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ZUM ANSTIEG DER DEVISENRESERVEN DER NATIONALBANK SNB IM JULI 2015 STELLEN WIR IHNEN AM FREITAG, 7. AUGUST 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Das Hauptgebaeude der Schweizerischen Nationalbank am Bundesplatz in Bern, aufgenommen am 26. November 2008. (KEYSTONE/Gaetan Bally) 

The main building of the Swiss National Bank on Parliament Square in Berne, Switzerland, pictured on November 26, 2008. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Wie hoch ist der Verlust der Schweizerischen Nationalbank? Die Schätzungen fallen sehr unterschiedlich aus.
Bild: KEYSTONE

Nationalbank, Bundespräsident und Katar – darüber schreiben die Sonntagszeitungen



Wohin unser Bundespräsident reist

Bundespräsident Johann Schneider-Ammann wird Ende Februar nach Teheran reisen. Die Schweiz sei interessiert an einer Vertiefung ihrer bilateralen Beziehungen mit dem Iran, sagte Schneider-Ammanns Sprecherin der «NZZ am Sonntag». Die Schweiz beobachte die momentanen Verstimmungen zwischen den USA und Iran wegen Raketentests und neuen Sanktionsandrohungen aufmerksam. Es besteht aber kein Grund, deshalb an der Reiseplanung des Bundespräsidenten etwas zu ändern. Im Interview mit der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» sagte Schneider-Ammann zudem, er werde 2016 nach China und nach Mexiko reisen und plane, die Staatschefs von Indien und Indonesien zu empfangen, sowie Repräsentanten der EU und ihrer Mitgliedsstaaten.

Hans-Ueli Vogt relativiert SVP-Initiative 

Wer in der Schweiz geboren ist, soll auch bei einer Annahme der Durchsetzungsinitiative nicht ausgeschafft werden. Diese Meinung vertritt der Zürcher SVP-Nationalrat und Rechtsprofessor Hans-Ueli Vogt. «Wer hier geboren ist, soll auch nach einer Annahme der Durchsetzungsinitiative in der Schweiz bleiben dürfen», sagte Vogt in einem Interview mit der «Schweiz am Sonntag». «Secondos gehören zwar nicht zur Gemeinschaft der Schweizer Bürger, aber sie gehören zu unserer Rechts- und Sozialgemeinschaft. Aus dieser Gemeinschaft können und sollen wir Menschen nicht ausschliessen.» In ihrer Stellungnahme Ende Dezember hatte Justizministerin Simonetta Sommaruga unter anderem explizit davor gewarnt, dass im Falle einer Annahme in der Schweiz geborene Ausländer bei gewissen Vergehen des Landes verwiesen werden müssten.

Katarische Königsfamilie bezahlt Lärmgebühren

Für die drei Nachtlandungen wegen eines medizinischen Notfalls am Flughafen Zürich vom 26. Dezember stellt der Airport insgesamt rund 13'940 Franken in Rechnung. Begleichen muss diese laut dem «SonntagsBlick» die katarischen Königsfamilie. Weil sich der 64-jährige ehemalige Emir von Katar, Hamad Bin Khalifa al-Thani, ein Bein gebrochen hatte, wurde er zur Behandlung in die Schweiz geflogen, wozu die Luftwaffe das Nachtflugverbot in Zürich aushebelte. Laut der Zeitung sind in den Kosten die Landegebühr, die zusätzliche Lärmgebühr, die Emissionsgebühr und die Parkgebühr pro Tag eingeschlossen. Hinzu kämen 28.50 Franken Flughafengebühr pro Passagier. Die Lärmgebühr belaufe sich demnach auf 1500 Franken pro Flugzeug.

Referendum gegen Asylreform steht

Das Referendum gegen die Asylreform von Justizministerin Simonetta Sommaruga dürfte zustande kommen. Die SVP hat bis Ende Jahr 67'000 Unterschriften gesammelt, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Für ein Referendum braucht es 50'000 beglaubigte Unterschriften. Im Fall des Asylgesetzes müssen diese bis am 14. Januar bei der Bundeskanzlei eingereicht werden. Sind genügend Unterschriften gültig, werden die Schweizer Stimmberechtigten über das Gesetz abstimmen. Wann der Urnengang stattfindet, steht noch nicht fest. Ein erstes mögliches Datum ist laut der Zeitung der 5. Juni. National- und Ständerat hatten das revidierte Gesetz verabschiedet. Ziel der Reform ist eine Beschleunigung der Asylverfahren.

Digitalisierung killt Jobs

Kassierer im Detailhandel, Kaufmännische Angestellte, Metzger, Empfangspersonal, Postangestellte, Buchhalter und Laboranten: All diese Berufe werden künftig mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90 Prozent automatisiert werden. Das geht aus einer Untersuchung der Universität Oxford hervor, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Demnach verschwinden in 20 Jahren die Hälfte der heute in den USA existierenden Jobs, auch in der Schweiz droht mehreren hunderttausend Arbeitsplätze dieses Schicksal. Von den gefährdeten Berufen wären hierzulande Büroangestellte überdurchschnittlich stark von der Digitalisierung betroffen, gibt es in der Schweiz doch 284'000 kaufmännische Angestellte und 48'000 Buchhalter.

