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Ohne Publikum, viel Abstand: Die fünfte Corona-Arena in Serie bleibt gewöhnungsbedürftig. srf

«Es braucht Kompensation»: Parmelin kündigt in Corona-«Arena» Hilfe für Pflegepersonal an

Das Coronavirus hat die Schweiz infiziert und bringt die Spitäler und viele Unternehmen ans Limit. Was dagegen tun? In der fünften Corona-«Arena» in Serie verspricht Bundesrat Guy Parmelin zusätzliche Unterstützung: Die Pflegefachleute sollen mehr als nur Applaus für den Sondereffort erhalten.



Nicht Politiker, sondern «Corona-Heldinnen und Helden» stehen diesmal im Scheinwerferlicht. Die jüngste Corna-«Arena» mutiert beinahe zu einer Art «SRF bi de Lüt». Ob Intensivpflegerin, Unternehmer oder Büetzer: Moderator Sandro Brotz schaltet in der Spezialsendung zu zahlreichen Betroffenen in der ganzen Schweiz.

Der prominenteste Gast, Wirtschaftsminister Guy Parmelin, sorgt für den grössten Aufreger. Denn der Bundesrat kündigt weitere Hilfen für das bereits jetzt durch unzählige Überstunden gebeutelte Pflegepersonal an.

«Es braucht sicher eine Kompensation für das Gesundheitspersonal.»

Guy Parmelin

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Video: streamable

Man müsse jetzt in den Spitälern flexibel sein. «Später braucht es sicher eine Kompensation. Da muss etwas kommen. Mehr als nur ein Dank», so Parmelin. Ob er damit konkret höhere Löhne oder einen Boni für die Mitarbeitenden in den Krankenhäusern meint, präzisierte der Romand allerdings nicht. Weiter sagt der Bundesrat, auch Lastwagenchauffeure, Kassiererinnen oder Logistiker sollten eine Entschädigung für ihren Sondereffort kriegen.

Zur Erinnerung: Der Bundesrat hat mit der Corona-Notverordnung das geltende Arbeitsrecht teilweise ausgehebelt. Für das Spitalpersonal oder Lastwagenfahrer gibt es fast keine Ruhezeiten mehr.

Vania Alleva, Präsidentin Gewerkschaft Unia, fürchtet, dass die Gesetzeslockerungen auch nach der Corona-Krise bleiben. «Das ist ein unnötiger Angriff auf das Arbeitsgesetz!», sagt sie. Das Pflegepersonal tue so oder so alles Menschenmögliche, um Leben zu retten.

Wie steht aber das Pflegepersonal selbst zu der Ausweitung der Arbeitszeiten? Per Skype wird Ursi Barandun-Schäfer aus dem Unispital Basel dazugeschaltet. «Zumindest mache ich mich jetzt nicht mehr strafbar, wenn ich länger arbeite», so die Intensivpflegerin. Derzeit habe man es in ihrer Abteilung aber noch nicht «mega streng».

«Das wird ein Marathon, bei dem im Ziel niemand jubelt.»

Ursi Barandun-Schäfer, Unispital Basel

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Ursi Barandun-Schäfer. Video: streamable

Das dürfte sich aber bald ändern. Die Corona-Welle rollt auf die Deutschschweizer Spitäler zu. Bundesrat Alain Berset sagte am Freitag, unser Land befinde sich noch in der ersten Hälfte des Corona-Marathons. Barandun-Schäfer nimmt das Sprachbild auf: «Das wird ein Marathon, bei dem im Ziel niemand jubelt.» Denn viele Corona-Patienten müsste nach einer (hoffentlich erfolgreichen) Behandlung wochen- oder gar monatelang in die Rehabilitation.

Im Tessin hingegen ist die Lage bereits jetzt dramatisch. Der aus seinem Büro zugeschaltete Tessiner Lega-Regierungsrat Norman Gobbi sagt: Er kenne viele Leute, die schwer am Coronavirus erkrankt seien. «Ich schreibe jeden Tag ein bis zwei Trauerkarten.»

