Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nachbarin und Tochter betäubt und vergewaltigt: 12 Jahre Knast für Waadtländer



Stacheldraht am Erweiterungsbau Baesslergut II in Basel am Donnerstag, 18. Dezember 2019. Der Kanton Basel-Stadt hat mit dem Neubau 78 Plaetze fuer Strafvollzug-Inhaftierte geschaffen. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Das Bundesgericht hat die Beschwerde eines Mannes abgewiesen, der wegen Sexualdelikten zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Jahren verurteilt wurde. Er wurde der mehrfachen Vergewaltigung seiner Nachbarin und seiner eigenen Tochter für schuldig befunden. Die Opfer betäubte er jeweils und zudem filmte er seine Taten.

2005 verbrachte der Verurteilte zwei Abende unter dem Vorwand bei der Nachbarin, sie mit einer Übersetzung zu betrauen. Mit einem Medikament betäubte er die Frau und verging sich anschliessend auf verschiedene Weise an ihr.

Zwischen 2014 und 2015 ging er bei seiner damals 13-jährigen Tochter ähnlich vor. Zunächst betäubte er sowohl seine Ehefrau als auch das Mädchen. Danach begab er sich jeweils in das Zimmer der Tochter, wo er sie sexuell missbrauchte. Mit Äther sorgte er dafür, dass das Mädchen nicht aus ihrer Betäubung aufwachte.

Dies geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil des Bundesgerichts hervor. Die Lausanner Richter haben die Rüge des Mannes abgewiesen, wonach er die Taten bezüglich der Nachbarin in den Jahren 2003 oder 2004 begangen habe und sie somit verjährt seien.

Das Waadtländer Kantonsgericht habe sie willkürlich auf das Jahr 2005 verlegt. Das Bundesgericht beurteilt die Aussagen des Opfer jedoch als glaubwürdig, und sieht keinen Grund, diese in Zweifel zu ziehen.

Das Bundesgericht bestätigt weiter, dass der Verurteilte mit dem Einsatz des Äthers das Risiko in Kauf genommen habe, die psychische und physische Gesundheit seiner Tochter zu schädigen. Die Vorinstanz habe deshalb von einem grausamen Vorgehen ausgehen dürfen.

Auch an der Strafzumessung hat das Bundesgericht nichts auszusetzen. Es bestätigt das schwere Verschulden des Täter und die Angemessenheit der Länge der Freiheitsstrafe. (Urteil 6B_1127/2019 vom 20.01.2020) (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eine Frau zu sein ist gefährlicher als...

7949 Frauen erlebten in der Schweiz im vergangenen Jahr häusliche Gewalt. Zum internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen nehmen wir diese Zahl unter die Lupe.

Wir schreiben das Jahr 2019 und noch immer werden jährlich tausende Frauen in der Schweiz Opfer von häuslicher Gewalt. Du denkst, wir übertreiben? Dann schau dir mal die Zahlen der polizeilichen Kriminalstatistik an.

2019 wurden in der Schweiz in 365 Tagen ...

... Opfer durch häusliche Gewalt. Das sind ...

Oder ...

Beinahe jede Stunde wird also eine Frau Opfer von häuslicher Gewalt. Im Jahr 2019 wurden dabei insgesamt 19 Frauen getötet. Oder anders ausgedrückt:

Zusätzlich kam es in der Schweiz im …

Artikel lesen
Link zum Artikel