Katar und der Bürgenstock

HANDOUT - Visualisierung des Buergenstock Hotels auf dem Buergenstock am Vierwaldstaettersee. Auf dem Buergenstock haben am Mittwoch, 26. Maerz 2014, die Arbeiten am neuen Waldhotel begonnen. Das neue Waldhotel, der groesste Komplex auf dem Buergenstock, wird gemaess einer Mitteilung ueber 160 Zimmer und Suiten verfuegen. Drei Baubewilligungen stehen noch aus. (BUERGENSTOCK RESSORT LAKE LUCERNE) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

Visualisierung des neuen Waldhotels auf dem Bürgenstock.
Bild: BUERGENSTOCK RESSORT LAKE LUCERN

Die Nidwaldner Regierung will eine Zweierdelegation zu den Investoren des Bürgenstock-Resorts nach Katar entsenden. 30'000 Franken hat der Landrat dafür im Budget 2016 bewilligt. Dagegen formiert sich Widerstand in der Bevölkerung, wie die «Zentralschweiz am Sonntag» schreibt. Die IG «Katar-Reise Nein!» hat eine Petition lanciert. Die Initianten kritisieren, dass Katar «die Menschenrechte nicht sehr hoch» gewichte. Laut der Regierung ist noch unklar, ob der gesamte Betrag für die Reise ausgeschöpft werde. Ein katarischer Staatsfonds investiert auf dem Bürgenstock NW rund eine halbe Milliarde Franken in eine Hotelanlage. Eröffnungstermin ist 2017.

Rekordverlust der SNB?

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) soll im vergangenen Jahr einen Verlust von 20 oder 30 Milliarden Franken eingefahren haben. Ersteren Betrag schätzt die «Zentralschweiz am Sonntag», den zweiten, ein «Rekordverlust», vermeldet die «Schweiz am Sonntag» aufgrund eigener Berechnungen. Das erste Halbjahr schloss die SNB mit 50 Milliarden Franken Verlust ab, im dritten Quartal gab es einen Gewinn von 16,2 Milliarden. Nach der Prognose der «Schweiz am Sonntag» würde die Gewinnausschüttung an Bund und Kantone ausgesetzt. Die «Zentralschweiz am Sonntag» dagegen schreibt, trotz Verlustes dürften Bund und Kantone Geld erhalten, weil die Gewinnausschüttungsreserve noch immer bei 27,5 Milliarden Franken liege. 2014 hatte die Bank einen Rekordgewinn von 38 Milliarden Franken erzielt.

Meierhans fordert Fixpreise für Medikamente

Preisüberwacher Stefan Meierhans ist besorgt ob des Kostenanstiegs im Schweizer Gesundheitssystem. Seit 1996 seien die Kosten zulasten der Grundversicherung fünfmal schneller gestiegen als die Löhne und doppelt so schnell wie die Wirtschaftsleistung, sagt Meierhans im Interview mit dem «SonntagsBlick». Er fordert daher, dass künftig von den Kassen nur noch die billigsten Medikamente übernommen werden, das berge in einer ersten Phase ein Sparpotenzial von 388 Millionen Franken. Zudem soll bei dem für die Medikamentenpreise massgeblichen Auslandpreisvergleich der aktuelle Wechselkurs angewendet werden. Die «wahren Kostentreiber» seien aber die Spitäler. Das neue System, mit dem diese zu mehr Kosteneffizienz gezwungen werden könnten, werde nicht wirklich angewendet. «Zudem haben wir mit 150 Akutspitälern zu viele in der Schweiz.»

Zwölf Zollstellen vor Schliessung

Ende Jahr sollen in der Schweiz zwölf Zollstellen geschlossen werden. So wolle es der Bundesrat, berichtet die «Ostschweiz am Sonntag». In der Ostschweiz wären demnach die Standorte St.Gallen, Buchs und Romanshorn betroffen. Die Gewerkschaft des Zoll- und Grenzwachtpersonals Garanto und auch die St.Galler und Thurgauer Gewerbeverbände wehren sich gegen den geplanten Abbau. Sie befürchten Mehrverkehr und zusätzliche Kosten für die Unternehmen.

KMU vermehrt geschasst

Immer mehr KMU werden Ziel von Gruppen, die von ihnen Geld ertrügen, indem sie sich als Lieferanten oder Chef ausgeben. Bei der Genfer Kantonspolizei wisse man nicht mehr wo anfangen, schreibt die Zeitung «Le Matin Dimanche». Seit dem 1. Januar 2015 hat der Chef der Finanzfahndung, Marc Zingg, 85 Beschwerden wegen Betrugs von im Kanton ansässigen Unternehmen erhalten. Zwei Drittel der Fälle ereigneten sich alleine seit Anfang September, das ist ein Rekord. (dwi/sda)

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