«Ich schreibe jeden Tag mehrere Trauerkarten.»

Norman Gobbi, Regierungsrat TI

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Norman Gobbi. Video: streamja

Die im Kampf gegen das Coronavirus derzeit entscheidende Frage ist, ob in der Schweiz genug Pflegefachleute für die Betreuung der Corona-Patienten verfügbar sind. Ein Mangel ist jedoch absehbar.

Das Problem habe man sich selbst eingebrockt, sagt SP-Nationalrat Cédric Wermuth. Das Pflegepersonal schreie seit Jahren wegen des Notstands im Gesundheitswesen. Nicht von ungefähr stiegen viele Pflegende ab 30 schon wieder aus dem Job aus. «Das Pflegepersonal braucht nicht nur Applaus, sondern bessere Löhne und weniger Druck.»

SVP-Nationalrat Thomas Matter sieht hierbei ein Grundproblem in der strengen Ausbildung. Für ihn sei nicht klar, warum es im Pflegebereich so hohe Fachabschlüsse zur Berufsqualifikation brauche. «Warum gibt es keine Lehre für Krankenpfleger», wirft er in die Runde ein.

Die Frau von der Corona-Frontlinie hält nicht viel von diesem Vorschlag. «Ich zeige ihnen gerne, warum wir im Pflegebereich eine so gute Ausbildung benötigen», so Ursi Barandun und lädt Matter zu einem Besuch ins Unispital Basel ein.

Matter sagt weiter, er habe er in den letzten Tagen mit vielen Leuten aus dem Pflegebereich gesprochen. «Niemand hat mir gesagt, die Arbeitsbelastung sei eine Zumutung.» Vielmehr seien die «Heldinnen und Helden» stolz, ihren Beitrag im Kampf gegen die Corona-Krise leisten zu können.

Schweizweiter Baustellen-Lockdown?

Neben dem Pflegepersonal sind die Baustellen der Streitpunkt der Sendung. Unia-Präsidentin Alleva fordert, dass der Baustellen-Shutdown vom Tessin auf die ganze Schweiz ausgeweitet wird. Vielerorts würden die BAG-Abstandsregeln nicht eingehalten. «Die Situation ist dramatisch. Wir haben innert 15 Stunden fast 2000 Meldungen von Fehlverhalten auf Baustellen erhalten», so die Gewerkschafterin.

Vania Alleva: «Baustellen-Kontrolleure machen Homeoffice»

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Video: streamable

Ein Problem sei, dass die Kantone fast keine Kontrollen machten. «Die Kontrolleure arbeiten stattdessen im Homeoffice und gehen gar nicht erst auf die Baustellen.» Es brauche jetzt einen «technischen Stopp», um die Zustände auf den Baustellen zu überprüfen und falls nötig anzupassen. Erst danach solle die Arbeit wieder aufgenommen werden.

«Ein Baustellen-Lockdown ist ein absolutes Schreckensszenario.»

Monika Rühl, Economiesuisse

Monika Rühl, Direktorin des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse, findet dies ein «absolutes Schreckensszenario». Baustellen, die die Regeln einhielten, sollten unbedingt weiterlaufen. Wenn nicht, müsse man diese dichtmachen. Dieses Vorgehen trage Economiesuisse mit.

