«Der Schwedenfluch war im Hinterkopf» – das sagen die Nati-Stars nach dem Sieg
Obwohl der anfängliche Sturmlauf durch eine schwierige Phase mit einem Rückstand, dem Ausschluss von Dean Kukan und einer damit einhergehenden 5-Minuten-Unterzahl arg ausgebremst wurde, ziehen die Schweizer am Ende souverän in den WM-Halbfinal ein. Und das ausgerechnet gegen Angstgegner Schweden.
Bei den Schweizer Nati-Cracks ist deshalb nach der Partie nicht nur Freude und Zuversicht, sondern auch eine Portion Erleichterung zu vernehmen. Wie sehr die Horrorbilanz gegen den nun besiegten Gegner in den Köpfen war – darüber gehen die Meinungen aber auseinander. Hier sind die Stimmen aus dem Schweizer Lager.
Und hier geht es zum Spielbericht:
Und zur watson-Analyse:
Christian Marti
«Ich glaube, es wurde im Vorfeld wieder viel geschrieben von den Schweden. Dass wir sie jetzt schlagen konnten, ist cool. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass der Schwedenfluch nicht im Hinterkopf war. Dass sie auf Rang 4 waren, spiegelt ihr Talent nicht wider. Wir bekamen in der Vorbereitung von ihnen noch böse ‹auf die Schnitze›. Aber am Ende war es ein abgeklärter Sieg, wir wurden nicht zu defensiv. Es war eine abgeklärte Leistung gegen gute Schweden.»
«Wir wurden etwas zurückgebunden mit den Strafen und dem Gegentor. Aber wie wir reagieren konnten und unser Ding durchziehen konnten, war stark. Jetzt geht es weiter, wir geniessen, resetten, schauen Video und sind dann wieder bereit.»
Denis Malgin
«Ich meine, jeder Gegner ist gut an der WM. Wir haben uns vorgenommen, Spiel für Spiel zu nehmen, egal welcher Gegner da steht. Wir haben unser Spiel durchgezogen und gewonnen. Wir wissen, dass wir jede Mannschaft schlagen können. Das ist ausschlaggebend.»
«Norwegen ist eine sehr gute junge Mannschaft, die an dieser WM alle überrascht. Wir nehmen weiterhin Spiel für Spiel.»
Jan Cadieux
«Wir waren bereit, auch harte Momente einzustecken. Diese Mannschaft hat Charakter und ein unglaubliches Mindset. Wir sind bereit für diese Momente und haben das heute Abend gezeigt.»
«Es ist egal, gegen wen wir spielen. Schweden war nur für euch Journalisten eine Geschichte.»
«Es ist unglaublich, wenn man die Bilder der Fans sieht. Darum liebe ich Eishockey, weil wir diese Emotionen teilen und erleben können. Ich hoffe, dass das eine nächste Generation inspiriert. Der Plan bleibt gleich: Egal gegen wen wir spielen, wir passen unser Spiel nicht an.»
Calvin Thürkauf
Über die Schwierigkeiten nach der furiosen Anfangsphase:
Über Dean Kukans Matchstrafe und die Schweizer Reaktion:
Am Samstag kommt es nun um 15.20 Uhr zum Duell mit Überraschungsteam Norwegen. Dort gelten die Schweizer im Gegensatz zum Schweden-Spiel als klarer Favorit. (con/abu)
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