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So (schlecht) steht es um die Sozialdemokraten in Europa

Europas Linke hat schon bessere Zeiten gesehen. Das Bild ist allerdings nicht einheitlich, wie unsere Grafiken zeigen. In einigen Ländern ist die Sozialdemokratie tief gefallen, in anderen schaffte sie ein Comeback. Und in der Schweiz trotzt sie den Stürmen.



Die Lage in Europa im Vergleich

Wie weiter mit der SPD? Diese Frage stellt sich mit grösster Dringlichkeit, nachdem Parteichefin Andrea Nahles am Sonntag Knall auf Fall den Bettel hingeworfen hat. Der seit Jahren anhaltende Niedergang der deutschen Sozialdemokratie dürfte sich beschleunigen. Wie aber geht es der Linken in Europa? Der Blick auf 12 Länder in Westeuropa mit traditionsreichen sozialdemokratischen Parteien zeigt kein eindeutiges Bild – weshalb wir die Besonderheiten in den einzelnen Ländern weiter unten analysiert haben.

Die folgende Grafik zeigt die Wählerstärken der Sozialdemokraten bei allen Wahlen zum nationalen Parlament (grosse Kammer) seit 1990. Zu erkennen ist, dass sie in den meisten Ländern heute weniger Wähler haben als noch vor 30 Jahren. In den Neunziger Jahren waren sozialdemokratische Parteien europaweit in guter Form. Im 21. Jahrhundert hingegen verlief ihre Entwicklung in den untersuchten Ländern sehr unterschiedlich.

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Der Wähleranteil der Sozialdemokraten 1990 und 2019 im Vergleich

Werte für 12 ausgewählte Länder (Liste siehe oben).

Die länderspezifischen Analysen

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In ihren grossen Zeiten unter Willy Brandt zu Beginn der 1970er Jahre kam die älteste bestehende Partei Deutschlands auf einen Wähleranteil von mehr als 45 Prozent. Bei der Europawahl 2019 waren es noch knapp 16 Prozent. Für den tiefen Fall der SPD gibt es mehrere Gründe. So hadert ein Teil der Parteibasis bis heute mit der Agenda 2010 des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder.

Die grosse Koalition mit der CDU/CSU von 2005 bis 2009 und erneut seit 2013 hat der SPD ebenfalls nicht gut getan. Sie wurde von Angela Merkels Mitte-Kurs regelrecht an die Wand gedrückt. Hinzu kommt eine Tendenz zur Selbstdemontage. In Krisensituationen wechselt die Partei teilweise putschartig ihr Spitzenpersonal aus. Kontinuität kann so nicht entstehen.

Besserung ist nicht in Sicht, denn die frischer wirkenden Grünen haben sich als Alternative für moderne und moderate Linkswähler in Deutschland etabliert. Die SPD hingegen wirkt wie aus der Zeit gefallen, sie hat kaum Antworten auf die Herausforderungen der Gegenwart wie Klimawandel und Digitalisierung. Und neue, inspirierende Köpfe sind nicht in Sicht.

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Der Parti Socialiste (PS) erlebte in den letzten Jahrzehnten ein Auf und Ab. Von 2012 bis 2017 regierte er unter Präsident François Hollande mit absoluter Mehrheit. Dann stürzte er ab. Bei der Europawahl kamen die Sozialisten auf knapp über 6 Prozent. Sie zahlten den Preis für Hollandes zaudernde Politik und ihre Zerrissenheit zwischen Reformern und Dogmatikern.

Allerdings befindet sich Frankreichs Linke generell in der Krise, denn die Linksaussen-Partei La France Insoumise von Jean-Luc Mélenchon hat vom Absturz des PS kaum profitiert. Viele einstige Linkswähler folgen heute der Rechtsradikalen Marine Le Pen, während sich die Linksliberalen um Präsident Emmanuel Macron scharen, den ehemaligen Wirtschaftsminister von François Hollande.

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Die Labour-Partei hat stürmische Zeiten erlebt. In den 1980er Jahren manövrierte sie sich mit einem strammen Linkskurs ins Abseits. Mit den Premierministern Tony Blair und Gordon Brown mutierte sie als New Labour zu einer Mitte-Partei und regierte von 1997 bis 2010. Mit der Wahl des Linksaussen Jeremy Corbyn zum Vorsitzenden schlug das Pendel auf die andere Seite zurück.

Bei der Unterhauswahl 2017 verpasste Labour einen Sensationssieg knapp. Mit dem Brexit-Chaos aber droht die Partei in einen Abwärtsstrudel zu geraten, wozu Corbyns Führungsschwäche beiträgt. Von der Selbstdemontage der Konservativen profitiert sie kaum. Bei der Europawahl kam Labour hinter Nigel Farages Brexit-Partei und den proeuropäischen Liberaldemokraten nur auf Platz 3.

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*Wahlen 1994: Partito Democratico di Sinistra (PDS) & Partito Socialista. 1996: PDS. 2001: Democratici di Sinistra. 2006: L'Ulivo. Seit 2008: Partito Democratico.

Die italienische Politlandschaft wurde in den letzten Jahrzehnten regelrecht umgepflügt, nicht zuletzt als Folge des Tangentopoli-Skandals in den 1990er Jahren. Ein Vergleich mit den Wahlen vor 1994 ist deshalb kaum möglich (siehe Grafik). Aus ehemaligen Kommunisten, Sozialisten und linken Christdemokraten entstand der heutige Partito Democratico (PD). Seinen Höhepunkt erreichte er bei der Europawahl 2014 mit einem Stimmenanteil von über 40 Prozent.

Zu verdanken war dies Ministerpräsident Matteo Renzi, der als Reformer angetreten war, jedoch an seinen überhöhten Ansprüchen und am Widerstand des linken Flügels in seiner Partei scheiterte. Bei der Parlamentswahl 2018 fiel der PD auf weniger als 19 Prozent. Ein grosser Teil ihrer frustrierten Wählerschaft wanderte ab zur populistischen Fünfsterne-Bewegung.

