Schweiz
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SP-Urgestein will zurück ins Parlament – aber nicht für die SP



Der frühere SP-Nationalrat Franco Cavalli aus dem Tessin will laut Medienbericht zurück ins Bundesparlament. Der 76-jährige Krebsarzt aus Ascona kandidiert im Herbst mit der von ihm mitgegründeten linken Gruppierung Forum Alternativo für einen Sitz im Nationalrat.

Will zurück in den Nationalrat: der Tessiner Arzt und frühere SP-Bundesparlamentarier Franco Cavalli (76). (Archivbild)

Franco Cavalli auf einem Archivbild. Bild: KEYSTONE

Die Wahlchancen der Gruppe, die insbesondere grüne Anliegen forciere, seien intakt, sagte der Onkologe am Spital in Bellinzona und siebenfache Vater den Tamedia-Zeitungen vom Donnerstag. Cavalli rechnet demnach damit, dass die Allianz aus SVP und Lega bis zu zwei Nationalratssitze verlieren könnte.

Ziel der Bewegung ist es, mindestens einen Sitz im Nationalrat zu holen. Die vollständige Liste mit den Kandidatennamen will die Gruppierung laut eigenen Angaben auf ihrer Webseite am Mittwoch in Bellinzona präsentieren. Das Forum plant eine gemeinsame Liste mit den Grünen. Diese haben wiederum eine Listenverbindung mit der SP.

In die Fraktion der Grünen

Nach einer allfälligen Wahl will Cavalli den Angaben zufolge in der Fraktion der Grünen politisieren. Nach Möglichkeit will er auch mit weiteren Linkspolitikern eine eigene Fraktion gründen.

Cavalli politisierte ab 1995 zwölf Jahre lang für die Sozialdemokraten im Nationalrat, von 2001 bis 2004 war er Chef der SP-Bundeshausfraktion. Im Jahr 2007 trat er von seinem Mandat zurück und übte harsche Kritik an seiner Partei. Eine Kandidatur für den Ständerat im selben Jahr scheiterte. 2011 kandidierte er vergeblich für die Tessiner SP um einen Sitz im Ständerat.

Das Forum Alternativo wurde 2013 von Cavalli zusammen mit dem Gewerkschaftler Enrico Borelli und dem Gründer der Vereinigung «Belticino», Giancarlo Nava, initiiert. Sie wollen der Linken im Tessin neuen Schwung verleihen. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 06.06.2019 09:20
    Highlight Highlight Falls sich das Forum Alternativo nicht vermehrt dem Grenzgänger-Problem zuwendet, könnte es schwierig werden für Cavalli in Bezug auf den Nationalrat.

  • Scaros_2 06.06.2019 07:54
    Highlight Highlight Ich bin dafür, dass Politiker als Beruf annerkannt wird und man deshalb auch ein Rentenalter in der Politik erreicht in welchem die Ausübung von offizieller seite nicht mehr erwünscht ist.

    Dies ist in vielerlei hinsicht wichtig. Man sperrt rückständiges Denken aus, man gibt jungen eine Chance und man verhindert das ewig gewählte im Parlament bleiben.
    • pun 06.06.2019 08:34
      Highlight Highlight Zieh halt ins Tessin und wähl' in nicht.

      Ist zwar etwa gleich sinnvoll wie dein Vorschlag, aber immerhin nicht verfassungsfeindlich.
    • MasterPain 06.06.2019 09:33
      Highlight Highlight Es gibt leider auch bei Jungen genügen rückständiges Denken
    • JamSam 06.06.2019 13:19
      Highlight Highlight Ich glaube nicht dass es schlau ist unser Milizparlament in ein Berufsparlament umzuändern. Einerseits weil sich das Milizsystem bewährt hat, vorallem aber damit unsere Politiker aus dem Volk für das Volk politik machen.

      Und sowieso, wer glaubst du zu sein um alle Schweizer im rentenalter als "rückständige Denker" zu bezeichnen? Das finde ich sehr arrogant.
      Die Jungen können sich genauso zur Wahl stellen wie die " ewig Gewählten", schlussendlich entscheidet aber der Stimmbürger wer wirklich gewählt wird und das ist auch gut so in einer Demokratie!
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