Zurück zum Stargast der Sendung, Bundesrat Guy Parmelin. Er gibt weiter einen Einblick in das Leben der Bundesrätinnen und Bundesräte, die seit Wochen praktisch Tag und Nacht arbeiten. «Jeden Tag tauchen immer neue Probleme auf. Wir spüren die grosse Verantwortung und wollen eine so breite Hilfe wie möglich leisten», so der Wirtschaftsminister.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Agschwind 28.03.2020 18:30
    Highlight Highlight Bin sehr gespannt, was sich Herr Parmelin für eine tolle Entschädigung überlegt. Fakt ist bis jetzt, dass die selbständigen Ärzte momentan nichts verdienen, aber auch nicht frei machen oder Überstunden abarbeiten dürfen, und sich auch nicht bei AHV wg. Verdienstausfall melden dürfen (weil sie ja noch arbeiten). Eine komische Vorstellung von einer Belohnung...
  • Heb dä Latz! 28.03.2020 14:11
    Highlight Highlight Ärzte und Pflegepersonal sollte sich den Matter merken, man hat dann halt keine Zeit für ihn und lässt ihn lange warten, anders lernt diese Fratze nichts dazu.
    • Hans de Ueli 28.03.2020 17:39
      Highlight Highlight Freu mich jetzt schon den Matter vor mir auf der Liege zu haben.
    • murmel1 28.03.2020 22:42
      Highlight Highlight ....und wenn er nicht von Ausländern gepfegt werden will könnte er sich bei und das Füüdeli selbst abwischen
  • nass 28.03.2020 12:22
    Highlight Highlight Ich ahne bereits wie diese Entschädigung aussieht für uns. 250.-/100% Stellen und ein Brief mit Dankesschwüren und dann weiter gehts.
    Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, aber ich habe keine grosse Hoffnung dass sich wirklich was ändern wird für uns.
    • hüttechäs 28.03.2020 15:07
      Highlight Highlight Ich weiss es ist nicht viel, ich möchte dir aber trotzdem danken. Für den Job den du machst, auch in Nicht-Corona-Zeiten.

      Danke!
    • nass 29.03.2020 12:57
      Highlight Highlight Danke dir hüttechäs! Weisst du, es geht mir nicht darum gross Kohle zu machen jetzt oder ewunderung zu erhaschen, es ist vielmehr so, dass wenn man jahrzentelang dabei ist, die Hoffnung dass sich wirklich was ändert einfach seeeeeeeeeeeeeeeeeehr klein ist.
      Segs wies well-mir mached sBeste drus!!
  • Kari Baldi #WirAlleSindCorona 28.03.2020 12:17
    Highlight Highlight Ich finde man sollte die Lehre zum "Bankkaufmann" - Herr Matter lässt grüssen - aufwerten, indem man ein paar Semester "Sozialkompetenz" hinzufügt...
  • RatioRegat 28.03.2020 11:59
    Highlight Highlight Der Bundesrat muss seine Ablehnung der Pflegeinitiative zurückziehen.
  • Mügäli 28.03.2020 09:50
    Highlight Highlight Bei der Diskussion betr. Sparen im Gesundheitswesen dürfen wir nicht vergessen, dass wir noch vor kurzem dies von der Politik verlangt haben. Die KK- Prämienerhöhungen wurden als unzumutbar empfunden und man forderte die Kostenexplosion einzudämmen.

    Ich arbeite im Bereich Kostenkontrolle im Gesundheitswesen. Dort habe ich gesehen wie in der Pflege abgebaut wurde, in den Direktionsstellen aber ausgebaut, Peformensmanager usw..

    Die zukünftige Herausforderung wird sein, die Fokussierung wieder auf die Versorgungssicherheit zu lenken und nicht auf die Gewinnmaximierung ...


    • benn 28.03.2020 10:23
      Highlight Highlight Es gibt genügend geld im gesundheitssystem, über 80mrd sind mehr als genug, ich bin nicht bereit noch mehr geld ins sytem zu pumpen. Die schweiz hat das zweit teuerste system, liefert aber im europäischen verhältnis nur durchschnitt. Das viele geld müsste anders verteilt werden, ärzte, pharma, versicherungen weniger zu gunsten anderer! Paralellimporte von medis zulassen, eigenverantwortung fördern etc etc
    • Mügäli 28.03.2020 10:56
      Highlight Highlight @benn - das sind plakative Forderungen. Du darfst nicht vergessen, dass durch den stetigen Leistungsausbau, die verbesserten Behandlungsmöglichkeiten, die spezialisierte Infrastruktur usw. ein Anstieg der Kosten kaum zu verhindern ist ausser du willst auf heutigem Stand ‚verharren‘. Auch ist die Aussage, dass Ärzte weniger verdienen sollten für mich unbegründet ausser vielleicht die Spezialisierten. Ein Arzt verdient nicht mehr als ein Studierter in anderen Bereichen, zumal ein Arzt eine grosse Verantwortung trägt.