Bei der letzten Europawahl gelang den Sozialdemokraten eine leichte Erholung auf 22,6 Prozent. Sie konnten einige Fünfsterne-Wähler zurückgewinnen, und der neue Vorsitzende Nicola Zingaretti brachte Ruhe in die notorisch zerstrittene Partei. Der Weg zurück an die Macht ist noch weit, aber zumindest konnte die italienische Linke den Sturz in die Bedeutungslosigkeit vermeiden.

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Von der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 wurde Spanien hart getroffen. Dafür büssen musste der Partido Socialista Obrero Español von Ministerpräsident José Luis Zapatero. Dieses Jahr aber gelang ihm bei der Parlaments- wie bei der Europawahl ein spektakuläres Comeback. Dafür verantwortlich ist der charismatische neue Generalsekretär und Ministerpräsident Pedro Sánchez.

Seine pragmatische Reformpolitik kommt bei den Spaniern an. Zum Erfolg der Sozialisten trägt auch die Schwäche der Konkurrenz bei. Die konservative Volkspartei steckt im Korruptionssumpf und hat einen scharfen Rechtsruck hingelegt. Und die neue Linkspartei Podemos, die als Alternative zum PSOE angetreten war, zerlegt sich durch interne Querelen und Skandale selbst.

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Seit dem Ende der Diktatur in den 1970er Jahren ist der Partido Socialista eine feste Grösse in der portugiesischen Parteienlandschaft. Ihr Wähleranteil schwankte von knapp über 20 Prozent (1985) bis 45 Prozent (2005). Seit 2015 regieren die Sozialisten in einer Koalition mit anderen linken Parteien unter Regierungschef Antonio Costa, dem früheren Bürgermeister von Lissabon.

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Die sozialdemokratische PASOK bildete lange eine Art Machtkartell mit der konservativen Nea Dimokratia. Während sich diese halten konnte und beste Chancen hat, die Parlamentswahl Ende Juni zu gewinnen, versackte die PASOK im Gefolge der gravierenden Euro- und Schuldenkrise in der Bedeutungslosigkeit. Ihr Wähleranteil fiel von 44 Prozent (2009) auf knapp 5 Prozent (2015).

Im März 2018 entstand aus den Trümmern der PASOK und anderen kleineren Parteien die neue sozialdemokratische Kinima Allagis (KINAL). Allerdings steht die «Bewegung für den Wandel» klar im Schatten der seit 2015 regierenden Linkspartei Syriza von Ministerpräsident Alexis Tsipras. Bei der Europawahl 2019 kam KINAL gerade mal auf 7,5 Prozent.

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Die sozialdemokratische Partij van de Arbeid (PvdA) stellte seit dem Zweiten Weltkrieg viermal den Ministerpräsidenten in den Niederlanden. Zuletzt aber musste sie schwer unten durch. Bei der Parlamentswahl 2017 erhielt sie von ihrer Wählerschaft die Quittung für die Koalition mit der rechtsliberalen VVD, ihr Wähleranteil sackte von 24,8 Prozent (2012) auf 5,7 Prozent.

Umso beeindruckender war ihr Comeback bei der Europawahl. Mit 19 Prozent belegte die PvdA den ersten Platz, dank Ex-Aussenminister Frans Timmermans, dem Spitzenkandidaten der europäischen Sozialdemokraten. Viele Niederländer dürften seine Partei aus «patriotischen» Gründen gewählt haben. Ob der Aufschwung nachhaltig ist, muss sich erst noch zeigen.

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Während Jahrzehnten bildeten die SPÖ und die konservative ÖVP eine Art informelle und teilweise real regierende Grosse Koalition. Sie teilten Macht und die Pfründe unter sich auf. In den 1970er Jahren erreichten die Sozialdemokraten mit dem legendären Bundeskanzler Bruno Kreisky einen Wähleranteil von über 50 Prozent. Heute hat er sich ungefähr halbiert.

Eine Rückkehr an die Macht bei den Neuwahlen im September ist kaum realistisch. Die SPÖ ist immer noch stärker als die SPD, doch wie diese hat sie ihren Niedergang durch personelle Querelen teilweise beschleunigt. Seit letztem Jahr ist die Quereinsteigerin Pamela Rendi-Wagner Parteichefin. Sie ist erst seit 2017 SPÖ-Mitglied.

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Am Dienstag finden in Dänemark Parlamentswahlen statt. Alles deutet darauf hin, dass die Sozialdemokraten zur stärksten Partei werden. Bereits bei der Europawahl waren sie die Nummer eins. Parteichefin Mette Frederiksen dürfte neue Ministerpräsidentin werden. Ihr Wahlkampf war speziell: Sie kombinierte eine linke Sozial- und Wirtschaftspolitik mit rechter Migrationspolitik.

Die Ausländer- und Asylgesetze sind laufend verschärft worden, nicht zuletzt unter Druck der rechtspopulistischen Dänischen Volkspartei. Obwohl diese zuletzt dramatisch eingebrochen ist, will Frederiksen die restriktive Linie fortführen. Damit unterscheidet sie sich von den meisten linken Parteien in Europa. Sie will die Abwanderung von ehemaligen Linkswählern zu rechten und ausländerfeindlichen Parteien stoppen. Man darf gespannt sein, ob ihr Beispiel Schule macht.

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Während Jahrzehnten war Schweden eine Art sozialdemokratisches Musterland. Und ein Sehnsuchtsort für Parteigenossen aus ganz Europa. Die grossen Zeiten aber sind vorbei. Bei der Reichstagswahl 2018 erzielten die Sozialdemokraten mit 28,3 Prozent das schlechteste Ergebnis seit 1908. Immerhin sind sie weiterhin die stärkste Partei und stellen mit Stefan Löfven den Ministerpräsidenten. Die Regierungsbildung gestaltet sich allerdings schwierig.

