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SBB startet Pilotversuch mit Bodycams bei Transportpolizei

20.03.2017, 14:5220.03.2017, 14:53
Bild: KEYSTONE

Wer sich in Zürich oder Lausanne am Bahnhof bei einer Kontrolle auffällig verhält, könnte in nächster Zeit dabei gefilmt werden. Die Transportpolizei der SBB testet den Einsatz von Bodycams. Das Pilotprojekt läuft parallel zu einem Versuch der Zürcher Stadtpolizei.

Bei Bodycams handelt es sich um kleine Kameras, welche direkt an der Uniform des Polizisten angebracht sind. Die Kameras sollen zum Einsatz kommen, wenn Privatpersonen im öffentlichen Raum angehalten oder kontrolliert werden.

Bei der SBB sind seit Montag bei der Transportpolizei in Zürich und in Lausanne je zwei Kameras im Einsatz, wie das Unternehmen am gleichen Tag mitteilte. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte habe dem Testbetrieb zugestimmt. Der Pilotversuch soll 30 Wochen lang dauern.

Mit dem Einsatz der Bodycams soll der Schutz der Transportpolizisten erhöht werden. Gleichzeitig könnten die Bilder aber auch zur Beweisführung eingesetzt werden, wie es weiter heisst. Die Transportpolizei sorgt in Schweizer Bahnhöfen und öffentlichen Verkehrsmitteln für Sicherheit und Ordnung.

Transportpolizisten, welche mit einer Bodycam ausgerüstet sind, müssen entsprechend gekennzeichnet sein. Auch müssen Betroffene über eine laufende Aufzeichnung informiert werden.

Zürich erste Stadt mit Bodycam-Versuchen

Bei der Stadtpolizei Zürich startete der Versuch mit insgesamt acht Kameras bereits Anfang Februar. Der Zürcher Stadtrat hatte im vergangenen Dezember ein Reglement erlassen, das den Pilotversuch mit Bodycams bei der Stadtpolizei regelt. Seit dem 1. Februar ist dieses in Kraft.

Die genaue Dauer des Pilotversuchs bei der Stadtpolizei ist noch offen, da das Projekt wissenschaftlich ausgewertet wird und dafür ausreichend Datenmaterial vorhanden sein muss. Anlässlich der Vorstellung des Projekt im Dezember ging man von mindestens 200 gefilmten Einsätzen aus.

Zürich ist nicht die erste Schweizer Stadt, die Bodycams testet. Neu ist jedoch die Schaffung einer rechtlichen Grundlage, welche auch Fragen des Datenschutzes regelt. Durch die wissenschaftliche Begleitung erhalten die Resultate des Pilotversuchs auch mehr Gewicht. (sda)

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