Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

«Wir stehen programmatisch vor einer Jahrhundertaufgabe»: Jacqueline Badran. bild: claudio thoma

SP-Vordenkerin Jacqueline Badran: «Man macht uns lächerlich, um die Debatte zu verhindern»

«Bigger, Better, Faster, More»: So zügellos könne es nicht weitergehen, sagt SP-Nationalrätin Jacqueline Badran. Sie will Vizepräsidentin werden. Es brauche einen Systemwechsel. Und für ihren Kampf müsse die SP wieder auf eigene Produktionsmittel setzen.

othmar von matt / schweiz am wochenende



Nationalrätin Jacqueline Badran empfängt in den Büros der Zeix AG, die sie mitgegründet hat, zum Interview. Am Stauffacher, mitten in Zürich. Die Unternehmerin nimmt sich sehr viel Zeit für das Gespräch.​

War für Sie immer klar, dass Sie der SP beitreten?
Jacqueline Badran: Obwohl ich früh politisiert wurde, haderte ich lange, ob ich überhaupt einer Partei beitreten soll. Ich überlegte hin und her, ob ich zu den Grünen oder zur SP gehen soll.

Die Grünen waren für Sie ein ernsthaftes Thema?
Sicher. Umwelt- und Klimapolitik stehen bei mir zuoberst auf der Agenda, seit ich 18 Jahre alt bin. Letztlich fand ich, grün sei kein isoliertes Thema, gehöre in jede Partei. Da Gerechtigkeit für mich das wichtigste Thema ist, entschied ich mich klar für die SP.

Auch Mattea Meyer ist deshalb bei der SP. Mit ihr und Cédric Wermuth wollen Sie Vizepräsidentin werden …
Wissen Sie, was ich an den beiden besonders liebe?

Nein.
Sie haben so eine wunderbare Pfadiführer-Mentalität.

Was meinen Sie damit?
Sie sind fleissig, zuverlässig, vertrauenswürdig. Und sie haben Macherqualitäten. Genau das braucht es.

Jacqueline Badran

Die SP-Nationalrätin und Unternehmerin Jacqueline Badran wuchs in Sydney auf und zog als 5-Jährige mit der Familie nach Zürich. Sie schloss an der Universität St. Gallen Ökonomie und Staatswissenschaften ab. 2000 gründete sie mit zwei Partnern die Zeix AG. 1991 war sie der SP beigetreten, 2011 wurde sie in den Nationalrat gewählt. Badran wurde bekannt durch den Kampf gegen die Abschaffung der Lex Koller. (att)

Und Sie sind für den programmatischen Boden zuständig?
Jein. Sagen wir es so: Wir sind uns einig, dass wir Lösungen für die ganz grossen Probleme haben müssen. Von diesem Prozess möchte ich ein Teil sein. Inhaltlich teilen wir viele Ideen. Es gibt aber Dinge, die ich anders sehe. Beim Thema EU etwa haben wir Unterschiede. Aber das Programmatische macht nicht das Präsidium, sondern wir innerhalb der SP als Ganzes. Eine Initiative beispielsweise, können wir nicht verordnen.

«Wir müssen aus dem Verwaltungs-, Abnick- und Pseudolegitimierungsmodus ausbrechen, agiler werden.»

Jacqueline Badran

Wie wollen Sie die Partei umbauen?
Da haben wir glasklare gemeinsame Vorstellungen. Wir brauchen Erneuerung und mehr Bewegung. Zum Beispiel Gefässe, wo sich Leute punktuell und thematisch engagieren können. Wir müssen aus dem Verwaltungs-, Abnick- und Pseudolegitimierungsmodus ausbrechen, agiler werden. Wir stehen programmatisch vor einer Jahrhundert-Aufgabe. Dafür müssen wir Gefässe schaffen, in denen wir mit unseren Experten, mit Wissenschaftlern und mit den NGO Antworten auf die ganz grossen Fragen unserer Zeit suchen können. Und die Menschen brauchen wieder mehr Hoffnung und reale Perspektiven. Wer soll das tun wenn nicht die SP?

«Cédric und Mattea haben die Juso Ende der 2000er Jahre von einem Leseklub zu einem referendums- und initiativfähigen Kampftrupp umgebaut.»

Das Trio Meyer, Wermuth und Badran plant einen grossen Umbau?
Das ist der entscheidende Punkt. Cédric und Mattea haben die Juso Ende der 2000er Jahre von einem Leseklub zu einem referendums- und initiativfähigen Kampftrupp umgebaut.