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Ist die SP Schweiz ein Sonderfall? Tatsächlich hat sie keine derart krassen Abstürze erlebt wie manche Schwesterparteien in Europa. Das liegt teilweise an einem System, das kaum grosse Sprünge zulässt. Und von Spitzenergebnissen wie in anderen Ländern konnte die SP stets nur träumen. Bei den Wahlen 2015 lag sie mit 18,9 Prozent nur knapp über ihrem historischen Tiefstwert.

Die SP Schweiz steht programmatisch so weit links wie kaum eine sozialdemokratische Partei in Europa. Im Parlament hingegen agiert sie durchaus pragmatisch. Bei den Wahlen im Herbst könnten ihr Grüne und Grünliberale allerdings Wählerstimmen abjagen, wegen der Klimathematik und ihrer harten Haltung beim Lohnschutz in der Europafrage.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 05.06.2019 05:56
    Highlight Highlight Es ist bitter anzusehen wie die SP ihre guten Programmpunkte mit ihren internationalistischen Positionen bei den Schwergewichtsthemen EU/Migration aus ideologischen Gründen aufs Spiel setzt.
  • Der Rückbauer 05.06.2019 01:13
    Highlight Highlight Die SP wird verzwergen wie die SPD, weil sie sich von einer kleinen, militanten Minderheit dominieren lässt. Die SP setzt sich nicht mehr mit Zeitfragen, also Fragen, die den kleinen Mann und die kleine Frau von der Strasse beschäftigen, auseinander, sondern sie lafert nur noch über LGBTI::Z, die Ehe für alle, Sexismus etc.
    Die SP CH muss schauen, dass sie sich wieder mit Zeitfragen auseinander setzt.
  • Wiederkehr 04.06.2019 15:21
    Highlight Highlight Die Zeit eines überspitzten linken Intellektualismus geht ihrem Ende entgegen.
    • rodolofo 05.06.2019 07:06
      Highlight Highlight Dafür haben wir jetzt den stumpfen und dumpfen Rechtsnationalismus der in einer weitgehend globalisierten Welt die politische Macht erobert.
      Das Motto lautet: "Global machen, lokal denken!"
      ...
      Darauf erhebe ich mein Cüpli-Sektglas und sage:
      "Salute!"
  • Muselbert Qrate 04.06.2019 14:48
    Highlight Highlight Sozialdemokratische Politik ist ein Auslaufmodell, da sie keinen Mehrwert schafft sondern einzig und alleine, für einige wenige Nutzniesser, umverteilten werden soll..
    • Platon 04.06.2019 16:37
      Highlight Highlight @Muselbart
      Hier, Klientelpolitik der Bürgerlichen ist leider kein Auslaufmodell. Deshalb werden auch linke Parteien kein Auslaufmodell sein.
      https://www.google.ch/amp/s/www.watson.ch/amp/!113521564
    • wasylon 04.06.2019 20:46
      Highlight Highlight @Platon
      Konsumentenschutz ist der SP wichtig? 😂 Du als SP Versteher kannst mir sicher erklären warum deine Genossen heute gegen die Abschaffung der Roaming Gebühren gestimmt haben?
  • Platon 04.06.2019 14:00
    Highlight Highlight Naja, einerseits ists einfach ein Auf und Ab und andererseits könnte man auch einen Artikel über andere Volksparteien zusammenstellen, der ein ähnlich düsteres Bild zeichnen könnte. Es wurden einfach auch mehr Parteien, klar verteilt es sich da neu.
  • Mutbürgerin 04.06.2019 13:52
    Highlight Highlight In der Schweiz macht die SP praktisch nur noch Ausländerpolitik und dieses Feministen/Gender/Mimimizeugs. Den Schweizern geht es bereits unendlich gut, wozu sollten sie eine Partei wählen, die ihnen an die Geldbörse will. Die SP wächst nur noch über Eingebürgerte. Deshalb gilt ihnen der ganze Fokus und sämtliche Umverteilungsvorhaben.
    • Platon 04.06.2019 16:35
      Highlight Highlight @Mutbürgerin
      Ich weiss ja nicht in welchem Land du lebst, aber die SP entlastet hier den Bürger. Abgesehen von griffigen Integrationsprogrammen wüsste ich zudem auch nicht, wie man Geld zu Ausländern verschieben kann. Aber hier schau, Klientelpolitik, das ist ein Thema der SP. Ich wüsste gern mal wie du dich davor ohne linke Parteien schützen willst. Zu solchen Themen schweigst du dann aber gerne...
      https://www.google.ch/amp/s/www.watson.ch/amp/!113521564
    • Maracuja 04.06.2019 18:21
      Highlight Highlight @Mutbürgerin: Den Schweizern geht es bereits unendlich gut

