Schweiz
Migration

Baustart für Bundesasylzentrum in Zürich-West

Jetzt wird das Bundesasylzentrum in Zürich-West gebaut

25.06.2018, 11:5325.06.2018, 11:58
Dutteilwer-Areal, Bundesasylzentrum, Mauch, Fehr, Sommaruga, Golta
Bundesrätin Sommaruga mit Begleitung und Schaufel.Bild: watson

Baustart für das neue Bundesasylzentrum auf dem Zürcher Duttweiler-Areal: Am Montag hat Bundesrätin Simonetta Sommaruga die Bauarbeiten mit dem symbolischen Spatenstich begonnen. Gebaut werden 360 Plätze für das beschleunigte Asylverfahren.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga (SP) bedankte sich in ihrer Rede bei Stadt und Kanton Zürich für die Vorreiterrolle und das Engagement bei der Beschleunigung der Asylverfahren.

Die Eröffnung des neuen Asylzentrums ist für Herbst 2019 geplant. Es wird das bisher genutzte Zentrum Juch ersetzen, dessen Baracken dem Eishockeystadion weichen müssen. Die Verfahren selber werden aber wie bisher an der nahegelegenen Förrlibuckstrasse durchgeführt.

Dort testet die Stadt Zürich bereits seit 2014 das beschleunigte Asylverfahren, das im kommenden März in der ganzen Schweiz eingeführt wird. Ab diesem Zeitpunkt sollen die Asylverfahren deutlich rascher bearbeitet werden. Ziel ist es, die meisten Gesuche innerhalb von 140 Tagen rechtskräftig abzuschliessen.

Drei Bundeszentren im Kanton Zürich

Das Staatssekretariat für Migration SEM wird für die Umsetzung des neuen Asylgesetzes rund 5000 Unterbringungsplätze in sechs Asylregionen bereitstellen. Die Asylregion Zürich wird über drei Bundeszentren verfügen, neben dem Zentrum auf dem Duttweiler-Areal auch über je einen Standort in Embrach und Rümlang.

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Dort sollen vor allem jene Asylsuchende untergebracht werden, deren Gesuch abgelehnt wurde oder die unter das Dublin-Abkommen fallen, also bereits in einem anderen europäischen Staat ein Gesuch stellten.

In der Stadt Zürich wird das beschleunigte Asylverfahren bereits seit 2014 getestet. Dabei konnte die Verfahrensdauer um mehr als ein Drittel gesenkt werden. Die Beschwerdequote sank gemäss Angaben des Bundes ebenfalls um ein Drittel. Zudem hätten drei Mal mehr Asylsuchende freiwillig die Schweiz verlassen als zuvor. (sda)

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5 Kommentare
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Ökonometriker
26.06.2018 01:39registriert Januar 2017
Warum wird dieses Zentrum an einem der Ort mit der grössten Wohnungsnot und den höchsten Immopreisen gebaut und nicht beidpielsweise im Jura, wo die Investitionen und die zusätzlichen Arbeitsplätze dringend gebraucht würden?

Die Zentralisierung von Infrastruktur wurde schon vielen Ländern zum Verhängnis. Diese Fehler müsste man echt nicht wiederholen...
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