      Betr. Eigenverantwortung und Pharma stimme ich dir aber voll zu ...
    • micki 28.03.2020 11:14
      Highlight Highlight Stimmt nicht ganz. Im Euro Health Consumer Index von 2018 hat die Schweiz den besten Wert, knapp vor Holland ;-) Und die Bewertung könnte mit einer besseren Impfrate und weniger Kaiserschnitten noch viel besser sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kari Baldi #WirAlleSindCorona 28.03.2020 09:33
    Highlight Highlight Herr Matter attestiert dem Bundesrat gute Arbeit. Gute Arbeit "in den Sümpfen von Bern"?
    • Kari Baldi #WirAlleSindCorona 28.03.2020 12:15
      Highlight Highlight Wer nicht versteht, was "In den Sümpfen von Bern" bedeutet, der soll "In den Sümpfen von Bern UND Matter" mal googeln....
  • LURCH 28.03.2020 09:30
    Highlight Highlight Dass die Typen von der Sünneli-Sekte nicht einmal in so einer Situation ihre Ausländerhetze und Rassismus sein lassen können.
    Von wegen die Zuwanderer belasten unser Gesundheitssystem noch zusätzlich.
    Was es vor allem belastet, sind die geldgierigen Abzocker in den Teppichetagen die meinen, sie müssen überall die hohle Hand machen, um auch noch beim Grundbedarf der Menschen zu profitieren.
    Zum Glück war Vania Alleva noch da und hat ihm mal den Kopf gewaschen.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 28.03.2020 13:38
      Highlight Highlight Mein werter Lurch, hast du effektiv erwartet dass die mal effektiv diskutieren würden, ohne zu hetzen?
      Es gäbe wohl noch ein paar normale bei denen, die sind Blocher und seinen Speichelleckern aber leider ein Dorn im Auge, da sie sich nicht Blochers diktatorischen Ambitionen unterordnen.
    • LURCH 29.03.2020 13:48
      Highlight Highlight Hey Escoria, bei der empathieresistenten Sekte ist dies kaum zu erwarten, doch ich lebe nach dem Motto "Die Hoffnung stirbt zuletzt".
      Dass der Bankster bei gefühlt der hälfte Medizinischem- und Pflegepersonal ohne Schweizer Pass nun auch noch behauptet, dass vor allem die Zuwanderer unser Gesundheitssystem belasten, ist der pure Hohn.
      Naja, war ja auch nicht anders zu erwarten.