      Immer mehr SchweizerInnen haben Mühe die Krankenkassenprämien zu bezahlen, scheint mir nicht ein Zeichen dafür, dass es dem Normalverdiener unendlich gut geht. Statt mit Ignoranz zu glänzen, informierten Sie sich besser, welche Parteien für dieses Problem Lösungsvorschläge anbieten.
  • DerMeiner 04.06.2019 13:50
    Highlight Highlight Das Hauptproblem der Sozialdemokraten lieg doch darin, dass sie Politik für die “nicht Reichen” machen wollen, sich dann aber zu sehr in Minderheiten verrennen und ihr Hauptklientel wieder vergessen. Etwa so kam das in den letzten Jahren rüber...
    • Platon 04.06.2019 16:36
      Highlight Highlight Hier, wüsste gerne wie dich der Konsumentenschutz nicht betrifft: https://www.google.ch/amp/s/www.watson.ch/amp/!113521564
    • rodolofo 05.06.2019 07:13
      Highlight Highlight Das ist genau das "Problem" von "Linken":
      Sie erhalten keine Riesensummen von Banken, der Pharma und weiteren Gross-Unternehmen und können für Transparenz in Sachen Partei-Spenden und Verwaltungsrats-Bezüge sein, da sie gar nichts zu verstecken haben!
      Was willst Du machen in der Politik, wenn Du kein Geld hast?
      Und genau wegen diesem Dilemma haben SozialdemokratInnen weltweit beschlossen, "realistisch" zu sein auf ihrem "langen Weg durch die Institutionen.
      Und irgendwann sind sie dann in diesen Institutionen als "käufliche Marionetten" steckengeblieben.
      Realistische Revolution gescheitert...
  • Dominik Treier (1) 04.06.2019 13:34
    Highlight Highlight Man kann es einfach zusammenfassen. Die Sozialdemokraten sind an den meisten Orten zu stark in die Mitte gerückt und haben mit all ihrem Cüpli-Sozialismus und den Beziehungen zur Wirtschaft, statt zum einfachen Bürger, irgendwie ihre Berechtigung verloren. In der Schweiz gibt es dazu noch eine Linke Gegenbewegung, was auch erklärt, warum die SP noch nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwunden ist, aber auch dort klammert man sich immer noch an alte Ideen wie die Konservierung der alten Errungenschaften und Einkommenssteuererhöhungen statt neue Wege wie z.B. ein Grundeinkommen zu wagen...
  • rodolofo 04.06.2019 13:13
    Highlight Highlight Macht korrumpiert, und die Genossenschaftliche Basisdemokratie ist viel mühsamer und zäher, als sich die Genossen das erträumt haben...
    Immer wieder fallen wir nach ideologischen Höhenflügen zurück auf das Tier "Mensch":
    Es frisst, säuft, scheisst, furzt, liegt dösend herum, beschäftigt sich mit etwas, kratzt sich am Hintern und dann am Kopf, hat lustige Einfälle, hat geniale Geistesblitze, hat Dummheiten und Streiche im Kopf, usw.
    Der Eine trägt einen bürgerlichen Nadelstreifen-Anzug,
    der Andere nennt sich "Sozialdemokrat" und hält ein Cüpli in der Hand, an der Vernissage mit moderner Kunst.
  • CB55 04.06.2019 13:11
    Highlight Highlight Bin bezüglich Aussichten für die Wahlen in der Schweiz ein wenig anderer Meinung..der momentane "Klima-Hype" wird für den Verlust von Stimmen zugunsten GPS und GLP sorgen. Bin mir aber sicher, dass die harte Haltung bezüglich Lohnschutz im Rahmenabkommen der SP viel Sympathie und Respekt eingebracht hat.
    • Chrigi-B 04.06.2019 20:20
      Highlight Highlight Der sogleich mit EU Anbiederung und Schwächung unseres Rechtsstaates (das Ding wegen bereits strafbaren sexuellen Übergriffen) verpulvert.
  • Turi 04.06.2019 13:08
    Highlight Highlight Als Mann ist für mich die SPD/SP in dem Moment unwählbar geworden, wo sie sich Männer zum Feindbild Nummer 1 gemacht hat.
  • Stambuoch 04.06.2019 12:59
    Highlight Highlight Ich finde auch, man kann es schwer vergleichen. Die politische ultur, die politischen Systeme, Bevölkerungszusammensetzungen oder auch wie sind die Arbeitsektoren zusammengesetzt / aufgeteilt - alles Faktoren, die da wichtig sind und einen solchen 1:1-Vergleich eher schwer machen.
    Das Selbe bei Vergleichen zwischen CDU/CSU, CVP, ÖVP etc. oder innerhalb der Grünen Parteien.
  • Artsens 04.06.2019 12:42
    Highlight Highlight Man sieht ja, was die sozialisten erreicht haben die letzten jahrzenten.....geldtasche gefühllt, und der wandel folgt....
    • Dominik Treier (1) 04.06.2019 13:39
      Highlight Highlight Das hat aber nichts mit Sozialismus zu tun, sondern eher mit Opportunismus... Immerhin ein -ismus falls es dich beruhigt...
    • Lumpirr01 04.06.2019 13:51
      Highlight Highlight @Artsens:

      Aus Deinem Posting ergibt sich folgende Frage:

      Haben sie nun an der Geldtasche der Reichen die Dicke der Tasche gefühlt oder meinst Du, sie hätten die eigene Tasche gefüllt?
  • Chrigi-B 04.06.2019 12:32
    Highlight Highlight Liebe SP/Grünen

    Falls ihr im Herbst verlieren wollt, konzentriert euch auf folgende Punkte:

    - EU Beitritt
    - Genderwahnsinn
    - Klassenkampf
    - Rassismus, Sexismus und Homophobie