Die Kandidaten fuer die SP Praesidentschaftswahlen, Cedric Wermuth, rechts, und Mattea Meyer, links, anlaesslich des Parteitag der SP Luzern vom Samstag, 8. Februar 2020 im Pfareiheim in Hitzkirch. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Nationalrätin Mattea Meyer und Nationalrat Cédric Wermuth wollen Co-Präsidenten der SP Schweiz werden. Bild: KEYSTONE

Wie schafften sie das?
Das widerspricht dem respektlosen Narrativ, dass sie noch nie einen Bleistift verkauft hätten. Beide sind starke Unternehmer. Den Aufbau der Juso kann man mit dem Aufbau eines Start-ups vergleichen. Es braucht Personal, Ressourcen, Geld, ein Produkt oder eine Dienstleistung. Und es braucht Kunden.

Und nun übernehmen sie vielleicht die Mutterpartei.
Ja, ein unfriendly Takeover (lacht). Mattea und Cédric haben grosse Macherqualitäten. Das passt zu meinen Charakter. Deshalb kandidiere ich nur mit ihnen. Genau dieses Unternehmertum hatten wir schon in der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert. Wir gründeten Wohn-Genossenschaften, den Konsumverein - heute Coop – und die Naturfreunde. Wir bauten Druckereien und Medien auf. Wer Druckereien kontrollierte, kontrollierte die Köpfe der Menschen.

Das wollen Sie aufleben lassen?
Sicher. Wir wollen wieder unternehmerischer werden. Die Dinge wieder an uns nehmen.

Was genau?
Die Medien zum Beispiel. Wir hatten eigene Medien. Heute haben wir nur noch eine FDP-Medienlandschaft.

Cédric Wermuth sprach von einer linken Informationsplattform.
Wir können den Transport unserer Botschaften nicht mehr euch Medien überlassen. Tut mir leid. Das ist ein Plan, den wir haben. Ich finde auch, die Juso müsste mit ihrer IT-Kompetenz eine Plattform für Putzpersonal mit fairen Preisen gründen. Oder ein Fair-Uber-Projekt. Wir müssen die Produktionsmittel – dort wo es krankt - wie früher wieder an uns nehmen. Eines meiner schönsten Telefongespräche hatte ich übrigens im Zusammenhang mit Wohngenossenschaften, die wir früher gründeten.

«Wir können den Transport unserer Botschaften nicht mehr euch Medien überlassen. Tut mir leid.»

Um was ging es da?
Ich fragte eine 92-jährige Frau, ob und wen sie gewählt habe. Sie sagte: Da muss ich keine Sekunde überlegen. Ich bin eines dieser Genossenschaftskinder und gehörte dann auch zu denen, die schön wohnen durften. Schön wohnen. (Badran stockt, kämpft mit den Tränen) Das müssen wir wieder hinkriegen. Diesbezüglich wurden wir ein wenig zum Schlafkappenverein.

Die SP kam dreimal in ihrer Geschichte auf über 28 Wählerprozente: 1931 mit 28,7, 1935 mit 28 und 1943 mit 28,6 Prozentpunkten. Wollen Sie dahin zurück?
Damals wussten die Leute noch, weshalb sie sozialdemokratisch wählen. Die Arbeiter gingen in Hüten und Krawatten zu Tausenden auf die Strasse. Hier müssen wir ansetzen. Wir müssen die alte Agitationsmacht zurückgewinnen.

Wollen Sie die SP wieder zur stärksten Partei der Schweiz machen?
Unser Job ist es, Antworten auf die grossen Zukunftsfragen zu finden. Mattea, Cédric und mich verbindet die Überzeugung, dass eine bessere, gerechtere Welt für alle möglich ist. Und der Glaube, dass es die SP mehr denn je braucht angesichts des Siegeszugs des Kapitals. Kurzfristiges Schielen auf Wählerprozente ist der falsche Weg.

Ist Bernie Sanders, linker US-Präsidentschaftskandidat, für Sie ein Vorbild?
Sanders sagt, er sei Sozialist. Doch das ist er nicht. Letztendlich korrigiert er nur krasse Fehler des morbiden US-Systems. Bernie Sanders macht inhaltlich keinen grossen Unterschied zur klassischen Sozialdemokratie. Nur rhetorisch.

Und Alexandria Ocasio-Cortez, jüngste Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus?
Sie ist ein Hoffnungsschimmer. Immerhin getraut sie sich, die Systemfrage zu stellen.