      Wie war eigentlich dein "Roller Ride" gestern?
      Schon einige beratungsresistente Sünneli-Anbeter als Zombies auf der Strasse gesichtet?
      Da du ja spanisch sprichst, hier noch ein kleiner Clip der passen könnte.
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      Benutzer Bild
  • Antichrist 28.03.2020 08:48
    Highlight Highlight Im Moment arbeitet die ganze Bankbranche über Wochenende und 24/7, damit sie die Gelder auszahlen können für all die Firmen und Privaten, die nicht mal einen Monat von ihren Reserven leben können. Kriegen die auch einen Bonus und Applaus. Geld scheint ja nicht mehr systemrelevant zu sein.
    • micki 28.03.2020 11:08
      Highlight Highlight Wir im Krankenhaus arbeiten immer 24/7. Und bald werden 24h pro Tag nicht mehr reichen.
    • bokl 28.03.2020 12:03
      Highlight Highlight Die ganze Bankbranche? Nein, "nur" die Kundenberater. Direktor Matter und die restliche Teppichetage sowie Investment-Banker und Co. hingegen nicht.
  • regen 28.03.2020 08:36
    Highlight Highlight das votum von herrn matter gibt uns schon mal einen kleinen vorgeschmack, in welche richtung die politische diskussion und aufarbeitung der pandemie day after vom svp gruselkabinett und seinen bürgerlichen zudienern laufen wird. einfach nur widerlich.....
  • Hzim 28.03.2020 08:19
    Highlight Highlight Wie wärs wenn sämtliche Löhne über CHF 1 mio eingezogen würden und für die nächsten 2 Jahre an das Pflegepersonal umgeleitet würde? Denn wer nützt der Bevölkerung mehr eine Pflegefachperson oder irgend ein CEO! Die Leute als Helden und Heldinnen zu bezeichenen ist äusserst billig!!
    • Charlie84 28.03.2020 09:59
      Highlight Highlight OMG jeder Satz ist einfach 🤦‍♂️! Und noch so viele Herzli jöö. Ihr lebt in einem anderen Planetensystem. Diskussion zwecklos. Führt zu nichts.
    • nur Ich 28.03.2020 12:08
      Highlight Highlight Das ist jetzt mal ein profunder Kommentar, Charlie84. Und so eine stringente Argumentation!
      /Ironie off 🤦‍♀️
  • Em Den 28.03.2020 08:08
    Highlight Highlight Genau der richtige Ansatz. Die Schweiz (und alle anderen Länder) klatschen und sagen Danke - that's it!

    Die Kosten im Gesundheitswesen steigen jedes Jahr, obwohl es beim Pflegepersonal gespart wird. Unsere Volkspartei schiebt die Schuld an die Leute die Leute mit laufender Nase, die zum Arzt gehen und die Persobalkosten und somit ist alles gedeckt.

    Ich hoffe, der liebe Herr wird die Engpässe auf eigenen Leib erfahren. Es mag gemein sein, aber solche Leute lernen nur so.
  • Devilduck 28.03.2020 08:05
    Highlight Highlight Unsere Krankenkasse Prämien schiessen seit Jahren ungebremst in die Höhe.

    Aber nicht, weil etwa das Pflegepersonal fair entlöhnt würde, sondern weil unser von der Pharmalobby durchsetztes Parlament nicht in der Lage zu sein scheint, eben dort Druck zu machen. Stichwort überhöhte Medikamentenpreise in der CH.