    Die GLP, FDP und SVP werden sich bedanken.
    • Lumpirr01 04.06.2019 13:30
      Highlight Highlight Und der einfache Angestellte / Arbeiter, insofern er nicht schon längst die Partei gewechselt hat, hat an den 4 obigen Punkten etwa gleich viel Freude wie etwa die SVP mit einem Beitritt zur EU....
  • Weiterdenker 04.06.2019 12:31
    Highlight Highlight Ich sehe das grosse Problem vieler Linken in ihrer irrationalen Überheblichkeit. Es gibt leider viel zu viele, die einfach mal davon ausgehen, dass sie moralisch am höchsten und korrektesten stehen und ihre Meinung und Einstellung gegenüber anderen Einstellungen höher gewichtet werden muss. Dazu kommt noch Konsensunfähigkeit und voila, das Ergebnis sieht man oben gut illustriert.
    • Dominik Treier (1) 04.06.2019 13:45
      Highlight Highlight Interessant, dass aber gerade dort, wo die Linken eben nicht versuchen die Welt auch in ihrer Moral und Anschauung zu verbessern, sondern sich genauso unverschämt bei der Wirtschaft anbiedern wie alle anderen, ohne Bürgeranliegen wahrzunehmen, jeden Mist mitmachen um mitregieren zu können und vor allem keine neuen Ideen mehr wagen, weil irgendein Hinterwäldler beleidigt sein könnte, sie am meisten verlieren und gar drohen in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden oder nicht lieber "Weitdenker"?....
    • Chrigi-B 04.06.2019 20:22
      Highlight Highlight "weil irgendein Hinterwäldler beleidigt sein könnte" wenn man vom Teufel spricht....
    • Weiterdenker 05.06.2019 08:29
      Highlight Highlight @Dominik Treier: Es geht ja nicht um das, was sie tatsächlich machen, sondern wie sie sich verhalten. Auch die SPD drückt sich sehr oft sehr arrogant aus und verhält sich, als wären sie jemandem moralisch überlegen. Welchem Bild ihre Politik entspricht, ist ja egal, von dem habe ich nie gesprochen.
  • P. Silie 04.06.2019 11:58
    Highlight Highlight Der Untergang könnte natürlich auch damit zusammen hängen als dass sich die Linke für alle möglichen Minderheiten stark macht und für diese politisiert, statt für die arbeitende Stammwählerschaft?
    • DerMeiner 04.06.2019 13:43
      Highlight Highlight Der arbeitende Stammwähler ist politisch (da aktiv) und arbeitstechnisch (da arbeitend) nunmal wichtiger. Wenn du hauptsächlich Politik für Minderheiten betreibst, kommt sich die Mehrheit vielleicht etwas verarscht vor. Immerhin haben die die gewählt, die nicht für sie politisieren. 🤷🏼‍♂️
    • P. Silie 04.06.2019 18:10
      Highlight Highlight @ DerMeiner: Meiner einer meinte dasselbe.. Das Problem würde sich erst dann auflösen, wenn den Minderheiten (zumindest den Neuzugezogenen) die Staatsbürgerschaft und somit das Wahlrecht erteilt wird. Man kreiert sozusagen seine zukünftige Wählerschaft.
  • Chrigu BE 04.06.2019 11:56
    Highlight Highlight Vielen Dank für den in meinen Augen gut recherchierten und sehr übersichtlich zusammenfassenden Artikel! Da steckt viel Arbeit drin, finde solche Artikel aber auch immer die interessantesten. Merci!
  • rudolf_k 04.06.2019 11:49
    Highlight Highlight Die Linke muss einfach wieder lernen, Politik für ihre eigentliche Stammklientel, d.h. Leute mit kleinem Porte-Monnaie zu machen. Weg vom neoliberalen Kurs von Clinton, Blair und Schröder. Umverteilung, dort wo es Sinn macht. Was diese Klientel jedoch sicher nicht will ist die massenhafte Zuwanderung von kulturfremden Menschen welche um dieselben günstigen Wohnungen und einfachen Jobs konkurrenziert.
  • speedy_86 04.06.2019 11:21
    Highlight Highlight Ich finde es interessant, dass in der Schweiz die Sozialdemokraten scheinbar an Land gewonnen haben.
    • Merlin.s17 04.06.2019 11:36
      Highlight Highlight In der Schweiz macht die SP auch gute Politik! Oder einfach bessere Politik als die meisten anderen.

      Liebe Blitzer, blitzen ist okey, aber lasst mich doch wissen warum ihr dem nicht zustimmen könnt.
    • Livia Peperoncini 04.06.2019 12:29
      Highlight Highlight Die SP ist eine Looserpartei die meistens am Volk vorbei politisiert, und die SP Wähler werden nur noch von Akademiker/innen und ewigen Studenten/innen vertreten.... Arbeiterpartei war mal. Dieser Artikel ist von 2015 aber seither hat sich ja nicht viel verändert.

      https://www.watson.ch/schweiz/wissen/445935407-diese-partei-hat-seit-1999-die-meisten-abstimmungen-gewonnen http://v
    • Peter Mü 04.06.2019 12:54
      Highlight Highlight @Merlin Verbote kommen immer von der SP. Wir fragen uns bald wann kommt das öffentliche "Furz" Verbot. Man kann nicht mit Verboten die geistige Freiheit unterdrücken. siehe 3. Reich
    Weitere Antworten anzeigen
  • Resche G 04.06.2019 11:19
    Highlight Highlight Europas Linke ? Die Sozial Demokraten sind nicht die einzigen mit einer linken Politik ! z.B. betreiben die Grünen in vielen Länder genau so linke und soziale Politik.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 04.06.2019 10:51
    Highlight Highlight Den Niedergang der Sozialdemokratischen Partein erkläre ich mir zum einen dadurch, das viele ihrer Ziele verwirklicht wurden und Staatsraison geworden sind und das generell eine Zersplitterung in verschiedene Parteien zu beobachten ist, da müssen grosse Parteien halt abgeben.
    Und dann wird es auch immer nationale Gründe geben, weshalb man sich für oder gegen die Sozialdemokraten entscheiden soll.
    Hier scheien viele Menschen sich gegen diese zu entscheiden.
  • WID 04.06.2019 10:51
    Highlight Highlight Es ist ganz einfach: offenbar schaffen es die Sozialdemokratern nicht mehr, Themen welche den Leuten unter den Nägeln brennen anzusprechen, geschweige denn zu lösen.
    • Ritiker K. 04.06.2019 12:03
      Highlight Highlight Die Themen die die Leute unter den Nägeln brennen sind: Arbeit (Lohn) Wohnen, Gesundheit, Bildung, Rente.

      Die Xenophoben Oberklasse-Parteien Europas schaffen es, aus all diesen Themen ein 'Ausländerproblem' zu machen und da Angst eine tiefe und starke Emotion ist und einfache Lösungen attraktiver sind als komplexe, wählen viele die Rechtspopulisten. Diese unterstützen dann die Grossverdiener-Parteien genau in den Themen, die bewegen, Verschlechterungen durchzubringen, was wiederum den 'Futterneid', Existenzängste und die Xenophobie verstärkt.

      'Migration' wird zur Grössten Sorge.

