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Grossbrand im Thurgau: Fahrlässigkeit oder gezielte Brandstiftung – technischer Defekt ausgeschlossen



Für den Grossbrand in Horn TG von Anfang August schliesst die Polizei einen technischen Defekt oder natürliche Ursachen wie einen Blitzeinschlag aus. Auch ein 1. August-Feuerwerk hat den Brand nicht verursacht. Die Polizei geht von «menschlichen Handlungen» aus und ermittelt weiter.

Es gebe keine Hinweise auf technische oder natürliche Ursachen, bestätigte Matthias Graf, Sprecher der Thurgauer Kantonspolizei, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA einen Bericht des Online-Portals «FM1Today» vom Donnerstag. Die Auswertung der Spuren vom Brandort sei inzwischen abgeschlossen.

Für die Polizei stünden nun «menschliche Handlungen» im Vordergrund. Das Spektrum reicht von Fahrlässigkeit bis zu gezielter Brandstiftung. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf Befragungen im Umfeld von Personen, die Zutritt zu den Gebäuden hatten oder dort gesehen wurden.

Rechtsstreitigkeiten blockieren Überbauung

Am Montagmorgen, 3. August, waren auf dem Raduner-Areal in Horn mehrere Lagerhallen in Brand geraten. Das Feuer brach in einem Gebäude aus, in dem Flohmarkt-Artikel gelagert wurden. Über 200 Feuerwehrleute standen während Stunden im Einsatz. Personen kamen nicht zu Schaden.

Bis 1989 stand auf dem Gelände die Textilfabrik Raduner. Vor einer neuen Nutzung müsste zuerst der durch Chemikalien kontaminierte Boden abgetragen werden. Rechtsstreitigkeiten um die Sanierung blockierten bisher Pläne für eine Überbauung des 44'000 Quadratmeter grossen Geländes in Seenähe. (whr/sda)

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