Schweiz
Solothurn

Wahlen: Frauenmehrheit neu in vier Kantonsregierungen

Die Regierungsratskandidatin Sandra Kolly-Altermatt, CVP, links, und Regierungsratskandidat Peter Hodel, FDP, rechts, begruessen sich, waehrend dem zweiten Wahlgang fuer den Solothurner Regierungsrat, ...
Solothurn: Gewählt wurden Sandra Kolly-Altermatt (CVP) und Peter Hodel (FDP). Bild: keystone

CVP verliert im Kanton Solothurn Sitz an FDP – Frauenmehrheit in vier Kantonsregierungen

25.04.2021, 15:0725.04.2021, 15:50

Im Kanton Solothurn hat die CVP in der Stichwahl für den Regierungsrat einen ihrer beiden Sitze an die FDP verloren. Gewählt wurden Sandra Kolly-Altermatt (CVP) und Peter Hodel (FDP). Die SVP blieb chancenlos. Erstmals stellen die Frauen die Mehrheit in der Regierung.

Frauen sind in vier Kantonsregierungen in der Mehrheit

Erstmals in der Geschichte des Kantons Solothurns stellen die Frauen in der Regierung mit der Wahl von CVP-Präsidentin Sandra Kolly-Altermatt die Mehrheit. Eine Frauenmehrheit gibt es auch in den Regierungen der Kantone Zürich, Thurgau und Waadt.

Dem fünf Mitglieder zählenden Solothurner Regierungsrat gehören neben Kolly-Altermatt auch Brigit Wyss (Grüne) und Susanne Schaffner (SP) an. Die Männer – Remo Ankli und Peter Hodel (beide FDP) – sind in den kommenden vier Jahren in der Minderheit. Erstmals war 1987 eine Frau in den Regierungsrat gewählt worden.

Frauen geben auch in der Zürcher, Thurgauer und Waadtländer Regierung den Ton an. Im Kanton Waadt gehören der Exekutive fünf Frauen und zwei Männer an, im Kanton Thurgau drei Frauen und zwei Männer.

Im Kanton Zürich bilden vier Frauen und drei Männer die Regierung. Bereits 2003 hatten die Frauen im Kanton Zürich einmal die Mehrheit in der Exekutive.

In der Regel sind in den fünf oder sieben Mitglieder zählenden Regierungen die Männer in der Mehrheit – und dem Gremium gehören eine Frau, zwei Frauen oder wie in den Kantonen Bern Basel-Stadt und Genf drei Frauen an.

Keine Seltenheit ist jedoch dies: Kantonsregierungen ohne Frauen. Reine Männerregierungen gibt es in den Kantonen Aargau, Luzern, Uri, Graubünden, Appenzell Ausserrhoden und Tessin. Ab dem 1. Mai kommt der Kanton Wallis hinzu.

(sda)​

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