    Und der Milliardärs Matter schwadroniert, dass es in einer Branche, in der jedes Jahr gut und teuer ausgebildete Menschen aufgrund der miesen Arbeitsbedingungen die Branche wechseln! Die SVP mal wieder, würg!
  • micki 28.03.2020 08:04
    Highlight Highlight Herr Matter war richtiggehend fehl am Platz. Vorgeführt durch Frau Alleva und Frau Barandun. Viele Migranten arbeiten im Pflegebereich ohne diese geht es überhaupt nicht. Wirklich nur ignorantes haltloses Geschwätz von diesen Mann.
  • Texup 28.03.2020 08:00
    Highlight Highlight Gemäss Frau Alleva ist es absolut vertretbar, dass der Gesundheitsschutz für Angestellte von Kitas, Beispiel dieser Aussage war das social distancing, nicht eingehalten werden können.
    Gleiches beschreibt sie aber für Handwerker und Bauarbeiter als absolite Katastrophe.
    Ja was denn nun. Da wird scheinbar auch bei der Unia der Gesundheitsschutz nicht für alle gleich hoch bewertet.
    • ands 28.03.2020 09:57
      Highlight Highlight Kontakt zu Kindern ist weniger problematisch als Kontakt zu Erwachsenen. Ausserdem kann man in einer Kita regelmässig die Hände waschen.
      Alles halb so wild, wenn man es nüchtern betrachtet, oder?
    • Texup 28.03.2020 10:47
      Highlight Highlight Nun. Die Kinder welche zurzeit in Kitas sind, zumindest aus meinem Umfeld, haben Elternteile welche mehrheitlich im Gesundheitswesen arbeiten. Also absolut nicht unproblematisch.
      Es geht mir auch nicht um die Unwichtigkeit oder Wichtigkeit der Institution, sonder wie der Schutz der Angestellten bewertet wird.
    • bokl 28.03.2020 12:05
      Highlight Highlight Die Kinderbetreuung kannst du nicht einen Monat später nachholen. Bauarbeiten hingegen schon.
  • meliert 28.03.2020 07:45
    Highlight Highlight Was mich sehr stört, Banker von UBS verkriechen sich Zuhause, kassieren weiterhin 100tausende und Millionen, das Pflegepersonal in Spitälern arbeitet am Limit und unter grossen Gefahren für ein Trinkgeld.
    • Chrigi-B 28.03.2020 08:56
      Highlight Highlight Meine Güte, 99% der Banker verdienen übrigens keine 150'000 pro Jahr - nur so zur Info.
    • meliert 28.03.2020 12:47
      Highlight Highlight Chrigi-B: 100'000 sind keine 150'000 ,bitte genau lesen!
    • peterli90 28.03.2020 17:00
      Highlight Highlight Meliert: stimmt nicht ganz, 100tausende sind mehr als 150'000, bitte genau lesen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cas 28.03.2020 07:32
    Highlight Highlight Matter soll die Pflege nicht nur besuchen. Er soll gleich paar Monate dort arbeiten und deren Lohn beziehen.
    Womöglich überdenkt der Banker dann seine Geringschätzung...
    • Kruk 28.03.2020 08:13
      Highlight Highlight Auf gar keinen Fall!
      "Er soll gleich paar Monate dort arbeiten" die Menschen werden samt Infusionschlauch aus dem Spital fliehen.
      Das Spital wird danach einen dermassen schlechten Ruf haben, dass sie es schliessen können.

  • barbablabla 28.03.2020 07:28
    Highlight Highlight Nationalrat Matter hat mit seiner Aussage den Wert des Pflegepersonals mit Füssen getreten.
    S.V.P. mir wird wieder einmal mehr übel, dank der Volkspartei.
  • Dummbatz Immerklug 28.03.2020 07:11
    Highlight Highlight Was hat ein Banker wie Matter zum Thema Pflegeberufe für eine Legitimation? Keine Ahnung hat er... Und zum Thema höhere Löhne muss er schweigen.
  • rodolofo 28.03.2020 07:10
    Highlight Highlight All die Jahre hat man eisern gespart.
    Die Sozialwerke ausbauen war für Bürgerliche ein Tabu!
    Alljährlich präsentierte Ueli Maurer listig grinsend einen Bilanzüberschuss, der laut linkem Verdacht durch systematisch übervorsichtige Budgetierung zustande kam und der zum Schuldenabbau verwendet wurde.
    Ähnlich knausrig hielt die Wirtschaftslokomotive der Europäischen Union, Deutschland, als "Schwäbische Super-Hausfrau" die anderen Mitgliedsländer dazu an, nicht mehr auszugeben, als was eingenommen werde.
    Und jetzt DAS:
    Da wird ausgegeben und geklotzt und aus dem leeren Hut gezaubert, wie noch nie!
  • N. Y. P. 28.03.2020 07:06
    Highlight Highlight @Herr Matter, SVP

    Es ist traurig und beschämend. So herablassend in dieser Zeit über das Gesundheitspersonal zu sprechen ist schockierend.

    Ihre Worte übersetzt :

    Um ein bisschen die Betten zu machen und das Zimmer zu lüften, braucht es doch nicht eine immense Ausbildung.
    Senkt die Anforderungen, so kann mehr Personal eingestellt werden. Nebeneffekt: Die Löhne können tief gehalten werden, da ja jeder (Tropenkopf) Betten machen kann..