      Pervers.
    • WID 04.06.2019 12:56
      Highlight Highlight @Ritiker K: Ja, das stimmt, gut zu beobachten bei unserer Sünnelipartei. Dennoch erstaunt es, dass die Zusammenhänge von Arbeit, Lohn, Wohnen und Migratiuon von der Sozialdemokration so unkritisch, ja fast blauäugig, betrachtet werden. Das macht die Leute zu Recht stutzig.
    • Abi Melech 04.06.2019 20:32
      Highlight Highlight Angstpolitik ist auf beiden Seiten das Gleiche, bei den Rechten ist es der Pöse Flüchtling und bei den Linken ist es der Pöse Klimawandel. In beiden Fällen wird Hysterisch diskutiert und der Untergang unser hübschen Welt vorrausgesagt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 04.06.2019 10:47
    Highlight Highlight Finde ich gut, das Watons dieses Thema aufgreift.
    Bei den Europawahlen wurde dieser Aspekt in meinen Augen überhaupt nicht gewürdigt, alles hat auf die Sieg der Rechten und der Grünnen sowie der Liberalen geschaut.
    In meinen Augen ein grosser Fehler, diese Gruppen sind einigermassen Homogen und haben vor allem auch wegen den deutschen Grünen und Macroschen "liberalen" gewonne.
    Sozialdemokraten und Sozialisten haben jedoch 48 Sitze (34 und 14) Sitze verloren in ganz Europa. Dieser Umstand sollte in meinen Augen mehr beachtet werden bei der Analyse der Wahlen.
  • The Count 04.06.2019 10:36
    Highlight Highlight Sehr gute Analysen, der Beitrag gefällt mir ausserordentlich gut. Danke!

    Meine Meinung
    Das dänische Zukunftsmodell ist sehr interessant und wird m. E. Erfolg haben. Viele gemässigt Linke tendieren in der Migrationsfrage zu konservativen bzw restriktiveren Mitteln. Dänemark ist das Aushängeschild Europas.
    • Ritiker K. 04.06.2019 11:10
      Highlight Highlight Das Aushängeschild Europas ist wohl eher Schweden.
    • Capodituttiicapi 04.06.2019 11:30
      Highlight Highlight Tack så mycket. In Schweden herrscht Sozialstaat. Elternzeit, Arztbesuche für rund 20 Franken und ordentliche Löhne.
    • The Count 04.06.2019 12:17
      Highlight Highlight Und ein Drittel Einkommensteuer...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 04.06.2019 10:32
    Highlight Highlight Die Sozialdemokratie ist zu 100% umgesetzt und Staatsform geworden. Es braucht diese Parteien nicht mehr.
    • Ritiker K. 04.06.2019 10:56
      Highlight Highlight Bin ich mir nicht sicher, ob es die Parteien wirklich nicht mehr braucht.

      Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt in vielen Ländern in eine Richtung die eher nach Abbau des Sozialstaates, Beschneidung der Persönlichkeitsrechte, Verwässerung des Arbeitnehmerschutz, Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit und einer immer heterogeneren Verteilung des Wohlstandes aussieht.
    • Hierundjetzt 04.06.2019 11:17
      Highlight Highlight Toerpe: Und darum werden wir seit 1848 durchgehend bürgerlich regiert? 🤔
    • Platon 04.06.2019 11:38
      Highlight Highlight @Toerpe
      😂😂😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • maylander 04.06.2019 10:26
    Highlight Highlight Das Problem ist die zu starke politische Korrektheit.

    Früher war es die Linke, die religionskritisch bis religionsfeindlich war.

    Heutzutage glaubt man das man gegenüber den Religionen insbesondere dem Islam beide Augen zudrücken darf.

    Man muss endlich eine Linie finden um Migranten zu unterstützen und gleichzeitig klar zu sagen:
    Rückständige, Frauenfeindliche, homophobe und rassistische Religionen, Gebräuche und Kulturen haben in der heutigen Gesellschaft nichts verloren.
    • WID 04.06.2019 11:20
      Highlight Highlight @maylander: ja, aber das wäre dann aber intollerant. Ich rätsle bis heute, warum die Kritik an Rückständigen, Frauenfeindlichen, homophoben und rassistischen Religionen, Gebräuche und Kulturen als intollerant gilt.
    • SomeoneElse 04.06.2019 13:20
      Highlight Highlight "Rückständige, Frauenfeindliche, homophobe und rassistische Religionen, Gebräuche und Kulturen haben in der heutigen Gesellschaft nichts verloren."

      Richtig. Aber es ist eben nicht damit gemacht einseitig (und dadurch rassistisch motiviert) gegen eine Religion Stimmung zu machen. Gegen genau diese "Rückständige, Frauenfeindliche, homophobe und rassistische <Parteien>, Gebräuche und Kulturen" wehren sich die Linken. Denn diese Art Menschen gibt es in allen Gesellschaften und Religionen und müssen überall bekämpft werden.
    • rodolofo 04.06.2019 13:21
      Highlight Highlight Nein, darum geht es überhaupt nicht!
      Viele "Linke" haben nach langen und zermürbenden "Kulturkämpfen" einfach eingesehen, dass sie erwachsene Menschen nicht mittels Zwang umerziehen können!
      Auch ich akzeptiere traditionelle Religiosität, wenn sie mich nicht allzusehr belästigt und an MEINEM Leben hindert und hoffe auf die nächsten Generationen, mit den "Secondos" und "Terzos".
      Wenn wir mit ihren Eltern einigermassen klarkommen, haben es auch sie später leichter.
      Glaubst Du etwa, dass der "Chinesische Weg" im Umgang mit den Uiguren Zukunft hat?
      Das gibt dort mal einen gewaltigen "Chlapf"!
    Weitere Antworten anzeigen
  • einmalquer 04.06.2019 10:23
    Highlight Highlight Wer in eine SP eintritt obwohl er/sie keine Ahnung hat, was das sein soll,

    wird in D oder A oder GB oder so in in die Führungsspitze gewählt

    und in der CH treten sie in die GLP über.


    Die Blair/Schröder "SP"ler haben zerstört und nix aufgebaut. Darunter leiden die Parteien.

    Und - vor allem - die Menschen.
    • Dominik Treier (1) 04.06.2019 13:58
      Highlight Highlight Cüpli-Sozialisten
  • Switch_on 04.06.2019 10:17
    Highlight Highlight Auch wenn sich die Sozialdemokraten in den unterschiedlichen Ländern natürlich unterscheiden.

