Darum hat Alisha Lehmann «mehr als eine Million Follower verloren»
Das Image-Management von Stars in den sozialen Medien ist eine Wissenschaft für sich. Von Filmschauspielerinnen, die sofort Kritik kassieren, sobald sie ein Foto mit einem neuen Partner posten oder ein paar Gramm zulegen, bis hin zu K-Pop-Sängern, die von ihren Labels dazu gedrängt werden, möglichst single zu wirken: Das Internet ist ein Dauerschlachtfeld zwischen Inszenierung und Authentizität.
Auch Sportlerinnen und Sportler sind davon nicht ausgenommen. Wie die Plattformen nau.ch und 20 Minuten berichten, scheint auch Alisha Lehmann mit der öffentlichen Aufmerksamkeit rund um ihr Privatleben zu kämpfen zu haben.
Die 27-jährige Athletin ist mit dem 28-jährigen britischen Fussballer – und gelegentlichen Reality-TV-Star – Montel McKenzie liiert.
Seit der Bekanntgabe der Beziehung postet die Bernerin regelmässig Fotos, auf denen sie eng umschlungen mit ihrem Partner zu sehen ist. Wie 20 Minuten und nau.ch berichten, hat Alisha Lehmann kürzlich Bilder wieder gelöscht. Unter den verschwundenen Bildern: ein Foto, auf dem sich das It-Couple auf einem Bett küsst.
Klar, das sorgt für viele Fragezeichen. Backlash? Cybermobbing? Die Trennungs-Theorie war aber schnell vom Tisch, denn andere Fotos von ihr und Montel McKenzie sind weiterhin online.
Eine bröckelnde parasoziale Bindung
Man muss das Löschen der Bilder im grösseren Kontext sehen. Denn dieser Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, in dem die Reichweite der Spielerin von Leicester City deutlich schrumpft. In weniger als zwei Jahren ist ihre Follower-Zahl von 17 Millionen auf rund 15,7 Millionen gesunken.
Allein nach der offiziellen Bekanntgabe ihrer Beziehung mit Montel McKenzie, den sie in der Baller League kennengelernt hat, sollen ihr laut nau.ch innerhalb weniger Stunden rund 15'000 Menschen entfolgt haben. Insgesamt hat Alisha Lehmann damit in relativ kurzer Zeit über eine Million Follower verloren. Trotzdem bleibt sie die erfolgreichste Sportlerin auf Instagram. Sie liegt weiterhin deutlich vor Namen wie Jutta Leerdam oder Lindsey Vonn – und wird nur von der nicht mehr aktiven Tennis-Ikone Serena Williams übertroffen.
Laut nau.ch dreht sich vieles um die sogenannte «parasoziale» Beziehung zwischen Star und Publikum. Zur Erinnerung: Dieser Begriff wurde vom Online-Wörterbuch Cambridge Dictionary zum «Wort des Jahres 2025» gekürt. Gemeint ist damit eine einseitige Beziehung, bei der Fans das Gefühl haben, eine persönliche Verbindung zu einer prominenten Person zu haben.
Nau.ch zieht dafür den Experten Mykola Makhortykh von der Universität Bern hinzu. Er erklärt, wie Alisha Lehmann damit gewissermassen «einen Bruch in der parasozialen Beziehung» ausgelöst haben könnte.
Für viele Fans zerstört das Auftauchen eines realen Partners im digitalen Alltag eines Stars die Illusion von besonderer, exklusiver Nähe.
Auch ihre Vereinswechsel von Juventus zu Leicester City sollen zu diesem Rückgang beigetragen haben.
Der Experte sieht in diesem Rückgang allerdings keinen langfristigen Trend. Aufmerksamkeit schwankt, und Instagram bestimmt nicht die gesamte Popularität einer Athletin.
(jod)
