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Russische Spionage-Affäre weitet sich aus – auch Doping-Experten im Visier



Gestern kam ans Licht, dass zwei russische Spione beim Versuch, das Chemielabor in Spiez auszuspionieren, verhaftet wurden. Nun stellt sich heraus, dass das Labor in Spiez nicht das einzige Ziel der Agenten war: die beiden mutmasslichen Spione hatten offenbar auch die internationale Anti-Doping-Behörde in Lausanne im Visier. Das berichtet der «Tages-Anzeiger» am Freitagabend unter Berufung auf die Bundesanwaltschaft.

Der Spionageversuch soll gemäss «Tages-Anzeiger» in Zusammenhang stehen mit dem Ausschluss russischer Sportler an Olympia 2018 in Pyeongchang. Die internationale Anti-Doping-Behörde Wada sperrte damals russische Athleten auf der Grundlage von Dopingtests bei Sotschi 2014. Russland wurde systematisches Staatsdoping vorgeworfen.

Ob sich der Spionage-Fall zu einer Staatsaffäre entwickeln wird, hängt massgeblich vom Bundesrat ab. Um ermitteln zu können, brauchen die Strafverfolger grünes Licht von der Landesregierung. Wie eine Sprecherin gegenüber der Zeitung sagte, habe man diesbezüglich noch keinen Entschluss gefasst. (wst)

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Interview

Alt-Bundesrat Schmid zum Russen-Doping: «Russische Spione waren in der Schweiz»

Alt-Bundesrat Samuel Schmid leitete für das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Doping-Untersuchung, die zu einer Sperre von Russland für die Spiele in Pyeongchang 2018 führte. Er spricht über Untersuchungen, Sicherheitsvorkehrungen und das Verhalten der Russen.

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