    Man kann halt schon sagen, dass viele dieser Parteien linker Politik abgeschworen haben und somit zu möchtegern Linken und Cüpli-Sozis wurden.
  • stadtzuercher 04.06.2019 10:13
    Highlight Highlight Interessant wäre nun eine Untersuchung, ob und wie der Niedergang der Genossen zusammenhängt mit dem Wechsel von sozialdemokratischer Politik zu postmoderner Identitätspolitik. Vielleicht brauchen wir noch ein paar Jahre, bis der Befund erhärtet werden kann, dass mit identitärer linker Politk (identity politics) keine grosse linke Partei erhalten werden kann.
  • Mafi 04.06.2019 10:12
    Highlight Highlight "Sozialdemokraten" - "Europas Linke"

    Ah, die sind ja so link, die deutschen Sozialdemokraten. Grossartig.

    Die deutschen Sozialdemokraten sind mittlerweile etwa so link wie die Schweizer CVP/GLP.
    • Dominik Treier (1) 04.06.2019 13:30
      Highlight Highlight Der angebliche 3.Weg, Gas-Schröder und die Cüpli-Sozialisten, die bei uns zum Glück langsam zur Opportunistenpartei GLP abhauen, lassen grüssen...
  • Markus97 04.06.2019 10:07
    Highlight Highlight Ich denke die Sozialdemokraten fokusieren einfach die falschen Themen. Statt um Arbeitnehmerrechte, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit geht es nur noch um politische Korektness, Gender-Sachen etc. Dazu kommt das die Sozialdemokraten in meinen Augen oft übers Ziel hinausschiessen und wenig konkret werden, wenn es um Dinge wie Finanzierung geht. Durch diese oft übertriebenen, undurchdachten Vorschläge macht man sich selber zur Oppositionspartei. Da man das echte Regieren den gemässigteren Parteien überlässt.
    • Ritiker K. 04.06.2019 11:07
      Highlight Highlight Ich würde empfehlen, statt sich nur auf 20Min und in der Stammbeiz über die SP zu informieren, mal zu schauen was die so politisch machen. Hier ein paar Beispiele von Kampagnen bei denen die SP mit dabei ist (von der Website)

      Gletscher-Initiative
      Prämien-Entlastungs-Initiative
      Initiative "Für ein von den Krankenkassen unabhängiges Parlament»
      Initiative: Krankenversicherung. Für die Organisationsfreiheit der Kantone
      99%-Initiative


      Wie eine Partei, welche in beiden Parlamenten und der Exekutive in der Minderheit ist, sich um das 'echte Regieren' kümmern sollt, bedarf einer Erklärung
    • felixJongleur 04.06.2019 11:57
      Highlight Highlight Ritiker,ich wiederum würde empfehlen, dass die SP daran arbeitet, eben genau ihr "20min-Profil" zu schärfen resp. dort zu korrigieren anstatt darüber und den Stammtisch herzuziehen, Sympathien und neue Stimmen bringt diese leicht abgehobene Haltung mal sicher nicht, im Gegenteil.
    • Ritiker K. 04.06.2019 12:17
      Highlight Highlight Tja Felix. Nur weil es Parteien und Politiker gibt, welche so tun wie wenn es für Alles eine einfache Antwort gibt, heisst das noch lange nicht, das dem auch so ist.

      Die meisten Probleme sind komplex (darum sind es Probleme) und Massnahmen sind kompliziert, vielschichtig und interdependent.

      20min Lösungen gibt es nicht - ausser bei Problemen die keine wirklichen sind.
      (Oder die man selbst verursacht hat = Die Donald Trump Methode)

      Einigen mag dies 'leicht abgehoben' erscheinen, ich bin jedoch eher ein Befürworter von Ehrlichkeit. "Es ist und wird nicht einfach" ist nun mal die Realität.
    Weitere Antworten anzeigen
  • inmi 04.06.2019 09:56
    Highlight Highlight Die Sozialdemokraten haben auch alles verraten, wofür für sie gestanden sind.

    Früher waren sie eine Arbeiterpartei, sie vertraten ihre Interessen und es gibt viele Arbeiter. Das funktionierte und war legitim.

    Heute sind sie eine Oberschichts-, Lehrer-, Beamtenpartei, die sich für allerlei Minderheiten einsetzt. Stets auf der Suche nach einer neuen Kleinstgruppe, die benachteiligt sein könnte. Die Arbeiter werden nicht nur nicht mehr vertreten, sondern von der Partei regelmässig beleidigt und mit neuen Abgaben und Regeln schikaniert. Migranten (wenn eingebürgert) sind oft konservativ.
    • Shabaqa 04.06.2019 12:19
      Highlight Highlight Hätte sich die SP in der Schweiz in der Vergangenheit nicht vermehrt für Lehrer, Beamte etc. und MInderheiten geöffnet, wäre sie wahrscheinlich längst untergegangen. Das Arbeitermilieu ist in der Hochkonjunktur zerbröselt. Die Arbeiter wurden immer wohlhabender und haben sich kaum mehr von Angestellten unterschieden. Aber auch vor dem 2. WK ist es SP und Gewerkschaften nie gelungen, alle Arbeiter für sich einzunehmen. Es gab darunter immer Parteigänger der Katholisch-Konservativen, der FDP oder von Rechtsparteien.
  • aerdbeerimoeuch 04.06.2019 09:54
    Highlight Highlight seit monaten schreiben sich deutsche medien die finger wund über das spd-nachwuchstalent kevin kühnert. und watson sagt einfach mal neue köpfe seien nicht in sicht. nun gut... diese analyse ist definitiv mehr als dürftig.
    • inmi 04.06.2019 10:16
      Highlight Highlight An Kevin Kühnert ist nichts neu. Er ist ein Hartlinker, der BMW verstaatlichen will. Zurück zu DDR und Trabi. Er ist vielleicht jung, aber seine Ideen und Gedanken sind verstaubt und alt.
    • Brett-vorm-Kopf 04.06.2019 10:22
      Highlight Highlight "Kevin" 🤣
  • Tobias W. 04.06.2019 09:42
    Highlight Highlight Ich habe den vielen Text bei den einzelnen Ländern nicht gelesen, nur den ersten Teil. Einfach der Ehrlichkeit halber, bevor ich hier meinen Senf dazu gebe. :-)