Und was denken Sie über Mette Frederiksen, die dänische Ministerpräsidentin, mit der die Sozialdemokraten die Wahlen gewannen - dank einer harten Migrationspolitik?
Dafür bräuchte es ein separates Gespräch. Die SP stellte sich traditionell immer gegen das Konzept der Wanderarbeiter. Das Kapital sollte zu den Arbeitern, nicht die Arbeiter zum Kapital.

Die Personenfreizügigkeit ist definitiv kein SP-Konzept?
Nein. Sie hat zwar eine Komponente eines persönlichen Freiheitsrechts und verschaffte Menschen bei der Arbeits-Migration immerhin gewisse Rechte. Letztlich ist es aber das Konzept des Kapitals, das einen tobenden, frei zirkulierbaren Arbeitsmarkt braucht, um seine Standortbedingungen durchzusetzen. Wir haben heute einen gravierenden Systemfehler: Oben gibt es eine Oligopolisierung der Weltwirtschaft. Wichtige Güterklassen sind in den Händen weniger Konzerne, wie die Pharma, das Finanzwesen. Unten hingegen herrscht ein tobender Wettbewerb mit Machtlosigkeit und Ohnmacht. Diese Perversion muss uns Sorge bereiten. Sie führte zum Slogan der Brexiteers: «Get Back Control».​

«Wir haben heute einen gravierenden Systemfehler: Oben gibt es eine Oligopolisierung der Weltwirtschaft. Unten Machtlosigkeit und Ohnmacht.»

«Get Back Control»: Ist es das, was auch Sie wollen?
Genau. Die SP war 70 Jahre lang die stärkste Partei in diesem Land. Damals hatten wir aber eine Verheissung: Allen sollte es wirtschaftlich besser gehen. Das 20. Jahrhundert war eindeutig das Jahrhundert der Sozialdemokratie.

Bild

«Wir wurden ein wenig zum Schlafkappenverein.» bild: claudio thoma

Wegen der Sozialversicherungen?
Nicht nur. Die SP setzte in der Nachkriegszeit eine Wirtschaftspolitik durch, welche die Produktivitätsfortschritte über höhere Löhne und tiefere Arbeitszeiten weitergab. Wir sorgten damit für einen Siegeszug der Arbeit, den Aufstieg der Mittelklasse, es entstand eine weltweit einmalig kaufkräftige Mittelschicht. Parallel dazu bauten wir die Sozialwerke auf. Und befreiten die Menschen so von Existenzängsten.

Wann änderte sich die Ausgangslage?
Mit dem Zusammenbruch des Ostblocks begann der Siegeszug des Kapitals. Unsere Welt wird zunehmend zu einem Anlage-Universum des anonymen globalen Kapitals umgebaut. Das Kapital macht nicht einmal Halt vor unseren Grundgütern. Sie nehmen sich Boden, Wohnungen, Gesundheits- und Stromversorgung, Altersvorsorge. In Freihandelsabkommen wie TTIP sichern sie sich sogar Klagerechte im Fall von entgangenen Gewinnen wegen demokratischer Gesetzgebungen. Das ist das Ende des Primats der Politik.

Und die SP hat keine Antworten?
Die SP befindet sich total in der Defensive, sie versucht überall Kollateralschäden zu mildern: kein Abbau von Renten, etwas C02-Steuer und so Dinge. Sie hat das Narrativ verloren. Dafür hat sich ein neues festgesetzt.​

«Die SP, diese Vollidioten, wollen ja nur den Kapitalismus überwinden. Man macht uns lächerlich, um die Debatte zu verhindern.»

Welches?
Die SP, diese Vollidioten, wollen ja nur den Kapitalismus überwinden. Man macht uns lächerlich, um die Debatte zu verhindern. Obwohl selbst am WEF in Davos über Systemfehler debattiert wird. Vielleicht ist das wirklich nötig. Wenn wir die Welt von heute beobachten, müssen wir sagen: Sie ist ausser Kontrolle. Da kann man uns doch nicht verbieten, dieses teilweise sehr zerstörerische und ausbeuterische System zu hinterfragen. Zumal wir ja nie einen reinen Kapitalismus hatten.

Ist das nicht viel zu apokalyptisch?
Überhaupt nicht. Wir haben 70 Millionen Flüchtlinge, so viele wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Eine weitere Milliarde würde gerne flüchten. Jährlich sterben Tausende von Tier- und Pflanzen-Arten aus. Wir haben eine Klimakatastrophe. Wir laufen von Währungs- zu Finanz-, Schulden- und Medienkrise – sind ständig im Krisenmodus. Zudem findet ein Wettrüsten statt und es kommen, selbst in der EU, radikale Diktatoren an die Macht. Sorry, das ist apokalyptisch. Das ist Out of Control. Und diese Entwicklungen haben eine Systemkomponente.

