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Un pompier, un medecin et une negociatrice discutent avec deux zadistes perches dans les arbres qui resistent encore apres l'evacuation de la ZAD de la Colline (Zone A Defendre) proche de la carriere du Mormont exploitee par le cimentier Holcim le samedi 3 avril 2021 entre Eclepens et La Sarraz. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Die zwei letzten Aktivistinnen harrten auf einem Baum aus. Bild: keystone

Aktivist stürzt von Baum – Protest auf Holcim-Gelände vorerst beendet



Zwei Aktivisten, die nach der Räumung eines Protest-Camps auf einem Hügel bei Eclépens tagelang auf einem Baum ausharrten, haben das Gelände verlassen. Der Mann wurde bei einem mehrere Meter tiefen Sturz leicht verletzt. Die Frau kletterte selbst vom Baum.

Das teilte die Waadtländer Kantonspolizei am Samstagmittag mit. Der gestürzte Aktivist sei von seinem eigenen Seil aufgefangen worden. Er sei fünf bis sieben Meter tief gestürzt und habe leichte Verletzungen im Gesicht erlitten. Er konnte aber selbst und mit den eigenen Utensilien vom Baum herabsteigen.

Vorwürfe vom ZAD-Kollektiv

Am Boden habe der Aktivist spontan den Anwesenden gesagt, er sei wegen einer Fehlmanipulation gestürzt, schrieb die Polizei. Die zweite Person, eine junge Frau, stieg rund eine halbe Stunde später selbst vom Baum, wie die Polizei weiter schrieb. Beide wurden für Kontrollen ins Spital gebracht.

epa09106114 Environmental protesters block one entrance as Swiss police officers start the operation to evict environmental protesters from the ZAD de la Colline, or 'Zone A Defendre' (zone to be defended) installed by environmental activists in the the so-called 'plateau de la Birette' to block the extension of the Mormont quarry operated by the cement company LafargeHolcim between Eclepens and La Sarraz, Switzerland, 30 March 2021.  EPA/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Die Polizei stiess bei ihrer Räumung auf den Widerstand des Kollektiv ZAD. Bild: keystone

Der Sturz des einen Aktivisten ereignete sich kurz vor einer für Samstagnachmittag angekündigten Unterstützungskundgebung für die Aktivisten. Das Kollektiv ZAD (Zone à défendre) schrieb, der gestürzte Aktivist sei sehr erfahren und sein Sturz auf einen Fehler zurückzuführen. Diesen habe die Polizei herbeigeführt.

Der Mann habe sich nicht ausruhen können. Material wie Schlafsäcke, Handschuhe und warme Kleidung habe die Polizei den Aktivisten weggenommen. Die Polizei ihrerseits hatte stets betont, dass die Sicherheit der beiden Aktivisten gewährleistet sei.

Esswaren und Rettungsdecken

In der Nacht seien neben Polizisten medizinisches Personal und Feuerwehrleute auf dem Gelände gewesen, schrieb die Polizei. Von einer Hebebühne wurde gemäss den Angaben mit den Aktivisten verhandelt. Am Freitagabend habe die Polizei zudem den beiden Früchte, Getreideriegel, Schokolade und Rettungsdecken gebracht.

Die Polizei hatte die Räumung des Protest-Camps auf dem Gelände des Baustoffherstellers Holcim am frühen Morgen des vergangenen Dienstags in Angriff genommen. Am Mittwoch erklärte die Polizei die Aktion für beendet. Die zwei Aktivisten gaben jedoch zunächst nicht auf. Sie harrten bis Samstag für die Polizei unerreichbar auf einem Baum aus. (cma/sda)

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