Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Alle streiten über das «Asylchaos» – aber die SP setzt im Wahlkampf auf Rentenreform



SP Parteipraesident Christian Levrat und SP Generalsekretaerin Flavia Wasserfallen, von links, praesentieren die SP-Wahlplattform 2015 am Dienstag, 18. August 2015, in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

SP-Präsident Christian Levrat und Flavia Wasserfallen vor den Medien. Bild: KEYSTONE

Die SP sieht die Wahlen vom 18. Oktober als Wahl zwischen zwei Visionen der Schweiz: einer Schweiz der Angst und Abschottung und einer Schweiz des Selbstvertrauens und der Öffnung.

Die erste Vision – die nicht die Vision der Sozialdemokraten ist – beinhalte die Kündigung der Menschenrechtskonvention, die Abschaffung des Asylrechts und den Verzicht auf die bilateralen Verträge, sagte SP-Präsident Christian Levrat am Dienstag vor den Medien in Bern.

Umfrage

Wird die SP mit dem Thema Rentenreform punkten?

  • Abstimmen

372

  • Nein, das interessiert zu wenig.40%
  • Ja, im Gegensatz zum «Asylchaos» ist das ein echtes Problem.48%
  • Weiss nicht, bin kein Hellseher11%

Nicht nur darum gehe es aber bei den Wahlen vom Herbst. Entscheidend sei der Ausgang auch für die Energiewende, die Zukunft der AHV und die Zusammensetzung des Bundesrates. In diesen Fragen dürfte es im Parlament knapp werden. Levrat geht davon aus, dass es am Ende auf etwa sieben Sitze ankommt.

Video: keystone

Erhöhung der Renten statt des Rentenalters

Fielen diese in die Hände der Rechten, seien die Energiewende, die Renten und die Wiederwahl von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf gefährdet. Bei der Reform der Altersvorsorge wolle die Rechte unter Federführung des Gewerbeverbandes das Rentenalter auf 67 Jahre erhöhen, gab der SP-Präsident zu bedenken.

Für eine ausgewogene Reform mit einer Erhöhung der AHV-Rente müsse die SP nicht nur ihre eigenen Sitze verteidigen, sondern auch Verluste von CVP und Grünen wettmachen. Ziel der SP ist ein Wähleranteil von 20 Prozent. 2011 hatte sie 18,7 erzielt, das letzte Wahlbarometer prognostiziert ihr 19,3 Prozent.

Konkrete Probleme der Wählenden

Zu den Wahlkampfthemen der SP gehören neben der Rentenreform die Verdrängung älterer Arbeitnehmender und die Wohnungsnot. Die Partei zeigt sich überzeugt, dass diese Themen die Wählenden konkret betreffen und damit interessieren.

Die Themen Migration und Asyl, welche die SVP in den Vordergrund stellt, sind ihr zwar wichtig. Die SP habe aber entschieden, nicht auf jede Provokation der SVP zu reagieren, sagte SP-Co-Generalsekretärin Flavia Wasserfallen.

Christian Levrat zeigte sich überzeugt, dass derzeit eine «sehr laute Minderheit» zu vernehmen ist – und dass die schweigende Mehrheit deren Haltung nicht teilt. Die meisten Menschen seien zwar nicht bereit, Missbrauch zu tolerieren. Sie seien aber absolut bereit, echte Flüchtlinge aufzunehmen. Und solche kämen derzeit in die Schweiz. Das System funktioniere, es gebe keinen Grund für Hysterie. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

16
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

117
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

78
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

120
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

149
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

129
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

16
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

117
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

78
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

120
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

149
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

129
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

Themen
13
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kza 19.08.2015 02:11
    Highlight Highlight Nume richtig! Wenigstens eine Partei, die nicht in die allgemeine Hysterie und Fremdenfeindlichkeit mit einstimmt, sondern echte Probleme angeht.
  • Hayek1902 18.08.2015 23:00
    Highlight Highlight ist das rentensystem ein problem? ja. ist die sp "lösung" sinnvoll? nein. einfach die ahv schrittweise abschaffen, dann ist das problem in 30 jahren gelöst.
    • Kza 19.08.2015 02:12
      Highlight Highlight Mja. Und die Alten leben dann auf der Strasse oder wie stellst du dir das genau vor?
  • zombie1969 18.08.2015 22:31
    Highlight Highlight Was hat man denn erwartet? Ch. Levrat hat doch nur tapfer die SP-Parteilinien-Vorgabe zum Besten gegeben, die bei seinem Publikum auch bestens ankam. Bräsig, spiessig, kenntnisfrei, populistisch...
  • Chlinae_Tigaer 18.08.2015 17:27
    Highlight Highlight Erhöhung der Renten statt des Rentenalter.

    Das die SP damit bei den ewig träumenden Linken punktet sollte allen klar sein.

    Für solche die sich in der Realität aufhalten sind solche Aussagen reine Schaumschlägerei.