«Sorry, das ist apokalyptisch. Das ist Out of Control. Und diese Entwicklungen haben eine Systemkomponente.»

Für Sie braucht es einen Systemwechsel?
Als Politikerinnen sind wir im Geschäft mit der Zukunft. Wir müssen uns beispielsweise dringend um ein Problem kümmern, das wir total vernachlässigt haben: den Wachstumszwang in der Wirtschaft. Bigger, Better, Faster, More: Alles hängt am Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP). In dieses Problem fliessen viel zu wenige Denkressourcen.

«Bigger, Better, Faster, More: Alles hängt am Wachstum des Bruttoinlandprodukts. In dieses Problem fliessen viel zu wenige Denkressourcen.»

Sie gehen also weiter als die Klimajugend - für Sie ist ein Systemwechsel unvermeidlich?
Ja, wenn wir den Planeten retten wollen schon. Als Biologin habe ich gelernt: Jedes Wachstum hat eine Grenze. Wie lässt sich der Wachstumszwang überwinden? Wie kriegen wir eine ausbalancierte Kreislaufwirtschaft hin? Ich habe die Antworten nicht. Aber ich weiss: Es ist der Job der Sozialdemokratie, Antworten zu geben. Besonders revolutionär ist das alles nicht.

Bild

«Der europäische Gerichtshof hat gerade wieder Lohndumping bis zum Geht-nicht-mehr legitimiert. Wo bleibt der Aufschrei der europäischen Sozialdemokratie?» bild: claudio thoma

Was muss die SP noch tun?
Wir müssen uns auf unsere System-Tugenden besinnen, auf wirtschaftspolitische Erfolgsmodelle, auf das Denken in Güterklassen, wie es früher normal war. Das heisst: Grundgüter gehören der Gemeinschaft, Privatisierungen und Pseudo-Liberalisierungen müssen rückgängig gemacht werden. Wir haben explodierende Unternehmensgewinne wie noch nie. Parallel dazu verloren hunderte von Millionen Menschen in Europa massiv an Kaufkraft. Die Produktivitätsfortschritte der Digitalisierung sollen wieder den Menschen zugutekommen – in Form von tieferen Arbeitszeiten und höheren Löhnen.

Soll das Systemwechsel-Projekt europaweit ausstrahlen?
Ja. Das haben wir vor. Wir wollen uns viel stärker mit der europäischen Sozialdemokratie vernetzen. Und wir möchten sie offen dafür kritisieren, dass sie das TTIP und die Privatisierungsagenda der EU einfach hinnimmt. Das ist inakzeptabel. Der europäische Gerichtshof (EuGH) hat gerade wieder einen Entscheid zum Entsendegesetz gefällt und Lohndumping bis zum Geht-nicht-mehr legitimiert. Wo bleibt der Aufschrei der europäischen Sozialdemokratie?

Schriftsteller Jonas Lüscher, selbst SP-Mitglied, sagte im «Tages-Anzeiger»: «Es ist Zeit, dass die Schweiz der EU beitritt.»
Hey, sorry: EU-Beitritt ja oder nein ist die falsche Frage.

Welches ist die richtige?
Welche EU wollen wir? Bei allem tiefen Respekt vor der grossartigen Friedensleistung der EU, die heute real existierende EU will ich nicht. Ich glaube auch nicht daran, dass wir Mitglied in einem neoliberalen, undemokratischen Konstrukt werden sollen – und dieses von innen heraus verändern können. Wir können das besser von aussen.

Zur späten Stund' im Hotel Bellevue …

Franzohni Hemmige triff auf Cédric Wermuth

Play Icon

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

58
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
58Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Halimasch 02.03.2020 13:16
    Highlight Highlight Mit Badran und den Jusos wird sich die SP in der links-alternativen Blase einigeln und noch auf 10% Wähleranteil kommen.

