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Ein junger Steinbock steht vor dem mit Flies abgedeckten Gletscher Ende des Rohnegletscher oberhalb von Gletsch am Furkapass (Symbolbild). (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Ein junger Steinbock steht vor dem mit Flies abgedeckten Gletscher Ende des Rohnegletscher oberhalb von Gletsch am Furkapass (Symbolbild). (KEYSTONE/Urs Flueeler)Bild: KEYSTONE

CO2-Emissionen bis 2050 auf Null: Bürgerbewegung lanciert Initiative für Klimaschutz

25.08.2018, 06:0025.08.2018, 08:59

Die Schweiz soll die CO2-Emissionen bis 2050 auf Null senken. Eine neue Bürgerbewegung will dieses Ziel mit einer Initiative in der Bundesverfassung verankern. Am Samstag hat sie das Volksbegehren lanciert.

Symbolisch trafen sich die Initianten am Fusse des Steingletschers am Sustenpass. Der Ort erinnere an die hierzulande augenfälligste Folge des Klimawandels, schreibt der neugegründete Verein Klimaschutz Schweiz in einer Mitteilung. «Das Verschwinden der Gletscher.»

Nach Angaben der Initianten dürften Ende des 21. Jahrhunderts fast alle Alpengletscher verschwunden sein. Vom weltweiten Schwund der Gletscher und des Permafrosts sei die Lebensgrundlage der globalen Gesellschaft betroffen. In der Zeit der Schneeschmelze drohe Hochwasser, während im Sommer Bäche und Flüsse versiegen könnten, warnen die Initianten.

Druck ausüben auf Politik

Konkret verlangt die Gletscher-Initiative, dass spätestens Ende 2050 kein fossiler Kohlenstoff mehr in Verkehr gebracht werden darf. Dabei verweisen die Initianten auf die Ziele des Klimaabkommens von Paris. Allerdings sind Ausnahmen zulässig, etwa wenn Anwendungen technisch nicht ersetzt werden können.

Das Volksbegehren ist aus Sicht der Initianten notwendig, weil die Politik keine ernsthafte Klimapolitik betreibt und den Verpflichtungen von Paris ungenügend nachkommt.

Die Übergangsbestimmungen sehen vor, dass der Bund bei Annahme der Initiative diese innert spätestens fünf Jahren umsetzt. Um die Menge der CO2-Emissionen zu reduzieren, kann der Bund Lenkungsabgaben oder Importkontingente einführen. Für Nachteile, die einheimischen Unternehmen dadurch gegenüber ausländischen erwachsen, sieht die Initiative einen finanziellen Ausgleich vor.

Hinter dem Volksbegehren steht der Verein Klimaschutz Schweiz, der Personen aus unterschiedlichsten Bereichen umfasst. Prominentestes Mitglied ist der Waadtländer Biophysiker Jacques Dubochet, der vergangenes Jahr den Nobelpreis für Chemie erhielt. (kün/sda)

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28 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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sanhum
25.08.2018 09:51registriert November 2017
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Troxi
25.08.2018 09:41registriert April 2017
Eine interessante Initiative. 0 Co2 in Rund 20 Jahren ist in meinen Augen ein sehr ehrgeiziges Ziel. Aber mittels der Bereitstellung von Steuergeldern für Forschung, Unternehmen wie auch Private sollte es Möglich sein, damit Umweltschonende Methoden verbaut werden und neue erforscht werden können. Gewisse Gemeinden sind da bereits Innovativ. Während eines Ausfluges auf den Pfannenstiel sah ich in Meilen, dass die Gemeinde auf dem Schulhaus Sonnenkollektoren montiert und die Bürger für 20 Jahren sich eine bestimmte Jahresproduktion sichern können. Der Preis ist sogar Human in meinen Augen.
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Cevianer
25.08.2018 09:22registriert Juli 2016
@ Watson
Könnt ihr noch ergänzen wo man die Initiative unterstützen kann?
Merci & e schöne Tag.
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