50. Prix Walo – Hecht, Linda Fäh und Stephan Eicher ausgezeichnet
Mit dem ersten Stern des Abends konnten Hecht an ihrem aktuellen Erfolg anknüpfen – erst kürzlich hatte die Luzerner Band an den Swiss Music Awards abgeräumt. Am Samstagabend konnten sie sich gegen die Konkurrenten Krokus und Megawatt durchsetzen.
In der Sparte «Schlager», welche nur alle vier Jahre zum Zuge kommt, gab es für Linda Fäh die Stern-Trophäe. Die Ex-Miss-Schweiz (2009) und Moderatorin freute sich, «mit dem Preis auf meine neue Mundart-Schlager-Reise gehen zu können». Nach 15 Jahren im deutschen Schlager erscheint nächstens ihr erstes Mundart-Album.
In der Kategorie «Pop/Rock-Gesang» waren Anna Rossinelli und Kings Elliot nominiert. Den Prix Walo holte hier dann aber Stephan Eicher, der seine Dankesrede simpel mit «ich singe einfach gern» schloss.
Ein bisschen ESC-Nachhall
Als Gewinnerin verliess auch Zoë Më das Kongresshaus Zürich: Sie wurde in der Kategorie «Newcomer» ausgezeichnet und setzte sich damit gegen Mundart-Indiepop-Musiker Edb und die Ländler-Tornados Heimatliebi durch. Zoë Më sang vergangenes Jahr für die Schweiz am Eurovision Song Contest (ESC) in Basel.
Generell war der letztjährige ESC am Galaabend noch spürbar. So wurde die Show der SRG als beste TV-Produktion ausgezeichnet. Das Tüpfelchen auf dem i wäre es gewesen, wären Sandra Studer und Hazel Brugger, die den letztjährigen ESC moderiert hatten, zum Publikumsliebling gewählt worden. Die Zuschauenden dann allerdings Happy-Day-Moderator Nik Hartmann per Televoting zu ihrem Favoriten, wie am Ende verkündet wurde.
Von «Heldin» zu «Maloney»
Den Stern bekam auch das Secondhand Orchestra (Kabarett/Comedy), welchem Roman Riklin, Daniel Schaub, Frölein Da Capo und Adrian Stern angehören und das mit seinen Mundart-Tribute-Shows für ausverkaufte Konzerte sorgt. 2027 wollen sie mit einer Elton-John-Mundart-Show mit dem Titel «Rocketland» auftreten.
Auch Produktionen wurden mit dem Preis geehrt. Im Theater ist es das Stück «Dinner for WAM», die Geburtstagskomödie von Walter Andreas Müller. Und als beste Filmproduktion holte wenig überraschend das Pflegedrama «Heldin» von Petra Volpe den Stern.
Der Berner Schauspieler Marcus Signer, Hauptdarsteller in der SRF-Serie «Maloney» wurde ebenfalls geehrt. «Wer hätte das gedacht, Gopfertellisiech», sagte dieser, als er seinen Stern abholte. Mit ihm nominiert waren Luna Wedler («22 Bahnen») und Sarah Spale («Hallo Betty»).
Ehrung für Freddy Burger
Der Prix Walo ehrt die Leistung von Künstlerinnen und Künstlern aus der Unterhaltungsindustrie. Er gilt als wichtigster Preis im Schweizer Showbusiness. Neben den neun Kategorien und dem Publikumsliebling wurde der Ehren-Prix-Walo vergeben. Er ging an den heute 80-jährigen Musikmanager und Veranstalter Freddy Burger.
«Ich bin ohne Worte», sagte der einstige Manager von Udo Jürgens oder Pepe Lienhard.
An der von Nicole Berchtold und Salar Bahrampoori moderierten Gala waren Persönlichkeiten aus der Schweizer Show-Szene zu Gast. Einige davon – ehemalige Gewinnerinnen und Gewinner der Auszeichnung – hatten den Abend zusammen mit einem Medley eröffnet. (sda)