    Da hat man drei Wochen Ruhe, von Leuten, mit ihrer Gesinnung. Dann äussert sich wieder mal einer. Und es ist beschämend.
    • regen 28.03.2020 09:55
      Highlight Highlight herr matter hätte vermutlich auch gerne gesagt: günstigere pflegedienstkräfte aus osteuropäischen ländern importieren. darf er im moment aber nicht , wäre ja ein kontraproduktives statement zur noch anstehenden kündigungsinitiative.....
    • N. Y. P. 28.03.2020 12:35
      Highlight Highlight Herr Matter, haben sie mir einen Blitz verpasst ?

      Sie lesen also watson..
    • N. Y. P. 28.03.2020 12:37
      Highlight Highlight Unser aller ewig grinsender Köppel. Wie könnten wir den vergessen..
  • philosophund 28.03.2020 07:01
    Highlight Highlight Die Arena wirkte auf mich fast so, als hätten alle das gleiche solidarisch-humanistische Ziel - nur zwei - Matter und Rühl - wirkten irgendwie komplett im Kompass verdreht.

  • Ratzupaltuff 28.03.2020 06:53
    Highlight Highlight Wusstet ihr das wir Handwerker immun sind? Wir können uns gar nicht anstecken :D


    Man könnte meinen es wäre so, so resistent wie Politiker jegliche Kontrolle, Aufsicht oder Schutz für Handwerker verweigern.

    Eine Coffeuse könnte sich genau so gut wenn nicht besser schützen als Handwerker (fliessendes Wasser, Möglichkeit ausser beim einzelnen Kunden 2m Abstand zu halten etc)

    Wie die Dame sagte. Ich hab noch kein Kontrolleur weder vor noch während der Corona Krise jemals gesehen!
    • Kruk 28.03.2020 09:34
      Highlight Highlight Da ist dir recht zugeben.
      Nur möchte ich am beispiel Coiffeuse noch hinzufügen, dass es dort darum geht, dass die Coiffeuse zur Superverbreiterin werden könnte. Es geht nicht in erster Linie um ihren Schutz.
  • Töfflifahrer 28.03.2020 05:04
    Highlight Highlight eine gute und umfassende Ausbildung im Pflegebereich ist notwendig. Wir sehen ja wie komplex das alles ist. Aber Pflegefachleute , Assistenzärzte etc. sollen auch gute Arbeitsbedingungen haben. Das bedeutet, adäquate Löhne, die diese heute nicht haben.
    Dass ein Banker dem widerspricht, spricht aber doch Bände. Diese Krise zeigt einfach auf, dass unsere Neoliberale und globalisierte Marktwirtschaft endlich überdacht werden muss.
    Wir haben fast alles im Gesundheitsbereich der wirtschaftlichen Effizienz geopfert und bekommen nun die Quittung.
    • rodolofo 28.03.2020 07:17
      Highlight Highlight Alte und Kranke rentieren einfach nicht.
      Und sie werden auch nie rentieren.
      Dennoch sollte man sie respektieren!
      Wer den Respekt vor Alten und Kranken verliert, der wird selber einmal den Geiern zum Frass überlassen werden...
    • Elduke 28.03.2020 08:41
      Highlight Highlight Stimme dir vollständig zu. Nach der Krise wäre es sicher auch mal wieder angebracht, über die Arbeitsbedingungen von Assistenzärzten zu sprechen.