    Aber hey, hauptsache es macht Spass - und Schuld sind eh immer die Anderen (Linksliberale, Neoliberale, die Medien, erc.)....
  • Fandall 02.03.2020 12:27
    Highlight Highlight "Kampftrupps" haben meiner Meinung nach weder von links noch von rechts etwas in der Politik verloren.
  • tAZcobra 02.03.2020 09:56
    Highlight Highlight Eine der wenigen CH-Politikerinnen, die für mich authentisch und glaubwürdig ist. Und ich mein das jetzt nicht geschlechterspezifisch, musste das aber dank neutoitscher Sprache so schreiben. Ich würde Badran auf jeden Fall wählen, wenn ich könnte.
  • PC Principal 02.03.2020 08:43
    Highlight Highlight Klimaschutz muss erste Priorität haben und das geht nur mit massiven staatlichen Eingriffen. Wir müssen uns klar sein, dass die globale Energiewende sehr viel kostet. Es braucht gigantische Investitionen in bestehende Technologie und auch neue Technologie. Das geht nur mit einer starken Wirtschaft. Wenn die Schweiz jetzt massiv in die richtige Technologie investiert, um das Klima zu schützen dann werden wir in einigen Jahrzehnten enorme Vorteile haben, denn die Nachfrage nach dieser Technologie wird drastisch zunehmen. Wachstum durch Klimaschutz!
  • THEOne 02.03.2020 08:41
    Highlight Highlight mir ist die frau gänzlich unsympathisch, mir gefällt aber sehr, dass sie anderen politikern verbal immer wieder zurecht eins aufn deckel gibt, sagt was sache ist (und zwar frei schnauze) und (für sp verhältnisse) einige gute ansätze hat. wenn sie das jetzt noch so durchführen kann, hat die sp evtl. wieder mehr wähler nächstes mal.
  • P. Silie 02.03.2020 08:08
    Highlight Highlight Wenn der Staat Peter ausraubt, um das Geld Paul zu geben, wird der Staat immer auf die Unterstützung von Paul zählen können. Je mehr Paul's, desto mehr Staat. Ein Teufelskreis.

    Die SP - auf der Suche nach neuer Armut und damit nach neuer Wählerschaft. Das System, welches die SP so verteufelt, hat es geschafft, ihr die Wählerschaft abzujagen. Und so bearbetet sie Minderheit um Minderheit, Randgruppe um Randgruppe, und Gutmenschen.

    Aber keine Sorge - die Zeiten stehen gut. Es herrscht bei vielen eine stark ausgeprägte egoistische Erwartungshaltung: "Ich atme, also schuldet ihr mir etwas."
    • häxxebäse 02.03.2020 13:14
      Highlight Highlight "Die SP - auf der Suche nach neuer Armut"

      Als ob man da weit suchen muss...

      Banker, versicherungsheini oder lebst Du abgeschottet?
    • P. Silie 02.03.2020 13:49
      Highlight Highlight @ Häxxebäse: Was ändert mein sozialer Status an der Aussage, dass die SP den klassischen Arbeiter, den eigentlichen SP-Wähler aus vergangenen Zeiten, als Wähler verloren hat?
    • rodolofo 02.03.2020 16:10
      Highlight Highlight Darüber, wer wen zuerst bestohlen hat und wer mehr Recht hat, das Gestohlene zurück zu fordern, sind Herr und Sklave nicht einig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 02.03.2020 07:09
    Highlight Highlight Sobald ich Jaqueline Badran sehe, höre, lese, bin ich begeistert!
    Nur gerochen habe ich sie noch nicht, weil ich noch nie in ihre Nähe gekommen bin, aber ich bin sicher, dass sie auch meine Nase überzeugen würde.
    Diese Frau ist einfach genau so, wie ich mir PolitikerInnen und Menschen ganz allgemein wünsche:
    Ehrlich, beherzt, aufrichtig, engagiert, lustig, kämpferisch, kompetent.
    Und ihre ausdrucksstarke Körpersprache stimmt mit dem überein, was sie verbal von sich gibt.
    Inhaltlich stimme ich mit ihr rekordverdächtig überein.
    Mit einem Führungs-TRIO Meyer-Wehrmut-Badran würde die SP sackstark!
  • Lucida Sans 02.03.2020 01:12
    Highlight Highlight Liebe Frau Badran
    Ich kenne Sie nur aus dem Fernsehen. Und ich finde Ihre Art und Ihre Äusserungen super. Vieles entspricht auch meinen Ansichten.
    Ich frage mich aber, ob Sie sicher sind, dass Herr Wermuth nicht klammheimlich für die SVP arbeitet. Denn meiner Ansicht nach sind es genau seine in der Öffentlichkeit geäusserten Ansichten, welche die SP lächerlich machen und den kritisierten Pauschalisierungen Vorschub leisten. Genauso lächerlich finde ich eine Juso die ‚Stunk machen‘ als Ihr Hauptziel definiert. Ich weiss,warum ich den letzten Wahlzettel der SP ins Altpapier gelegt habe.


