Schweiz
Nationalrat

Nationalrat fordert Ende der hohen Roaminggebühren

Nationalrat fordert Ende der hohen Roaminggebühren: Eine «unsägliche» Situation

03.05.2023, 17:4803.05.2023, 17:48

Der Nationalrat will den Bundesrat auffordern, eine fixe Preisobergrenze für Roaminggebühren einzuführen. Er hat am Mittwoch eine entsprechende Motion von Elisabeth Schneider-Schneiter (Mitte/BL) angenommen. Bisher war das Anliegen im Parlament stets gescheitert.

Schneider-Schneiter sprach denn auch von einer «unsäglichen» Situation. Der schweizerische Weg mit dem Appell an die Eigenverantwortung der Mobilfunkanbieter sei gescheitert und löse das Problem nicht.

Fernziel müsse es sein, die Roaminggebühren wie in der EU ganz abzuschaffen. Zunächst brauche es nun einseitige Preisobergrenzen für die Endkundentarife beim Roaming. Das geltende Fernmeldegesetz biete dazu die notwendige gesetzliche Grundlage.

Kommunikationsminister Albert Rösti widersprach: Der Bundesrat könne nicht einfach per Verordnung eine einseitige Obergrenze festlegen. Dies bestätige ein Gutachten.

Der Nationalrat nahm den Vorstoss dennoch mit 116 zu 68 Stimmen bei 4 Enthaltungen an. Nun ist der Ständerat am Zug. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die turbulente Geschichte des Schweizer Mobilfunks
1 / 40
Die turbulente Geschichte des Schweizer Mobilfunks
«Wo biiisch!?» watson präsentiert Meilensteine der Schweizer Mobilfunk-Geschichte.
quelle: keystone / martin ruetschi
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
28 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Stadt Luzerner
03.05.2023 18:08registriert Oktober 2021
Es wird am Schluss eine für den Kunden immer noch schlechte Lösung herausschauen.
Der Staat will sich bei der Swisscom weiter gut verdienen!!!
372
Melden
Zum Kommentar
28
Demo-Teilnahme, Strom, ÖV: Das ändert sich 2026 im Kanton Zürich
Wer an unbewilligten Demonstrationen teilnimmt, kann künftig für den Polizeieinsatz zur Kasse gebeten werden. Diese und weitere Änderungen treten im Kanton Zürich in Kraft:
Wer an einer unbewilligten Demonstration teilnimmt oder sie organisiert, kann künftig für den Polizeieinsatz zur Kasse gebeten werden. Auf den Jahreswechsel trat die Änderung des Polizeigesetzes in Kraft, mit der die «Anti-Chaoten-Initiative» umgesetzt wird. Pro Person werden bis zu 30'000 Franken fällig. Dieser sogenannte Kostenersatz gilt nicht nur bei unbewilligten Demos, sondern etwa auch bei Bombendrohungen. Gegen diese neue Regelung ist aktuell noch eine Beschwerde beim Bundesgericht hängig. In Kraft gesetzt werden kann sie vorerst trotzdem.
Zur Story