    Stimmenfängerei der Träumenden, mehr nicht.
  • Bijouxly 18.08.2015 14:04
    Highlight Highlight Die Renten erhöhen, das Rentenalter beibehalten, der Wohmungsraum vergünstigen, höhere Sozialleistungen, mehr Ferien... Wer, bitte wer!, soll das alles bezahlen? Einfach realitätsfremd. Da können sie die 'Superreichen' schröpfen wie sie wollen, irgendwann reicht es auch denen. Die Menschen werden nunmal heute älter, da ist eine Rentenreform schlicht angebracht. Und das Thema 'Asylpolitik' wird von der SP nicht nur nicht in den Mittelpunkt gestellt, sondern schlichtweg nicht thematisiert. Ihre Bundesrätin ist dafür zuständig: Da sollte doch wenigstens mal eine brauchbare Meinung dazu kommen! Aber nein, lieber verbrennt man sich daran nicht die Finger, irgendjemand könnte ja noch auf die Idee kommen, nach den Ausgaben und der Wirtschaftlichkeit zu fragen! Heimlifeisse die in Bern!
    • Amanaparts 18.08.2015 14:32
      Highlight Highlight 2014 hatten wir CHF 1.4 Mrd Ausgaben für das Asylwesen. Insgesamt hatte die Eidgenossenschaft Ausgaben im Wert von CHF 66 Mrd. Somit war der Anteil für die Asylanten 0.9% zu den gesamt Ausgaben. Also 0.9% ist für mich der Inbegriff von wir haben grössere Ausgaben und Probleme! Wieso soll man so ein unwichtiges Thema überhaupt so gross aufbauschen. Ach ja richtig, weil sie sonst nichts, aber auch NICHTS anderes zu bieten haben.
    • Bijouxly 18.08.2015 16:08
      Highlight Highlight @Amanaparts
      Ich halte es absolut nicht für das wichtigste Thema. Ich finde es aber schwach von der SP, die mit Sommaruga die Vorsitzende in diesem Departement stellen, dazu nie klare Stellung bezieht. Sie beziehen ja auch zu vielen anderen Themen, die nicht an oberster Stelle der Traktandenliste stehen, Stellung - warum nicht hier? Man kann es nicht einfach unter den Teppich kehren. Notabene sind in den 1.4 Mrd bestimmt noch nicht die Sozialleistungen eingerechnet, die die vorläufig anerkannten Flüchtlinge erhalten werden. Es geht darum, auch zu unangenehmen Themen Stellung zu beziehen: Nicht immer nur dort, wo man noch etwas vom Staat herausholen kann.
    • blabla.. 18.08.2015 16:44
      Highlight Highlight Die SP bezieht immer wieder klar Stellung. Auch am Ende dieses Artikels ist ihre Position lesbar. Das SEM hat viele Leute die hervorragende Arbeit machen und erkennen wen jemand kein Anrecht auf Asyl hat. Unser Asylsystem funktioniert! Die Gefahren für unseren Wohlstand und die Gesundheit liegen beim Abau der Sozialversicherungen und der Umweltverschmutzung. Da setzt die SP an und das ist richtig. Wen wir das Geld da abholen wo es sich seit 30 Jahren ansammelt ist das locker finanzierbar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 18.08.2015 13:22
    Highlight Highlight Das traurige an dieser Strategie ist nur, dass die Rechten weiter zulegen werden, wie in den vergangenen Jahren in ganz Europa.
  • Sillum 18.08.2015 12:51
    Highlight Highlight Nicht auf die Provokation zu reagieren, heisst nichts anderes als mit allem Mitteln zu vermeiden, vom bisher falschen Kurs abzukommen und damit auch zugeben zu müssen bisher losgelöst von der Mehrheit der Stimmbürger politisiert zu haben. Die SP geht in den Fussstapfen der CVP.
  • Heledar 18.08.2015 12:48
    Highlight Highlight Finde ich sehr gut. Wieso sollte eine Partei das Thema vorgeben? Und Rentenalter und Energiewende finde ich wichtiger als das "Asylchaos"

SRG-Wahlbarometer: Grüne liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen mit CVP – FDP und SVP im Minus

Auch das letzte SRG-Wahlbarometer elf Tage vor den Nationalratswahlen bestätigt den Höhenflug von Grünen und GLP. Die Grünen liegen praktisch gleichauf mit der CVP. SVP und FDP liegen weiter hinter ihrem Wahlergebnis von 2015 zurück.

Wie bereits im letzten SRG-Wahlbarometer von Anfang September , legen die Grünen am kräftigsten zu. Gemäss der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage kommen sie weniger als zwei Wochen vor den eidgenössischen Wahlen auf einen Wähleranteil von 10.7 Prozent. Dies entspricht einem Plus von 3.6 Prozentpunkten im Vergleich zu den letzten Wahlen im Jahr 2015. Damit legen die Grünen im Vergleich zum Wahlbarometer von Anfang September nochmals 0.1 Prozentpunkte zu.

Sollte sich der Wert aus dem …

Artikel lesen
Link zum Artikel