    • sägsäuber 02.03.2020 10:06
      Highlight Highlight Sie bestätigen ja genau die Aussage, man mache die SP (Inkl. Wermuth) lächerlich um die sachlichE Debatte zu verhindern und spielen damit das Lied der SVP.
  • bbelser 02.03.2020 00:34
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
  • Walser 02.03.2020 00:05
    Highlight Highlight Wenn ich ihr so zuhöre, gehört sie eher ins Europaparlament. Die SP serbelt weils den Schweizer Arbeitnehmern wirtschaftlich zu geht um SP zu wählen. Beim Migrationsthema sind sie komplett neben den Bürgern und das Umweltthema haben die Grünen besetzt. Sieht nicht gut aus.
    • rodolofo 02.03.2020 07:21
      Highlight Highlight Hast Du denn gelesen, was sie über die AKTUELLE EU sagt?
      Das tönt überhaupt nicht nach "Lust aufs Europa-Parlament"...
      Aber eigentlich hat sie gesagt, dass sie mit der Europäischen Sozialdemokratie intensiver zusammenarbeiten wolle!
      Wenn ich zu "DEN Bürgern" auch noch die (nicht wahlberechtigten) ausländischen MitbürgerInnen zähle, ist Jaqueline Badran sicher noch weniger "daneben", wie Du es hier pauschalisierend behauptest.
      Bedenke bitte auch dass meine bescheidene Wenigkeit sich auch und immer noch als "Bürger der Schweizerischen Eidgenossenschaft" bezeichnen darf!
      Vielen Dank im Voraus.
  • Gubbe 01.03.2020 23:38
    Highlight Highlight Ich respektiere Frau Badran. Was sie da aber sagt, sind nicht nur Hülsen, das sind lange Rohre. Die zwei Möchtegerns der SP als Macher zu bezeichnen, braucht Mut. Richtige Zielsetzungen sehen anders aus.
  • Ludwig van 01.03.2020 23:30
    Highlight Highlight Bremsen wir doch das Wirtschaftswachstum, dann können wir nachher rumweinen wenn die Löhne sinken und die Arbeitslosigkeit steigt.

