So gedenken die Postauto-Fahrer der Opfer von Kerzers
Am Montag um 14 Uhr standen die Postautos schweizweit still. Grund dafür war eine Gedenkminute für die Toten und Verletzten beim Unglück von Kerzers. In der Freiburger Gemeinde hatte sich am Dienstag ein Mann in einem Postauto selbst angezündet. Neben ihm kamen fünf weitere Personen ums Leben, weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Zu den Todesopfern gehörte auch der Postauto-Fahrer.
Postauto-CEO Stefan Regli hatte die Aktion im «SonntagsBlick» angekündigt. «Uns ist wichtig, ein Zeichen der Solidarität zu setzen», so Regli. Die Fahrerinnen und Fahrer sollten dabei freiwillig eine Schweigeminute einlegen und das Dreiklanghorn aktivieren, wenn das Fahrzeug mit einem solchen ausgestattet sei. Alternativ könne man auch hupen.
Die Ermittlungen im Fall Kerzers laufen nach wie vor. So ist das Motiv, das den mutmasslichen Täter dazu brachte, sich anzuzünden, noch immer nicht geklärt. CEO Regli kündigte zudem an, das Postauto-Fahrpersonal zusätzlich zu schulen. «Wohl keine Schutzmassnahme der Welt hätte den Vorfall von Kerzers verhindern können», sagte Regli dem «SonntagsBlick».
Das Fahrpersonal sei zwar für Interventionen mit schwierigen Fahrgästen und in Brandschutzfragen ausgebildet, so Regli. Doch es herrsche nach dem Brandanschlag vom vergangenen Dienstag teilweise Unsicherheit. «Es ist wichtig, dass sich das Fahrpersonal in seiner täglichen Arbeit sicher fühlt», sagte Regli. Die Sicherheit habe für das Busunternehmen höchste Priorität. (dab)