      Nur einmal als Vergleich: Ich als Assistenzarzt (sowie die meisten meiner Kollegen) habe in meinem Gesamtarbeitsvertrag eine min. Arbeitszeit von 50h/Woche, effektiv sind es meistens 60h oder mehr. Der Mehraufwand aktuell durch Corona ist also eher Normalzustand.
      Als Lohn erhalte ich knapp 6'500 CHF. Nicht falsch verstehen: Ich liebe meinen Job, aber es müsste schon irgendwie möglich sein, nicht alles dafür opfern zu müssen.
    • Töfflifahrer 28.03.2020 09:17
      Highlight Highlight @Elduke: Genau davon spreche ich. Seit Jahren ist das alles bekannt, aber aus Spargründen will man daran nichts ändern, es komme zu teuer. Und das muss sich endlich ändern.
      Warten mit den Forderungen bis das alles sich beruhigt hat finde ich falsch, denn dann kommen wieder die Erbsenzähler hinter dem Ofen hervor.
      Man muss sich beim Bund und den Kantonen bereits jetzt damit auseinandersetzen was man künftig verbessern will!
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilas 28.03.2020 04:50
    Highlight Highlight Dieser Matter,klar, wozu höhere Abschlüsse? Es geht ja schliesslich nur um Menschenleben und nicht um fette Bankkonten. Es geht nur um zum Teil komplexe Pflegeprozesse und nicht um Aktienpakete. Es war schön das Klatschen der Leute, es hat vielen gutgetan
    danke!
    Aber eine Anerekennung des Berufsstandes in Form von einer korrekten Entlöhnung und auch von der Haltung her wäre nicht verkehrt. Es hat sich viel verändert. Als ich vor 34 Jahren anfing, kamen die Leut ins Spital und wurden gepflegt, heute ist es freie Marktwirtschaft und muss rentieren. Da darf kein Stellen% zuviel am Bett stehen.
  • milkdefeater 28.03.2020 04:01
    Highlight Highlight Weder FDP noch SVP mussten jemals die Folgen ihrer menschenverachtenden Politik im Ernstfall verteidigen können. Nun sehen wir, dass der Homo Ökonomikus durchaus in gewissen Kreisen existiert; nämlich diejenigen, deren Geld sie bis anhin vor Menschlichkeit bewahrt hat. Wir als Volk haben jetzt eine Aufgabe: Uns diese "Volks"vertreter bei der nächsten Wahl zur Brust zu nehmen und den "Eliten" in diesem Land (denn diese gibt es, nur nicht in Trumps Sinn) eine Botschaft zu senden: Demokratie ist eine Mehrheitsvertretung. Und ihr habt eure Daseinsberechtigung überschritten.
  • D(r)ummer 28.03.2020 03:00
    Highlight Highlight Der Banker aus der SVP-Ecke, auf den man getrost auch verzichten könnte, führt sich wieder auf wie der letzte und merkt es nicht mal.

    Warum haben Leute, die das Geld anderer umherschaufeln und so viel verdienen das Gefühl, dass sie entscheiden können, Personen die den Wohlstand erarbeiten müsse man klein halten?!

    "Höhere Löhne braucht es nicht."
    Genau, in den Teppichetagen der Versicherungen und Banken.

    Nicht jeder hat die Chance sich masslos bereichern zu können.
    Und für genau die sollte man bereit sein zu kämpfen.
    Matter: Nachsitzen!
    • R_W 28.03.2020 06:57
      Highlight Highlight Ich bin sofort für mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen, bzw. genügend Personalreserven im Pflegebereich. Aber auch wenn ich sonst selten mit ihm einig bin, hat Matter nicht ganz unrecht mit den zunehmenden theoretisch/schulischen Ansprüchen in verschiedenen Branchen, nicht nur im Gesundheitswesen, die charakterlich, emotional, praktisch geeignete Leute abschrecken oder gar nicht erst zur Ausbildung zulassen.
    • bebby 28.03.2020 07:03
      Highlight Highlight Ja, über seine eigenen Boni denkt er nicht nach. Dass einer, der vor wenigen Jahren von der FINMA wegen dem Swissfirst/Bellevue insider deal bestraft wurde, überhaupt an einer solchen Diskussion glaubwürdig auftreten kann, ist mir ein Rätsel.
    • rodolofo 28.03.2020 07:15
      Highlight Highlight In der "Ausserordentlichen Lage" und mit Notrecht müssten eigentlich auch Enteignungen möglich sein!
      Aber Matter muss ja keine Angst haben:
      2 SVP-, 2 FDP- und 1 CVP- Bundesräte würden ihn vor einem solchen (nur für ihn und seine Finanz-Schmarotzer) absoluten Horror-Szenario beschützen...
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