    Nein es braucht nachhaltiges Wachstum, man muss komplett auf erneuerbare Energien umstellen. Das benötigt Erfindergeist und davon kommt dann neues Wachstum. Die Energiewende ist eine Riesenchance für die Wirtschaft, Wachstum ist immer das Resultat von Verbesserungen und Innovationen.
    • bbelser 02.03.2020 00:45
      Highlight Highlight Wachstum ist auf einem endlichen Planeten, der in Kreisläufen funktioniert, eine liebgewordene Mogelpackung, die uns dank massiver Kostenunwahrheit bisher erfolgreich geblendet hat.
      Kreislaufwirtschaft und Gemeinwohl-Ökonomie lass ich mir gefallen, aber "nachhaltiges Wachstum" ist die gleiche Mogelpackung, einfach mit einem noch blendenderen netten Schleifchen rundum.
    • rodolofo 02.03.2020 07:29
      Highlight Highlight @ bbelser
      Ich teile Deinen Pessimismus nicht.
      Nachhaltiges Wachstum IST zugleich Schrumpfung, aber nur in einem materiellen Sinne.
      Effektiv erhöht sich durch (auch staatlich verordnete und regulierte) ökologische- und soziale Qualitätsstandards die GANZHEITLICHE Qualität von Produkten und unsere Lebensqualität!
      Im Kleinen, zB. in meinem eigenen Leben, funktioniert das bereits so, noch ohne staatliche Lenkung und eigenverantwortlich.
      Ich gebe Dir ein konkretes Beispiel:
      Anstatt einen teuren Gärtner zu beschäftigen, belasse ich Wildwuchs und säge und schneide von Zeit zu Zeit selber etwas.
    • Ludwig van 02.03.2020 08:17
      Highlight Highlight @bbelser: Ich glaube du hast nicht verstanden was Wirtschaftswachstum ist. Wachstum "passiert" wenn etwas verbessert wird. Insofern kann es theoretisch auch auf einem endlichen Planeten unendlich Wachstum geben. Wachstum bedeutet nicht, dass mehr Ressourcen verwendet werden. Beispiel Software: Wenn ich eine bestehende Software verbessere, dann ist das Wirtschaftswachstum. Die neue Software verwendet nicht unbedingt mehr Strom, vielleicht sogar weniger, wenn sie effizienter ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spargel 01.03.2020 22:45
    Highlight Highlight Dann bitte sorgen Sie jetzt dafür, dass die SNB einen einmaligen "Druck" in den AHV Ausgleichsfonds geht. Die Situation könnte nie besser sein als jetzt. Der Einschluss würde keine Inflation auslösen und käme allen zugute und der Franken wäre noch immer Stabil. Heute hat der Fonds ein Vermögen von 32 Milliarden. Für die Schwächung wurden hunderte von Milliarden aufgebläht ohne Wirkung. Wäre also Zeit uns zu Retten Dank dem Vertrauen der Welt in den CHF. Das wäre jetzt ein Ansatz für uns Arbeiter
    • Spargel 02.03.2020 13:11
      Highlight Highlight 3.5 Mia Devisen intervention. Der Franken hält vieles aus..
      Benutzer Bild
  • Smeyers 01.03.2020 22:42
    Highlight Highlight Egozentrisch, selbstgefällig und im Klassenkampf der 30er Jahre gefangen. Badran ist eine Hypothek für die SP, aber wählt dann wird die SP noch schneller Wähleranteilw verlieren.
  • homo sapiens melior 01.03.2020 22:27
    Highlight Highlight Punkt für Punkt genau meine Gedanken.
  • Locutus70 01.03.2020 21:52
    Highlight Highlight Paar gute Ideen, aber viel viel zu technokratisch
  • wolge 01.03.2020 21:50
    Highlight Highlight Sehr gut. Die Badran überzeugt mich vollkommen...
  • tr3 01.03.2020 21:20
    Highlight Highlight Ich bin ein bitzli verliebt. Go Jacqueline! 🥰
  • Toerpe Zwerg 01.03.2020 21:07
    Highlight Highlight Kurz zusammengefasst: Badran hat keine Ahnung und keinen Plan. Eines aber weiss sie: Nur sie kann es.
    • Kevinsvadde 01.03.2020 21:16
      Highlight Highlight Dafür wissen wir alle jetzt, das zumindest sie es nicht können
    • Amöbe 01.03.2020 21:41
      Highlight Highlight Krasse Unterstellung. Offenbar fehlen dir die Argumente.
    • karl_e 01.03.2020 23:14
      Highlight Highlight Toerpe, hast du vielleicht eine Ahnung? Lass mal hören!
    Weitere Antworten anzeigen
  • glointhegreat 01.03.2020 20:58
    Highlight Highlight Sie macht sich doch selber lächerlich... Seit dem raucherskandal noch viel mehr.
  • bossac 01.03.2020 20:29
    Highlight Highlight Es ist bezeichnend für die SP, wie Frau Badran im Interview der Migrationsfrage ausweicht. Solange sich die Partei hier nicht in realistischere Wege bewegt, wird es in der Schweiz leider schwierig die SVP vom Thron zu stossen. Gerade jetzt, wo die SVP es mit ihrer Pseudeo-Sozialpolitik versucht...
    • karl_e 01.03.2020 23:19
      Highlight Highlight Sie ist der Migrationsfrage nicht ausgewichen, ganz im Gegenteil. Lies nochmals die Antwort auf die Frage "Die Personenfreizügigkeit ist definitiv kein SP-Konzept?"
    • bossac 02.03.2020 00:09
      Highlight Highlight MMn schon: „Und was denken Sie über ... , mit der die Sozialdem. die Wahlen gewannen - dank einer harten Migrationspolitik? Dafür bräuchte es ein separates Gespräch.“
      Es ist doch einfach so, dass wir durch die aktuelle Flüchtlingspolitik eine zunehmende Radikalisierung der Rechte in ganz Europa sehen - da hilft die rosarote Brille vieler Linken auch nicht weiter. Wenn man die Probleme der Welt nicht löst, kommt sie halt zu uns und das kann auf langer Sicht einfach nicht funktionieren.
  • d10 01.03.2020 20:20
    Highlight Highlight Ob die SP mit Juso-"Pfadiführern" Wähleranteile zurückgewinnen kann? Badran würde besser selbst für das Präsidium kandidieren.
  • Yunnan 01.03.2020 20:17
    Highlight Highlight Ich sympathisiere mit vielen dieser Ideen. Der Klimanotstand braucht Priorität. Abgesehen davon befinden wir uns aber nicht in einer apokalyptischen Situation und es braucht keinen Systemwechsel. Vielmehr hat sich erstens das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch in den Jahren etwa seit 2000 zunehmend abgekoppelt, und zweitens ist dafür genau der viel geschmähte Kapitalismus verantwortlich, oder besser gesagt eine Kombination aus diesem mit technologischem Fortschritt, öffentlichem Bewusstsein und "responsiver" Regierungsführung (Quellen u.a. "Factfulness", "More from less").
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 01.03.2020 20:10
    Highlight Highlight Ich habe den Eindruck, dass Frau Badran als vielleicht "kritische Materialistin" für die SP viel bewirken kann.

