorge von anderen. Sie zahlen mit Steuern Infrastruktur und anderes, das sie möglicherweise nie benutzen.

      So funktioniert das mit öffentlichen Dienstleistungen. Welcome to the world und bitte, hören Sie auf mit dem kleingeistigen, egoistischen Denken.
    • tomdance 16.06.2015 16:59
      Highlight Highlight @stef2014: du hast den service public voll begriffen *sarkasmus off*. Viele der KritikerInnen konsumieren nur ein klitzekleines Teilchen der SRG-Produkte. Aber alle beklagen sich lautstark, wenn SRF-Meteo wieder einmal einen Sturm nicht auf den Meter genau vorausgesagt hat. Ich bin froh, dass ich die Informationen (auch) bei der SRG erhalte. Genauso wie (teilweise) auch bei den gebührenunterstützten Privatsendern. Zum Beispiel Radio Grischa von Hanspeter Lebrument erhält pro Jahr über eine Million Franken aus dem Gebürentopf. Und Tele Südostschweiz bekommt auch über eine Million...
    Weitere Antworten anzeigen
  • zettie94 16.06.2015 15:39
    Highlight Highlight Solange Maloney auf einen andern Sender gezügelt wird (von mir aus auch eine Privater), kann SRF3 gerne abgeschafft werden.
    • zettie94 17.06.2015 00:22
      Highlight Highlight Auch nicht schlimmer als das heutige Hitparadengedudel dazwischen...
  • conszul 16.06.2015 15:26
    Highlight Highlight Ich bin auch dafür, dass die SRG auf Diät gesetzt wird. Die (praktischerweise eigennützigen) Pläne der 3 Herren degradieren SRF jedoch zu einem Altersheimsender à la ARD oder ZDF. Werbung will dann dort sowieso keine Firma mehr schalten.

Tausend Gegner der Formel E demonstrieren in Bern auf Velos

Rund tausend Menschen haben am Donnerstagabend in Bern gegen das bevorstehende Gastspiel der Formel E protestiert. Mit Velos fuhren sie einmal über die Rennstrecke.

Sie wollten so zeigen, wie sie sich moderne Mobilität in der Stadt vorstellen: «Inklusiv, langsam und energiesparend». Zu der Kundgebung aufgerufen hatte das Komitee «Formel E ade».

Unterwegs erhielten die Demonstrierenden viel Applaus von Anwohnern und Zaungästen. Für Unmut sorgte bei Angestellten des Veranstalters der Umstand, dass Werbebanner entlang der Rennstrecke in grossem Stil weggerissen wurden.

Der Formel-E-Zirkus gastiert am kommenden Wochenende in Bern. Bereits gelten in den …

Artikel lesen
Link zum Artikel