    Ich bin der Meinung, dass diese Zusammenstellung ziemlich sinnlos ist, weil die Parteien total unterschiedlich sind. Sie sind genauso unterschiedlich, wie die Länder selbst. Die SPD ist im Vergleich mit der linken SP Schweiz nämlich fast schon bürgerlich, während die Sozialdemokraten einiger anderer Länder wiederum unsere SP links überholen.
    • Christoph Bernet 04.06.2019 10:34
      Highlight Highlight Und genau wegen diesdn Unterschieden haben wir die Übersicht um eine erläuternde Kurzanalyse zu den einzelnen Ländern erlaubt. ;-)
    • Chrigu BE 04.06.2019 11:57
      Highlight Highlight Dann sollten Sie sich genau DIESE Mühe machen und die Texte lesen. Was Sie bemängeln und beschreiben, steht genau DA drin.
    • Tobias W. 04.06.2019 16:26
      Highlight Highlight @Chrigu und Christopher: es ist für mich unwesentlich, da ich mich nicht wegen dem Name mit einer Partei identifiziere, sondern wegen dem, wofür sie steht und sich einsetzt.

      Es ist mir wirklich egal, wie es einer Partei geht, die sich zwar ähnlich nennt wie unsere SP, sich jedoch inhaltlich total unterscheidet. Ich wähle grösstenteils SP in der Schweiz, aber in Deutschland wäre ich kein SPD-Wähler.

      Also bin ich auch der Meinung, dass die Verluste (bzw. die Erfahrungen) der SPD kaum für Prognosen in der Schweiz verwendet werden können. Auch die genannten Länder sind total unterschiedlich
  • Tpol 04.06.2019 09:42
    Highlight Highlight Spannender Artikel, danke viel mal!

    gerne auch mit anderen Parteien.
  • FranzXaver 04.06.2019 09:39
    Highlight Highlight Es zeigt klar, dass jene sozialdemokratischen Parteien Erfolg haben, die einen linken Kurs fahren ( UK, Portugal und Spanien). Jene Parteien die ihre Werte zugunsten einer neoliberalen Politik geopfert haben Probleme (Deutschland, Frankreich, Niederlande). Die Sozialdemokratie kann langfristig nur Erfolg haben wenn sie eine konsequente linke Politik betreibt.
    • PC Principal 04.06.2019 09:59
      Highlight Highlight In Frankreich ist die PS mit einem sehr linken Kurs untergegangen während der gemässigte Macron die Sozialdemokratische Partei verlassen hat und triumphiert hat.
    • Toerpe Zwerg 04.06.2019 10:41
      Highlight Highlight Man kann ja allerlei neoliberal schimpfen, aber wenn alles rechts des Marxismus als neoliberal gilt, bleibt einem nichts Anderes übrig als Neoliberalismus.
    • mille_plateaux 04.06.2019 10:51
      Highlight Highlight Naja, Frankreich ist in vieler Hinsicht ein Sonderfall. Der Absturz des PS ist wohl weniger aufs Programm zurückzuführen, sondern (verkürzt) auf personelle Inkompetenz aller Stufen, Korruptionsfälle und öffentliche Selbstzerfleischung. 🙃 Vielleicht sollten sie auch mal den Namen wechseln; hat dort ja Mode.
    Weitere Antworten anzeigen
  • P. Silie 04.06.2019 09:39
    Highlight Highlight Quote: "In ihren grossen Zeiten unter Willy Brandt zu Beginn der 1970er Jahre kam die älteste bestehende Partei Deutschlands auf einen Wähleranteil von mehr als 45 Prozent."

    Die SPD bzw. Brandt und Schmidt wären für mich heute absolut wählbar.. jedoch gelten deren Linke Standpunkte von 1970 heute unverständlicherweise als braune AFD Politik.
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  • Hierundjetzt 04.06.2019 09:33
    Highlight Highlight Wenn wir ehrlich sind, ist es in der Schweiz egal ob eine Partei 10, 20 oder 30% Wähleranteil hat. Zur Regierungsbildung reichts sowieso und wenn mir eine Abstimmung im NR nicht passt mache ich eine Volksinitative.

    So gesehen: unglaublich langweilig.

    Aber: ein extrem stabiles System. Und am Ende des Tages gehts exakt um das.

    (Seit den ca. 1950 besteht unsere Regierung durchgehend aus der gleichen Koalition)
    • Nerthu 04.06.2019 10:28
      Highlight Highlight Unser System funktioniert leider nur solage alle an einem Strick ziehen und zusammenarbeiten. Zur Zeit haben wir jedoch eine andere Entwicklung. Fast jede Partei positioniert sich immer extremer und ist zu keinem kompromiss bereit. Dies fürt zu einer Blockade des Systems.
    • mille_plateaux 04.06.2019 11:05
      Highlight Highlight Die Positionierungen mögen extremer werden (wobei das m.M.n. stark vom Themenfeld abhängt), die Arbeit in Räten und Kommissionen ist es nicht. Von einer Blockade kann keine Rede sein. Die "Grosse Koalition", an der sich die Schweiz seit gefühlt immer abmüht, ist aber grundsätzlich unflexibel, das stimmt. Nicht zuletzt auch dank des föderalen Systems. Die gewonnene Stabilität kommt derweil in erster Linie der Wirtschaft zugute - was auch die Prioritäten der WählerInnen widerspiegelt, ob verständlich oder nicht (aktuelle Stichworte: Steuerlast, Krankenkassensystem, Vaterschaftsurlaub).

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