    Ich bin nicht mit allem einig, aber das ist ja nicht das Kriterium.
  • FrancoL 01.03.2020 20:09
    Highlight Highlight Eine reflektierte Frau. Ihr vertraue ich, sie widerspiegelt viele Ideen, die ich unterzeichne und stütze und sie ist auch eine gesunde Unternehmerin.
    Mit ihr könnte die SP ein neues gutes und kräftiges Bild abgeben und der richtige Schritt in die Zukunft wäre gut vorbereitet. Go on!
  • Me, my shelf and I 01.03.2020 20:08
    Highlight Highlight Badran hat die gesellschaftliche Hegemonie verstanden. Mit ihr, Mattea und Cédric sehe ich endlich wieder rot für die Schweiz!
  • Meiner Einer 01.03.2020 20:02
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Ich heisse Marvin 01.03.2020 20:01
    Highlight Highlight Ehrenfrau Badran ❤️
  • De-Saint-Ex 01.03.2020 19:56
    Highlight Highlight E N D L I C H ... warte seit den 90er Jahre darauf... ich fürchte bloss, dass es zu spät, viel zu spät kommt. Leider hat sich unsere Bevölkerung viel zu sehr an dieses System gewöhnt. Ein Drittel unserer Bevölkerung läuft gar DEM Aushängeschild dieses Oligarchentums nach... im Irrglauben, es seien ausgerechnet Blocher und Co, die die Interessen des „einfachen“ Bürgers vertreten. Bleibt also die Hoffnung, dass die überlängst fällige Kurskorrektur mit Hilfe der grössten Gruppe, jener der (bisherigen) Nichtwähler vollzogen werden kann. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    • 044 508 39 39 het sie gseit 01.03.2020 23:44
      Highlight Highlight Die Interessen des „einfachen „ Bürgers sind wohl kaum in der EU zu suchen. 🤔
    • De-Saint-Ex 02.03.2020 00:50
      Highlight Highlight Ihr habt wohl beide dieses Interview mit Badran nicht einmal gelesen, sonst würdet Ihr nicht... ach was soll‘s...
  • banda69 01.03.2020 19:48
    Highlight Highlight Stark.
    Vertrauenswürdig.
    Kompetent.
    Empathisch.
    Volksnah.
    Badran.

    Ihr traue ich es zu Taten folgen zu lassen.
    • 044 508 39 39 het sie gseit 01.03.2020 23:45
      Highlight Highlight Ach ja, die SP schadet der Schweiz.
    • banda69 02.03.2020 02:52
      Highlight Highlight @044

      Wie denn? Die SP ist im Gegensatz zur SVP weder volks-, menschen- noch umweltfeindlich.
  • Jolimeme 01.03.2020 19:44
    Highlight Highlight Eine intelligente, erfahrene frau, mit klaren gedanken. Ich hoffe auf cedric, mattea und badran 🥳
  • häxxebäse 01.03.2020 19:33
    Highlight Highlight "Schön wohnen. (Badran stockt, kämpft mit den Tränen)"

    Ja, das wäre schön, da kämpfe ich manchmal auch mit den tränen. 🙄

    Moderne und bezahlbare wohnungen: Alte wohnungen fortwährend sanft renovieren ❤ oder genossenschaftswohnungen.

Trump kündigt Einreiseverbot für Europäer an – 10 Antworten, die wir bis jetzt kennen

Drastische Massnahmen von Trump: Der US-Präsident verfügt einen Einreisestopp für Passagiere aus Europa. Alles, was wir bis jetzt dazu wissen.

Hinweis: Da die Folgen des Einreiseverbots noch nicht vollständig abgeschätzt werden können, wird dieser Artikel laufend ergänzt.

Die USA verhängen wegen der Coronavirus-Pandemie einen Einreisestopp für Ausländer aus Europa. «Wir werden alle Reisen von Europa in die USA für die nächsten 30 Tage aussetzen», sagte Trump am Mittwochabend im Weissen Haus in einer Ansprache an die Nation.

Das Einreiseverbot soll am Freitag um Mitternacht (Ortszeit) in Kraft treten, sagte Trump. Ausnahmen werde es für …

Artikel lesen
Link zum Artikel